Tipps zu gefaßten Steinen

    • Borax sorgt beim Erwämen dafür das die Oxyde auf der Oberfläche gelöst werden und schütz dann auch die Oberfläche noch vor weiteren Reaktionen.

      Nach dem Löten sollte man die Reste allerdings entfernen.

      Das schöne beim Gießen ist dann auch das wenn es nicht sö schön gelingt man es wieder einschmelzen kann. Die Verluste durch Schlackenbildung sind bei Gold nazu nicht vorhanden.
    • Ich habe jetzt mal die Fotos vom Handy auf den Rechner gezogen. Man muss dazu sagen, ich habe in dem Kurs nur mit Messing gearbeitet, alles weitere übersteigt meine finanziellen Möglichkeiten bei Weitem. Hierbei habe ich auch Reste von Zierleisten oder Messingzierteilen verbraucht, sie sich bei mir im Laufe der Zeit angesammelt haben. Leider konnte ich die Fassungen der Steine nicht auflöten, da bei der hohenn Hitze sofort die goldene Farbe abging und ich nur noch silberfarbene Fassungen auf dem goldfarbenen Messing gehabt hätte.



      Das war die Vorplanung. Links auf der Skizze die Rückseite mit der Nadel, rechts die Vorderseite. Dann wurde gesägt. 14 Sägeblätter hat es entschärft, bis ich fertig war.



      Mal alles zusammen gelegt sah schon mal von der Form her ganz nett aus. Das Viereck hat 5 cm Kantenmaß, die ganze Schließe dann ca. 8 cm Durchmesser.



      Aus einem Rest Zierleiste wurde dann der Rahmen gefertigt, der erst an den Ecken zusammengelötet und dann auf das obere Messingblech gelötet wurde. Auch hier wurde das Aussägen wieder zum Geduldsspiel, trotz maßgenauer Berechnung und sauberem Arbeiten wurde es irgendwie ein wenig schief. Das Anlöten ging besonders schwer, ich habe bei meinem Mundstück alles gegeben, aber nur wenn die Kursleiterin dazu kam und mit einem zweiten Brenner auch fleißig mitblies, haben wir die nötige Hitze ereicht, um das Lot endlich schmelzen zu lassen.



      Als nächstes mussten die Rundungen mit den Zierteilen bestück werden. Die Fassungen habe ich dann aus o.g. Grund nicht gelötet, sondern gebohrt und verdrahtet. Sieht man hier noch nicht. Dann musste ich leider auf Alleskleber zurückgreifen, da wie gesagt bei jeder Form von Löten sich die Fassungen verfärben. Zur besseren Festigkeit möchte ich aber demnächst mal was mit Nieten versuchen, ich muss ja schließlich auch noch die Platte mit der Nadel dran kriegen. Im Moment liegt das gute Stück noch zum Aushärten im Wohnzimmer. Außerdem fehlt mir im Moment die Zeit, einen Nietversuch zu starten. Möchte erst einmal an einem Reststück probieren, bevor ich die Schließe anfasse.

      Zum Ende soll es aber mal so aussehen:

      Mein Lebensmotto: "Maxime peccantes, quia nihil peccare conantur" - Wer nicht zu sündigen wagt, begeht die grösste Sünde. - Erasmus von Rotterdam

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    • Das ungewollte Zerschmelzen war in unserem Kurs auch ein heikles Thema.

      Das Fitzelchen Löt, das für das Schließen meiner runden Steinfassungen verwendet wurde, war viel dünner als der Goldblechstreifen (0,45 mm) u. ist daher eher geschmolzen. Das Blech hat nur geglüht.

      Die Schmiedin hat aber ein paar Mal bei uns allen vieren Kommandos gegeben, damit wir die Flamme rechtzeitig wegnehmen... Sie wußte schon warum.

      @Mara: Wie bringst Du die Steine auf?! Werden die noch eingefaßt, oder klebst Du sie?

      Ich habe mich für einen Perlen-Button in der Mitte entschieden, der eine Fake-Fassung rundum bekommt; tatsächlich wird er darin auf dem Trägerblech festgeklebt. Als ich den Hammer sah, mit dem die Stege umgebördelt werden sollen, war mir sofort klar warum die Goldschmiedin vehement vom Einfassen abriet: Er war erschreckend schwer und groß! Ich hätte ein zierliches Hämmerchen erwartet, halt für eine filigrane Arbeit... aber wenn dieser Hammer zuschlägt, selbst mit Gefühl geführt, kann eine Perle ruck-zuck zerbröseln! Das wären teure Krümel...
    • Raginhild schrieb:

      @Mara: Wie bringst Du die Steine auf?! Werden die noch eingefaßt, oder klebst Du sie?
      Die Steine werden in die Fassungen dann sicherheitshalber eingeklebt. Wenn die Fassungen oben umgebogen werden, sollte das gut halten. Bei meinen Stoffen klappt das auf jeden fall sehr gut.

      Das schöne war, dass ich am Ende noch so viel Zeit hatte, dass ich mal eben schnell einen Silberring geschmiedet habe. Leicht gehämmert, 5 mm breit, irgendwann kommt da noch eine Inschrift rauf.



      Für gerade mal 8 € Materialkosten.....
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    • hallo zusammen,

      hier passiert das was bei allen Metallen passiert. Das große Blech benötigt zum Erhitzen mehr Temperatur und aufgrund der größeren Oberfläche gibt es mehr wärme ab.

      Es gibt Wäremedämmpasten die verhindern das die Wärme zu schnell abgeleitet werden.
      Damit kann man unterschiedlich Starke (Dicke) Materialien einfacher miteinander verbinden.

      tmp-loettechnik.de/shop/produkt/13/10/waermedaemmpaste/

      Ein sehr schöne Arbeit der Ring und Silber ist so günstig ;)

      Ich empfehle erst einmal fertige Niete zu verwenden und sie vorher auszuglühen damit sie "weicher" werden
      Diese sind wie hier sehr Preiswert.

      comtoise-uhren-shop.de/Sortime…ingnieten-100-Stueck.html

      Später kann man Niete auch selber aus Rundmessingdraht machen.

      Sollte es Probleme geben das das Messing zu hart und deswegen zu schwer zu verarbeiten sein empfehle ich Kupferniete. An Versteckten stellen sieht man das dann auch nicht :D
    • Der 3. Kursus-Abend ist um:

      4 runde Fassungen sind gebeizt, gebürstet und gehämmert worden... und zwar mit Inbrunst ;) Zum einen mußten sie völlig rund werden , was über einem spitz zulaufenden Stab passierte. Zum anderen waren sie einen Tucken zu eng. Durch das Hämmern wurden sie nach und nach weiter. (If I had a hammer... :whistling: ) Mehr als 1,5 Stunden dauerte das. Aber: Jetzt passen die Steine hinein! Ich bin tatsächlich stolz!

      Die restliche Zeit habe ich - quasi im Schnelldurchgang - eine Fassung für die große Perle gebogen, gelötet und schnell noch gebeizt. - Kommentar der Schmiedin: "Gelernt ist gelernt!" Wenn das kein Lob war... Ich mag das Goldschmieden!