Die Edda, authentisch oder hat sie zu sehr unter der Christianisierung gelitten?

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    • Torsten von den "Chatten" schrieb:

      Der Mythos von Balder / Baldur ..

      de.wikipedia.org/wiki/Balder

      .. hier zur schnellen Info von Wikipedia.

      Ich weiß jetzt aber nicht ob das dem Inhalt der Edda entspricht, um die es hier geht !
      (.. bei besseren Wissen, Korrigiert mich !)
      Balder ist mir natürlich bekannt ;)
      Mich hat die These bezüglich der Gleichsetzung mit Jesus interessiert.
    • @Thorkell Ivarsson
      Ich hatte lediglich versucht zu erklären, dass viele Menschen diese Niederschriften verändern um uns zu manipulieren und wir nicht wissen ob diese Schriften komplett echt oder gar wahr sind!
      Das geht ja aus dem Wort Glaube hervor, ich kann es glauben oder auch nicht! :D
      Und mit "Kirchenbashing" hat das nichts zu tun!
      Das können sie selbst viel besser!

      (An ihren Taten wird man sie erkennen!!!!!)

      Aber du hast recht, gehört nicht hier rein.
      ____________________________________________

      Ich habe die Bibel gelesen, komplett!
      Wer noch?
      Ich habe ebenso den Koran gelesen, komplett!
      Wer noch?
      Jetzt befasse ich mich mit der Edda und diese gefällt mir bis jetzt ganz gut.
      Aber wissen wir was bei der Niederschrift alles verändert, weggelassen oder ergänzt wurde?
      Hier lasse ich mich gerne belehren, da ich mit der Edda erst anfange.
    • Rein platt und logisch betrachtet weiß ich gar nichts. Jeder andere, der mir etwas erzählt, könnte Lügen. Nur bei Dingen, die ich mit eigenen Augen gesehen habe, weiß ich, dass sie so sind - wenn sie denn überhaupt wahr sind und nicht "gespielt" wurden, um mich zu täuschen. Im Endeffekt weiß ich nicht einmal sicher, ob ich selbst existiere oder ich mir meine Existenz nur einbilde. Oder jemand spielt mir das, was ich wahrnehme nur glaubhaft vor. Das geht aber erstens zu weit und führt zweitens das Hobby ad absurdum.


      Die Edda ist lange nach der Wikingerzeit entstanden, niedergeschrieben von einem christlichen Chronisten.

      Wie wahrscheinlich eine wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der paganen Mythologie Skandinaviens bei Berücksichtigung dieser Punkte ist, kann jeder für sich selbst ausmachen.

      Eine Bitte an dich noch: Bitte überdenke mal deine Art der Diskussionsführung. Das wirkt teilweise wie eine Mischung aus absichtlicher Provokation, Arroganz und Trolling.
      Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.
    • Hallo Thorkell!

      Eben!
      Die Edda wurde lange nach der Zeit der Wikinger von einem Mönch niedergeschrieben!

      Provozieren wollte ich hier niemanden.
      Ich wüsste auch nicht, wo ich hier jemanden angegriffen habe??
      Bin ich Arrogant wenn ich Fragen stelle und nicht alles glaube??
      Betreibe ich Trolling wenn ich meine Meinung niederschreibe?

      Ich respektiere auch andere Meinungen und lasse mich gerne überzeugen.
      Wenn allerdings Meinungen oder Threads erscheinen mit denen ich nicht ganz einverstanden bin, werde ich dementsprechend antworten.
      Wenn ich dir wieder einmal auf den Schlips getreten bin, bitte ich hiermit vielmals um Verzeihung!
      Denn, wer austeilt muss auch einstecken können!!
    • martin01 schrieb:

      Ich weiß, wo es nachzulesen ist aber die Bibel und die Kirche ist ein Konstrukt von Menschenhand und ich sehe was die Kirche im Nahmen Gottes so alles getrieben hat!
      Könnten wir die (!) Debatte hier bitte aussenvor lassen?
      Ich bin gläubiger Katholik und glaube auch nicht einfach alles was mir jemand vorsetzt,genau deswegen habe ich schon vor Jahren angefangen mich sehr intensiv mit meinem Glauben auseinanderzusetzen.
      Interessanterweise war das Ergebnis das ich mittlerweile vieles,sehr vieles aus der Glaubenlehre der Katholischen Kirche absolut teilen kann.
      (Aber das sollte, wie gesagt,meiner Meinung nach hier (!) nicht das Thema sein!)

