Reenactment Werkstatt

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  • Super, endlich mal wieder jemand mit Helm unter passendem Ringpanzer. Bei den ganzen Fernost-"Schlabberhauben" haben viele Leute sicherlich keine Vorstellungen vom tatsächlichen (historischen) Zuschnitt.

  • Ringpanzerstreifen an Hosenbeinen

    Patty - - Kleidung und Tracht

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    Die beiden Beine sind oben mittels des Bundes vernäht. Deshalb (und wegen der Konstruktion) wurde sie auch meist in das 14./15. Jhd. datiert. In der Geibig-FS steht was von 1550. bildindex.de/document/obj22010540/?medium=mi02351b10 bildindex.de/document/obj22010541/?medium=mi02351b11 [Beide Links: Foto Marburg - Bildindex der Kunst und Architektur] Mann kann dort die Fotos links anklicken und dann super ranzoomen usw.

  • Ringpanzerstreifen an Hosenbeinen

    Patty - - Kleidung und Tracht

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    Tatsächlich sind auf der Panzerhose sogar an jedem Bein drei Streifen, am Knie (links außen und rechts außen) sowie vor dem Schienbein. Sieht man durch die Auslegung auf dem Schwarzweißfoto nicht, aber in der neuen "Schatzkammer" des BAM in Ingolstadt liegt die Hose anders (siehe Geibig-Festschrift S. 269, Abb. 1). Außerdem hat das Teil eingenähte Metallplättchen. Im Hanns Prunner Editore-Band zum BAM ist es auch drin. Dass die Hose im Krieg verschwand, ist zum Glück nur ein Mythos in der Reenac…

  • So, also das Buch kam heute an. Es ist ein riesen Wälzer, was besonders in Anbetrachtung des Preises sehr überraschend ist. Die Qualität ist sehr hochwertig, ebenso die Bilder. Neben sehr guten Fotos gibt es u.a. auch Zeichnungen von ROland Warzecha (Dimicator) usw. Die Themen betreffen quasi alle Bereiche der Waffenkunde und Epochen von Frühmittelalter bis Frühe Neuzeit und diverse Bereiche (Feuerwaffen, Blankwaffen)- den Link zum Inhaltsverzeichnis habe ich ja oben gepostet. Es werden auch jag…

  • Zitat von Patty: „Bei gewissen Onlineportalen wie dem großen "A" gibt es die Publikationen übrigens eigentlich nie “ Zumindest in der Hinsicht muss ich mich der Fairness halber korrigieren, denn diese Veröffentlichung gibt es dort mittlerweile doch. Bei den anderen hauseigenen Sachen war das nicht immer der Fall, was mir bei der Beschaffung bestimmter Titel einige Mühe bereitet hat.

  • Mit Alfred Geibig, dem ehem. Custos der Veste Coburg, ist im letzten Jahr einer der bekanntesten Waffenkundler Deutschlands in den Ruhestand gegangen. Am 8.12.2020 ist, wohl nicht zuletzt coronabedingt recht unauffällig, die Festschrift zur Verabschiedungstagung erschienen. "Hieb- und Stichfest. Waffenkunde und Living History" Festschrift für Alfred Geibig Jahrbuch der Coburger Landesstiftung 2019, Band 63 488 Seiten ISBN 978-3-7319-1027-5 29,95 Euro Ja, das ist kein Schreibfehler, knapp 500 Sei…

  • Ich würde es so lassen wie beim Original. Beim Lexer wird das mhd. Wort "mun" übrigens in zwei Formen genannt: mun: Gedanke, Absicht mûn = müejen: beschweren, kümmern, quälen, bekümmern, verdriessen - refl. sich bemühen

  • Das gibt es mittlerweile zum Glück als Nachdruck, die teuren Inserate sind die antiquarischen Originalausgaben. Die ISBN des Nachdruckes lautet 978-0-85115-566-1. Darunter ist das Buch auch bei den meisten Buchgeschäften (u.a. der Kette mit Th. am Anfang ) bestellbar.

