gehörnter Moses

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    • Wo wir gerade so richtig "off-topic" sind ...

      Der Gott, der im alten Testament mit den hebräischen Buchstaben für JHV oder JHW beschrieben wird ist tatsächlich der Gott von Mose bis Abraham (also des kleinen Famlienclan, der von Ur aus durch die Wüste zog ins heutige Palästina/Israel zog). Er/Sie wird im deutschen entweder mit Jehova oder Jahwe (mit gehauchtem H) übersetzt. Das ist der "eine" im Alten Testament erwähnte Gott.

      Manche Theologen glauben, dass es noch einen zweiten Gott oder zumindest Gottesnamen im alten Testament gibt: ("El" bzw. oft interessanterweise in der Mehrzahl "Elohim"). Die zugehörigen Artikel in der Wikipedia sind relativ gut:
      de.wikipedia.org/wiki/Jahwe
      de.wikipedia.org/wiki/El_(Gott)

      Spannendes Thema.

      PS: Muss ich hier die Quellenangabe noch extra einsetzen?
      Ich bin keine Signatur ... ich mache hier nur sauber. :whistling:
    • El (אל - hebräische ist ja rechts nach links) is doch auch die Endsilbe für "Gott", oder? also Micha-el (מיכאל wer ist wie Gott), Raphael (רפאל -Gott heilt) oder Gabriel (גַּבְרִיאֵל Meine Kraft ist Gott).
      Igitur qui desiderat pacem, praeparet bellum; qui uictoriam cupit, milites inbuat diligenter; qui secundos optat euentus, dimicet arte, non casu. Nemo prouocare, nemo audet offendere quem intellegit superiorem esse, si pugnet. (Publius Flavius Vegetius Renatus; Epitoma Rei Militaris Libri IIII; Liber III, Abs.0; um 390)
    • Richtig.
      Zumindest ist damit eine göttliche Kraft gemeint.
      Ansonsten hat man in Namen oft die Silben / Laute Je, Jo, Ja, die Gott bezeichnen, so zB in der "Urfassung" meines Namens Jo-chanan (Gott ist gnädig, wie wahr ;) )

      Unter Umständen bezeichnet El weniger Gott als Person als vielmehr seine Kraft oder Macht, ähnlich dem Phänomen des Heiligen Geistes.
      Mit "Elohim! Oh! Elohim!" (Elohim = Mehrzahl von El) wird jedenfalls das Schutzengelheer (die Himmlischen Heerscharen) herbeigerufen; dieser Ausruf gilt in der Kabbalah als einer der stärksten Zaubersprüche, die nur im absoluten Notfall angewendet werden sollen.
      Ich mache niemals den gleichen Fehler zweimal.
      Schließlich gibt es noch so viele zur Auswahl!
    • Luzifer - Michael - JeHoVaH usw. - Wikingerzelt (um mit was Positiven zu enden)

      Ein bisschen klugscheissen: (für irgendwas muss es sich ja gelohnt haben, dass ich einige Jahre als Kind von Zeugen Jehovas gequält wurde):

      1. Tatsächlich sind die JZ so in etwa die einzigen die den "Erzengel" Michael mit "Jesus Christus" gleichsetzen; ist aber eine theologische Randfrage und bezieht sich vor allem darauf, dass die JZ die Trinität (Dreieinigkeit Gott-Vater, Gott-Sohn, Gott-Heiliger Geist) ablehen und deswegen Jesus Christus als erstes Geschöpf Gottes und wichtigsten und größten Engel ansehen. Und so passt dann das Bild "Erzengel" Michael in der Offenbarung des Johannes ganz gut auf Jesus Christus i. S. der JZ - weil dieser uns alle in Harmargedon mit dem Tode bestrafen soll...

      2. Luzifer - Lichtbringer - ein in der jüdisch-christlichen Myhtologie benutzter Titel für den später abgefallenen Engel, der zum Satan, Teufel wurde (beides ebenfalls telling Names - Lügner, Widersacher oder so.

