Nachfrage zum Kartenspiel "31"

    • Nachfrage zum Kartenspiel "31"

      Eine Frage an die Gemeinsachaft... in einem englischen Heftchen über historische Spiele fand ich ein Spiel, dass mir sehr bekannt vorkommt. Ich kenne "31" mit drei offen´Karten in der Tischmitte, aus denen man eine oder alle drei Karten gegen eine oder alle drei Karten in der eigenen Hand tauschen kann. Da meine Englisch-Künste eher bescheiden sind, die Frage: Macht das Spiel wie unten für Euch Sinn und... kennt jemand einen weiteren Quellennachweis? Berhard von Sienna starb 1444... ziemlich früh und das passt nicht zu meinem bisherigen Wissenstand zu Kartenspielregeln. Bislang las ich zum 15.Jhdt. nur "konkrete Spiele sind nicht bekannt" oder "vermutlich gespielt wie das Spiel ... aus dem 16.Jhdt". Hier soll B.v.S. also ein Spiel direkt erwähnt haben?

      One and Thirty- eine und dreißig

      Ein Spiel aus der Mitte des 15 Jh., bei welchem ein 52 teiliges Kartendeck benutzt wird. Für zwei bis acht Spieler. Die Regeln stammen von Cotton (1674) und Willughby (1660). Dies ist eines der vielen Spiele, welches in Bernadine von Siennas Werk erwähnt wurde. Übersetzt und veröffentlicht in Frankreich1464. Rabelais erwähnt 1534 ebenfalls dieses Spiel.

      Ein Geber wird benannt und die Spieler einigen sich über den Einsatz (an ante). Die Karten haben folgende Wertigkeiten: Asse 11, Bildkarten 10 und alle haben die Wertigkeit ihrer Kartenzahl. In diesem Spiel versucht jeder Spieler Karten zu sammeln, die der 31 am nächsten kommen und die die Zahl 31 nicht übersteigen darf.

      Der Geber gibt jedem Spieler drei verdeckte Karten und platziert dann den Rest verdeckt im Spielzentrum.
      Man startet beim linken Spieler des Gebers, und jeder Spieler muss eine Karte verdeckt (mit dem Bild nach unten) abwerfen. Die abgeworfenen Karten werden neben dem Rest-Ausgabe Stapel in der Mitte des Tisches gelegt, jeder Spieler darf sich nun eine neue Karte vom Rest-Ausgabe Stapel nehmen.

      Jeder Spieler ist versucht Karten zu sammeln, um der 31 möglichst nahe zu kommen. Wenn jemand glaubt, dass er der 31 nahe gekommen ist und die anderen Spieler schlagen kann, klopft er zweimal auf den Tisch. Zu diesem Zeitpunkt müssen alle Spieler ihre Karten niederlegen, dürfen noch eine Karte ziehen und müssen dann ihr Blatt offenlegen. Die höchste Nummer, um die Zahl 31 gewinnt. Wenn es ein Spieler geschafft hat die 31 zu erreichen, gewinnt er sofort ohne klopfen zu müssen. Bei einem unentschieden, beginnt das Spiel von vorne. Man sollte den Einsatz bedenken.
      Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen. immergut: Karl Valentin
    • Das ist Schnautz... Damit habe ich mir in meiner Lehre mein Gehalt aufgebessert :whistling:
      Hätte ich dir letztes WE zeigen können, aber da ging es ja bereits schon um deine Hosen :D

      Ansonsten wird es noch Schwimmen oder als Feuer bezeichnet

      Wo das Spiel allerdings seinen Ursprung hat, kann ich dir leider nicht sagen
      Website: www.Projekt-Deutschritter.de
      Facebook Seite: Projekt Deutschritter
      Facebook Seite: Projekt Karolinger