Hundewolle

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    • Hallöchen ihr Lieben,

      ich habe mal wieder ein paar Fragen. Und zwar möchte ich mich in naher Zukunft mal an Hundewolle versuchen, die 'normale Schafswolle' bekomm ich mittlerweile schon sehr gut hin.
      Ich habe mit einem Hundesalon bei mir in der Stadt geredet und die nette Dame war ganz angetan davon und sammelt jetzt fleißig für mich! ^^

      Und jetzt wollte ich mal wissen, ob da schon jemand Erfahrungen mit gemacht hat und auf was man achten sollte. Wie ist das mit dem Kardieren (hab mal zwei Handkarden bestellt)? Verzwirnen sollte man ja auch? Und natürlich möglichst lange Haare aus dem Unterfell, das ist klar...

      Danke schonmal im Vorraus! :hammel
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    • Soviel ich weiss gehen Pullover aus Hunde oder Katzenhaaren meist beim Waschen wieder auseinander
      "Eigentlich werden die meisten Heere von den jeweiligen Unteroffizieren geleitet.Die Offiziere sind nur dazu da, der ganzen Sache etwas mehr Stil zu geben und zu verhindern,dass der Krieg in eine Art banale Massenschlägerei ausartet."(Terry Pratchett - Scheibenwelt-Romane)
    • Es kommt drauf an welcher Hund es ist,... ich durfte mal so einen Flokatidingens verspinnen, das hat sehr gut funktioniert und hat auch gehalten, im Gegensatz zu Labrador, Howaward (oder wie auch immer die heißen), das war megemühsam und hält nicht wirklich.... Hundehaare sind auch wenn sie wellig sind von der Oberfläche her sehr glatt (das ist auch der Grund, warum man z.B. asiatisches Haar zwar flechten aber nicht spinnen kann) solch glattes Haar hat nicht genügend Mögliche Reibungspunkte um sich aneinander zu verhaken und lässt so wieder ausseinander (z.B. beim Waschen)... Evtl. könnte mal solch Haar chemisch aufschließen, damit es besser verarbeitbar ist, solange man aber so viel andere spinnbare Materialien bekommt, würde ich mir die Arbeit nicht machen. ... Mit Hundehaar kann man z.B. gut Matratzen stopfen, sofern einen der Gestank von nassem Hund dann nicht von einem gesunden Schlaf abhält.
      Darstellungszeitraum: 1475 (Süddeutschland)



    • Ja ich glaube da hast du recht, Hummelchen, es wird wahrscheinlich einfach der Art des Hundes liegen. Ich denke deswegen gehen auch manche wieder auf beim Waschen? Wobei bei einer guten Handwäsche dürfte da doch nichts groß passieren...

      Wenn es gar nicht gut hält, kann man die Harre ja auch noch mit Schafswolle oder Ähnlichem mischen...
      ABer dei so mancher Rasse glaube ich schon, dass es gut funktioniert (zB Pyrinäenberghund, die sehen so schon aus wie Schafe ;) )

      Ich habe gehört, dass der 'Nasse-Hund-Geruch' gar nicht von den Haaren kommt, sondern vom Hund direkt (Haut oder so). Das gilt es zu erproben!
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    • Bei Hunden hab ich jetzt keine eigenen Erfahrungen was Geruch der Wolle bei Nässe angeht - aber wenn ich meine Wollstoffe vor der Verarbeitung noch mal wasche, duftet immer die ganze Bude nach nassem Schaf. Und die Wolle hat garantiert schon lange die dazugehörige Haut nicht mehr gesehen... :D

      Verspinnen würde ich persönlich eher die ausgekämmte Unterwolle vom Hund, nicht so sehr die abgeschnittene mit den glatten Deckhaaren. Wenn Du also Leute mit langhaarigen Hunden kennst, laß Dir doch die ausgekämmte Wolle sammeln.
      Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist. (Konfuzius)
    • ber sennenhunde und belgische schäferhunde haben ganz tolle unterwolle unter den haaren. vielleicht kannst du über den verband adressen von hundebesitzern in deiner nähe bekommen. ich hatte bei meinem sennenhund damals monatl. mind. 1 große einkauftüte.
      viel spaß :hammel
      HB
    • Ich glaube das kommt auch darauf an, was für Futter der Hund bekommen hat.
      So wie die Hunde stellenweise ja unterschiedlich stark riechen.
      Von einer Freundin habe ich einmal Huskywolle bekommen, weil ich dachte das würde die Katzen abhalten meinen Feldsalat im Garten voll zuk*****n.
      Aber da die Haarbeutelchen die aufhing, überhaupt nicht gerochen haben, war die Aktion sinnlos.
      Es "stinkt" nicht jeder Hund.
      Evtl ist es sinnvoll nur von bestimmten Hunden sammeln zu lassen.
      Versponnen habe ich auch schon Hundehaar,aber verarbeitet habe ich es noch nicht.


      Ich habe wunderbar silbernes Haar - ganz selten - soll ich Dir das sammeln ? ;) Nee Menschenhaar verspinnt sich nicht.