      3. Das hebräische Tetagrammaton JHVH für (den/einen) Namen Gottes ist eben aufgrund der Tatsäche, dass Hebräisch zunächst keine Vokale kannte (später kamen zu den Buchstaben - Konsonanten - des hebr. Alphabets Vokalzeichen hinzu), nur eine Konsonantensammlung, theoretisch ist also alles möglich: Jahav, Jehev, Jihiv usw. usf. Die überlieferte Kurzform Jah (Psalmen/Psalter) deutet auf Jahve hin. Niemand weis dass heute mehr. Sicherlich falsch ist "Jehova(h)" da dies ein eindeutiger mittelalterlicher Fehler ist: Die jüdische Tradition verbot relativ schnell die Aussprache des Gottesnamen Jhvh und um auch ja nicht versehentlich den Namen laut vorzulesen, wurde bei Einfügung der Vokalzeichen durch die jüdischen Schreiber nicht die damals noch bekannten Vokalzeichen für den Gottesnamen eingetragen, sondern die Vokalzeichen für das vorgeschriebene Ersatzwort (den Titel) Elohim. Nun konnte das der römische-katholische Mönch im ausgehenden Mittelater bei der Übersetzung/Übertragung des hebräischen Textes ins Lateinische ja nicht wissen, der hatte entweder alle in seinem Gebiet lebenden Juden ermordet oder aber er fragte sie nicht nach solchen Sachen... So wurde dann das Jhvh mit den Vokalen aus Elohim zu "JeHoVaH". Die JZ benutzen also einen total falschen Namen, haben das lange geleugnet und meinen heute, egal,... In ihrer typischen Doppel"moral" verdammen sie zwar praktisch jeden Mönch/Christ auf dieser Erde, aber diesen Fehler der "Christenheit" übernehmen sie dann doch ;)

      4. So, jetzt wieder zu positiven Dingen: Mein Wikingerzelt ist bald fertig: Juchu!
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      "Leihet dem Lied Lautlos Andacht, ..."
      (Erste Zeile der Völuspá)


      www.bergthor-yngvasson.de
    • ...um wieder on topic zu kommen...

      ...möchte ich das anfängliche Thema nochmals aufgreifen :) ...

      Okay okay, is´ zwar `n halbes Jahr her, als dieses Thema gestartet wurde, man möge mir verzeihen, aber ich bin erst seit gestern (30.07.13) hier bei Euch dabei :bye01 ...

      Falls das Thema noch von Interesse ist, komme ich mal mit einer vollkommen kontroversen Deutung der 'gehörnten' Angelegenheit (in meinem Profil unter 'Hobbys' könnt Ihr vielleicht bei einigen der dort gemachten Angaben nachvollziehen, warum ich die hier vorgebrachten Deutungen so NICHT stehen lassen möchte (und dabei wollt´ ich mich für heut´ längst ausloggen aber bin sozusagen über diesen Thread gestolpert. Daher auch nur ganz kurze Hinweise (weil ich mich alsbald für heute verabschieden will)... Ich bekomm´s ja mit, falls irgendwer auf meine Einlassung wieder auf dieses Thema einsteigt... und dann wird in weiterer Zukunft immer noch Zeit sein, auf Eure Einlassungen (sofern sie noch kommen) einzugehen...

      (Weil ich´s jetz´so kurz wie möglich machen will, kann das Folgende etwas schroff klingen, aber so isses NICHT gemeint, sondern KURZ, KNAPP und SCHMERZFREI und dient somit nur der Diskussionsanregung...

      a) Mose ist neben Jesus NICHT der einzige, der mit Hörner dargestellt wurde!
      Es gibt chinesische Originale aus der ERSTEN Kaiserzeit (nachzulesen in dem Buch "Unsere Lehrmeister aus dem Kosmos" von S.E Waxmann); dort wird der ERSTE chin. Kaiser/Begründer der Dynastie) ebenfalls als GEHÖRNTER dargestellt (im genannten Buch auch abgebildet). Zu beachten ist folgendes: Die chinesischen Darstellungen sind weitaus älter als alle Darstellungen eines Moses oder Jesus. Und doch sind sie mit Michelangelos Moses-Darstellung absolut identisch. Das ist kein Zufall!

