Kampfkunst der Ritter

    • Panzerreiter schrieb:

      Ritter Konrad schrieb:

      Persönlicher Ankerpunkt für mich wäre dafür die Schlacht von Tours und Poitiers 732 n. Chr., als die einfallenden Mauren von einer fränkischen Streitmacht aus Panzerreitern aufgehalten wurde, weil die Pfeile der maurischen berittenen Bogenschützen die Ringpanzerhemden der Franken nicht durchschlagen konnten.
      In Anbetracht der spärlichen Quellen zum Verlauf der Schlacht eine etwas gewagte These.
      Womöglich :keule1 bei näherem Betracht sollte ich den Gebrauch von Schilden nicht vergessen, der gewiss auch seinen Teil beigetragen hat.
      Meiner Meinung und meinem Verständnis nach würde es aber durchaus Sinn ergeben, was ja nicht bedeuten muss, dass es nicht doch anders sein kann. :)
      :ritter15 Ritter Konrad vom Eichenhain, zu Euren Diensten! :ritter15
    • Ritter Konrad schrieb:


      In der Bronzezeit sicherlich und auch in den Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden, zuvor auch, aber spätestens ab rund 700 n. Chr. wohl nicht mehr, bedingt durch das Aufkommen neuer und besserer Rüstungen.Persönlicher Ankerpunkt für mich wäre dafür die Schlacht von Tours und Poitiers 732 n. Chr., als die einfallenden Mauren von einer fränkischen Streitmacht aus Panzerreitern aufgehalten wurde, weil die Pfeile der maurischen berittenen Bogenschützen die Ringpanzerhemden der Franken nicht durchschlagen konnten.

      In dieser Zeit kamen keine neuen Rüstungen auf. Der Ringpanzer war schon Jahrhunderte vorher bekannt. Dass Pfeile an den Ringpanzer abprallen, ist von vielen Faktoren abhängig wie z.B. Pfeilspitze und Zuggewicht. Würde ich daher nicht pauschalisieren.

      793 beginnt die Wikingerzeit. Rüstungen waren noch immer teuer und Statussymbol und ein Großteil der skandinavischen Krieger kämpfte ohne eine Rüstung aus Stahl. Es fällt mir sehr schwer zu glauben, dass der Bogen hier keine überaus häufig anzutreffende Waffe gewesen sein soll.

      Ritter Konrad schrieb:

      Guter Punkt, danke dafür!Wie ein Stück weiter oben erwähnt bin ich von einem späteren Zeitraum ausgegangen, das hätte ich erwähnen sollen. Von daher: mein Fehler an der Stelle.
      Dann an der Stelle eine Gegenfrage: ist sicher belegt, dass genannte Skelette von Rittern niedergestreckt wurden?

      Nein. Zum einen, weil das nicht möglich ist und zum anderen, da es zu dieser Zeit noch keine Ritter als solche gab. Ein Loch in der Schädeldecke mit darin steckender Pfeilspitze ist dennoch ein untrügliches Zeichen für einen Pfeil als Todesursache.
      Pavo Birkanensis - Echte Männer tragen Pluder
    • Dem, dass der Bogen wohl keine ritterliche Waffe war und der eigentliche Ritter diesen mehr zur Jagd als im Krieg nutzte, stimme ich voll zu.

      Doch das der Bogen auf den Schlachtfeldern erst ab dem 14. Jhd. eine Bedeutung hatte ist sicherlich nicht haltbar.
      Die berittenen Bogenschützen der Ungarn und Seldschuken, haben die ein oder andere Schlacht entschieden (zB. bei Pressburg oder Mantzikert).

      Auch bei der Schlacht von Hastings war eine größere Anzahl von normannischen Bogenschützen im Einsatz (auch wenn diese den gewünschten Erfolg nicht erzielen konnten).
      Des weiteren sei noch auf die Schlacht bei Hattin hingewiesen, wo die Armee des Königreich Jerusalems, quasi im Pfeilhagel vernichtet wurde.

      Diese Aufzählung könnte noch um einiges ergänzt werden.
      [font='Georgia, Times New Roman, Times, serif']"Bibunt ut Gothi"[/font]
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    • Panzerreiter schrieb:

      In den frühmittelalterlichen Statuten (Karolinger, Langobarden ...) wird der Bogen explizit als gefordertes Ausrüstungsstück genannt.
      Er stellte, noch unter Speer und Schild, die "unterste" Stufe der Ausrüstung dar und musste, hält man sich an diese Vorschriften, vom einfachsten Krieger bis hinauf zum bestausgerüsteten besessen werden.
      Dem stimme ich voll zu,ich war in meinem vorigen Beitrag vom Hochmittelalter ausgegangen.