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Wikinger-Frauen als Kriegerinnen bei Eroberungsfeldzug

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    • Wikinger-Frauen als Kriegerinnen bei Eroberungsfeldzug

      huscarl.at/kurznachricht_zeigen.php?id=899


      (Quelle: huscarl.at/kurznachricht_zeigen.php?id=899)


      Und nu? Könnte noch interessant werden, was da wie interpretiert wird. :D


      Edit: Danke für die Zusammenführung!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jorunn ()

    • Wilfried schrieb:

      Wirklich interessant wäre ein Fund "Frau mit Kriegsverletzungen" und Waffenbeigaben

      wie an anderer Stelle schon geschrieben, eben. Die Funde beweisen nicht, dass diese benutzt wurden von den dort begrabenen Frauen. Nur, dass sie sehr viel Achtung in ihrer Sippe gehabt haben müssen damit man sie mit einem solchen Statussymbol begräbt. Die Vermutung liegt also nache, beweisen tut dies aber noch nichts.
    • lest mal die ersten Kommentare des Artikels. Da weißt einer drauf hin, dass der jenige der sich die Mühe macht sich das englische Original durchzulesen feststellen wird, dass es keine Hinweise auf Frauen in der kämpfenden Truppe gab. Hab gerade keine Zeit, aber werds später mal machen.
    • Dass Frauen - sei es als Dienerinnen, Trosshuren oder Angehörige höherrangiger Familien - auf Eroberungsfeldzüge mitgenommen wurden, ist ja erst mal nix Ungewöhnliches. Erst recht, wenn man ohnehin vorhatte, im eroberten Gebiet zu bleiben.
      Sie müssen deshalb nicht zwangsläufig auch gekämpft haben, obwohl den Wikingern der Gedanke an wehrhafte Frauen nicht gänzlich abwegig gewesen sein dürfte. Sonst hätte man die gefallenen Krieger sicher nicht von Frauen vom Schlachtfeld abholen lassen...
      Dennoch kann man aus Gegenstandsfunden in Gräbern nicht unbedingt schließen, dass sie auch von dem / der Bestatteten zu Lebzeiten benutzt wurden.
      Griechen gaben ihren Toten Münzen mit, um den Fährmann über den Styx zu bezahlen, andere Völker legten Diener und Hausrat in Form von Nachbildungen ins Grab - diese Dinge hat vorher auch niemand je benutzt!
      Die Maya bestatteten Frauen, die unter der Geburt verstorben waren, wie einen im Kampf gefallenen Krieger: Mit roter Farbe, Waffen und anderen Insignien des tapferen Kriegers.

      So gesehen gibt es einen Haufen Gründe, einer Frau Waffen mit ins Grab zu legen, die nichts damit zu tun haben müssen, dass sie mit diesen Waffen auch tatsächlich zusammen mit den Männern gekämpft hat (dass sich eine Wikingerin nicht einfach widerspruchslos wird hat abschlachten lassen, sondern sich kräftig gewehrt haben dürfte, ist mehr als wahrscheinlich. So "normal" sogar, dass wir nicht einmal Kampfwunden an einer Toten als Beweis für aktives Eingreifen oder Teilhabe am Kampfgeschehen nehmen dürfen.)
      Ich mache niemals den gleichen Fehler zweimal.
      Schließlich gibt es noch so viele zur Auswahl!
    • In dem bei huscarl verlinkten Artikel geht es um das Problem, dass früher Gräber nach Grabbeigaben einem Geschlecht zugeordnet wurden. Genetische Untersuchungen zeigen, dass so die Zahl der Einwanderer männlich zu hoch und die Zahl der weiblichen zu niedrig und der Zeitpunkt der Einwanderung wahrscheinlich zu spät angesetzt ist.
      Über kämpfen wird nichts gesagt. Man müsste mal den Originalartikel von Shane Mcleod lesen.

      LG Therese
    • Und was für Frauen gilt, gilt dann auch für Männer? Findet man bei denen Waffen im Grab iss das ein Zeichen von Wertschätzung??? Heißt aber noch lange nicht, das die Sachen auch benutzt haben. Klingt ein wenig nach"ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt"

      Eschenbach beschreibt gleich in zwei seinen Büchern kämpfende Frauen. Die eine trägt sogar ein Rüstungsteil das "ich einen Falken" dafür gäbe" Iss aber natürlich alles nur Dichtung. Warum sollte man darüber überhaupt nur nachdenken.

      In Spanien gibt es Berichte über Frauen die Katapulte bedienten und damit gegnerische Anführer köpften. Aufm Pferd sitzend. Lecker
      Aber Katapult schnippen iss ja auch kein kämpfen........

      Achja....gabs da nichtmal nen gewissen Alfred? Man nannte ihn denn Großen und er galt als Bezwinger der Wikinger. Ich meinte da mal gelesen zu haben, das er in einer Schlacht ohne Hilfe von Frauen ziemlich klein ausgesehen hätte.

      Vielleicht waren sie nicht Standart, aber warum sollte es sie nicht gegeben haben. Kämpfen iss eben ein absolutes Männerding.

      Sorry......was für ne Sch........
      Bono Mellius
    • Das eine sind die Funde, sie beweisen eben nur , das Frauen Waffen mitgegeben wurde.
      Das andere sind die literarischen Gedichte und Berichte. Z.B. Tacitus, der erzählt das die Eheleute sich gegenseitig Pferd, Schild , Speer/Schwert bzw . Nadel und Faden schenkten, die von "Schildmaiden" erzählen usw. Das alles ist eben aber FrühMi und ne Menge Kaffeesatzleserei.
    • Ich ärgere mich manchmal schon auch über die unkritische Übernahme von Grabfunden. Nach diesen wären schon Säuglinge im Neolithikum fähig gewesen, Äxte und Deichseln zu benutzen.
      Es zählt immer auch der Blick auf den Bestattungsritus. Nicht nur Frauen und Kinder werden mit Dingen begraben, die sie nie benutzt haben, sondern auch Männer, ich bin mir sicher, dass nicht jeder Mann, den man mit Schwert begraben hat, jemals eins benutzt hat.
      Sichel und Pflug - mein kleines Steinzeit-Projekt

      Mitglied der Wienischen Hantwërcliute, Handwerksdarstellungen aus Wien um 1350

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    • @Jungrhaban
      Richtig: Schwert bedeutet auch bei Männern nicht automatisch, dass es benutzt wurde. Das Schwert ist (auch) ein Machtsymbol (daher z. B. das Reichsschwert), kann als Grabbeigabe also auch bedeuten "ganz wichtiger Kerl, der!"

      I. ü. würde ich Dich bitten, zusammenhängender zu schreiben und Argument und Polemik auseinander zu halten, damit Deine Aussagen nachvollziehbar sind. Im Moment kommt nämlich nur Ablehnung rüber, aber nicht warum, weil Du Frauen vom Pferd aus mit Katapulten Feinde köpfen lässt. :groehl Das möchte ich sehen, wie das gehen soll!
      Versuch' es erneut. Scheitere wieder. Scheitere besser (S. Beckett)

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