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Bearbeitung von Geweih

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    • Bearbeitung von Geweih

      Hallo zusammen;
      ich möchte mir für den normalen alltäglichn Trainingsbedarf Pfeilnocken aus Geweih Fertigen (natürlich erstmal nichts was A ist).
      Da ich keine Erfahrung mit dem material Geweih habe wollte ich nun von euch wissen was gibt es zu beachten, wie gut oder schlecht lässt es sich z.b. Drehen und Bohren und habt ihr andere Tipps zur Bearbeitung?
      viele Grüße Farkas
      Pfeile sollen nieder gehn wieder und immer wieder bis aus Löwen tote Lämmer werden :robin

      "beuge dich dem Khan, oder du wirst vernichtet"
    • Servus,

      also Bohren ist absolut kein Problem. Beim Drehen wirds schon schwieriger, ich glaube da würde das Geweih auffasern. Aber das ist nur meine theoretische Meinung, nicht die Praktische. Habe es noch nie probiert.

      Was ich grad faszinierend finde: "Geweihnocken für den täglichen Trainingsbedarf".
      Wie und was trainierst du? Ich mein, für ein Training im Bogenschießen brauchts doch keine Geweihnocken.
      Da reicht doch die 08/15 Kerbe auch aus, oder? Hätte ich passende Geweihnocken würde ich sie auf meine besten Pfeile machen. Wobei selbst das Verschwendung wäre. Aber seis drum, falss du in Massenproduktion gehen solltest, hätte ich gerne 20 Geweihnocken 11/32, bitte alle ausgewogen :D . Soll dein Schaden nicht sein!

      Beste Grüße, Toke!
      Würd ich jeden Tag so leben, als wärs mein Letzter, säße ich verkatert und verschuldet im Knast!



    • Naja Kerben funktionieren und sind toll. Aber diese Nocken aus Geweih/Horn spucken in meinem Kopfrum seit ich Pfeile selbstge
      acht habe und es damals ziemlich verbockt habe weil ich mich einfach draufgestürtzt hab anstatt vorher zu Lesen oder gar zu Denken. Punktum die Krben liefen Parallel zu den Flammen im Holz und die dinger haben sich beim Lösen in Luft ausgelößt (ja da hätte es Böse verletzungen geben können aber zum Glück haben es alle Überlebt).

      Ich werde erstmal eine simpele Zylinderform versuchen.

      Sollte es gut Funktionieren werde ich das hier Kundtuen und falls noch jemand welche möchte mal schauen aber du bist dann nummer 1 auf der Liste versprochen.
      Pfeile sollen nieder gehn wieder und immer wieder bis aus Löwen tote Lämmer werden :robin

      "beuge dich dem Khan, oder du wirst vernichtet"
    • Hallo Farkas ; hier ein Link zu einem Schmuckportal . Dort geht es speziell um Hornbearbeitung mit guten Tipps goettgen.de/schmuck-foren/ftopic6934.html

      Schau halt mal rein ... :thumbup:

      Zu beachten ist auch die Art des Geweihs, d.h. welches Tier und der Gehörnteil. Am besten eignet sich stets der Bereich der Spitzen. Idealerweise unser heimisches Reh oder naturlebender Hirsch.

      Auch die Konsistenz ( wegen der von Toke befürchteten Splitterung ) dieses Materials ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wobei die wichtigsten , wie genannt, die Rasse des Tieres und auch die Ernährung sind. Geweihe vom Gatterwild ( Zuchthirsche, also Fleischvieh ) sind meist schlechter, da es sich fast immer um Cervus elaphus ( Rothirsch ) handelt, der ohnehin ein für Bearbeitungszwecke eher ungeeignetes Geweih hat und diese Tiere und deren Geweihe zum anderen wegen der "guten" Ernährung sehr schnell wachsen und zum größten Teil aus Spongiosa, also einem schwammigen und somit porösen Inneren bestehen.

      Das Ergebnis wären sehr brüchige Nocken.

      Sehr gut hingegen sind die Geweihe von wild lebenden Rentieren (oder Karibus), Elchen, Axis-Hirschen und amerikanischen Weißwedelhirschen geeignet.

      Ansonsten kann man gute Qualität bearbeiten wie Holz ; bei Dreharbeiten leicht anfeuchten, um der Staubentwicklung entgegenzuwirken. Bohren und auch feilen jedoch stets trocken um ein Zusetzung der Bohrung bzw. der Werkzeuge zu vermeiden. Und bitte nach Möglichkeit den Staub ( Mundschutz ! ) nicht einatmen, soll schädlich für die Atmungsorgane sein ... :huh:

      Viel Spaß beim basteln ... :bye01
      Besitz stirbt,

      Sippen sterben,

      Du selbst stirbst wie sie !

