Ango mit Damastspitze

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SR71

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Hi, ich habe ein weiteres Teil bestellt. :heupf1 Im Laufe der Woche sollte das Teil eintreffen. Hoffentlich ist die Ausstattung bald komplett... ...falls das möglich ist. ?( Liebe Grüße
 
Das ist aber ein schnuckeliges Ostergeschenk, das Du dir da machst ... :D Will auch einen Ango haben ... :heupf1 ... für eine eventl. Zweitdarstellung im Bereich frühe Völkerwanderung / Narisker ! Ungemein praktisch, wenn man den Zitaten von Georg Kossack und Günter Ulbert (Hrsg.) in : Studien zur Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie. Festschrift für Joachim Werner zum 65. Geburtstag. Band 2: Frühmittelalter. Beck, München 1974 glauben schenken darf , die Agathias zugeschrieben werden : Diese Angonen sind Speere von mittlerer Größe, zum Schleudern und zum Stoß im Nahkampf gleich geeignet. Den größten Teil bedeckt der eiserne Beschlag, so dass das Holz kaum am untersten Ende hervorsieht; oben an der Spitze sind an beiden Seiten einige gebogene Spitzen, in der Form von Angelhaken, nach unten gekrümmt. Im Gefecht schleudert nun der Franke einen solchen Angon. Wenn er den Menschenleib trifft, dringt natürlich die Spitze ein, und es ist für einen Getroffenen ebenso wie für einen anderen schwer, das Geschoss herauszuziehen, denn die Widerhaken, die im Fleisch stecken, leisten Widerstand und vermehren die Schmerzen, so dass der Feind, selbst wenn die Wunde an und für sich nicht tödlich war, doch zugrunde gehen muss. Wenn dagegen der Schild getroffen ist, so hängt der Speer von demselben herab und bewegt sich gleichzeitig mit demselben, und das unterste Ende schleppt am Boden nach. Der Betroffene kann den Speer nicht herausziehen wegen der eingedrungenen Haken und auch nicht abhauen, da das Holz durch das umgelegte Eisen geschützt ist. Sieht das der Franke, so springt er schnell darauf und tritt auf den Lanzenschaft, so dass der Schild herabgedrückt wird, die Hand des Eigentümers nachgeben muss und Kopf wie Brust entblößt werden. Dann ist es ein leichtes, den unbedeckten Gegner zu töten, entweder durch einen Axthieb auf den Kopf oder durch einen Stoß mit einem zweiten Speer in die Kehle. So ist die Bewaffnung der Franken, und dergestalt rüsteten sie sich zum Kampf.
 
Ja, jaa, JAAAA, mehr davon! Eine längsschnittliche didaktische FrühMi-Reihe, Waffen und Mode durch die Jahrhunderte. Alemannen, Bajuwaren, Merowinger, Karolinger, Wikis, Ottonen, alle her zu mir, dann ziehen wir da mal bei Gelegenheit was auf.
 
@ Panzerreiter: Den Plan hast Du schon lange! @ Sigurdur: Der Schmied freut sich sicher über eine weitere Bestellung und ist offen für Wünsche. Zudem bietet er einen tollen Kurs im Juli 2013 an: Zudem hat er auch eine deutschsprachige Homepage: www.bucavasgyuro.net
 
Täuschen mich da die Bilder, oder ist die Spitze und die Tülle wirklich angeschweißt? Ist der Schaft eines Ango denn nicht quadratisch? oder ist das nur beim Pilum so? Ein Sehr schönes Damastmuster hat die Spitze bekommen gefällt mir sehr gut... LG Dani
 
Habe mir heute auf Arbeit überlegt, ob so hochwertiger Damaststahl notwendig ist, da der Ango ... ich schrieb von der Anwendung ... eigentlich ein Wegwerfprodukt ist .... oder liege ich falsch ... :whistling:
 
