verzweifelter Versuch, aus der Panflöte Töne rauszubringen

    • verzweifelter Versuch, aus der Panflöte Töne rauszubringen

      Ich liebe ja den Klang einer Panflöte. Völlig unabhängig von Mittlelater oder so.
      Und deshalb habe ich mir schon vor Jahren eine gekauft. Naja, eher kaufen lassen, mein Vater hat sie mir geschenkt. Kein Billigteil, sondern was Gutes. Und relativ groß.

      Nun habe ich zuerst selbst versucht, dem Ding Töne zu entlocken. Das erbrachte so gut wie gar keinen Erfolg. Und nein, ich bin auch nicht gut darin, einer Bierflasche Töne zu entlocken, was ja angeblich im Prinzip genau dieselbe Technik sei.
      Dann habe ich mir Text- und Videoanleitungen im Internet gesucht. Ergebnis: Ich mache genau, was der Typ mir sagt und zeigt, aber wieder kriege ich nur einen atonalen Hauch aus dem Ding. Und ich habe es mehr als einmal versucht.
      :heul
      Irgendwann habe ich das Teil dann frustriert in die Ecke gelegt und da liegt es nun schon seit Jahren.
      Aber es wurmt mich immer noch, schön wäre es schon, den einsamen Hirten mal selber flöten zu können.

      Klingelt eventuell bei irgend jemandem was?
      So nach dem Motto: "Ja, genau das Problem hatte ich am Anfang auch, der Fehler ist ganz leicht zu beheben!"?
    • Das mit der Bierflasche stimmt, dass ist genau die selbe Technik. Diese zu beschreiben, na da hast du ja schon im Netz genug gesehen und gelesen. Das dumme ist, je verkrampfter du wirst um so weiter entfernst du dich davon einen Ton zu entlocken.
      Ich versuchs mal so zu beschreiben, bei einer Blockflöte hast du eine klar vorgegebene Bahn welche den Luftstrom ideal auf die Kante leitet an der sich die Luft bricht:


      Quelle:lehrklaenge.de/

      Bei der Pan musst du dies mit dem Mund formen. Das heisst, du musst einen klar definierten, feinen Luftstrom mit den Lippen erzeugen welcher sich an der Kante brechen kann. Dazu muss man Spannung auf die Lippen bringen (ähnlich wie beim grinsen, nur mit geschlossenen Lippen) und nur eine kleine, feine Öffnung in der Mitte lassen. Dabei muss der Luftstrom auch noch etwas nach unten gelenkt werden, da die Kante ja nicht mittig vorm Mund sitzt (Oberlippe etwas nach vorne, Unterlippe etwas mehr Spannung). Das ganze muss aber auch noch flexibel bleiben, denn bei höheren Tönen braucht es mehr Druck und eventuell noch einen feineren Luftstrom. Letztendlich ist es in etwa ähnlich, wie wenn man pfeift, nur das man die Pfeife vor sich hat und nicht "eingebaut". Wenn du zu verkrampft bist oder die Lippen nicht beweglich genug dann wird es nicht einfach. Schade das du nicht gerade um die Ecke wohnst, jemand der dir es zeigt wäre da gut.
      Meinen Glauben habe ich verloren.
      Mein Wissen habe ich gefunden.
      Meine Weisheit suche ich noch.

      Tagebuch eines Weltenwanderers
    • Bei einer Querflöte muss man auch üben, bis da mal ein Ton raus kommt, mir wurde gesagt, bei täglichem üben auch mal 2 Wochen bis ein Ton kommt. Man muss da ein wenig den richtigen Winkel finden. Auch die Lunge richtig voll atmen, muss man erst mal üben, im stehen geht es leichter.

      Und wenn man dann mal einen Ton entlockt hat, heißt das nicht das das gute Schätzchen nicht trotzdem ein Dornröschenschlaf im Schrank hält.
    • Silvia schrieb:

      Man muss da ein wenig den richtigen Winkel finden.
      Nicht nur "ein wenig", der muss schon sehr sauber sitzen, sonst gibt es unsaubere Töne. Das schwierige an der Panflöte ist, dass man aber auch noch den Ansatz halten muss beim verschieben des Instrumentes und das ständig fliessend, da man ja im Prinzip eine ganze Reihe "Einzelinstrumente" anzuspielen hat, während bei der Querflöte ja die Lippen an einem Anblasloch bleiben. Das macht es noch deutlich schwerer, den Ansatz während des spielens sauber zu halten. Da gehört schon eine Portion Übung und gute Atmung dazu, sonst geht einem sehr schnell die Luft aus.

