Kleidung pflegen und säubern

    • Kleidung pflegen und säubern

      Kleidung per Hand nähen - tolle Sache!

      Selbstgenähte Kleidung tragen - famos! Ein ganz anderes Lebensgefühl.

      Aber dann kommen die Tücken der Benutzung - Motten, Beschädigungen, Ausbleichen und - DRECK! In meinem konkreten Fall: im Kleidersaum u. bis zum Schienenbein eingetrockneter Schlamm in Kluten.

      Ich vermute, irgendwie müssen wir alle diese leidigen Dinge bewältigen. Die handgenähten Sachen liegen mir am Herzen u. ich möchte sie gut behandeln und lange tragen. Wahrscheinlich möchten die meisten das mit ihren Sachen. Also her mit Euren Erfahrungen, Tipps und Ideen!

      Bei Wolle habe ich mit Ausbürsten (weiche bis mittelweiche Naturborsten) gute Erfahrungen gemacht... Es ging schnell und wurde recht sauber. Da hab ich es in abgewandelter Form mal mit Leinen versucht - wurde nicht so gut u. dauerte lange:

      Meiner Maschine wollte ich den "edlen Matsch" nicht in Klumpen zumuten. (Die Blumenbeete freuten sich über Mutterboden-Zuwachs...) Den Dreck aus der Leinen-Cotte zu bröseln, rubbeln u. bürsten kostete eine gute Stunde Handarbeit. Die Fasern haben dabei gelitten; sie sind rauer geworden ... Schade für die Optik des ungefärbtem Diamantköper.

      Da kam die Frage auf, wie es künftig einfacher u. "textilfreundlicher" zu machen wäre... Hätte ich den Saum einfach in der Regentonne ausspülen oder kräftig über einem Rundholz oder Brett ausschlagen sollen?!
    • Leinen geht bei mir in die Waschmaschine, mit den üblichen Mitteln in den ich unsere Baumwollwäsche auch wasche. Wichtig ist, das die Maschine nicht zu voll ist, Leinen kann brechen, und dann hat man diese Falten die nicht mehr raus gehen.
      Bei kratzigen Untergewändern hilft es die Innenseite zu bügeln.

      Wolle - hast Du alles schon mal prima gemacht. Oft hilft Lüften, manches lässt sich bürsten und wenn alles nix hilft - waschen.
      Meine geht in die Waschmaschine, auch meine handgewebten Sachen, ABER meine Maschine hat auch ein ausgesprochen gutes Wollprogramm. Wie normale Wollpullis wasche ich mit einer Wollpflege. Wolle mag keine Temperaturschwankungen, keine schäumende Seifen und keine Reibung. Mit einer handwarmen Wäsche kann man in der Regel aber nicht viel falsch machen.
      Man liest 93 Bücher und weiß, das man immer noch zu wenig weiß - kann sich aber darauf verlassen, das jemand kommt und nach 5 Min Internetrecherche ganz genau im Bilde ist ...
      https://zeitensprung.blogspot.de/
    • Je edler fest sauberer. Da kannst Du deine Waschfrau stundenlang am Waschbrett rubbeln lassen.
      Ach ne, anderes Thema...
      Oder doch nicht?
      Wenn Du eine einfachere Darstellung hast, macht irgendwann ein wenig Dreck die Patins aus. Aber die ersten Rußflecken dienlichste mehr rausgingen taten mir auch weh.

      Von der Methodeher nutze ich auch die Maschine mit Wollprogramm. Bei dickem verkrustetem Schlamm würde ich im Bottich/Badewanne handwarm einweichen und aus brausen.
      Bekennend GroMi mit den "Feuerschwingen" (Facebook: Feuerschwingen)
      Am "A" arbeitend als Spiesser in städtischer Infanterie des 13. Jhdts mit dem "Vuozvolc". (www.vuozvolc.de)
    • Ich wasche gekaufte (teilweise auch der handgewebte) Wollstoffe vor dem Nähen mit dem normalen 30°-Buntwäsche-Programm. Dann läuft der Stoff schon mal ein wenig ein. Und wenn die Kinder dann mit ihren Mittelalterklamotten durch den besten Dreck gerobbt sind, wird die Wäsche ganz normal in der Buntwäsche mitgewaschen. Die Maschine kriegt nichts kaputt, was die Kinder nicht besser (oder auch schlimmer) hinbekommen ;)
      Die Klamotten von mir und meinem Mann und was nicht allzu dreckig ist, kommt ins Wollwaschprogramm der Maschine und schleudere sie hinterher im höchsten Gang, damit sie schneller trocknen.
      Leinen wasche ich auch normal in der 30°Buntwäsche. Wenn ich dran denke, dann schleudere ich wenig, so dass ich die Leinenteile trocknass draussen aufhänge, damit es weniger Falten gibt.
      Viele Grüße, Anya
    • Neu

