Schottische Schmiede Armourclass

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    • Schottische Schmiede Armourclass

      So, damit hier nicht behauptet wird, der Trinitatis kann nur gscheid daher redn und hat keinen Dunst von Schwertern hier mal ein "Langzeit" Testbericht über mein Armourclass Schwert welches ich seit guten 3 Jahren im Dauereinsatz habe.

      Hersteller: Schottische Schmiede Armourclass
      Modell: Viking Sword Order Code VS1 / Viking sword 10th - 11th Century with five lobed pommel.
      Klassifizierung: Wheeler/Oakeshott Typ V
      Gesamtlänge: 94 cm
      Klingen-länge: 76,5 cm
      Griff-länge: 12 cm
      Verjüngung: von 49 mm am Parrier auf 25 mm am Ort
      distale Verjüngung: von 4,3 mm am Parrier auf 2,9 mm am Ort
      Gewicht: 1238 Gram
      COP1: 23 cm vor dem Ort
      COP2: 5 cm hinter dem Parrier
      Härte: keinen Dunst aber so das härteste was ich bisher in Händen hielt.
      Balance Point: 14 cm vor dem Parrier
      Preis: 180 Englische Pfund

      Trotz des hohen Gewichtes von 1238 Gram bei 94 cm Gesamtlänge ein sehr sehr führiges Schwert. Wie es sich für ein Hiebschwert gehört sitzt der Balancepoint sehr weit vorne, was dem Schwert eine gute Kontrolle und gute Schlagwucht bei sehr geringem Kraftaufwand verleiht. COP 1 und 2 sitzen da wo sie hin gehören, vor allem COP1 sitzt wunderbar dort wo die Treffer gelandet werden und die größte Effizienz des Schwertes liegt. Das Schwert wird im REW eingesetzt, wo nicht gewollt Klinge auf Klinge geschlagen wird, da wir mit Schilden blocken, dennoch werden hin und wieder Schläge mit der Klinge genommen und diese sind mit guter Grundhärte ausgeführt. Wie man sieht hat das Schwert nicht eine einzige Scharte abbekommen, wo hingegen Klingen von Bins, Albion, NP, Schmiedeteufel etc. deutliche Scharten aufwiesen. Die Verarbeitung ist sehr sehr gut. Selbst nach 3 Jahren Gebrauch wackelt oder klappert gar nichts, weder Parrrier, Griff oder Knauf. Auch die Lederwicklung ist nach 3 Jahren noch tadellos und wunderbar griffig. Ob das Schwert Handgeschmiedet ist oder in Maschineller Fertigung entsteht weiß ich nicht aber das ist mir auch wurscht Hauptsache das Schwert ist gut. Der Knauf ist selbst redend vernietet. Die Klinge schwabbelt bei schlechten Treffern nicht nach und die Handgelenke werden dadurch geschont. Die Klinge ist aber dennoch flexibel genug um bei harten Stichen nach zu geben.

      So hier noch ein paar Fotos:

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      So und nun bin ich auf die Diskussion hier gespannt.

      LG Dani
      Händler Darstellung um 900- 920 Region Birka und Handelswege.
    • Trinitatis schrieb:

      Härte: keinen Dunst aber so das härteste was ich bisher in Händen hielt.
      ...
      ...
      Wie man sieht hat das Schwert nicht eine einzige Scharte abbekommen, wo hingegen Klingen von Bins, Albion, NP, Schmiedeteufel etc. deutliche Scharten aufwiesen.


      Klingt logisch. Der härtere Körper dringt in den weicheren ein. Deswegen kämpfen wir nur mit zueinander passenden Waffen, also ähnliches Gewicht und ähnliche Härte, am besten vom gleichen Schmied. Auf diese Weise benutze ich auch glücklich seit 4 Jahren ein Paul Chen Schwert. Aber der Trend scheint ja zum immer härteren Schwert zu gehen.