  • Super, besonders mit den stimmigen Details, die sich auch stark von den teils klinischen ("zu perfekten") Nachbauten unterscheiden. Wer ist denn der Hersteller?

  • Tassen im 13. Jahrhundert

    Patty - - Tonarbeiten

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    Ich finde dieses Thema unterstreicht auch noch mal gut, was dieses Forum von z.B. Facebook stark unterscheidet (im positiven Sinn) - es kommt idR. mehr dabei heraus, und das auch noch ohne dass sich am Ende alle hassen. Ohne diesen Thread wäre ich persönlich z.B. nicht auf diese z.T.ungeklärte Funktion gestoßen. Den Vorschlag mit der Fragestellung nach der Funktion der kleinen Henkeltöpfe (Kochen oder daraus trinken) für eine Abschlussarbeit werde ich gerne bei Zeiten weiterleiten, vielleicht fi…

  • Tassen im 13. Jahrhundert

    Patty - - Tonarbeiten

    Beitrag

    Bei Sabine Wirth, Mittelalterliche Gefäßkeramik, stehen unter Kat.-Nr. 4.541 bis 4.544 übrigens vier kugelige Becher aus Steinzeug mit Wellenfuß und randständiger Henkelöse (aus glasiertem Siegburger Steinzeug), welche die Verf. als "Tasse" bezeichnet (Höhe ca. 11-12 cm). Leider sind zwei der Objekte nicht abgebildet. Allerdings werden entsprechende Gefäße dann andernorts wieder als Becher, Topf oder sogar Scheuer (was bei der Form aber nicht stimmt) angesprochen. EIne Definition für Tasse finde…

  • Tassen im 13. Jahrhundert

    Patty - - Tonarbeiten

    Beitrag

    Letztendlich ist es die Definition für diesen Gefäßtyp im Hinblick auf die dafür nachgewiesene Verwendung. Die Größe allein ist da nicht zwingend eine Hilfe, der Grapen den ich oben gepostet habe ist unter 10 cm hoch, und zwar inklusive der Füße. Dass die kleinen Töpfe (der Grapen natürlich nicht) Trinkgefäße sind kann man irgendwo nicht ausschließen, aber dafür bräuchte es dann Quellen für den Trinkgebrauch.

  • Tassen im 13. Jahrhundert

    Patty - - Tonarbeiten

    Beitrag

    3280-c43a94eb.jpg (Foto: Eigene Aufnahme) Hier dann übrigens noch eine Tasse in dem Sinne, wie man es sich heute vorstellt. Allerdings 16. Jhd. Leider verdeckt die Siegburger Pulle links in der Vitrine einen Teil. Bitte beachten, dass die Tasse ein Fehlbrand ist. Die müsste eigentlich sauber zylindrisch rund sein.

  • Tassen im 13. Jahrhundert

    Patty - - Tonarbeiten

    Beitrag

    Zitat von das Lorb: „Zitat von Patty: „Wirklich klassische Tassen im Sinne von runden Bechern mit kleiner Grifföse in der Art unserer modernen Kaffeetassen (und auch wirklich nachweislich als Trinkgefäße) gibt es erst im 16. Jhd. (ich meine keine Krüge mit Griff wie z.B. Schnellen, sondern Gefäße, die wirklich fast aussehen wie Kaffeetassen aus Steinzeug ). “ stimmt nicht ganz... es gibt einen tassenähnlichen Fund aus dem 15.Jhdt. (Region Mitteldeutschland). Hier ist der Körper eher zylindrisch.…

