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HoMi Muster bei Beinarbeiten

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    • HoMi Muster bei Beinarbeiten

      Hallo Ihr Lieben,
      ich arbeite mich gerade durch die HoMi Muster an Beinarbeiten. Vorlagen gibt es ja reichlich.
      Was ich mich schon länger frage ist: was stellt dieses Muster dar ?
      Federballmuster
      Ich nenne es insgeheim Federballmuster. Mein Mann meint Quatsch, das sind Sonnenstrahlen, oder Engelsflügel.
      Ich fände auch 1/8 Margeritte denkbar.
      Ist vermutlich alles Quatsch.
      Zu finden ist diese Bordürenmuster an den Reliquienkästen der kölner Beinschnitzwerkstatt des 12Jahrh. , also dem kirchlichen Bereich. Die anderen Muster zeigen vierblättige Blumen und auch Palmblätter.


      Wer kennt sich aus, wer weiß mehr ?
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    • Also meine Assoziation wäre jetzt auch eher was Pflanzliches, ich kenne solche Muster z.B. als gemalte Schmuckfriese in diversen Kirchen. Werd morgen mal in einem Buch über Kirchenausmalungen in Norddeutschland nachblättern, da habe ich so etwas ähnliches gesehen. Falls mein Gedächtnis mich nicht getrogen hat, meld ich mich dann nochmal.
      Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist. (Konfuzius)
    • Hallo Katharina,
      das würde mich echt freuen.
      Ich bin mir auch sicher das es etwas Florales ist. :)

      Das Knochenschiffchen auf dem Foto ist eine Arbeit von mir, das Muster ist allerdings den Originalen nach empfunden so gut es geht. Ich war zu bequem nach einem Bild mit Original zu googeln.
      (für verzierte Webschiffchen habe ich keinen Beleg, aber es sieht so hübsch aus, und ich wollte die Muster einmal nacharbeiten)
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    • Hallo Silvia,

      es könnte sich um gebundene Getreidegarben , hier liegende, handeln. Siehe hierzu zum Vergleich Garben in der Heraldik, zum Beispiel im Stadtwappen von Peine oder im Wappen derer von Bartensleben. Dort stehen die Garben jeweils, aber ich könnte mir auch gut die " liegende " Version vorstellen.
      Besitz stirbt,

      Sippen sterben,

      Du selbst stirbst wie sie !

      Eines nur weiß ich, das ewig lebt

      - Der Toten Tatenruhm - !
    • Also die Girlande genau in dieser Form habe ich im Buch leider nicht gefunden, aber einen netten Essay über die Symbolik diverser bei Kirchenausmalungen verwendeter Pflanzen. Bei Interesse kann ich Dir den Buchtitel gern mailen.

      Erinnern tut mich das Muster an eine Lilie, wie man sie in diversen Ornamenten auch halbiert findet. Z. B auf einer Stickerei der Sammlung im Kloster Wienhausen, von der ich im Moment kein vollständiges Bild im Web finde, ich habs als Postkarte zu Hause, kann aber nicht einscannen. Es findet sich aber hier:

      R. Kroos – Niedersächsische Bildstickereien des Mittelalters

      ISBN 3871570109


      picture Nr. 284 “hl. Martin den Mantel teilend”

      Auf diesem Bild sind in den Ecken jeweils halbe Lilien als Ornament erkennbar, die für meine Augen ähnlich aussehen.
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    • Liebe Katharina,
      herzlichen Dank fürs Bücher wälzen und suchen.
      Halbe Lilien kann ich mir nicht so ganz vorstelen, denn Lilien haben diese abgewinklete Blütenblatt an der Seite.
      Aber Du hast mich zum nachdenken gebracht, an den Vergleich mit Steinmetzarbeiten hab ich noch gar nicht gedacht.
      :danke

      Sigurdur - Getreidegarben, die Idee ist auch nicht schlecht. Hat man die Garben nicht gegeneinander gelegt , bzw gestellt ? Das könnte so wechselständig zickzackig aussehen.

      Ich merke ich muß den Blick schärfen.
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    • Hast PN....

      Und zum Thema Steinmetzarbeiten fällt mir noch ein dass in der Ausstellung "Der Naumburger Meister" auch relativ ausführlich auf florale Elemente eingegangen wurde. Der Ausstellungskatalog könnte da auch einiges hergeben, liegt mir aber leider gerade nicht vor.
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