      Ansonsten gefällt mir das Schwert sehr gut. die 1300 Gramm pro Meter habe ich für gotische Schwerter als ideal befunden, bei Spathas sagt man normal immer 1 Kilo, wobei die Schaukampfausführung ja sowieso auch etwas schwerer ist, also passt das schon. Den Balancepunkt finde ich auch erfreulich. Ich habe schon Wikingerschwerter in der Hand gehabt die ausbalanciert waren wie italienische Renaissance Stoßschwerter...

      Und überhaupt, hübsch ist es, wenn auch eher schlicht, aber das ist ja modern. Wie viel kostet denn das Porto aus Schottland? Aus Tschechien 20€, aus Amerika nochmal der Einkaufspreis, müsste ja irgendwo dazwischen liegen...
    • Es scheint Handarbeit zu sein, -der Auslauf der Kehle am Parier ist nicht sauber ausgeschliffen, man sieht die Schlagspuren, auch ein paar Restzundernarben ? sind ja zu erkennen (wenns kein Lochfraß ist, was ich nicht glaube)
      Einzig die Stelle in der Schneide würde mir Sorgen machen, wenn´s sehr hart ist. [url]http://www.abload.de/image.php?img=dscn5075v3p5c.jpg[/url] letztes Viertel
      Ist zwar ein wenig grob geschliffen mit ner 40er Körnung, aber was solls. Bei dem Preis durchaus sehr akzeptabel.
    • @ Wilfried, ja das sind Zunderlöchlein die man da sieht aber die entstehen wenn man die Klinge auf Härtetemperatur fährt ja auch, einzig das letzte Stück der Klinge(wo sie in die Angel übergeht) ist ein Indiz auf Handarbeit, aber wie gesagt auch wenn die klinge Maschinell hergestellt wurde ist mir das Wursch da sie wirklich super ist. Ich weiß nicht was du meinst mit Querschleifen, es kann sein dass die leichten Schleifspuren auch daher stammen dass ich das Schwert hin und wieder mal lit nem Rost Radierer entroste, und wenn es erforderlich ist auch in Querrichtung... Aber vielleicht könntest du die Stelle die dir Sorgen bereitet mal irgendwie markieren. Das Schwert wurde erst vor kurzem wieder wieder gekrönt und da sind laut Röntgendoktor keinerlei Haarrisse etc. zu erkennen, und der sollte sich auskennen, der Röntgt Tag Täglich Schwerlastkranen.

      @ Lotlbolt, schon klar dass die härtere Klinge in die weichere Klinge eindringt und diese somit zerstört...
      Ich habe keinen Dunst was das Porto nach Deutschland kostet, das Schwert gibt es auch bei deutschen Anbietern zu kaufen, allerdings nicht für 220€ Ich glaube dass ich damals 280€ dafür bezahlt habe. In einem Gruppen internem Training macht das kämpfen mit annähernd gleichen Klingen auch Sin, spätestens dann wenn du auf der ersten freischlacht warst kannst du mit deinem Chen Schwert Bäume SÄGEN da es voller Scharten sein wird. Für eine Replik ist das Schwert natürlich viel zu schwer gar kein Thema, allerdings würde ich mal behaupten, wenn es scharf ausgeschliffen währe, dann läge das Gewicht unter einem KG. Natürlich hätte man das auch mit einer breiter ausgeführten Hohlkehle bewerkstelligen können, aber das wurde es nun mal nicht. Wichtig für mich ist dass es führig ist! Und das ist es. Jup ich mag auch lieber kopflastige Hiebschwerter als Hiebschwerter mit einem Balancepunkt wie Stoßschwerter, was allerdings immer mehr und mehr in Mode kommt da die Leute ihre Klingen nicht mehr beherrschen.

      Ja das Schwert ist schlicht gehalten, wieso sollte ich mir für den Kampf denn auch ein Prunktschwert zulegen? Wär doch viel zu schade drum...

      LG Dani
      Händler Darstellung um 900- 920 Region Birka und Handelswege.
    • Also, diese "Zunderlöchlein" entstehen nicht beim Härten, die gibts, wenn man ne Klinge "totschleift" und die tiefen Narben nicht ganz rauskriegt . Nur dann sollte man auch bis zum Ende schleifen und nicht das Klingenfinish nach dem Zusammenbau machen :-)

      Ansonsten, wenn die Klinge regelmäßig geröntgt wird, alles in Ordnung. Es ist eben ein Schaukampfschwert der Klasse 200-300€, und davon nicht das schlechteste. Vielleicht hat der Hersteller ja sogar bewußt nicht alles gaaaaanz sauber geschliffen, um die Handarbeit /Warmarbeit zu zeigen.

