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Ledergürtel ungefärbt - zu hell?

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    • Ledergürtel ungefärbt - zu hell?

      Hallo,

      ich bin ja zurzeit noch im Aufbau meiner Darstellung (HoMi) begriffen. Ich habe mir nun aufm Spectaculum in Nürnberg (das ja ansonsten eher enttäuschend war) bei einem Lederhändler einen Gürtel machen lassen (knapp 2cm breit, ohne Verzierung mit einfacher D-Schnalle). Der Gürtel ist ungefärbt und daher noch recht hell, fast weiß.
      Ich wollte nur fragen, ob es un-A wäre, den Gürtel so zu lassen, da zumindest auf den Abbildungen von Gürteln, die ich kenne (z.B. Manesse) diese fast immer eher dunkel zu sein scheinen.

      Würde mich auch freuen, wenn ihr mir auch noch Tipps geben könntet, welches Lederfett ich zum Pflegen nehmen kann, ob das egal ist oder obs gar keins braucht.
      SuFu hat leider meine Frage nicht beantwortet, falls es hierzu doch schon einen Thread geben sollte, entschuldigt mich :)

      lg
      Martin
    • Je nachdem was es für Leder ist, dunkelt es nach, ich hatte mal Schweinsleder in einen sehr hellen Braun, der nahm mit den Jahren einen schönen Honigfarbton an, so dunkler Tannenhonig :)
      Ich nutze für alle Ledersachen (auch moderne) Lederwachs, z.B. SnoSeal oder einfach Bienenwachs, das ich verflüssige...das färbt normalerweise auch einige Nuancen dunkler...
      Ansonsten gibt es Lederfarben in aller Coloeur (mal googlen)...oder du nutzt den Gürtel ab jetzt als Leibriemen um die Bruche u. Beinlinge zu befestigen und kaufst dir nochmals einen Gürtel in einem dunkleren Ton (z.B. lederhaus.de, kostet um die 18EUR ) und ne Gürtelschnalle kommt auch nicht so teuer.
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    • man kann es so machen , wie hier beschrieben. aber davon halte ich nix. bzw ich will es bei meinen sachen nicht. den die farbe kommt von selber !

      leder ist wie menschliche haut. wenn man es fettet , das fett einziehn lässt und dann der sonne aussetzt ( und das dann alles wiederholt, immer und immer wieder) bräunt es sich von selbst.

      alle meine sachen baue ich bzw kaufe ich in "natur". der braunton, der sich dann durch das "sonnenbräunen" ergibt, ist , so finde ich, der schönste. nur braucht es seine zeit. (so wie viele gute dinge) .

      also meine empfehlung. satt einfetten, einziehnlassen und tragen tragen tragen. und immer mal wieder fetten. dann kriegste nen richtig schönes braun


      hier mal ein paar bilder von meinen sachen, die mal "weiß" waren
      i218.photobucket.com/albums/cc…oioioioi/Unbenannt-20.jpg

      ich finds halt einfach schöner. auch schön ist, dass das braun nicht überall 100% gleich ist, sondern es an manchen stellen dunkler ist, an manchen heller. sieht dann , meiner meinung nach, alles viel echter. den gerade dieses "mittelalter-dunkelbraun" find ich total hässlich. genau so , wenn man seine holzsachen mit dieser tiefbraunen "mittelalter beize " einkleistert . geht gar net.

      also das wäre mein rat für dich, es einfach der natur/sonne zu überlassen.
    • Eine Freundin hat ihrem DSH ein sehr helles Lederhalsband gekauft, das hat innerhalb weniger Wochen einen schönen dunklen Ton bekommen.
      Ich meine auch: Einfach fleissig tragen und drauf rumpatschen, dann kriegt das Ding einen schönen Farbton. :)

      Ansonsten nehm ich für Leder ganz gern Dr. Martens Wonderbalm und auch Ballistol. Damit ist aber Vorsicht geboten sollte die Schnalle aus Messing sein, davon das Ballistol möglichst gründlich entfernen.
      "Eigentlich werden die meisten Heere von den jeweiligen Unteroffizieren geleitet.Die Offiziere sind nur dazu da, der ganzen Sache etwas mehr Stil zu geben und zu verhindern,dass der Krieg in eine Art banale Massenschlägerei ausartet."(Terry Pratchett - Scheibenwelt-Romane)
    • zum einölen kannste auch olivenöl oder leinöl nehmen oder schuhwachs.dann musste nix teures irgendwo bestellen.
      mit öl satt drauf und ne weile hinhängen ,dass es gut einzieht,zur not mit nem lappen einreiben(durch wärme ziehts wohl besser ein)...und dann,was die anderen auch geschrieben haben....tragen,tragen,tragen.das leder wird von allein dunkel und schwabbelig.
    • ich kann nur sagen so wie es hier schon beschrieben wurde, fetten und tragen und dass immer wieder.
      wenn ich so meine handytasch (ja nich gerade A aber egal is ja fürn alltag) so anschauen, die ist außen schon verdammt dunkel geworden, und die is nichmal gefettet oder geölt (abgesehen vom anfassen ^^)
      das leder "altert" mit der zeit und bekommt somit eine schöne färbung, und die übertrifft, zumindest für meinen geschmack, alle absichtlichen färbungen um längen. also schließ ich mich den anderen an, und sage, lass dem leder zeit und es wird von selbst die richtige farbe bekommen. ;)
      Radek der Glückliche - slawischer Handwerker aus der Mark der Billunger [wikipedia.org] (10. Jahrhundert)

      (meine Aussagen entsprechen meinem Wissensstand, lern aber gerne dazu ^^)

      Informatiker & (Hobby)Tischler
    • @kutte: Danke für den Tipp, war mir ned sicher ob man wohl sowas wie Olivenöl auch nehmen könnte :)

      Werd dann wohl einfach die Natur ihren Lauf nehmen lassen, is dann ja auch am billigsten :D und herzlichen Dank für die ganzen Tipps hier, ihr seid einfach ein top forum :thumbsup:
    • Mir hat man bei den Pfadfindern empfohlen, die Ledersachen gut mit Schweiß in Berührung kommen zu lassen. Klingt jetzt eklig, hilft aber gut. Also ist die Empfehlung, ihn oft zu tragen, möglichst nah am Körper und oft anfassen. Der Schweiß macht eine Patina auf das Leder und lässt es dunkel werden. Und Wasser +Sonne generell hilft gut, das bringt die Prozesse im Leder in Gang, die es dunkler machen.
      Sichel und Pflug - mein kleines Steinzeit-Projekt

      Mitglied der Wienischen Hantwërcliute, Handwerksdarstellungen aus Wien um 1350

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    • Vorsicht ist evtl. bei der Verwendung von Leinoel, es könnte aushärten.

      Cord :D hat mir den Tip gegeben und mir zu Lederfett geraten.
      Freundlich Grüßt der Stefan :bye01

      "Sachsen um 700" *1

      *1 Ulrich, Mittelalterforum.com, Signatur :bye01

      Holz ist vielfältig. Es gibt viele verschiedene Arten z.B. Ahorn, Birke, Erle, Pappel, Weide, Esche, Weiß- oder Hainbuche, Linde usw.