      Wollkleidung geht in das wirklich schonende Wollprogramm unserer Waschmaschine mit Wollwaschlotion. Gröberer Dreck geht dabei aber nicht raus. Da muss ich dann auch mit der Hand ran. Das Buntwäscheprogramm habe ich mal ausversehen an einem schönen Wollpullover ausprobiert, der war dann auf Kindergröße geschrumpft. Also eher keine Empfehlung dafür.
      Leinen kommt bei mir mit anderer heller Baumwolle zusammen in die normale Wäsche. Je nach Wasserhärte ist es nach dem Trocknen aber ein wenig steif und krazig. Da hilft am besten Weichkuscheln oder einen Tag tragen.
    • Neu

      Schlamm erst ausbürsten, dann Wollwaschprogramm. Je nach Empfindlichkeit des Stoffes als Kaltwäsche, 30° oder 40°-Wäsche. Das mit dem schleudern auf hpchsten Programm mache ich nicht, gerade das Schleudern soll ja gefährlich sein.

      Zum Waschen nehme ich immer das Wollwaschmittel von DM, das ist das Einzige, das ich bisher im Handel gefunden habe, das auch Lanolin enthält.

      (Quelle: meindm.at/haushalt/shop/Wasche…/182644/2_10024598.action

      Anschließend auf einen Bügel an den Kronleuchter gehängt. 1-2 Tage, dann ist alles trocken und sauber.

      Ruß nicht einfach waschen, den kriegt man besser rausgebürstet. Beim Waschen ohne vorher rauszubürsten macht man es manchmal nur schlimmer.
      Mein Lebensmotto: "Maxime peccantes, quia nihil peccare conantur" - Wer nicht zu sündigen wagt, begeht die grösste Sünde. - Erasmus von Rotterdam
      Meine HP: mara-vom-nikolassee.de/
    • Neu

      Hallo Mara,

      das mit dem Lanolin gefällt mir gut.
      Erreicht man damit auch eine wasserabweisende Eigenschaft oder ist es dafür zu wenig Wollfett.

      Ich hatte auch schon an Produkte aus der Kosmetikindustrie gedacht aber noch keine Porben gestartet.

      Nun Scheint man bei diesen Produkten, durch chemisch Behandlung, aber ein besonderes Augemerk auf die Wasserlöslichkeit zu legen, was für Lutionen und Crems schön aber bei Regen vieleicht kontraprodutiv ist.

      Man könnte auch Wollwachs so auftragen und wie bei gewachster Baumwolle verwenden.
      Mit den ganzen Nachteilen und ohne das es durchgängig in den Stoff einzieht oder irgenwann dann auch auf andere Bekleidung übertragen wird geschweige davon das Schmutz magisch angezogen wird und besser hält.

      Hat jemand schon erfahrungen damit?

      Für Mäntel und Gugeln fände ich es hilfreich.
    • Neu

      Es gibt (besonders im Bereich Öko-Waschmittel) spezielle Lanolin-Wollkuren, in die man den Stoff einlegen kann. Selbst ausprobiert habe ich das aber mangels Notwendigkeit noch nicht, weil bisher aus meinen Wollsachen zum Glück alle Flecke durch Ausbürsten zu entfernen waren.
      Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist. (Konfuzius)
    • Neu

      Das DM-Waschmittel werde ich sicher mal ausprobieren!

      Der Dreck ist nach dem Waschen u. Lufttrocknen aus dem Diamantköper (Leinen) raus, aber das Material hat von dem vorherigen Ausbürsten etwas gelitten. Mit dem Bügeln hoffe ich die Optik wieder hinzubekommen.