      Und vom Rostradierer kommen die Streifen nicht, das ist Bandschleifer quer. Aber , fachlich soweit korrekt. Da ich keine Schwerter mache, will ich mich auch nicht weiter dazu äußern. Allerdings fast 3x so teuer wie die Arbeit vom Schmiedeteufel
    • Allerdings auch min. 3 x so gut.

      Auweia, gehen die Sticheleien schon wieder los?

      Schöner Beitrag übers Schwert, aber bitte nicht wieder mit zanken anfangen.

      Die Härte des Schwertes wäre ja schon interessant, bekommt man sicher irgendwie übers Internet raus.
      :wiki1 Ein echter Wikinger wärmt sich am Eisblock :wiki1
    • Den Härteverlauf in der Klinge wird man höchstens nach dem ruch ermitteln können. Es scheint , was das angeht, ein gutes Teil zu sein, sonst würde es nach 3 Jahren gelegentlichem Klinge auf Klinge nicht mehr so aussehen oder gebrochen sein. Nicht allein die Härte sondern auch die Elastizität sind ja interessant. Also wie weit kann ich den Stahl ohne bleibende Verformung dehnen. Beispiel Gummi:
      Auf ein Gummischwert kannste einprügeln wie Du willst, keine Macken und kein Bruch, aber schwabbeln ohne Ende. Das soll dieses aber nicht tun, sondern Macken in die anderen Schwerter hacken. Was ja für die eigene Gesundheit nicht förderlich ist, gefährdets doch einen selber und nicht den "Gegner".
      Aber das alles steht nicht zur Debatte, dieses Teil scheint preiswert zu sein, denn es hält, ist gut ausgewogen und sieht nicht schlecht aus.

      Wie das Teil im Griff aussieht,- angeschweißte weiche Angel, angeschmiedete Angel, beim Härten geschützt oder was auch immer, werden wir hoffentlich nie erfahren, denn dazu müßte es kaputt gehen. Und das wünscht wohl keiner dem Trinitatis.
    • So, man kann ja im Netz ne Menge finden ;-)
      Auch das Datenblatt zum verwendeten Stahl:
      [url]http://www.dew-stahl.com/fileadmin/files/dew-stahl.com/documents/Publikationen/Werkstoffdatenblaetter/Baustahl/1.5026_de.pdf[/url]
      Herausgegeben von den Deutschen Edelstahlwerken..
      Danach liegt die geschliffene Klinge bei ~ 60 HRC am Rand und 35 im Kern, was ein sehr schöner Härteverlauf bei Klingen ist, macht es sie doch elastisch und wenig bruchanfällig. Ist ja auch ein Federstahl.
      Aber wie gesagt, erst nach dem Bruch zu verifizieren, also hoffentlich nie
    • Wie hart die Klinge wirklich ist weiß ich nicht, auch muss die Klingenhärte nicht der, der "Schneide" entsprechen. Ein Trainingspartner von mir hat ein Gutes Schwert das mit 54 HRC angegeben ist (Ne Bins Klinge) und ein anderer ein Albion welches mit 53 HRC angegeben ist, beide sind schartig von dem meinen. Somit stimmt entweder die Angaben der Schwerter meiner Trainingspartner nicht (Was ich allerdings bezweifel) oder das meine ist einfach härter als 50 HRC. Und wie gesagt es ist Flexibel genug um bei harten Stichen nach zu geben. Wie weit ich die Klinge jetzt biegen kann weiß ich nicht hab ich noch nie probiert und ich muss das jetzt auch nicht testen. Wenn das Gute Stück eines Tages wirklich brechen sollte, dann werd ich natürlich den Griff abnehmen und hier nachtragen ob die Angel aus einem Stück ist etc. aber ich gehe stark davon aus.
      Klinge auf Klinge kommt in jedem Training mehrmals vor, ist aber natürlich nicht die erste Wahl da wir alle mit großen Rundschilden bewaffnet sind und der Schild natürlich erste Wahl ist... Auch wird auf Axtköpfe oder Speerspitzen geschlagen wenn diese einem im Wege sind. Das Kovex (alte Fertigung) von nem Trainingspartner Schaut nach 3 Jahren echt böse aus.

