Motto auf Schilden

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      Hallo zusammen!

      Ich hab eine Frage an Euch.

      Ab wann finden sich Motto-Beschriftungen auf Schilden/Buckler?

      Wäre es plausibel("A"), auf einem Schild/Buckler eines Schützen so etwas zu finden?

      Leider habe ich bisher nur Pavesen gesehen, die Motto Sprüche tragen, diese wären aber für meine jetzige Darstellung zu spät.

      Gruß

      Christoph
      † christus mihi vita mors lucrum †
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      Also fürs HoMi kann ich es schon mal ausschliessen, ich weiss jetzt auch nicht welche Zeit du darstellst. Persönlich sind mir auch nur Pavesen und "Wappenschilde" mit Sprüchen bekannt. Und die Wappenschilde waren, soweit ich mich Erinnere aus der Rennaissance oder sogar schon Barock und hatten nichts mit Kampfschilden zu tun. Städtische Pavesen mit Spüchen meine ich schon aus früherer Zeit gesehen zu haben, würde da aber nicht sagen können von wann genau. Aber man sollte sich mal vergegenwärtigen in wieweit die Alphabetisierung des Volkes in den jeweiligen Jahren war. Das der normale Soldat lesen kann würde ich erst auf den 30jährigen Krieg tippen. Und selbst da eher eine Minderheit. Anderst sieht es dann aber bei Turnierschilden aus, denn da stehen sich zumeist Adlige gegenüber. Aber selbst da war Lesen und Schreiben eher zweitrangig.
      Das heisst aber nicht das die Schilde des SpäMi nicht "redend" gewesen wären. Da wurde das Motto oder der Name ins Wappen eben als Bild eingearbeitet. Als Beispiel München, da ist ja ein Mönch zu sehen, Und der Name München würde heute ja Mönchsheim bedeuten.
      Pause bis ca. 2018
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      das Lorb schrieb:

      Pavesen sind eher böhmischer Herkunft (Hussiten?!) und eher 15.Jhdt.
      Und das ist knapp vor der Rennaisance ^^ , gut es gibt eine zeitliche Überschneidung :whistling: . Aber ich hab ja geschrieben das ich jetzt nicht genau weiss von wann die Pavese war. Dazu kommt die Frage, wann ist der Spruch auf das Schild gekommen. Das kann ja durchaus wesentlich später gewesen sein, vielleicht hing das Schild ja als Zierde in einem Rathaus/Gildenhalle o.Ä. und ist später neu bemalt worden. Aber da weisst du bestimmt mehr.

      Wilhelm von Sunderburg schrieb:

      Eigentlich kommt München von Munichen und wird als "bei den Mönchen" übersetzt
      Gut, ich geb mich geschlagen, aber im Grunde kommt es auf Gleiche raus. War jetzt das erste "redende" Wappen was mir spontan Eingefallen ist und was fast jeder kennt
      Pause bis ca. 2018
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      Danke für die Antworten, dann wird das mit meiner Idee nichts.

      Ich suche noch eine Gestaltungsidee für einen Schild eines Armbrustschützen (1350 Köln) im Dienste des Erzbischofs.

      Hier wäre die Frage, kann das erzbischöfliche Wappen und/oder das Wappen der erzbischöflichen Familie geführt werden?

      Es wäre das schwarze Kreuz auf Weiß (silber) das Familienwappen, Rot-Goldenes Andreaskreuz.

      Ich bin leider recht unbedarft in der Heraldik.

      Bin für Vorschläge offen.

      Gruß

      Christoph
      † christus mihi vita mors lucrum †
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      Ich denke, wenn du ganz sicher gehen willst musst du nach Belegen aus dem Kölner Archiv suchen müssen. Die Frage ist ob Köln das Wappen in genau dieser Form schon genutzt hat. Dann desweiteren ob dieses auch bei den städtischen Truppen so genutzt wurde. Vorsichtiger wäre ich noch beim Erzbischöflichem. Stehst du direkt in seinem Dienst. Bist praktisch bei der "Palastwache" dann könnte, die Betonung liegt auf Könnte, es sein das sein Wappen in irgend einer Form getragen wurde. Ich muss zu meinem Schild sagen das es historisch nicht richtig ist. Das Wappen so wie es zu sehen ist wurde von der Stadt erstmals (belegbar) im 15. Jhd. benutzt. Zwar wurde das Recht den Adler als Wappen zu führen schon von Barbarossa erteilt, aber das bezog er eher als Symbol für die Erneuerung der Römischen Reiches. Um 1350 ist die Heraldik allerdings schon ziemlich ausgeprägt. Und jetzt das "Aber". Die Wappen dienten dazu den Träger zu identifizieren, das erzbischöfliche Wappen trug also erst mal nur der Erzbischof, dann wusste jeder unter dem Helm ist seine Emminenz. In wieweit in seinem Dunstkreis die Knappen und andere direkt unterstellte Soldateska auch eine Form seines Wappens trugen weiss ich nicht. Aber das wäe mal intressant zu Wissen ob es sowas tatsächlich gab.
      Schaut man sich die Miniaturen aus deinem Zeitraum an, sieht man meistens bei den niederen Soldaten nur einfarbige oder zweifarbige Schilde. Die meisten zweifarbigen sind einfach vertikal geteilt, einige Wenige haben ein einfaches Muster.
      Pause bis ca. 2018
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      Also im Falle eines eher einfachen Gefolgsmannes würde ich mir da eher die Frage stellen, ob die Ausrüstung überhaupt dir gehört oder ob sie vom Dienstherren ausgegeben wird. Bei ausgegebener Ausrüstung gab es vielleicht sowas wie Besitzmarken. Jedenfalls habe ich sowas schon an Kettenhemden aus Zeughäusern gesehen. Das waren dann aber kleine Blomben oder Ringe und keine großartigen Wappen.
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      Ich habe Belege gefunden, dass für den Erzbischof das Wappen schwarzes Kreuz auf Silber getragen wurde.
      Das Filienwappen taucht auf Münzen (Doppelschilling) zusammen mit dem erzbischöflichen Wappen auf.

      Es gibt aus der Zeit auch Dokumente, dass sowohl Söldner mit eigener Ausrüstung, als auch ohne in den Dienst gestellt wurden.

      Dann würde sich anbieten den Schild Schwarz/Weiss zu teilen, ggf das schwarze Kreuz darszustellen?
      † christus mihi vita mors lucrum †
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      Hallo!

      Hier die Entwürfe:

      dropbox.com/s/l5aop8ki49e3jcq/IMG-20170424-WA0003.jpg?dl=0


      Oberer Kreuz des Erzbischofs Schwarz auf Weiß. Unten Schwarzes Feld. So zu finden in historischen Stadtwappen und Urkunden.

      Unterer: Schild in Weiß mit schwarzem Kreuz. So zu finden auf Urkunden und Münzen der Zeit 1349-1362.

      Was meint Ihr?

      Gruß

      Christoph
      † christus mihi vita mors lucrum †
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      Ich würde aus genau diesem Grund (DO) den oberen Entwurf wählen. Sicherlich sind beide Wappen nahezu gleich und es wäre historisch nicht falsch. Aber man wird auf ziemlich jedem Markt/jeder VA den Erklärbär spielen dürfen. Und da beides für die Zeit wohl belegbar ist, warum sich den Mund fusselig reden ^^ .
      Und ich finde das geteilte auch irgendwie schöner/passender, aber das ist jetzt eine subjektive Meinung.
      Pause bis ca. 2018