      Aktuell habe ich kein Reinigungs- sondern eher ein gegenteiliges Problem mit Wolle:

      Ich habe schöne beige Schurwolle, die aber trotz Wäsche mit Wollwaschmittel in der Maschine immer noch hartnäckig nach Schaf "duftet"... Es soll ein Sitzkissenbezug werden *grummel* besonders neckisch, wenn durch die Wärme nach dem Aufstehen sich Schafs-Odeur verbreitet... und vielleicht sogar noch an der Kleidung anhaftet ;( wahrscheinlich hilft nur Fébraise, oder ich versuchs mal mit purer Duftessenz... Lavendelöl? Veilchen? Rose?
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      Wolfram von der Oerz schrieb:

      Erreicht man damit auch eine wasserabweisende Eigenschaft oder ist es dafür zu wenig Wollfett.
      Ich habe damit mal einen Leichtloden bei 30° im Wollwaschgang gewaschen, ohne Weichspüler. Anschließend auf einen Wäscheständer zum Trocknen ausgebreitet draufgelegt. Als der Stoff trocken war, habe ich mal etwas Wasser drüber gekippt, als Test. Es entstand ein recht runder Tropfen, der nach gut 5 min immer noch genau so aussah. Garantieren würde ich für nichts, den daraus entstandenen Mantel hatte ich bei schlechtem Wetter noch nicht an, aber vorstellbar ist es schon. Vielleicht bei einem dickeren Loden anwenden, der ja sowieso schon recht Wasserfest gewebt ist, dann mit dem Waschmittel ohne Weischspüler nochmal waschen. Vielleicht klappt´s ja.
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      Ich hab das wollwaschmittel vom kaufland da is auch lanolin drin.

      Ich hab schon mal einen Mantel in einer Lanolin Lauge gebadet um ihn zu imprägnieren. Ich meine ich hatte es auch ausführlich irgendwo hier gepostet.

      Der mantel hat mich bisher trocken und warm gehalten. Allerdings hatte ich ihn noch nicht lange Zeit bei strömenden Regen an. Aber so der weg zur Toilette im regen hält er super aus.

      Machen würde ich den Aufwand trotzdem nicht wieder glaub ich. Die Badewanne schrubben danach bis das fett herausen war.... Puh.
      Von der Überschwemmung im Bad mal zu schweigen und von den Kosten reden wir gar nicht. Reines lanolin is nicht gerade billig.

      Ich denke man muss einfach abwägen was man mit den Klamotten vor hat. Will man damit ihm strömenden regen eine Wanderung machen oder nur unter einer Zeltplane sitzen ;)
      Toleranz ist die Erkenntniss, dass es keinen Sinn macht sich aufzuregen
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      Hallo Schwester Amalia,

      kannst du dich noch an den Produktnamen oder den Hersteller erinnern denn
      deinen Post habe ich noch nicht gefunden.
      Ich hatte sowiso vor das in Omas guter Zinkwanne im Garten zu machen.

      Stundenlange Wasserdichtigkeit erwarte ich nicht
      aber es sollte nicht direkt durchgehen obwohl der Loden schon ganz gut ist . ^^
    • Neu

      Das Lanolin im normalen Waschmittel hat nur pflegende Eigenschaften. Wolle braucht halt etwas Lanolin um nicht spröde zu werden, in den anderen Mitteln werden halt andere Stoffe drin sein, die das übernehmen. Stellt Euch das ähnlich einer Haarkur vor.
      In der Regel sind Wollstoffe von Natur aus Wasserabweisend. Je rauer die Oberfläche, um so ehr bleiben Tröpfchen über dem eigentlichen Grundgewebe stehen und perlen ab. Es dauert also länger, bis solch ein Stoff wirklich nass ist. Ich kenne 2 Herren die sich jeweils Zelte aus Wollstoffen genäht haben, und die darin trocken bleiben.

      In wie weit man nicht entfette Wolle verarbeitet hat, lässt sich heute schwer sagen. Gewalkte Stoffe müssen erst einmal entfettet werden, damit die Fasern überhaupt filzen können. Zum nachträglichen Fetten der Gewebe ist mir nichts bekannt.
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