      b) Mose wird neben Hörnern auch ersatzweise mit zwei Lichtstrahlen dargestellt ,die an jener Stelle, wo die Ansätze der Hörner sind, aus dem Kopf treten und in gerader Linie in den Himmel schießen. Die Bedeutung der Strahlen und der Hörner ist identisch!

      c) In fast allen Mythologien dieser Erde gab es sog. Lichtgestalten, welche wahlweise mit Hörnern oder Lichtstrahlen dargestellt wurden.

      d) Auch Kelten und Wikinger kannten den "gehörnten" Helm. Im gewöhnlichen Leben (bleiben wir jetzt mal bei den Wikingern) hat der Krieger keinen Hörnerhelm getragen, das wissen wir alle, aber es gibt den (oder die) archäologischen Funde eines gehörnten wikingischen Helmes aus Kupfer, welcher, wie die Wissenschaft sich einig ist (na endlich mal :D ), nur und ausschließlich für rituelle Zwecke verwendet wurde.

      Stellen wir uns nun mal `nen Wikinger bei einer rituellen Handlung vor, wie er diesen Helm trägt (und nun bitte richtig die Phantasie hochfahren!) und denken uns jetzt ausschließlich den Helm weg und lassen nur die Hörner stehen, könnte dieser Wikinger auch jener Moses aus Michelangelos Darstellung sein, also ein Mensch, welchem Hörner aus´m Kopf wachsen. Genau wie bei Moses, genau wie bei Jesus, genau wie bei dem chinesischen Dynastiebegründer...


      Dieses muß und hat einen ganz bestimmten Hintergrund, der jenseits aller theologischen und somit hinkenden Erklärungsversuche der Theologen liegt!
      Wenn man die wahre Hintergrundbedeutung dieser über viele räumlichen Grenzen und auch Mythologiegrenzen hinweg identischen Darstellung kennt, seien es nun Hörner oder Lichtstrahlen, ist es recht einfach zu verstehen, warum diese Darstellung mehr oder weniger in Europa und Asien (und auch bei den ein oder anderen untergegangenen Andenvölkern - aber jenseits des Atlantiks hab´ ich nicht mehr so genau recherchiert) anzutreffen ist.

      Um jetzt endlich die (mehr oder weniger in der Renaissance verlorengegangenen) Bedeutung anzusprechen: Jene Menschen (kommen wir jetzt wieder zurück auf Moses und/oder Jesus) wiesen eine geistige Fähigkeit auf, welche jedem Menschen, der sich nur auf äußere Dinge in seinem Leben konzentriert (also mit den Händen berührbare Materie), NICHT zueigen ist, NICHT zueigen sein kann (denn er verlegt seine Konzentration NICHT auf seine [zweifelsohne vorhandene] innere spirituelle Welt ~ und läßt in diesem Fall die äußere Welt unbeachtet):


      Die Fähigkeit des zweifachen Denkens. Und hier wird´s schwierig für Menschen, die sich in ihrem Leben nicht damit befaßt haben. Was ist mit zweifachen Denken gemeint?
      Das Gehirn eines Moses (eines Jesus, eines keltischen Druiden, eines ägyptischen Hohepriesters [Moses war als Ägypter ein Eingeweihter in die ägyptischen Mysterien]) war in der Lage zwei verschiedene geistige Themen gleichzeitig zu bearbeiten, d.h. heißt gleichzeitig zu (be)denken. Für sein wahrnehmendes Bewußtsein hörte es sich so an, als würden im Gehirn zwei Stimmen gleichzeitig sprechen!!!!!

