Neues aus dem Hause Schmiedeteufel...

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    • Neues aus dem Hause Schmiedeteufel...

      Letzten Sonntag wurde mir freundlicherweise von Schmiedeteufel sein neuestes Werk zum Testen überlassen. Es handelt sich um das gotische Einhandschwert 1080 direkt von der Startseite der bekannten Homepage. Die Pics wurden mir mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung von Thomas direkt überlassen.

      Zu den Spezifikationen, diese stimmen mit den Angaben auf der Homepage 1:1 überein:

      Länge über alles: 90cm

      Klingenlänge: 70cm

      Gewicht: 1080g

      Balancepoint: tatsächlich zwischen 3,8 und 4cm vor der Parierstange, kleinere Unterschiede sind bedingt durch die Handarbeit

      Härte: mindestens 54 Rc, wenn nicht sogar 56 Rc

      Preis: 299,- (Abhol- oder Marktmitbringpreis)

      Hier die Pics:







      Das Handling: Ich hatte das Schwert am Mittwoch zum Training mit und es wurde von insgesamt 5 Personen genutzt, gegen Klingen von Kovex, Krondak und meine bereits vorgestellte Oberklasse von Westcoast. Gekämpft wurde nach abgewandelten Neustadt- Glewe- Regeln bzw. nach dem Kapruner Regelwerk, d.h. die Schlagwucht sollte Wirkungstreffern entsprechen. Das Handling wurde von allen durchweg als sehr gut bezeichnet, besonders unser leichtester und schmalster Kämpfer konnte seine Effektivität unangenehm spürbar steigern. Ich selbst sage, daß diese Klinge in Nichts ihrem Westcoastpendant nachsteht, außer vielleicht in der Länge! Durch die gute Balance kommt einem das Schwert extrem leicht vor und die "kurze" Klinge ist extrem gut zu manöverieren. Der wuchtige Knauf ergibt dabei ein ordentliches Gegengewicht und stabilisiert die elastische Klinge. Der Griff hat eine großzügige Länge die wirklich jedem Panzerhandschuh gerecht wird. Eine kleine einhellige Anregung kam auch noch zustande: es wird eine längere/breitere Parierstange empfohlen, was für Thomas kein Problem darstellen wird. Wie zu erwarten war, flogen beim Test Klinge gegen Klinge jede Menge Funken von den Schwertern aus dem Hause Krondak und Kovex. Anzumerken sei noch, daß es sich dabei um ein wirklich altes Kovex-Schwert handelte, noch aus DM Zeiten, das ungefähr der heutigen Qualität von Krondak entspricht. Einzig die Westcoastklinge hatte keine Probleme mit dem Parieren und keine der Beiden hatte dadurch eine erkennbare Schartenbildung.

      Einhelliges Fazit: Ein "Musthave"!Schmiedeteufel hat mit dieser Klingenserie die obere Mittelklasse in einen Preisbereich gerückt, den man bedenkenlos empfehlen kann. Die Flachstahlsportszene in Deutschland wird in Zukunft NICHT mehr um Schmiedeteufel herumkommen können. Ein bezahlbarer deutscher Schmied mit hochwertiger Qualität.

      Bleibt fair und kämpft ehrlich,

      Tronje
      Bilder
      • schwertneu4.jpg

        30,44 kB, 480×520, 31 mal angesehen
      "I am Jake Featherstone, and I am here to tell you the truth!" Von Wem? 8)
      "Einmal mehr ist die "üble Nachrede" vermeintlicher Gegner nicht halb so rufschädigend, wie das peinliche Auftreten der wohlmeinenden Freunde." Ralf Hüls
      "Tu ma lieber die Möhrchen, weil Schokolade is nich A!" Jonny Robels
      "Rohrblattex -> Auch Du kannst wieder ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft werden!"
    • Schickes Teil :thumbup: Wenn ich bedenke was die breite Hohlkehle so an Gewicht einspart werd ich neidisch ;( Hab ja erst eine "richtige" Kniffte und wie war das noch, "Einmal ist keinmal" :D Wie schon wo anders erwähnt: "Mit Mutti's Nagelfeile im Gepäck, sind Schärtchen kein Problem mehr" :thumbsup:
      Greez, WvE
      Es ist nicht wenig Zeit die wir haben, es ist zu viel Zeit die wir nicht nutzen :badewanne
      LARP für Einsteiger
    • Also, White Wolfes, welches Teil meinst du? Was für ein Bogenschütze sollte es tragen?
      Tragen kann man ein Schwert ungefähr bis zum Ende seiner Kraft, dürfen darfst Du in Deutschland nur aus besonderem Anlass.
      Ansonsten, direkte Bogenschützen gab´s erst im Spämi als englische Bogenschützen, alle anderen waren Jäger bzw. Landbewohner auf der Jagd.
      Militärisch spielte der Bogen in ME nie eine Rolle, er wurde sozusagen im Nebenjob benutzt. Was will man mit einem solchen Kurzschwert machen? Als Bogenschütze ohne Schild? Gegen einen Menschen mit Kettenhemd, der dem Bogenschützen an ´s Leben will? Richtig, wegwerfen und laufen.
      Wenn das so schnell nicht geht, nagut, da hat man ne "Bauernwehr", damit kann man alles machen, wozu man ein Messer brauchen kann, im Notfall auch mal mit viel Glück nem gerüsteten an´s Leben.

