Frisuren für unverheiratete Bauernmädchen

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Arya2710

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Hi, ich wollte mal fragen ob jemand weiß, wie junge (13) Jahre alte Bauernmädchen ihre haare getragen haben. Waren diese offen oder geflochten oder ganz anders?
 
Genau weiss ich es natürlich nicht (mir fällt jetzt auch kein Beleg ein) aber ich denke mal, rein aus praktischen Gründen wird ein Bauernmädchen das Haar geflochten getragen haben. Offen ist unpraktischer.
 
Welche Zeit und Region, und was ist bitte ein "Bauernmädchen"? Entschuldige die Frage, denn die zwischen der Tochter eines Hofeigentümers in der Magdeburger Börde und der eines Hofbetreibers im Pfälzer Wald ist doch ein kleiner Unterschied
 
Also das kann man nicht genau sagen, da es vermutlich kaum Abbildungen dazu gibt. Frauen werden nur ganz selten mit offenen Haaren gezeigt und wenn dann zumeist nur, wenn sie klar höher gestellt sind (und sich solche Unverfrorenheiten leisten können). Sie tragen meist Kopftuch oder Schleier. Darunter muss man die Haare fast flechten, damit sie halten und nicht verfilzen oder ausbüchsen. Aber im konkreten Fall: Ein 13-jähriges Mädchen muss noch nicht als erwachsene Frau gegolten haben, sie war aber mit Sicherheit schon bei der Arbeit der Eltern mitbeschäftigt und da bietet sich allein schon als Schutz vor Sonne und Schmutz ein Kopftuch an.
 
Mein erster Tipp wäre jetzt auch ein einfacher, geflochtener Zopf gewesen. Den kann sich frau selbst machen (braucht also keine Zofe dazu, die aufwändige Frisuren machen könnte für eine Adlige), ein einfaches Stoffband reicht, um ihn zusammen zu halten und die Haare sind zum Arbeiten nicht im Weg. Je nach der Zeit und dem Ort deiner Darstellung (bedenke: DAS Mittelalter gibt es nicht, es dauerte schließlich so an die 1000 Jahre!) konnte frau mit 13 oder 14 auch schon verheiratet werden - und damit war sie dann auf jedenfall "unter der Haube", also unterm Kopftuch. Auch der Einwand von Rotschopf, dass so ein Tuch bei der Feldarbeit vor der Sonne schützt, ist durchaus berechtigt. Wenn ich meine Palla (das Schleiertuch) trage, habe ich zwar oft Sonnenbrand auf der Nase (wann habe ich den nicht? :cursing: ), aber nie im Nacken! ^^
 
:eek:ff1 Modus an:
konnte frau mit 13 oder 14 auch schon verheiratet werden
Frage: Warum wurden Mädchen im Mittelalter schon mit 12 Jahren verheiratet? Antwort: Damit sich die Eltern nicht mit der Pubertät rumschlagen mussten.... Liebe Grüße von der Mutter einer 12-jährigen... :back
 
:thumbsup: Ich sage zu unserer 13jährigen, wenn sie über die Schule stöhnt, auch immer: "Tut mir leid, dass wir nicht im Mittelalter/im tiefsten Afrika leben, da hätten wir dich schon längst verheiratet und du wärst diesbezüglich alle Probleme los... Hättest allerdings ganz andere..." Unter Bauernmädchen verstehe ich jetzt auch ein mitarbeitendes Mädel und keine rumlümmelnde Großgrundbesitzerstochter. Da würde ich auch auf praktisch und schmutzabweisend tippen. Vielleicht sonntags mal ein Blütenkränzchen zur Brautschau?
 
Arya, das dachte ich mir, aber wann und wo und welches "Bauern" ??? Und bei was? Die Tochter von Kunibert des armen im schwäbischen um 1400 bei der Heu/Getreideernte oder die seines Hörigen beim selben Geschäft??
 
Es gab Zeiten im Mittelalter, da war ein "Bauer" ein freier und hoch angesehener Mann. Und er durfte mehrere Frauen haben. Hauptfrau, Nebenfrau, etc. Und auch hier gilt: Die Geburt bestimmt den Stand. Zeugte der freie Bauer ein Kind mit einer Unfreien, so war auch das Kind unfrei. Es ist also wichtig sich immer über dem jeweiligen Stand im Klaren zu sein, wenn man sich Gedanken für eine solche Darstellung macht.
 
Du wohnst jetzt schon am Niederrhein, oder? Da ist das mit den "Bauern" nicht ganz so kompliziert, ist der Vater Freiherr oder Höriger? Rumlümmelnde Tochter eines Großgrundbesitzers können wir mal ausschließen, das gabs eher weniger , die hatten auch ihr Tun.... Belege für soetwas dürften sehr schwer zu finden sein, Freiherrentöchterlein Haare lang unter einem Tuch, die andere mehr oder minder kurz, meist offen ...
 

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