Fantasy-Larp

    • Fantasy-Larp

      So, damit alles nicht ganz so ernst abläuft möchte ich mein Projekt hier im bereich LARP erläutern.

      Ich möchte zusammen mit meinem Vater eine Darstellung um 1250 anstreben.

      Da ich bedingt durch die Arbeit und das Abitur weniger Zeit zum Recherchieren habe, möchte ich mir ein "Gewand" bestehend aus:

      -Bundhaube (weißes Leinen)
      -Gugel(blaue Wolle, gefüttert mit Leinen)
      -Unterhemd(Leinen)
      -Cotte(blaue und weiße Wolle)
      -Bruche + Beinlinge (weißes Leinen und blaue Wolle)
      -Mantel (blaue dicke Wolle mit Leinen gefüttert)

      selbst nähen.

      Die genannten Kleidungsstücke möchte ich natürlich so authentisch wie möglich machen, jedoch stelle ich mir selbst nicht den Anspruch auf LH-Tauglichkeit.(Wenn ich auch Märkten bezüglich meiner Kleidung gefragt werde, gebe ich natürlich an, dass das nicht für bare Münze genommen werden kann.)

      eine gute Anleitung habe ich bei Berwelf gefunden.

      Gibt's da noch weitere Empfehlungen?
      Angestrebte Darstellungen:

      Haithabu 850 oder Birka 950
    • Wenn ich mir die Liste anschaue wirst Du ziemlich blau...
      Versuche doch mal mit leichten grün- und rotorange- Tönen zu mischen.
      Und wenn Ihr keinen Adel macht würde ich den Mantel gegen eine Cappa tauschen.

      Als Ideen-Fundgrube sind auch die Brandenburger und das Vuozvolc gut. Detaillierte Anleitungen findest du auch bei Sarah Thursfeld. Auf englisch kann man das Buch gratis herunter laden.
      Bekennend GroMi mit den "Feuerschwingen" (Facebook: Feuerschwingen)
      Am "A" arbeitend als Spiesser in städtischer Infanterie des 13. Jhdts mit dem "Vuozvolc". (www.vuozvolc.de)
    • Ich weiß, ihr macht Larp und nehmt es nicht ganz so ernst.
      Daher ist es erst mal ne gute Idee.

      Solltet ihr mehr Anspruch haben, solltest Du die geplanten Besätze überdenken. Die sind um 1250 nicht mehr vorkommend.
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      Am "A" arbeitend als Spiesser in städtischer Infanterie des 13. Jhdts mit dem "Vuozvolc". (www.vuozvolc.de)
    • Wo ich auch schon geschaut habe: berwelf.de/artikel/anleitungen/kleidung1300.pdf

      Finde ich auch gut erklärt, aber natürlich, bevor das Schneidern beginnt (hab zum Glück eine gelernte Schneiderin in der Verwandtschaft^^) geht das Recherchieren los
      und vor allem mal mit Leuten auf "A"-Veranstaltungen sprechen.
      Angestrebte Darstellungen:

      Haithabu 850 oder Birka 950
    • Knöpfe an den Ärmeln sind um 1250 noch nicht wirklich verbreitet. Auch ist der Sitz da noch nicht so eng am Arm. Kommt erst so 30-50 Jahre später.
      Farben sind immer für, aber man muss je nach Stand schauen, ob man sich eine teurere, knallige Doppelfärbung leisten kann oder eher leitete Einfachfärbungen standesgemäß sind.
      Blasses Gelb KANN, je nach regionaler Kleidervorschrift (um 1250 nicht unbedingt schriftlich existent), als Schandfarbe in der Oberbekleidung Einschränkungen mit sich bringen.
      Bei den Beinlingen sehe ich da keine Probleme.
      Knalliges, sattes Gelb als Futter ist machbar, aber teuer.
      Einfachfärbungen Krapp kommen zwischen hellem Orange und Rostbraun vor und sind als Standardfarbe kein Problem. Helles blau geht auch. Dunkles, sattes blau ist teuer.

      Ich würde ein Oberbekleidungsstück (Cotte oder Cappa) in braun behalten, eines in blau oder rötlich nehmen und die Beinlinge in gelb oder hellgrün.
      Ist nur ein Vorschlag.
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      Am "A" arbeitend als Spiesser in städtischer Infanterie des 13. Jhdts mit dem "Vuozvolc". (www.vuozvolc.de)
    • Wenn der Mantel (bzw. die Cappa) auch in kalten Tagen wärmen soll, rate ich von Leinen als Futterstoff ab. Auch bei Regen macht sich Leinen eher schlecht, da es Feuchtigkeit zieht. Mein Rat: Nimm beim Mantel ebenfalls Wolle als Futter!
      "Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht hauptsächlich darin, daß Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern kann."
      Samuel Butler der Ältere (1612 - 1680) englischer Satiriker

      http://amulunc.de.tl
      http://www.twerchhau.de
    • Lorenz vom Quellental schrieb:

      Knöpfe an den Ärmeln sind um 1250 noch nicht wirklich verbreitet. Auch ist der Sitz da noch nicht so eng am Arm. Kommt erst so 30-50 Jahre später.
      Farben sind immer für, aber man muss je nach Stand schauen, ob man sich eine teurere, knallige Doppelfärbung leisten kann oder eher leitete Einfachfärbungen standesgemäß sind.
      Blasses Gelb KANN, je nach regionaler Kleidervorschrift (um 1250 nicht unbedingt schriftlich existent), als Schandfarbe in der Oberbekleidung Einschränkungen mit sich bringen.
      Bei den Beinlingen sehe ich da keine Probleme.
      Knalliges, sattes Gelb als Futter ist machbar, aber teuer.
      Einfachfärbungen Krapp kommen zwischen hellem Orange und Rostbraun vor und sind als Standardfarbe kein Problem. Helles blau geht auch. Dunkles, sattes blau ist teuer.

      Ich würde ein Oberbekleidungsstück (Cotte oder Cappa) in braun behalten, eines in blau oder rötlich nehmen und die Beinlinge in gelb oder hellgrün.
      Ist nur ein Vorschlag.
      Das hab ich auch schon gelesen, dass nur goldgelb beim Adel verbreitet war und hellgelb zur Kennzeichnung "bestimmter Volksgruppen" diente.
      Dann fang ich wahrscheinlich an mit: -Cappa(braun)
      - Cotte (hellblau; waidblau)
      - Beinlinge (rot; krapprot)
      Eine Darstellung des einfachen Volks 1230-50 unter den Staufern.

      Heute kann ich das oben genannte Buch abholen um mich zu inspirieren.

      Vielen Dank für die ganzen Ratschläge!
      Angestrebte Darstellungen:

      Haithabu 850 oder Birka 950
    • Da ich nach näherer Recherche doch mehr am Frühmittelalter interessiert bin gehts jetzt erst mal daran die Birka-Dateien zu durchforsten.
      Fürs erste werde ich mir eine Untertunika aus Leinen und eine Übertunika aus dünnerer Wolle mit Besatz nähen (ohne wirklich historischen Anspruch), damit ich vorerst mal
      auf Veranstaltungen nicht ganz so schlecht da stehe und mit Leuten in Kontakt trete, die sich wesentlich besser auskennen als ich. Dann wird so nach und nach alles verbessert.
      Angestrebte Darstellungen:

      Haithabu 850 oder Birka 950