      Da es also ausser "englischen Bogenschützen" im SpäMi keine Bogenschützen im militärischen Bereich gab, kann man als Bogenschütze ein Kurzschwert in keiner authentischen Darstellung als Bogenschütze tragen.
    • @Wilfried, bitte? Alleine im Hochmittelalter (je nach Definition...): Wie stehts mit der goldenen Horde, den Türken (vorallem auch Türkopolen) oder auch den Engländern. Schon in Hastings wurden Bogenschützen eingesetzt, später den ganzen Hundertjährigen Krieg über in diversen Schlachten. Richtig ist, dass die Jungs vorallem durch die Schlacht von Azincourt nen ordentlichen Schub an Popularität erhalten haben (vonwegen Legendenbildung...), die ich, um mit dir hier konform zu gehen, aber auch klar dem Spämi zurechnen würde. Ja und dann noch ganz populär der "Assize of arms" von 1181 durch Heinrich II. Ohne überhaupt erst von den zahlreichen Bogenschützeneinsätzen in vorherigen Epochen sprechen zu wollen. Ich hab das jetzt mal ganz schnell aus dem Kopf geschrieben, um mal ein paar Gegenbeispiele zu liefern, bei Bedarf kann ich oder besser einer unserer Bogenexperten auch gerne einen längeren Beitrag dazu schreiben. Ist aber nicht nötig, denke ich. Dass Bogenschützen im Homi keine Bedeutung hatten ist schlichtweg falsch. Du wirfst da insgesammt einiges durcheinander, ich hab aber gerade keine Zeit das weiter aufzubröseln.

      Mir fällt da gerade ne kleine Lageranekdote ein:
      - Ein kleiner Junge fragt einen befreundeten Bogner, mit dem ein Kumpel sich unterhielt, aus was denn die Bogen seien
      - Der Bogner sagte etwas in der Richtung "Mein lieber Junge, die sind natürlich aus Holz..."
      - Daraufhin der Vater mit ernster Miene (wahrscheinlich nach dem zichsten Met) "Lass dir nichts erzählen im Mittelalter hatten die noch kein Holz!"
      - Beide zogen ab und wurden von entgeisterten Blicken verfolgt...

      @WW
      Welche Zeit willst du Darstellen und wie hoch ist dein A-(A)nspruch?
      Das lässt sich sonst so pauschal nicht beantworten... Nur eins: Dieses Schwert ist eine Fechtwaffe / Simulator und keine Replik.

      So long..

      Liebe Grüße
      Phillipp
    • Phillpp, Mitteleuropa, reine Bogenschützen zu Fuß gabs nicht.
      Dienstmannen und Herren, die nen Bogen dabei hatten ja. Also Dienstmann mit zeitgerechter Ausrüstung bis zur Einführung der Armbrust mit nem Bogen als Zusatz, den gabs.
      Dienstmann als Bogenschütze, nur mit Schwert o.ä. gabs nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel. Auch die Alamannen zogen komplett gerüstet los, der Bogen war die Zusatzwaffe. Ein Pfeilhagel gabs bei Belagerungen, aber auch da schossen höchstens Leute , die zusätzlich mit einem Bogen bewaffnet waren.n

      Hier wird aber nach einer Zusatzwaffe für einen Bogenschützen gefragt. Ist wie mit der Frage: Was trug ein Bauer im FrühMi und ME im Kampf?
      Nix, denn es gab keine Bauern. Es gab ne Menge Leute , die eigenwirtschaftlich Land bebauten, mit so großen Unterschieden, das diese Frage nicht zu beantworten ist. Genauso wie diese Frage. Kann ein Bogenschütze dieses Schwert bis wann tragen in einer authentischen Darstellung?
      Nein, denn in mitteleuropäischen Heeren gab es keine Bogenschützen, sondern nur Leute , die auch einen Bogen dabei haben.
    • Hallo,

      erstmal Danke für die Antworten.