      Als ich anfing Querflöte zu spielen hatte ich oft Kreislaufprobleme, da ich zu verbissen war. Inzwischen, nach vielen Jahren kann ich fein dosiert die Luft abgeben und recht lange mit einem Atemzug sauber spielen bis ich wieder Luft holen muss. Ich habe auch lange Atemtraining gemacht, dass hilft auch ungemein wenn man seinen Atem kennen lernt und regulieren kann. Früher wurde gesagt, Flöte spielen ist wie singen, nur mit Instrument... ^^
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      weltenwanderer schrieb:

      Schade das du nicht gerade um die Ecke wohnst, jemand der dir es zeigt wäre da gut.
      Bei mir um die Ecke gibt's eine kleine Musikschule, der bietet so Kurse für diverse Instrumente an. Dem hab ich mein Leid mal geklagt, daraufhin hat er das selber versucht (Panflöte konnte er eigentlich selber nicht) und leidlich hinbekommen. Er hat dann nach zwei Wochen, als er's einigermaßen draufhatte, angerufen, ich kam vorbei, er hat's mir gezeigt. Hat aber nicht geholfen. Er kriegt Töne raus, ich nicht.
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      Gortroop schrieb:

      So ähnlich geht es mir mit meinem Didgeridoo weil ich meine Lippen nicht so entspannen kann das sie vibrieren :S
      Da sind meistens Verspannungen im Unterkiefer schuld, aber die in den Griff zu bekommen ist nicht so einfach. Die merkt man im Alltag auch nicht unbedingt, oft nur wenn man etwas mit seiner Stimme machen oder ein Blasinstrument spielen möchte.


      Panzerreiter schrieb:

      Er hat dann nach zwei Wochen, als er's einigermaßen draufhatte, angerufen, ich kam vorbei, er hat's mir gezeigt.
      Ich frag mich gerade, ob die wirklich so gut ist wie du sie beschreibst, optisch schön heisst ja noch nicht, dass sie auch gut zu spielen ist. Aber dafür müßte ich sie mal in der Hand und vor allem am Mund halten.

      Schade, ich hätte es dir gegönnt. Es ist zwar kein Trost, aber gerade die Pan ist wirklich kein einfaches Instrument, gerade wenn man neu anfängt mit einem Blasinstrument.
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      @Panzerreiter
      Hier bei uns im Norden würde ich mit einem Spielmannszug Kontakt aufnehmen und zwar einen der auf einfachen Querpfeifen spielt. Kurzer Einschub die sagen Querflöte dazu :nein Der Ansatz ist ähnlich, aber durch ein Mundstück unterstützt und solche Züge haben in der Regel durchaus Erfahrung mit schweren bis hin zu absolut unmusikalischen Fällen.
      Im Kopf Geschichtsnah
      In der Praxis eher GroMi
      Letztes Viertel 12tes Jh.
      Tippfehler? Ich schreibe meist vom Mobiltelefon
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      Die übt sich und ist absolut erfoderlich.
      Ist so ähnlich wie Lehrer sein.
      Nur das man es nach Feierabend macht und die Schüler nicht sitzenbleiben können.
      Ich spreche aus Erfahrung.
      Habe jahrelang pubertietenden Jugendlichen das Posaunespielen beigebracht, oder es zumindest versucht.
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      Tippfehler? Ich schreibe meist vom Mobiltelefon
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      Grimmbold schrieb:

      ...den Imperial March

      ...Deine Kost auf meine Rechnung! All you can eat!
      Na, dafür mußt du ihm aber schon mindestens eine Woche Kost und Logie anbieten wenn er dir dieses Stück mal vorspielen kann auf der Panflöte... :whistling: :D
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      @'Panzerreiter
      Ich kann nicht mehr an mich halten: Du möchtest Musik machen????????
      Da kriege ich tatsächlich ein Bild nicht mehr aus dem Kopf. Du in voller Eisenmontur mit einer Panflöte in der Fußgängerzone beim Haupteingang eines Bekleidungskaufhauses. Wow!
      Wir sollten uns also endlich zusammentun, denn da könnte zusammen wachsen, was zusammen gehört ;)

      Gruß Gilge
      Gilge von Hockeleve (Gaukler & Narr)
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      Isch 'abe sie in die Flücht gesüngen!

      Aber zurück zum Thema:
      Hat noch jemand irgendwelche hilfreichen Lerntricks?
      Das Problem ist ja die Technik, die sich offenabr nur schwer mit Worten erklären lässt.
      Gibt es irgendwelche Tätigkeiten oder Übungen, bei denen man eben genau diese Technik intuitiv erlernt, die für die Panflöte gebraucht wird?
      Ein Beispiel war ja die Bierflasche. Da bin ich zwar kein Held, aber ich bekommen noch eher Töne raus als auf der Panflöte.
      Allerdings vermag ich es irgendwie nicht, die Bierflasche auf die Flöte zu übertragen.

      Gibt es noch weitere intuitiven Methoden, sich die richtige Grundtechnik anzueignen?
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      @'Panzerreiter
      Ohne Flaps: Es gibt Menschen, die aufgrund ihrer Kieferstellung nicht in der Lage sind Quena, Querflöte oder eben auch Panflöte zuspielen. Einen richtigen Ansatz authodidaktisch zu lernen ist sehr schwierig. Am besten wäre tatsächlich eine Übungsstunde bei jemandem, der etwas davon versteht. Ich würde also getrost übers Internet eine Musikschule oder eine Musiklehrerin/einen Musiklehrer suchen und die Zeit und natürlich auch etwas Geld investieren. Sonst bleibt das erfahrungsgemäß eine Qual, die dann auch eher frustriert als motiviert.
      Ich habe beide Seiten erfahren und habe dann entschieden, dass diese Art der Flöte nicht meine ist.

      Gruß Gilge
      Gilge von Hockeleve (Gaukler & Narr)