  • Tassen im 13. Jahrhundert

    Patty - - Tonarbeiten

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    Die Funde oben aus Roskilde sind, wie Lisabeth schon ganz richtig gesagt hat, kleine Henkeltöpfe, und zwar in einer für das 13. Jhd. sehr klassischen Form. Beim sogn. Schöpfer aus Bergen soll es sich um ein Gerät zum Abschöpfen von Wein (daher der Name) handeln. Das Teil scheint ein rheinländischer Export zu sein. Eine ähnliche Handhabe (die war nämlich nie geschlossen wie bei einer Tasse, sonder muss so spitz sein wie auf den Fotos ) hat übrigens der berühmte "Gesichtsbecher" aus Köln, der u.a.…

  • Tassen im 13. Jahrhundert

    Patty - - Tonarbeiten

    Beitrag

    3278-c8d84689-medium.jpg (Foto: Eigene Aufnahme) Hier wäre z.B. mal ein frühneuzeitlicher Grapen, der auch nur ca. 9,5 cm hoch ist, aber dennoch natürlich zum Kochgeschirr zählt - auch wenn er sich anhand seiner Größe natürlich prinzipiell auch als Becher eignen würde, es gibt z.B. einige 15tes Becher aus Steinz. Siegb. Art, die nicht viel kleiner sind. Der Grapen ist aus gelber Irdenware mit grüner Glasur. Grapen zum Kochen am Feuer sind ja eigentlich immer aus Irdenware, da Steinzeug unter Hit…

  • Tassen im 13. Jahrhundert

    Patty - - Tonarbeiten

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    Im 16. Jhd. gibts bspw. auch kleine Grapen mit ähnlichen Maßen, eindeutig als Kochtöpfe. Was aber bei dem Kölner Stück um 1300 eigentlich gegen den Grapen spricht, ist das Material Steinzeug. Steinzeug eignet sich nämlich nicht wirklich als Material für einen Topf, der im/am Feuer steht. Wäre interessant, ob die Materialbestimmung da richtig ist.

  • Tassen im 13. Jahrhundert

    Patty - - Tonarbeiten

    Beitrag

    Zitat von Kirchberg: „Die Tasse (Bild siehe erster Post in diesem Thread) ist im Buch "Steinzeug" als Fundexemplar aus Köln aufgeführt. Dort als Dreifußtopf. “ Es geht hier ja um das bereits mehrfach im Thread angesprochene Buch "Steinzeug" von Gisela Reineking-von Bock, das gibts manchmal günstig auf dem Flohmarkt oder in Antiquariaten. Wenn ich das gemeinte Objekt gefunden habe, wovon ich ausgehe, ist es Kat.-Nr. 96 (Seite 137). Dort ist es aber ein Dreifusstopf aus Früh bzw. Protosteinzeug un…

  • Nur der Adel darf ein Schwert führen

    Patty - - Waffen

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    Zitat von das Lorb: „Zitat von Pit der Schreiber: „oder die Waffen von der Stadt gestellt wurden “ ... ist das so? Ich denke an die sog. "Harnischschauen", die bei den Bürgern/Innungen durchgeführt wurden... auch im SpäMi-Harnischbuch der Stadt Leipzig sind Bürger und Innungen einschließlich deren Pflichtausrüstung aufgeführt. In den Zeughäusern lagerten dann weitere Waffen und Schutzausrüstungen für ... kriegerische Krisen? “ Normalerweise -wie von @das Lorb angedeutet- hatten die Bürger eine e…

  • Nur der Adel darf ein Schwert führen

    Patty - - Waffen

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    Da sind die bereits erwähnten städtischen Ordnungen sicherlich eine gute Adresse. Gerade im späten Mittelalter finden sich Schwerter aber auch in anderen Quellen in großer Zahl, Abbildungen etc., und zwar auch auf solchen, die nicht nur Adelige zeigen. Aber auch im Frühmittelalter ist die Sichtweise mittlerweile verändert. Im Falle der merowingischen Gräberfelder ist man bspw. auch schon längst von der Vermutung Schwert="Adelssymbol" abgerückt, dafür sind die Teile als Beigabe auch einfach zu ve…