Walkloden

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Das, was ich bisher gelesen habe, war, dass zwar für Frauengewänder der Diamantköper in Frage kommt, aber der nicht in der (sächsischen) Bekleidung beim Manne zum Einsatz kam. Zumindest konnte man dafür bisher keinen Beleg beibringen (gelesen im Handbuch eines Symposiums des Textilmuseums Neumünster, durfte das Buch von Hergils einsehen). :eek:ff1 Und mein Walklodenkleid (gewebt, mittelschwer, so um 501g /lfd m, aber chemiegefärbt) trägt sich auch wunderbar bei 25°C, stimme Wilfried da gerne zu. Allein schon durch die Materialstärke verhält er sich anders als dünnere Stoffe, finde aber nicht, dass der deshalb steifer ist oder sowas. (Wobei ich mich gerade wegen der schon "abgeliebten" Oberfläche für diesen Stoff entschieden habe). :eek:ff2
 
Aus meiner bisherigen Erfahrung kann ich sagen, dass so ein mittelschwerer Wollköper wirklich das ultimative Stöffsche für Nähanfänger ist. Lässt sich super verarbeiten, trägt sich gut, kostet kein Vermögen und sieht ordentlich aus. Unsere gesamte Familienausstattung ist aus solchem Stoff und alle sind sehr zufrieden. Nach und nach wird umgestellt auf komplett handgemachte Stoffe, aber erst mit der entsprechenden Näherfahrung.
 
Eine Frage drängt sich mir langsam auf: Wo bekomme ich denn breiteren Loden? Ich finde fast überall nur 140cm, maximal 150cm - was für einen Rechteckmantel vielleicht ein wenig knapp ist. Vielen Dank! MfG, Stalagmit
 
Für unsere Rechteckmäntel ist das breit genug. Hab mich für den 150cm breiten entschieden, der ist dann auch für meinen Mann mit knapp 1,90m breit genug. Lang ist der dann so 2,20m. Länger wird dann langsam unpraktisch. Haste nich ne Fleecedecke vom Schweden oder so? Die haben meist 140 auf 180cm, um zu gucken, wie lang lang ist? Wenn du mal die Darstellungen durchguckst, dann sind die meistens nicht bodenlang. Mir fällt das passende Zitat grad nicht ein, aber man möge mich verbessern, dass spätestens Karl der Große was in Richtung "kurze Lappen als Mäntel" oder ähnlich festgehalten hat. Die Römer haben sowas in der Richtung auch über die Kelten gesagt. (Hat wer von den Erfahreneren evtl die Quellen parat? Ich find das in meinen Büchern nicht wieder- zu viele Fähnchen.) Ich -vermute-, dass die bodenlangen eher Radmäntel sind oder eben aus mehreren Bahnen zusammen gesetzt.
 
Hallo Connaed, ja schaue mal in Minden bei der Reenactmentmesse nach dem gewünschten Stoff, z.B. bei Jörg Fraske (Färberjörg) am Stand nach er wird dort mit grosser Wahrscheinlichkeit anwesend sein, und/oder suche im Internet nach Ihm und auch mal unter Amelie & Hajo den Weitfahrern nach dem gewünschten Stoff. Sollten sie den gesuchten Stoff nicht anbieten, könnten sie aber ggf. weiterhelfen. Diese Anbieter sind nicht die Einzigen aber nun, die mir Spontan einfallenden Kontakte und sie sind auch im Frühmittelalter sehr aktiv. Grüße sendet Olegsson Wikinger aus Düsseldorf :wiki4
 
Wo bekomme ich denn breiteren Loden? Ich finde fast überall nur 140cm, maximal 150cm - was für einen Rechteckmantel vielleicht ein wenig knapp ist.
Die Breite reicht doch völlig aus. Ich habe meinen Rechteckmantel auch aus 1,4m x 2,2m gemacht. Bin 1,84 groß.
 