      Die Ihr das jetzt lesen solltet, werdet jetzt gleich fragen "Und wofür soll so ein Quatsch jetzt gut sein :kopfhau "; Ihr möget bitte nich´ vergessen, WER jene Personen waren, die derartige Fähigkeiten aufwiesen. Und was sie der Welt damit gebracht haben (Moses = Altes Testament/Jesus = Neues Testament). Und wer jetz´ auf dem AT herumhacken möchte, sei an unser Hobby erinnert: Das Mittelalter! In jenen angeblich dunklen Zeiten lebte eine Frau, die für mich die interessanteste Frau des gesmaten MA ist (wenn man sich mal genauestens mit ihrem Leben und ihrem gesamten Werk befasst): Hildegard von Bingen! In ihrem letzten Werk (LIBER DIVINORUM OPERUM ~ Vom Wirken Gottes) hinterläßt sie uns einen erhellenden Satz bzgl. des AT und NT: "Das Alte Testament gleicht dem Winter, welcher die Saat birgt; das Neue Testament gleicht dem Sommer, in welchem die Saat aufgegangen ist"

      Puuh Leute, ich wollt längst was anderes erledigen (aber das Thema reizt mich sooo sehr, daß ich nich´ drumrum kam, hier einzusteigen), aber jetzt ist für heute endgültig Schluß; ich denke Ihr Lieben habt genug zum 'hirnen' ~ und ich werd´ ja sehen was für Reaktionen kommen... :bye01 ...tschühüß für heut´

      Euer

      Roland von Kranenburg
      " Mittelerde ist KEINE imaginäre Welt ! "

      John Ronald Reuel TOLKIEN
    • weiterer Lesetip hier in unserem Forum :)

      Danke erstmal für´s Lob BabbsaggMoe (wat iss´n det eijentlich für´n Name ?( ?( ?( )...

      ...Hätte eher ablehnenden Widerspruch erwartet, als:
      wow...sehr interessant. vielen dank für diese ausführliche erklärung

      Vielleicht noch ein kleiner weiterer Hinweis auf jenen thread hier (unter anderem Beitrag 7 von Petrus von Oeffingen):
      [url='http://www.mittelalterforum.com/index.php?page=Thread&threadID=2887']Gespreizte Finger[/url]

      Die gespreizten Hände, welche die jüdische Hohepriesterkaste (bis zurück zu Moses und Aaron) bei rituellen Handlungen und Begrüßungen benutzte und benutzt, symbolisiert dasselbe wie die Hörner auf dem Kopf; als Begrüßung eines Gleichgestellten innerhalb der priesterlichen Kaste bedeutet es (salopp ausgedrückt) ungefähr:

      "Hey Bruder, ich grüße Dich, der Du auch [wie ich] mit der rechten Hirnhälfte denken kannst."

      Die in dieser Denk~Technik nicht bewanderten Menschen denken ihre Worte ausschließlich nur mit ihrer linken Hirnhälfte (der sog. ratio).

      Der kontrovers diskutierte US~amerikanische Hirnforscher Julian Jaines kam bei seinen Arbeiten (er hat auch ein Buch darüber geschrieben) zu der Auffassung, daß der Mensch bis vor 2 oder 3 Jahrtausenden in der Lage war mit seiner rechten Hirnhälfte göttliche Stimmen zu vernehmen. Eine Fähigkeit, die in den letzten Jahrtausenden immer weiter verkümmerte und heute nur noch durch Intuition wahrnehmbar ist. Jaines kommt zu dem Schluß, daß durch diese damalige Fähigkeit die verschiedenen Religionen entstanden sind...
      (... nur daß diese Fähigkeit nicht wirklich :nein verloren gegangen ist; man kann sie (in den entsprechenden Geheimgesellschaften :thumbsup: immer noch erlernen [so wie das die damaligen Priester auch erlernen mußten]...)


      Es grüßt Dich :bye01

      Roland von Kranenburg
      " Mittelerde ist KEINE imaginäre Welt ! "

      John Ronald Reuel TOLKIEN