vernietete Flachringe

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    • vernietete Flachringe

      Hallihallo,

      über vernietete Rundringe hab ich hier jetzt schon einiges gelesen, aber wer kennt sich mit vernieteten Flachringen aus? Ich bräuchte Hinweise zu Literatur, sowie gutbebilderte Anleitungen, welche Werkzeuge und wo bekomme ich preiswerte Flachringe und die Nieten her? Schon mal vielen Dank im voraus für Eure Tips und Anregungen.

      Grüße,

      Tronje
      "I am Jake Featherstone, and I am here to tell you the truth!" Von Wem? 8)
      "Einmal mehr ist die "üble Nachrede" vermeintlicher Gegner nicht halb so rufschädigend, wie das peinliche Auftreten der wohlmeinenden Freunde." Ralf Hüls
      "Tu ma lieber die Möhrchen, weil Schokolade is nich A!" Jonny Robels
      "Rohrblattex -> Auch Du kannst wieder ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft werden!"
    • Hallo,

      muss mich anschließen: die Zeit wäre gut zu wissen, denn Flachringe sind erst im späteren SpäMi verbreitet. Vorher hat man ovale/runde Formen, teils vernietet, teils gebogen oder sogar feuerverschweißt - also keine homogenen Geflechte.
      Guck mal hier: amici-morum.de/16.html
      Da sieht man ganz gut, was gemeint ist.

      Ansonsten würde ich dir entweder Battlemerchant oder Zeughaus für die Ringe empfehlen.
      Eine Nietzange stellst Du dir aus einer Kondorzange her. Einfach die Backen etwas runterschleifen und dann kleine - wirklich ganz winzig kleine - Vertiefungen hineinbohren.
      Für mehr Infos dazu auch die Empfehlung für das Kettenhemdforum.
      "Man müsste es dahin bringen, dass sich alle Menschen des Fanatismus und der Intoleranz schämen."
      Friedrich der Große
    • Also die Zeit wäre 1206- 1236. Aha, da gab es also noch keine Flachringe? Wieder was gelernt. Mhhhh, Was ist nun zu tun? Da muß ich ja komplett umdenken.
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    • Wie muß ich mir die rechteckigen Drähte und die daraus resultierenden "Ringe" vorstellen? Etwa wie "dicke" Flachringe?
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    • Das fände ich mal gut. So gesehen würden die Flachringe bei Wojmir an sich jauch nicht passen, wenn ich euch richtig verstanden habe, oder?
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    • Bis dahin nochmal vielen Dank für Eure Mühe... ich will wenigstens mal in den Hauptteilen meiner Darstellung endlich mal Hiek werden....

      Was mich etwas stutzig macht, sind die Gewichtsangaben bei Funden: Da soll es Stücke gegeben haben ( aus dem 11.-12. Jhr) wenn ich die Literaturhinweise richtig gelesen habe, bei denen man ein maximales Gewicht von 10- 11kg rekonstruiert hat, wären da Rundringe nicht viel zu schwer? War der Draht vielleicht dünner?Oder lag es daran, daß die Leute im durchschnittlichen Körperbau kleiner waren als heute?
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    • Toll, jetzt hab ich mit dieser Frage in meinem MA- Bekanntenkreis ne Identitätskrise ausgelöst. ZZ sind die hektischsten Nachforschungen im Gange...
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    • Geistesblitz

      Ich habe eine für mich ausreichende Antwort gefunden:

      Ich glaube, ich habe jetzt verstanden, wie das mit dem rechteckigen Querschnitt in dem Link gemeint ist, den Runmore gepostet hat. Wer sorgfältig lesen kann ist klar im Vorteil: Dadurch, daß die Teile wie beschrieben aus Blechstreifen geformt werden, die nach dem 1. Schneiden wohl noch geplättet ( hin zu ovaler Querschnitt) worden sind, entsteht der OPTISCHE EINDRUCK von Flachringen, wie wir sie heute aus diversen Versandhäusern kennen. So gesehen haben die Kollegen hier mit ihrer Recherche recht, die sagen, daß es erst ab ca 1350 die Flachringe gegeben hat, wie wir sie heute kennen. Da das aber ein Detail ist, das nur Spezialisten, wie denen, die mich hier mit ihren Posts unterstützt haben auffällt, werde ich mich wohl für die fertigen Flachringe entscheiden und bei Bedarf auf Märkten oder Lagern auf diesen Kompromiss hinweisen. Da hat man wieder was zu erzählen. Ich will sie halt deshalb, weil man ihnen eine bessere Schutzwirkung nachsagt und das sie leichter wären (?).

