Der Buchbinder in seiner Zunft

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    • Der Buchbinder in seiner Zunft

      Der Buchbinder in seiner Zunft,arbeitet viel für die Vernunft.Doch er hat Freud´ an der Gestaltung.Weniger an der Verwaltung.Das, was geschrieben ist, mögen die Leuteund drum herum macht er die Häute,in Natur und Pergament,wie man die harten Häute nennt.Doch vorerst wurde Lag´ für Lagemit Tint´ beschrieben,als Gedicht und manche Sage,dann zu einem Block getrieben.Dies geschieht durch Fadenheftenund braucht arg Geduld nach Kräften.Nun, wo auch sonst, kommt hinten,daran der Rücken angebunden,um die Sache abzurunden.Das nennt man dann BücherbindenUnterm Leder so zur ZierSteckt so manches Ren- GetierAuf den Märkte hie und da,Sagt der Buchbinder dann klar,Wie das mit dem Handwerk war. ©PaterMichael
      PaterMichael
      der Waldenser-Mönch mit dem Buch der Bücher

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      nur tote fische lassen sich treiben ~~~ <.)))>< ~~~
    • eigendlich nicht, denn dies soll der auftakt für den buchbinder-fred sein.

      dieses handwerk habe ich hier nicht gefunden. jetzt hast du mich gefunden.

      darf auch gerne in den richtigen >>fachbereich<< veschoben werden--

      es geht tatsächlich um das historische HANDWERK des Buchbinders.
      PaterMichael
      der Waldenser-Mönch mit dem Buch der Bücher

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von PaterMichael ()

    • @Anja
      erlernt habe ich das handwerk in der nähe von bremen. der sogenannte sortiment-buchbinder
      lernt von der pieke auf. ganz normal. alles in handarbeit. später kommen natürlich auch
      maschinen dazu. auf langen umwegen habe ich dann einen freund und kollegen kennen
      gelernt. dieser hat mich in das ^mittelalter^ mitgenommen. so habe ich dinge gelernt,
      die in der ausbildung nicht vorkamen. zb. das ^buch aufschlagen^ oder die bedeutung
      der bünde. daher auch das buch^binden^. auch das papierschöpfen in b"p"ausch und bogen,
      hat er mir gezeigt. obwohl dies ein eigenes handwerk ist, ist es doch verwandt und macht riesen spaß.
      PaterMichael
      der Waldenser-Mönch mit dem Buch der Bücher

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    • @Anja
      ja, in der tat gibt es heute noch die ausbildung zum buchbinder. "ostfriesland" eben. nein, im ernst, allerdings liegt der schwerpunkt
      auf der industrie. aber es gibt eben noch altmeiter und altgesellen, die sich mit der entstehung der alten handwerkskunst beschäftigen.
      für mich hat das einen großen vorteil: ich bin an keine zeit gebunden. und auch an keinen ort. die buchbinderei ist zwar in klöstern "geboren",
      aber um 1300 ins bürgertum gewachsen. dafür lasse ich mir nun auch eine gewandung schneidern. dann kann ich so richtig durch die
      zeiten wandern.
      PaterMichael
      der Waldenser-Mönch mit dem Buch der Bücher

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    • @Hummelchen: werden sie auch (glücklicherweise). Es geht doch nichts über den guten alten Folianten.

      Und wer einmal selbst ein Buch in alter Weise eingebunden hat der weiß auch das gebundene Buch ganz anders zu schätzen.
      Ich denke die Stunden die man an den Holzdeckeln sitzt, das Deckleder bearbeitet, die Bünde einzieht und die Messingschließen feilt, die prägen einen fürs Leben wie der Einbandstempel.
      Für mich war das jedenfalls eine tolle Erfahrung das mal gemacht zu haben.

      L.G.
      Anno von Köln