      Eines nur weiß ich, das ewig lebt

      - Der Toten Tatenruhm - !
    • Ich verarbeite zur Zeit recht viel Geweih. Also Drechseln, Feilen, Schleifen, Sägen ist gar kein problem. Scharfes Werkzeug natürlich vorausgesetzt. Beim Bohren musst du lediglich darauf achten recht oft den Bohrer zurück zu ziehen, da der sich sonst zusetzt, und zu kokeln anfängt. Aber am besten: einfach loslegen, und selbst erfahrungen machen.
      "Hobby" ist der Versuch, mit größtmöglichem Aufwand den geringstmöglichen Nutzen zu erzielen.
    • Ich mache zur Zeit Dummygriffe aus Geweih. Nehme den ganzen Spiess, runde ihn an einer Schleifmaschine mit groben und feinem Schleifband. Dann wird ein Loch reingebohrt (erst vorgebohrt) und anschliessend feile ich zwei Mulden mit Schlüsselfeilen rein. (Zum Einbrennen von Schriftzügen)
      Wollte Mittwoch einen oder zwei machen, kann gerne Fotos einstellen falls das hilft.
      "Eigentlich werden die meisten Heere von den jeweiligen Unteroffizieren geleitet.Die Offiziere sind nur dazu da, der ganzen Sache etwas mehr Stil zu geben und zu verhindern,dass der Krieg in eine Art banale Massenschlägerei ausartet."(Terry Pratchett - Scheibenwelt-Romane)
    • Ja Bilder wärn toll.
      Wo beziehst du die Geweihe? Ich hab Grad mal bei nem bekannten angefragt der Jäger is der schaut ob er was rumliuegen hat.
      Pfeile sollen nieder gehn wieder und immer wieder bis aus Löwen tote Lämmer werden :robin

      "beuge dich dem Khan, oder du wirst vernichtet"
    • Ich bekomm die Dinger sporadisch bei Jägern oder finde welche in unseren Schonungen.
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    • Die haben wir. :)
      Ansonsten kann man Hornstücke auch bei einem Hundeshop bekommen, ich find den Link grad leider nicht. Die haben jede Menge Sachen zum Selberbauen von Leinen und Halsungen, unter anderem auch Hornenden
      "Eigentlich werden die meisten Heere von den jeweiligen Unteroffizieren geleitet.Die Offiziere sind nur dazu da, der ganzen Sache etwas mehr Stil zu geben und zu verhindern,dass der Krieg in eine Art banale Massenschlägerei ausartet."(Terry Pratchett - Scheibenwelt-Romane)
    • Warum machst Du für die Pfeile die "es überlebt haben" nicht einfach Horneinlagen. D.h., Du könntest die bisherige, falsch gesägte Nock etwas vertiefen und ein Hornplättchen einkleben. Alles gut abschleifen und dann in der richtigen Ausrichtung eine neue Nock sägen. Das ist sicher einfacher als komplette Nocks aus Horn zu drehen/sägen und ich habe damit beste Erfahrungen gemacht. Oder passen solche Pfeile nicht zu Deiner Darstellung?
      Heiricus ministĩalis eccłe nostre filius heiricu dū husman - Anno Domini 1254
    • Die besagten Pfeile sind schon lang auser gebrauch hab damals einfach ein stück leder in die Nocken geklebt bei denen die einigermaßen geraten waren das hat auch funktioniert.

      @Fridebarth es geht mommentan weniger um die darstellung sondern mehr um die Spaß am arbeiten, die abneigung gegen Plastiknocken, und die Idee die mich nicht mehr in ruhe lässt in wie fern das A wäre wenn ich die Pfeile zur Mongolischen darstellung nehme bin ich mir gerade nicht sicher.
      Pfeile sollen nieder gehn wieder und immer wieder bis aus Löwen tote Lämmer werden :robin

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    • Moin,
      habe es endlich geschafft, war leider die Woche über verhindert.
      Hab vorhin einen kleinen Messergriff und besagten Dummygriff gemacht, hier die Bilder:
      [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/dsci1443zeqab.jpg]

      Abwurfstange nach Bearbeitung an der Schleifmaschine

      [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/dsci1444v0p8l.jpg]
      [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/dsci1451hkrtn.jpg]
      Auf Länge gesägt, Loch reingebohrt. (Klein vorgebohrt, dann auf 5MM)

      [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/dsci14507gp8b.jpg]

      Namen eingebrannt. Jungraban hat Recht, geht wirklich nicht sehr leicht.



      Dann noch einen kleinen Messergriff gemacht
      [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/dsci1453w6osz.jpg]
      "Eigentlich werden die meisten Heere von den jeweiligen Unteroffizieren geleitet.Die Offiziere sind nur dazu da, der ganzen Sache etwas mehr Stil zu geben und zu verhindern,dass der Krieg in eine Art banale Massenschlägerei ausartet."(Terry Pratchett - Scheibenwelt-Romane)
    • Hier ein "Retention Toggle" (Griff) für eine Schleuder.
      Gearbeitet aus einem Stück Geweih vom Rothirsch. Die Griffkappen sind aus Mamut Elfenbein.

      [Blockierte Grafik: https://lh5.googleusercontent.com/-Dpkc5PEiMxA/TybSUwcnDRI/AAAAAAAAAj0/fpr3Ga1-UhE/s512/DSC00186.JPG]

      Was aussieht wie aufgemalt, ist eingelegtes gehärtetes Leder.
      Bono Mellius
    • Schöne Arbeiten, wie Polier ich Geweih eigentlich am besten?
      ich will ndlich selbst was machen aber mein material lässt noch auf sich warten. :(
      Naja wenigstens hab ich jetz noch zeit den Schleifbock ordentlich zu befestigen :D
      Pfeile sollen nieder gehn wieder und immer wieder bis aus Löwen tote Lämmer werden :robin

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    • Wieso die Sucheleiste mir keinen Thread zum thema Horn ausgespukt hat ist mir ein Rätsel.


      Aber hier kann ich richtig fragen.

      Habe vor aus nem Stück Geweih für mein Messer ein griff zu machen.

      Jetzt hatte man mir geraten das stück Geweih direkt auf die Angel aufzuschlagen, aber ich befürchte das es mir dabei bricht
      .
      Hat hier jemand eine Anleitung wie ich das am besten hinbekomme?

      Eine Anleitung mit Bildern wäre wünschenswert, aber keine Pflicht.


      Vielen Dank im Vorraus und tut mir leid das ich diesen Thread ausgegeraben habe.