Schwerttasche?

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    • Es ist zwar ne weile her aber ich lass meinen Senf mal ab.


      Die Szene aus "Last Samurai" ist mir bestens bekannt, und ich weiß aus gesicherter quelle das diese Tasche kein Transportmittel war. Sondern Geschenkverpackung.

      In dieser Szene schenkt Yokimura sein Samuraischwert dem Kaiser. Höchste Ehre also - daher auch diese aufwändige Verpackung.

      So jetz schlag ich einen Bogen um die damls gern geglaubte Scheibe - in den Westen.

      Hier kam es zwar auch gelegentlich vor das man Schwerter (ehr 18 Jhdt bis Ende 19 Jhdt -geschätzt nicht drauf festnageln) verschenkte - so tat man dies vermutlich in einer Truhe oder unverpackt.

      Zum Thema Transport sieht man das ganze am bessten im Film "Königreich der Himmel" als Balian durch die Wüste nach Jerusalem geht.
      Gut - er war nicht unbedingt in einer stadt, und wenn doch trugen fast alle eine Waffe - daher war es auch blödsinnig sie gegen Zugriff zu sichern.


      Möchte man heute ein Schwert zum beispiel zu einer VA transportieren und es "mittelalterlich" machen: Man baue eine kleine Kiste und mache da einen Schulter Gurt dran und Überwirf riegel mit vorhänge Schloß.

      Just my 2 pieces...
    • Nunja ich hab das Thema schon lange verworfen und es modern gelöst (Angeltasche) zum Tema Schwert auf VA würde ich ein scharfes Schwert wohl kaum mitschleppen und ein stumpfes ist nach WaffVwV ohnehin nicht als Waffe einzustufen. Von daher dürfte ein Friedensband genügen um den Marktfrieden zu wahren. Die Kiste dürfte nach kürzester Zeit äußerst unbequem werden
      wer fechten will der sall haben eyn hertz alsz eyn lewe vnd sall al so schar seen alsz eyn valck vnd sall also behende syn alsz eyn vogel. Hs. Best. 7020 W.150

      vulgus amicitias utilitate probat. Ovid

      Gelobet sei der Herr, mein Hort, der meine Hände lehrt streiten und meine Fäuste kriegen. Psalm 144.1
    • Also Katanas wurden in Stoffhüllen aus Seide oft auch aufbewahrt.

      Aber das man damals in Städten generell bewaffnet herumlief halte ich für ein Gerücht. In vielen Städten war es sogar verboten.
      Da man aber Standesträgern das tragen von standessymbolen nicht verbieten konnte oder wollte, gab es einiges an Kompromissen. Einer war zum Beispiel, das der Ritter sein Schwert nicht selber trug sondern tragen lies. Das Schwerter auch Geldanlagen waren und auch damals schon Diebe und Halsabschneider unterwegs waren ist es durchaus möglich, das man die Waffe nicht jedem Schaulustigen präsentierte.
      Übrigens ein weitere Kompromiss für Ordensritter war zum Beispiel das Symbolische stumpf schlagen des Schwertes. Danach durften sie auch mit Schwert in eine Kirche.
      Bono Mellius