Noch habe ich das Teil nicht in der Hand. Wie der Schmied die Teile verbunden hat, muss ich mir erst noch ansehen. :S Damaststahl ist natürlich nicht notwendig. Das war auch so nicht bestellt, sondern ein "Geschenk" des Schmiedes. 8) Wenn es eine genaue Rekonstruktion gewesen wäre, hätten wir ein Problem gehabt. :schwitz So schön es auch aussieht. Daher war Damast nicht notwendig. Aber mir gefällt es sogar besser. Ich habe nun eine Damast-Spatha, ein Damast-Schmalsax, Damastmesser und nun einen Ango mit Damastspitze. Fehlt nur noch die Damast-Franziska ;) Oder viellleicht Damast-Schildbuckel... :whistling: Na ja, den Buckel wohl eher nicht, ich will ja nicht übertreiben... :D Waffen werfen als "Wegwerfprodukt" war wohl nie so gedacht. Zumindest nach der Schlacht wurde spätestens gesammelt. Auch in Deiner Beschreibung steht, dass nach dem Werfen der Ango durchaus Verwendung fand. Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass der Ango, bevor er ganz aus den Grabfunden verschwand, wohl mehr ein Statussymbol war - ähnlich dem Spangenhelm. Daher passt die Damastspitze wieder ganz gut.
 
Argh, ich Tor! Ausgerechnet die Langobarden, die mit den schönen Statuten von König Aistulf, auf die ich mich immer so gern beziehe. Wie konnt ich gerade die vergessen? Alt bin ih enti ungehuhtig...
 
Den Plan schon, aber weder Leute noch Gelegenheit.
Leute hast Du doch schon langsam einige beieinander: :kopfstreichel - Karolinger - Merowinger - Ottone - WIKIS, HOMIS... Die Gelegenheit müsste man halt schaffen. Wie war das beim Projektmanagement: Ein Punkt war "Terminieren" und dann sollte man auch gleich "Lokalisieren" ... Wie wäre es in Waischenfeld 2014? Der "Durchmarsch" letztes Jahr war für das Publikum wenig ergiebig. Da gefällt mir Kipfenberg mit der "Modenschau" wesentlich besser.
 
Hallo zusammen! Bevor ich einen neuen Thread aufmache klinke ich mich mit meiner Frage hier mal mit ein. Wer kennt denn (aktuell) einen Händler der Angonen in seinem Sortiement hat? VG Karl
 
Diese Angonen sind Speere von mittlerer Größe, zum Schleudern und zum Stoß im Nahkampf gleich geeignet. Den größten Teil bedeckt der eiserne Beschlag, so dass das Holz kaum am untersten Ende hervorsieht; oben an der Spitze sind an beiden Seiten einige gebogene Spitzen, in der Form von Angelhaken, nach unten gekrümmt. Im Gefecht schleudert nun der Franke einen solchen Angon. Wenn er den Menschenleib trifft, dringt natürlich die Spitze ein, und es ist für einen Getroffenen ebenso wie für einen anderen schwer, das Geschoss herauszuziehen, denn die Widerhaken, die im Fleisch stecken, leisten Widerstand und vermehren die Schmerzen, so dass der Feind, selbst wenn die Wunde an und für sich nicht tödlich war, doch zugrunde gehen muss. Wenn dagegen der Schild getroffen ist, so hängt der Speer von demselben herab und bewegt sich gleichzeitig mit demselben, und das unterste Ende schleppt am Boden nach. Der Betroffene kann den Speer nicht herausziehen wegen der eingedrungenen Haken und auch nicht abhauen, da das Holz durch das umgelegte Eisen geschützt ist. Sieht das der Franke, so springt er schnell darauf und tritt auf den Lanzenschaft, so dass der Schild herabgedrückt wird, die Hand des Eigentümers nachgeben muss und Kopf wie Brust entblößt werden. Dann ist es ein leichtes, den unbedeckten Gegner zu töten, entweder durch einen Axthieb auf den Kopf oder durch einen Stoß mit einem zweiten Speer in die Kehle. So ist die Bewaffnung der Franken, und dergestalt rüsteten sie sich zum Kampf.
Beim Googeln bin ich auf einen passende Videoclip gestoßen: http://www.youtube.com/watch?v=-c2VgFVgOXk
 

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