      Schönen Sonntag,

      Tronje
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    • Puh, kann ich mir vorstellen. Ich hab auch keine Idee, ob es für Flachringe Belege gibt. Die Frage ist, wenn du welche findest. war das Repräsentativ für die Zeit? Es gab sicher eine "langsame Entwicklung", die dir erlaubt, Flachringe auch schon sehr früh zu finden. Nur sowas wäre wohl eine seeeehr seltene Sonderanfertigung im 13. Jhdt., wenn es sie denn gab. Da kommt jetzt die Frage, ob sie aus dieser Perspektive für dich überhaupt noch in Frage kommen.

      Mit freundlichen Grüßen, Merc

      EDIT: lese gerade deinen Post, Hagen. Das löst das Problem, sowohl das technische als auch das historische... Viel Spass mit deinem Kettenhemd :D
    • Flachrringe sind nicht unbedingt leichter, da sie ja immer noch aus dem "gleichen" Draht bestehen. Die Masse nimmt davon ja nicht ab - nur der Innendurchmesser. Daher ist Flachrring zwar wesentlich dichter, aber eben nicht schwerer. Dafür steigt der Arbeitsaufwand aber enorm, da jeder Ring noch einzeln geklopft werden muss. Ich stelle auch 1250 dar und habe mich wegen der zeitlichen Einordnung schwarz geärgert, als ich das mit den Flachrringen raus bekommen hatte. Vielleicht findet Phelan die Links ja noch wieder...würde mich jedenfalls auch stark interessieren, auf welche Funde man sich dort stützt.
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      Friedrich der Große
    • Und wie kommt es dann zu den angeblichen Gewichtsunterschieden bei den "kommerziellen" Flach- und Rundringkettenhemden? Oder ist das auch wieder nur so eine Urbane Legende? :huh:
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    • Naja, bei den meisten "modernen" Flachringgeflechte sind die Ringe nur ca. 0,5mm dick. Daher das geringere Gewicht... Auch wenn die meisten Händler die Ringe als dicker angeben, ist das nicht der Fall. Bei dem Flachringgeflechten (9mm Innendurchmesser) vom Zeughaus sollen die Ringe angeblich eine Dicke von 1,4mm haben. Ich hab mit dem Messschieber nachgemessen und die Ringe hatten eine Dicke zwischen 0,5 und 0,7mm...

      Gruß Jannis
      Wer sich verbrennt, beherrscht das Spiel mit dem Feuer nicht...
    • Ich habe selbst einen Stück vernietetes Gefächt hergestellt und die Ringe habe ich bis stark ovalen/flachen Querschnitt gepresst. Für mich als Anfänger hat das, das Vernieten erleichtert.
      Die Veränderung der Querschnitte sieht so aus:
      Wenn man einen Draht nimmt mit 1,4mm Durchmässer(relativ gängig und da die Belastung bei genietetn Ringen auf Zug ist absolut ausreichend ) und den flach zusammenpresst bis man einen Ring mit 2mm Breite bekommt. Dann rechnerisch soll die Stärke(ungefähr, ehr weniger wegen zusammenstauchen) 0,75mm sein - da sich das Volumen(materialmenge) nicht großartig verändern soll .

      Die meisten historischen Exemplaren (soweit die Korrosion solche Aussage erlaubt) bestehen aus unterschiedlich massiven Ringen je nach dem welche Teil des Körpers geschutzt wird.

      Xerxes schrieb:

      Naja, bei den meisten "modernen" Flachringgeflechte sind die Ringe nur ca. 0,5mm dick. Daher das geringere Gewicht... Auch wenn die meisten Händler die Ringe als dicker angeben, ist das nicht der Fall. Bei dem Flachringgeflechten (9mm Innendurchmesser) vom Zeughaus sollen die Ringe angeblich eine Dicke von 1,4mm haben. Ich hab mit dem Messschieber nachgemessen und die Ringe hatten eine Dicke zwischen 0,5 und 0,7mm...

      Gruß Jannis
      At some point we all have never done huscarl before. Except for Jerry ... he was born killing people!
    • Sag blos, du hast die alle gehämmert?
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    • So, ich habe mir weiter Gedanken gemacht: Sinnvoll bei der Herstellung eines Geflechts wäre es doch, zuerst einfach ca 1000 Ringe als Grundringe zu vernieten und dann als nächstem Schritt dann lauter 4 in 1 Stücke zu produzieren, soviel, wie man Grundringe hat und dann mit dem Verbinden zu 25er Flächen zu beginnen, oder wie macht ihr das? Als Koch bin ich es halt gewohnt "Produktionsstraßen" einzurichten.
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