      Wilfried, ja Geschmacksache aber nicht NUR !

      LG Dani
      Händler Darstellung um 900- 920 Region Birka und Handelswege.
    • wer sich nicht selbst um den Import von AC kümmern will , kann beim Tobi von der Schildwerkstatt auch AC Waffen erwerben.

      schildwerkstatt.de/epages/6243…ries/Assortment/Schwerter

      Mein erstes Schwert war ein Gotisches AC mit dem ich sehr zufrieden war . es wird heute nach über 7 Jahren noch gekämpft , zwar nicht von mir aber es ist immer noch im Einsatz.
    • Nur eine einzige Frage: Warum hat´s so lange gedauert, bis jemand anderes mal was geschrieben hat? Wie schön, daß das Testberichteforum nun endlich mal ins Rollen gekommen ist.

      Eine kritische Anmerkung muß ich noch machen: Einmal kann man ein Schwert dieser Klasse nicht ernsthaft mit einem Schwert für 99,- vergleichen und zum anderen bekommt man bei Schmiedeteufel für 280,- bis 300,- durchaus ein Schwert nach individuellen Wünschen mit den von Dir aufgeführten Spezifikationen. Hinzu kommt noch Fertigung in Deutschland und ein sehr schneller Service bei Problemen. Allerdings ist Armourclass natürlich auch ein verdammt guter Name und gehört nicht ohne Grund in die gefühlte Oberklasse.

      Auf der anderen Seite bewegt man sich mit Schwertern dieser Preisklasse wie schon angemerkt in Fechtkreisen, die Wert auf sauberes Treffen und nicht auf spektakuläres Parieren legen, da dürfte sich die Schartenbildung eh in Grenzen halten.

      Für die meisten Anfänger sind aber bereits 150,- schon eine Menge Geld, wenn sie sich noch nicht sicher sind ob sie das Ganze in einem halben Jahr noch machen.

      Armourclass ist was anspruchsvolles für Fortgeschrittene und Kenner, ohne Zweifel. Wenn einer Schmiedeteufel aus welchen Grund auch immer nicht will, würde ich ihm auch Armourclass empfehlen.

      Die Teile von der Schildwerkstatt hatte ich auch schon in der Hand und ich muß sagen: "Fein"
      "I am Jake Featherstone, and I am here to tell you the truth!" Von Wem? 8)
      "Einmal mehr ist die "üble Nachrede" vermeintlicher Gegner nicht halb so rufschädigend, wie das peinliche Auftreten der wohlmeinenden Freunde." Ralf Hüls
      "Tu ma lieber die Möhrchen, weil Schokolade is nich A!" Jonny Robels
      "Rohrblattex -> Auch Du kannst wieder ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft werden!"
    • Leider noch mat OT :rolleyes:

      H.v.Tronje schrieb:

      und zum anderen bekommt man bei Schmiedeteufel für 280,- bis 300,- durchaus ein Schwert nach individuellen Wünschen mit den von Dir aufgeführten Spezifikationen.
      Und wer, wie Ich als "chronisch abgebrannter Schlagzeuger", seinen Bronze/Messing-Beckenschrott in Zahlung gibt, bekommt einen Preis der mehr als angemessen ist. Bei Online-Shops und Massenproduktionen ist das undenkbar. Und man weiß, wenn man auf ein Wiki mit Messingknauf trifft, da ist Musik drinn, kein Handkääs. 8o
      Greez, WvE
      Es ist nicht wenig Zeit die wir haben, es ist zu viel Zeit die wir nicht nutzen :badewanne
      LARP für Einsteiger

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wolfgang von Elm ()