Hallo Katharina, danke für die Händlerliste!! Mein Mann ist schon ganz verzweifelt, nachdem ich etwas von Schmuckständen gelesen habe:thumbsup: LG Martina
 
Stalagmit, 2 Streifen zusammennähen, denn 1,4m Breite ist zu schmal. Das sieht zwar auch noch gut aus, aber der Mantel schließt dann nicht richtig, 160 wäre so das Wunschmaß ungefähr. Es sei denn , du bist etwas schmächtiger, dann reicht auch 1, 40
 
Wilfried, 1,40 von der Schulter bis zu den Waden reicht völlig aus, die Länge ist doch entscheidend, um den Stoff körperbedeckend zu nutzen und da sind 2,20 m schon recht üppig. Marled
 
????? 2,2 m ist die Länge, 1,4 die Breite, beim Rechteckmantel schlägst Du ~1/5 oder etwas mehr um, so daß der Stoff auf der Schulter doppelt liegt. Die Breite ist dann der Schulterumfang + ~10 cm. 2, 2 m ist das eigentlich aber auch etwas viel, 2-2,10 reicht auch, für Normalwüchsige
 
Ja, wollte sicherheitshalber 250cm Länge holen eben aus dem besagten Grund des Umschlagens oben und dann einfach nach Bedarf kürzen (kA ob's "krumme Längen" gibt). Die Breite von 140cm sieht in der Tat ganz gut aus, aber wie WIlfried sagt, lässt sich der Mantel so nicht wirklich schließen (habs getestet mit ner Decke). Gerade wenn es abends mal ordentlich kalt wird, wäre das doch ne gute Sache wenn das ginge.
 
Wilfried, das stimmt schon, dass das längere Maß die Länge und das kürzere die Breite ist. Allerdings nommt man den Mantel ja QUER - also die längere Seite verläuft waagrecht, die kürzere senkrecht und da sind 1,40 für nen Mantel schon üppig, selbst, wenn man noch was umschlägt. Ich selber messe von Halswirbel bis Fußsohlen einen Meter und fünfzig Zentimeter - das ist mit Kopp 1,80. So viel größer sind viele Kerle ja gar net. Und der Mantel soll ja auch net in den Kniekehlen hängen, oder?
 
stimmt Morgan, der Mantel sollte schon bis Mitte Wade oder tiefer gehen, außer Du stellst nen Friesen da ;-) Über deren Mäntel soll sich KdG beschwert haben, weil die so kurz seien, das man darunter nicht gepflegt sch.... könnte
 
Danke Morgan, genau das wollte ich auch sagen. Es war mir irgendwie unverständlich, wie jemand versucht, einen rechteckmantel mit der kurzen Seite auf die Schulter zu legen. Marled
 
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.... hier kann man den Umschlag erkennen: mantel Da reichen denn 1,4 oder 1,6 m nicht. Und den Umschlag braucht man bei richtig Schlechtwetter als "Gugel" ...
 
Klar lässt sich der dann noch schließen ;) . Wie schon gesagt wurde, die lange Seite hängt waagerecht über den Schultern, und die 140cm fallen dann nach unten ab. Siehe meine Galerie, da hab ich doch ein Bild von mir und meinem Mantel drinne. Ist zwar oben (noch) nicht umgeschlagen und hängt deswegen auf'm Boden, aber das kann man ja ändern ;) Maße: 140 x 220 cm
 
Soooo unterschiedlich können Tragweisen eines Rechteckmantels sein, zwischen Reenactment und traditionell ;-) So gesehen habt ihr natürlich recht
 
Ok und für mich Laie: Ich habe nie so ganz verstanden, wie ein Rechteckmantel getragen wird. Ich nehme an, Du beschreibst Deine Trageweise als "Reenactment". Woher kommt diese Trageweise? Und gibt es noch mehr Bilder? Evtl. von hinten oder so? Ich kann mir das immer noch nicht vorstellen.
 

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