Kempten, eine Stadt mit über 2000 Jahren Geschichte

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    • Kempten, eine Stadt mit über 2000 Jahren Geschichte

      Hallo liebe Forengemeinde.
      Ich will euch hier mal so nach und nach die mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten meiner derzeitigen Wahl- Heimatstatt vorstellen.
      Anfangen möchte ich mit der Erasmuskapelle:


      Hier ein Auszug aus dem Infoflyer (Quelle:kempten.de/de/media/Infoflyer.pdf)
      Die Keimzelle der Stadt Kempten im Flusstal war die Pfarrkirche St. Mang mit dem Friedhof. Bei den archäologischen Untersuchungen seit 2003 wurden fast 500 Bestattungen freigelegt. Das momentan älteste datierte Grab stammt aus der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts. 1535 wurde der Friedhof auf die Hangstufe westlich der Burghalde verlegt.
      Erst im Hochmittelalter wuchs die Siedlung im Flusstal. Zur Gewinnung von Siedlungsland waren große Anstrengungen nötig: Die Iller wurde auf die Ostseite der Stadt verlegt, Bauland wurde im alten Flussbett aufgeschüttet, die Stadtmauer wurde gebaut. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts vergrößerte man den Friedhof. Damals baute man die Karnerkapelle St. Michael:
      Das Obergeschoss diente als Friedhofskapelle für Messfeiern, im Untergeschoss war das Beinhaus. Dort wurden die Gebeine aufgestapelt, die bei der Anlage neuer Gräber zutage gekommen waren. Irgendwann im 14. Jahrhundert wurde die Kapelle bei einem Brand schwer beschädigt. Nach dem Wiederaufbau wurde das Untergeschoss dem Hl. Erasmus geweiht.
      Als sich die Reichsstadt 1527 der Reformation anschloss, blieb die Erasmuskapelle katholisch, denn sie gehörte der Augsburger Bischofskirche. Erst 1557 kam sie in den Besitz der Stadt, die sie sofort profanierte: Ins Erdgeschoss kam das Leinwandschauhaus, wo die Qualität der Leinwand geprüft wurde, im Untergeschoss ließ sich der Stadtrat eine Trinkstube mit Weinkeller einrichten.
      1857 beschloss man den Abbruch des inzwischen baufälligen Gebäudes. Die Michaelskapelle wurde niedergerissen, das Gewölbe der Erasmuskapelle eingeschlagen und der Raum mit Bauschutt verfüllt. Das Gebäude geriet in Vergessenheit bis zum II. Weltkrieg, als ein Erdbunker und ein Schützengraben auf dem St. Mang-Platz gebaut wurden und man die Westmauer der ehemaligen Kapelle durchbrach.


      Hier noch 2 Links dazu :

      http://de.wikipedia.org/wiki/Erasmuskapelle


      http://www.kempten.de/de/neugestaltung-sankt-mang-platz-erasmuskapelle.php



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