      Toll ist Angora ! Sieht beim spinnen ganz unscheinbar aus,flauscht aber beim stricken wunderbar auf. Beides hat allerdings nix mit MA zu tun.
      Neue Seite mit Blog : zeitensprung-handweberei.de
    • Bisher habe ich immer gelesen, daß man bei Hunden nur ausgekämmte Haare nimmt und nie geschorene. Die Haare sollten möglichst lang sein, also Labrador würde ich gar nicht erst versuchen - Golden Retriever ginge vielleicht.
      Andere Rassen die sich anbieten sind Husky, Neufundländer,... eben alles, was Unterwolle hat.

      Selber habe ich schon Schäferhund und Chowchow versponnen und gemerkt: Schafwolle zu verspinnen ist einfacher!
      Das Schäferhundgarn ist schön weich; ich habe es mit Schafwolle verzwirnt und noch nicht weiterverarbeitet.
      Das Chowchowgarn hält nicht so gut und ist auch nicht so flauschig wie es am Hund aussieht. ;)

      Riechen tut beides nicht mehr.
      Im Gegenteil: das Chowchowgarn habe ich mit einer Feige-irgendwas-Spülung behandelt und duftet jetzt eher nach der Spülung! :D

      PS:hier gibt es ws zu dem Thema: handspinn-forum.de/forum/viewtopic.php?f=56&t=295
    • Ich sammle die ausgekämmte Unterwolle unseres Maine-Coon-Katers - die ist so herrlich weich und steht Angora in nichts nach!
      Das Problem ist da wohl eher die Menge, die die Katze freiwillig abgibt, zumal unser Filzknäuel sehr kämmunwillig ist.
      Aber ich gebe nicht auf uns sammle weiter!
      ( und bis ich genug zusammen hab, beherrsche ich dann auch das Spinnen.)
      "It is no bad thing to celebrate a simple life."
      (Bilbo Baggins)
    • Bekannte haben zwei Eurasier. Die haben sehr viel Unterwolle und Hunde, wie auch die Wolle riechen nicht nach Hund, auch nicht im nassen Zustand.
      Bei zwei Hunden im Fellwechsel, täglich ausgekämmt, kommt schon ordentlich was an Wolle zusammen.
      Laut Angaben sind die nadelgebundenen Socken aus dieser Wolle derart warm, dass man sie am besten nur bei unter -10° trägt.
      es grüßt herzlich
      Karin
      __________________________
      www.IG-FrueHer.de
    • Katharina de Lo schrieb:

      Verspinnen würde ich persönlich eher die ausgekämmte Unterwolle vom Hund, nicht so sehr die abgeschnittene mit den glatten Deckhaaren. Wenn Du also Leute mit langhaarigen Hunden kennst, laß Dir doch die ausgekämmte Wolle sammeln.


      Genauso würde ich es auch machen, alles andere ist wie Popowolle vom Schaf und macht keinen Spaß. Was gut geht (gerade bei kürzeren Fasern) ist das Mischen der Hundewolle mit Schaf. Ich mache das mit Handkarden. Lässt sich gut verspinnen und gibt nen netten Effekt. Dass meine Hundewolle nun nach Hund riecht, kann ich nicht bestätigen (auch Eurasier).
    • Beim Hund im Fellwechsel lässt sich gezupfte Wolle auch ungekämmt *aus der Flocke* spinnen.
      Nach dem Verzwirnen waschen und dann riecht auch nix mehr.
      Auch nicht beim Spaziergang im Regen. ;)

      Hund ganz dünn ausspinnen, Socken aus Hundewolle Nadelstärke 2,5 mm begünstigen im *normalen* mitteleuropäischen Winter die Bildung von Schweißfüßen. :ups :schaem
      LG
      Fylgja

      ...unterstelle nie Bösartigkeit, wo Dummheit als Erklärung ausreicht.

      meine Seite: wollkommode.de
    • Ich habe zwei Altdeutsche Schäferhunde und somit im Fellwechsel immer jede Menge Haare, Haare und nochmals Haare.

      Kann man die Haare/Wolle dann wirklich direkt verspinnen, oder macht es einen Unterschied, ob man sie (wie Schafwolle) vorher wäscht und kardiert?
    • Ein Kindergartenkind von mir hat jetzt einen Monat lang die ausgekämmte Wolle ihres Lieblingshuskys gesammelt.
      Ich habe diese versponnen, verzwirnt und ihr ein Glückspulswärmer gestrickt für ihr erstes Huskyrennen.
      Das Spinnen ging mit kleinem Wirtel (am Spinnrad) sehr gut, ebenso das Zwirnen.
      Beim Waschen ist die Wolle schön fluffig geworden, aber es ist nichts auseinandergefallen.
      Stricken ließ sie sich sehr gut.
      Aber es war schon mächtig Arbeit.

      Beim nächsten Mal fürde ich mit Schafwolle in ähnlicher Weichheit und ähnlich langer Faser kardieren und dann spinnen.
      Manchmal war die Wolle schon recht "flupschig", darum brauchte ich auch den kleinen Wirtel, damit ich ordentlich Drall reinbekomme.
      "Beschäme den, der an Dir zweifelt. Enttäusche den nie, der an Dich glaubt"