      zum Thema:
      Wenn ich richtig informiert bin wurde die Edda von einem Christen im 13.Jahrhundert verfasst.
      Interessant finde ich den Gedanken inwiefern er auf vorher bereits vorhandene Quellen zurückgriff,und zwar auf nichtchristliche Quellen.
    • martin01 schrieb:

      Ich hatte lediglich versucht zu erklären, dass viele Menschen diese Niederschriften verändern um uns zu manipulieren und wir nicht wissen ob diese Schriften komplett echt oder gar wahr sind!
      Das geht ja aus dem Wort Glaube hervor, ich kann es glauben oder auch nicht!
      Ohne das Thema ausführen zu wollen,denn hier (!) gehört es wirklich nicht hin,möchte ich nur erwähnen,dass die Bibel das bestüberlieferte Werk der Literatur (um sie mal wertneutral so zu bezeichnen) ist,was jeder Experte und gutinformierte Laie bestätigen kann,der sich ein wenig mit der alt- bzw. neutestamentlichen Textforschung befasst.
      Glauben bezogen auf Gott meint übrigens nicht ein Nichtwissen sondern ein Überzeugt-sein-von/Festhalten-an(zu-etwas(jemandem)-stehen,denn das deutsche Wort glauben kommt vom mittelhochdeutschen (?) gelouwen (hoffentlich habe ich es richtig geschrieben),das heute noch im deutschen Wort geloben vorkommt.
    • Hallo Pit!

      Ich finde es gut wenn du dich zu deinem Glauben bekennst und davon überzeugt bist!
      Wie du in meinen letzten Posts lesen kannst, glaube ich auch an Gott!
      Und weil ich die Bibel gelesen habe bin ich deswegen in vielen Dingen vorsichtig.

      Aber jetzt zurück zum Thema.
      Du schreibst, dass ein Christ im 13.Jhd. die Texte niederschrieb.
      Dies ist mir so auch bekannt.
      Mich würde auch interessieren, wie die Quellen dazu aussahen.
      Hatten die Wikinger eine schriftliche Überlieferung oder hatte er nur mündliche Überlieferungen aufgeschrieben?
      Meines Wissens basiert alles auf mündlicher Überlieferung.
    • martin01 schrieb:

      Aber jetzt zurück zum Thema.
      Du schreibst, dass ein Christ im 13.Jhd. die Texte niederschrieb.
      Dies ist mir so auch bekannt.
      Mich würde auch interessieren, wie die Quellen dazu aussahen.
      Hatten die Wikinger eine schriftliche Überlieferung oder hatte er nur mündliche Überlieferungen aufgeschrieben?
      Meines Wissens basiert alles auf mündlicher Überlieferung
      Gute Frage,leider kenne ich mich in der Kultur der nordischen Völker - nicht nationalistisch gemeint sondern im geographischen Sinne - nicht aus und gebe die Frage gerne an die "FrüMi"-Kenner hier weiter.
      Meines Wissens haben die "Wikinger" die Runen nicht für "profane" Zwecke gebraucht.
      Aber die Erzählungen über die Götter waren ja auch nicht im eigentlichen Sinne profan.
    • Ja was denn nun 8|

      martin01 schrieb:

      Hallo Thorkell!

      Eben!
      Die Edda wurde lange nach der Zeit der Wikinger von einem Mönch niedergeschrieben!
      und dann

      martin01 schrieb:

      Hallo Pit!



      Aber jetzt zurück zum Thema.
      Du schreibst, dass ein Christ im 13.Jhd. die Texte niederschrieb.
      Dies ist mir so auch bekannt.

