Gussformen

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    • Guten Abend allerseits.

      Wir machen uns Gedanken, uns mit Bronzeguss herumzuschlagen :P
      Hat jemand Erfahrung damit? Vor allem welche Form hitzebeständig genug sein könnte, um sie nicht wie z.B. Lehm (soweit ich das bisher weis) nach einem Mal wegzuwerfen, da sie nicht mehr zu gebrauchen ist.

      Speckstein ist mir nicht so bekannt, hält der große Hitze aus?

      Edit: Habe eben was über ne Tongussform gefunden...viell. hilft mir das schon...
      Tongussform
      und hier mal bei Wikipedia
      Aber mir geht's ja wiederum eigentlich um Eure Erfahrungen.

      Schon mal Merci!

      Grimwald

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Grimwald ()

    • Mir sind Formen aus abgemargertem Ton/ Lehm, Speckstein und !Bronze! bekannt. Im Westfälischen Museum für Achräologie in Herne gibt es eine Bronzegussform in der bronzene Beile oder Dolche ( weiss nicht mehr genau) gegossen wurden. Allerdings ist die Bronzeform aus der Bronzezeit also noch vor den Wikis.

      Das Problem beim Ton/Lehm ist, wenn er nicht genug abgemagert ist, musst du ihn lange Zeit trocknen lassen sonst zerspringt die Form sobald sie ins Feuer oder Glut gelangt. Wenn die Form allerdings genügend abgemagert ist, kannst du sie ohne zu trocknen direkt brennen.
      Skelmir's Werkstatt

      Schmiededarstellung 9.Jhd. in Haithabu
    • Ich hab gerade von hölzernen Formen gelesen, die in Haithabu gefunden wurden. Damit wurde zwar nur Zink und ich glaube auch Blei gegossen.
      Ich weiß nicht, inwiefern Holz bei Bronze verwendbar ist, da Blei und Zink beide bereits bei ca. 400°C schmelzen und Bronze erst ab 870°.

      In den Holzfunden steht, dass die Formen 50 Güsse problemlos durchgestanden haben, und nur 3 fehlerhaft waren.
      Vielleicht ist Holz eine Alternative??? ?(
    • Speckstein ist sehr weich und übersteht Temperaturen von über 1000 Grad problemlos. Ideal für Formen. Langsames Trocknen vermeidet Schrumpfungen fast ganz. Speckstein wird stark erwärmt viel härter und spröder (verändert auch die Farbe). Ist aber detailreicher als Schamotte oder Ton.

      Gruß, Sigrud
    • Kleiner Tip am Rande.
      Bevor Du zeitaufwendig in die Specksteinform das Negativ des Gusses einarbeitest, geb den Speckstein vorher in die Schmelze, reicht auch Zinnschmelze, um zu erfahren ob der Speckstein "platzt". Beachte jedoch den Speckstein vorher etwas anzuwärmen (an den Ofen legen und dergleichen) nicht das Du den Speckstein so in die Schmelze eingibst und sich vorher Luftfeuchtigkeit daran niedergeschlagen hat.... sonst hebt es Dir den Kessel raus und siehst aus wie ein "Streuselkuchen", bzw. erleidest Verbrennungen.
      Damit erspart man sich die mögliche Frustration sollte der Speckstein schon fertig "geschnitzt" sein und erst beim Eingießen platzen.
      Gruß Cantrifusor
    • Bevor man in einen Speckstein gießt, sollte man den grundsätzlich die Gussform erhitzen. Wenn einem der Stein inl. der flüssigen Bronze oder anderem flüssigem Metall um die Ohren fliegt, kann es schwere Verbrennungen geben.

      Also immer schön die Form "trocknen".
      Skelmir's Werkstatt

      Schmiededarstellung 9.Jhd. in Haithabu
    • Ragnar schrieb:

      Prinzipiel kannst Du jeden Stein nehmen..auch wenn er sehr weich ist hält er die Temp aus..und aspesthaltiger Speckstein wuird nicht mehr abgebaut..
      Und kaufen kannste das zeug bei Gerstäcker..
      Wie groß sind die bei Gerstäcker zu erwerbenden Stücke ca.? Gerstäcker hat nur Kiloangaben.

      Cantrifusor schrieb:

      Bevor Du zeitaufwendig in die Specksteinform das Negativ des Gusses einarbeitest, geb den Speckstein vorher in die Schmelze, reicht auch Zinnschmelze, um zu erfahren ob der Speckstein "platzt". Beachte jedoch den Speckstein vorher etwas anzuwärmen (an den Ofen legen und dergleichen) nicht das Du den Speckstein so in die Schmelze eingibst und sich vorher Luftfeuchtigkeit daran niedergeschlagen hat.... sonst hebt es Dir den Kessel raus und siehst aus wie ein "Streuselkuchen", bzw. erleidest Verbrennungen.
      Damit erspart man sich die mögliche Frustration sollte der Speckstein schon fertig "geschnitzt" sein und erst beim Eingießen platzen.

      Skelmir schrieb:

      Bevor man in einen Speckstein gießt, sollte man den grundsätzlich die Gussform erhitzen. Wenn einem der Stein inl. der flüssigen Bronze oder anderem flüssigem Metall um die Ohren fliegt, kann es schwere Verbrennungen geben.

      Also immer schön die Form "trocknen".
      Genau dies waren meine Bedenken, welche nun nicht mehr bestehen. Vielen Dank. :thumbsup:
      Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.