      Darstellung:

      Militärisch: Bogenschütze
      Zivil: angestellter Jagdgehilfe oder etwas höher

      Ort: leider noch keinen genauen, bin noch am recherchieren
      Zeit: leider noch keine genaue, bin noch am recherchieren

      Deshalb meine Frage nach dem gotischen Kurzschwert, in welche Zeit es gehört,
      sorry, hab mich wohl etwas falsch ausgedrückt.

      Gruß Micha
      Der Wald hat's gegeben, der Wald hat's genommen.

      Satanas miserere eorum!
    • Wo stand da bitte was von Mitteleuropa? Weder bei dir noch bei White Wolfes. Und widersprichst dir. Du Sprichst davon, dass es englische Bogenschützen erst im Spämi gab. Das stimmt so nicht. Das habe ich doch mehrfahr widerlegt. Allgemeiner: Die Frage war nach Bogenschützen im Mittelalter (bei dir die Einschränkung "Es gab keine militärischen Bogenschützen im Hochmittelaler"). Mal anders: hast du Quellen für deine Aussagen oder sind das Spekulationen auf Basis deiner Meinung nach rationaler Überlegungen?

      White W. muss seine Darstellung jetzt mal konkretisieren so lassen sich keine Aussagen treffen.

      Und zu den Bauern: Als typische Beispiele seien Sturmsense oder Dreschflegel genannt. Diese sind seit dem 12. Jh bekannt. Frümi ist nicht mein Gebiet, da sollte jemand anders sich zu äußern. Ich weiß, dass es in der Mac-Bibel hierzu Abbildungen gibt und Wikipedia einiges an Literatur auflistet. Den Rest kann ich nachliefern, wenn ich wieder zugriff auf meine Server-Festplatte hab... Den Rest deiner Aussage verstehe ich gerad nicht ganz bzw. stiftet ziemlich Verwirrung. Es gab spätestens im Homi nurnoch stark vereinzelt freie Bauern bzw. Menschen die Land bewirtschafteten(die Meier... zugegeben etwas komplexe das Thema). Ich weiß, dass es im Laufe der Jahunderte zahlreiche Differenzierungen nach Besitz und rechtlichem Stand gab. Man kann ja trotzdem einen Querschnitt bestimmter Bevölkerungsgruppen bilden um geeignete Aussagen in einem gewissen Intervall / zu einem gewissen Zeitpunkt zu treffen, die die Regel darstellen. Die Aussage "es gab keine Bauern" (Der Bauernstand existierte defakto. Regelgungen zu Lehn gab es z.B. im Sachsenspiegel. Ich will jetzt aber keinen Vortrag über die Begriffsbildung halten) ist falsch und deine Definition für mich ziemlich willkürlich. Weiterhin: Was hat das für eine Relevanz für dieses Thema? Dein Vergleich hinkt etwas.

      Ich mag dich falsch verstehen, aber das alles führt zu Verwirrung und hilft dem Fragensteller nicht wirklich weiter. Der ganze Offtopic-Kram verschandelt diesen schön geschriebenen Testbericht. Ich will aber bestimmte Aussagen auch nicht so stehen lassen, da sie meiner Meinung nach Dinge (das Geschichtsverstädnis im Bezug auf besagte Gruppen) verfälschen könnten. Vielleicht kann ja ein Moderator intervenieren und splitten.

      Liebe Grüße
      Phillipp

      Edit:
      @WW Gotisches Kurzschwert ist auch so ein (Mode-)Begriff... Ich würde dir empfehlen, dass du dir einmal die Oakeshott-Klassifikation anguckst. Ansonsten musst du dich festlegen wo und wann, sonst kann man dir da nicht wirklich helfen.
    • Back to topic pls

      Gentlemen, das ufert aus, :back
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      "Einmal mehr ist die "üble Nachrede" vermeintlicher Gegner nicht halb so rufschädigend, wie das peinliche Auftreten der wohlmeinenden Freunde." Ralf Hüls
      "Tu ma lieber die Möhrchen, weil Schokolade is nich A!" Jonny Robels
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    • Hermann von Eykstern schrieb:

      Ich weiß, dass es in der Mac-Bibel hierzu Abbildungen gibt und Wikipedia einiges an Literatur auflistet.
      Nochmal ein kurzer "off topic":

      Wenn jemand irgendwelche "Details" aus der "Mac-Bibel" benötigt, ich hätte gerade ein Faksimile von allen 283 Miniaturen da.

      Scanen wäre schwierig, da DIN A3 -Format, aber vereinzelte Fotos könnte ich, falls benötigt, machen und zuschicken.
      Beste Grüsse, Thomas :bye01