      Klär mich doch bitte mal auf ;)
      Selbst habe ich nur "zweifelhafte" (war ja damals nun mal auch nicht dabei) Thesen von
      Hilda Roderick Ellis Davidson vorliegen ||

      Und wenn wir schon mal dabei sind, dürfte ich noch einmal meine vorherige Frage in Erinnerung bringen :whistling:

    • Meines Wissens haben die "Wikinger" die Runen nicht für "profane" Zwecke gebraucht.
      Aber die Erzählungen über die Götter waren ja auch nicht im eigentlichen Sinne profan.
      [/quote]


      Nun ja, Runen wurden soweit ich das sehe sehr wohl für profane Zwecke /Mitteilungen genutzt - zB Nachrichten auf Holzstäbchen - in Isländischen Sagas wohl auch rúnakefli genannt.
    • Hallo Thirk!

      Wie ich schon erwähnte beginne ich erst mich richtig mit der Edda auseinanderzusetzen.
      Gibt es ältere Belege, Funde, Quellen die die Niederschrift belegen?
      Denn wer weiß, ob ein Christlicher Mönch in der damaligen Zeit alles genauestens wiedergegeben hat?
    • Hallo!

      Lese hier gerade mal so mit und finde die Diskussion über Bibel und Glaube recht unterhaltsam.

      Ihr solltet mal die Bibel in einigen Übersetzungen lesen.

      Es ist bereits interessant, wie stark Übersetzungen (von welcher Quelle übrigens) voneinander abweichen.

      Als Beispiel sei hier nur mal genannt:

      Luther, American Standard Version, King James Version, Webster Bible etc. (ich gehöre einer evangelischen Kirche an, Rhemagermany .de), daher die Englischen Versionen.

      In Exodus 3,14. da geht es um die Offenbarung des Gottesnamens. Die Einheitsübersetzung hat ihn bisher mit "Ich bin der ich bin da" übersetzt. Das "da" steht dort im Hebräischen (eigentlich) nicht. Es war ein versuch etwas auszudrücken, was im Hebräischen machbar ist, aber nicht im Deutschen. Während wir in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft denken und schreiben, kennt das Hebräische nur abgeschlossene und nicht abgeschlossene Zeiträume (Imperfekt). Hier handelt es sich um einen nicht abgeschlossenen Zeitraum. Die neue Einheitsübersetzung entscheidet sich hier für die Wiedergabe in der Gegenwart. Also steht dort "Ich bin der ich bin" Die Lutherbibel verwendet an gleicher Stelle das Futur und übersetzt mit "Ich werde sein, der ich sein werde" Beide Übersetzungen sind richtig und funktionieren. Aber Aussagen des Originals werden nie gänzlich identisch wiedergegeben werden können.

      Es lässt sich sicher endlos und angeregt über die Unterschiede diskutieren, aber der Kern bleibt identisch, die Grundwerte, wie wir sie heute kennen akzeptieren oder ablehnen.

      Beinahe vergessen, der Koran ist nach Definition nur ein solcher, wenn der in der Sprache des Propheten Mohammed verfasst ist. Jedoch wir dem oftmals widersprochen, sei die Sprache eigentlich unwichtig sonder nur die ehrliche Absicht ihn verstehen zu wollen. Auch hier zeigen sich große Unterschiede in den Glaubens-Schulen und -Strömungen.


      Sorry, ich habe mich hinreißen lassen :back
      † christus mihi vita mors lucrum †

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    • Thirk schrieb:

      Pit der Schreiber schrieb:

      .
      Meines Wissens haben die "Wikinger" die Runen nicht für "profane" Zwecke gebraucht.
      Aber die Erzählungen über die Götter waren ja auch nicht im eigentlichen Sinne profan.


      Nun ja, Runen wurden soweit ich das sehe sehr wohl für profane Zwecke /Mitteilungen genutzt - zB Nachrichten auf Holzstäbchen - in Isländischen Sagas wohl auch rúnakefli genannt.

      Zum einen das, zum anderen zeigt das bekannte Grafitto in der Hagia Sophia ("Halfdan ritzte diese Runen"/"Halfdan war hier"), dass Runen durchaus für überaus profane Dinge verwendet wurden.

      Außerdem gibt es da noch einige großartige Runenritzungen in der Maeshowe-Höhle.

      orkneyjar.com/history/maeshowe/maeshrunes.htm

      (Quelle: orkneyjar.com)
      Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.