staufischer Bauer um 1250

    • Da die Überlegung zu handgewebten Stoffen aufkam würde ich gerne etwas Grundsätzliches dazu mit auf den Weg geben :
      zeitensprung.blogspot.de/2018/…e-es-handgewebt-sein.html
      (Quelle: mein Blog bei Google)
      Man liest 93 Bücher und weiß, das man immer noch zu wenig weiß - kann sich aber darauf verlassen, das jemand kommt und nach 5 Min Internetrecherche ganz genau im Bilde ist ...
      https://zeitensprung.blogspot.de/
    • Das die Menschen im Hochmittelalter ständig und zu jeder Gelegenheit gute gefärbte Klamotten trugen halte ich für unwahrscheinlich. Zwischen dem Schmuddel Mittelalter aus Kino und TV und dem was die Szene spiegelt, denke ich muss man sich vermutlich irgendwo in der Mitte treffen.
      Die uni gefärbte Klamotte geben die Funde übers gesamte Mittelalter oft nicht wieder. Es tauchen ungefärbte Stücke, raffinierte Spinnrichtungsgewebe mit und ohne Farbe und raffinierte Streifenstoffe auf. Zum Teil sehr aufwendig gefärbt, aber wie zB im Altenberg fast schäbig und mit naturfarbenem Hintergrund zu rot gelben Streifen.

      Zum färben gehört nicht nur, die Färbedroge, die Vorbeizen, sondern auch die Zeit es zu tun, die Erfahrung, genügend große Gefäße und Brennholz. Spätestens ab Hochmittelalter werden Hauptberuflich Färber diese Arbeit übernommen haben. Das muss man sich leisten können.
      Eine Naturfarbene Kleidung zur Feldarbeit ? Finde ich glaubwürdig und ich würde mir manchmal mehr gut gemachte einfache Darstellungen wünschen.
      Man liest 93 Bücher und weiß, das man immer noch zu wenig weiß - kann sich aber darauf verlassen, das jemand kommt und nach 5 Min Internetrecherche ganz genau im Bilde ist ...
      https://zeitensprung.blogspot.de/
    • Das stimmt schon, Walnuss eignet sich hervorragend. Für eine Weiterentwicklung meiner Darstellung kann ich es mir auch sehr gut vorstellen. Die Ausführungen von Frau Purrucker erscheinen mir soweit einleuchtend. Ich habe mich dafür entschieden einen Leibeigenen Bauern darzustellen und da scheinen mir ungefärbte Stoffe durchaus plausibel. Ein unfreier oder ein freier Bauer wird sich natürlich über regionale Vorschriften/Verbote eher hinweggesetzt haben.
      Angestrebte Darstellungen:

      Bauer im Ulmer Raum um 1250
    • Ich halte auch die Heimfärbung von Stoffen eher fragwürdig. Worin will der xy Mensch seine 2 oder 3m Stoff färben? Ohne das es fleckig wird? Sicher nicht im Kochtopf ;) es haben sicher die wenigsten Menschen die Möglichkeit daheim Stoffe zu färben. Und wenn sie genug Geld haben sich ein geeignetes Gefäß zu kaufen (und die Beize, die man nicht im Wald selber sammelt) warum sollten sie die Arbeit auf sich nehmen und nicht direkt gefärbten Stoff kaufen? Garne in einem Napf in Kaltfärbung selber färben, kann ich mir noch irgendwie vorstellen....wenn man selber welche herstellt und webt. Aber in wie weit wurde denn im ausgehenden Hochmittelalter eigentlich noch daheim gewebt? Im Ländlichen Bereich sicher noch mehr als im städtischen....

      Ich bin da auch Silvias Meinung. Das Mittelalter ist nicht so grau wie Hollywood sagt. Aber seit die Szene selber färbt, geschieht dies oft ohne weiteres Hinterfragen. Da wird mit allem gefärbt was man in Wald und Wiese findet....und jeder zieht es an ;) ein wenig mehr schlichte Farben fänd ich auch nicht schlecht.
    • Ein Tip zu Beinlingen:
      Viele Darsteller laufen mit Beinlinen rum, die schlabbern und nicht wirklich toll aussehen.
      Nimm Die die Zeit um den Beinling im Bereich Knie-Unterschenkel richtig eng abzustecken. Wenn er da richtig end sitzt, rutscht er auch nicht und sieht gut aus.
      Die Arbeit lohnt sich, auch wenn man manche Heftnaht mehrfach setzen muss bis es brauchbar wird.
      Bekennend GroMi mit den "Feuerschwingen" (Facebook: Feuerschwingen)
      Am "A" arbeitend als Spiesser in städtischer Infanterie des 13. Jhdts mit dem "Vuozvolc". (www.vuozvolc.de)