Archäologische Belege für das Fehdewesen während der Merowingerzeit

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aber mir erscheint es doch etwas gewagt, allein die Mehrfachbestattungen als Beleg für das Fehdewesen heranzuziehen. Der zufällige gleichzeitige und gewaltsame Tod mehrerer Personen allein deutet nicht zwingend auf Fehden hin. Mal wieder ein Bereich, wo archäoligische Daten alleine nicht ausreichend aussagekräftig erscheinen. Ziehen wir jedoch Rechtsquellen, wie die Lex Salica, den Pactus Alamannorum und die Lex Alamannorum als Ergänzung hinzu, so wird tatsächlich die Fehde als ein Grund für das gleichzeitige gewaltsame Verscheiden mehrerer Personen plausibel. Die sehr detaillierten Wehrgeld und Schadensersatzvorschriften dienten ja gerade zur Verhinderung der Fehde. Trotzdem bleibt sie ein Grund unter vielen möglichen. Der Argumentation des Authors, die Mehrfachbestattungen belegten die Fehde (und seien damit regelmäßig Folge der Fehde) kann daher m. E. nur eingeschränkt gefolgt werden. Gruß Liuthar
 
Zitat aus Wikipedia über Heiko Steuer : Steuers Vorstöße lösten nicht selten lebhafte Diskussionen und neue Forschungsanstrengungen aus. Sind einige seiner Interpretationsansätze auch aus heutiger Sicht überholt, gelten seine Ansätze zu Gesellschaft und Sozialstruktur der Merowingerzeit noch immer als richtungsweisend.
 
Ergänzung: da der Aufsatz 2008 erschienen ist, müsste es ja für deine Meinung neuere Forschungsansätze bzw. Interpretationen geben ... es wäre nett, wenn du sie hier weitergeben würdest ... PS: die dort angesprochene Zeit ist absolut nicht mein "Forschungsgebiet" also werde ich mich hier nicht zu Eigeninterpretationen hinreißen lassen
 

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