nach der Eroberung?

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    • nach der Eroberung?

      wieder so eine "dämliche Frage"

      Wieder ein mal denke ich so vor mich ihn nach dem ich eineges über den Slawenaufstand im netz gefunden habe. Da drängt sich mir 1 frage auf was ist mit den Elbslawen passirt die weder dabei ihr leben ließen noch geflohen sind. Sind sie probelmlos intigriert worden oder gibt es berichte über Anpassungsschwierigkeiten? das passirt ja ofter mal.
      kann mir Jemand vieleicht einen literatur tip geben.
      !!Achtung Legasthnikerin !! statistisch gibt es nur 30% die noch üblere Fehler machen.
      zu Risiken und Nebenwirkungen erschlage also meinen Arzt mit deinem Apothker. :D

      "Das Nichts gefunden wurde bedeutet nicht das Nichts existiert"( Zietat aus ner Doku)
      Heißt für micht das man das Nichts nicht belegen kann selbst wenn man es findet! :wacko:
    • Ohne jetzt mehr als fünf Minuten investiert zu haben:

      de.wikipedia.org/wiki/Slawenaufstand_von_983 - Dort wird (neben anderen Büchern) empfohlen:

      Fred Ruchhöft: Vom slawischen Stammesgebiet zur deutschen Vogtei. Die Entwicklung der Territorien in Ostholstein, Lauenburg, Mecklenburg und Vorpommern im Mittelalter (= Archäologie und Geschichte im Ostseeraum. Bd. 4). Leidorf, Rahden (Westfalen) 2008, ISBN 978-3-89646-464-4, S. 124-128.
      Herbert Ludat: An Elbe und Oder um das Jahr 1000. Skizzen zur Politik des Ottonenreiches und der slawischen Mächte in Mitteleuropa. Köln 1971, ISBN 3-412-07271-0.

      Oder de.wikipedia.org/wiki/Wendenkreuzzug - Dort wird (neben anderen Büchern) empfohlen:

      Helmut Beumann (Hrsg.): Heidenmission und Kreuzzugsgedanke in der deutschen Ostpolitik des Mittelalters. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1963 (Wege der Forschung 7).
      Wolfgang Brüske: Untersuchungen zur Geschichte des Lutizenbundes. Deutsch-wendische Beziehungen des 10. – 12. Jahrhunderts. Böhlau, Münster u. a. 1955 (Mitteldeutsche Forschungen 3, ISSN 0544-5957).
      Hans-Otto Gaethke: Herzog Heinrich der Löwe und die Slawen nordöstlich der unteren Elbe. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1999, ISBN3-631-34652-2 (Kieler Werkstücke. Reihe A: Beiträge zur schleswig-holsteinischen und skandinavischen Geschichte. 24), (Zugleich: Kiel, Univ., Diss., 1998 ).


      Keine Ahnung wie gut diese Bücher sind. Generell würde ich mal sehen, was zu Stichworten wie Slawenmission, Ostpolitik, Slawenaufstand, Wendenkreuzzug, usw. im Lexikon des Mittelalters (in jeder Bibliothek zu finden, die ernstlich was mit Mittelalter am Hut hat) steht und einen langen Blick werfen in Joachim Herrmann (Hrsg.): Die Slawen in Deutschland. Berlin 1985.
      "Wer von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, der kann immer noch ein guter Trommler werden."
    • Nö, ebendt nicht....
      de.wikipedia.org/wiki/Polabische_Sprache (Wikipedia)
      de.wikipedia.org/wiki/Wendland

      Wer weiter sucht, wird finden, das es Uelzer Bürgern verboten war, Wendländer/innen zu heiraten. Sie verloren das Bürgerrecht.
      Also nix mit Integration und Assimilierung. Nicht mal in der Neuzeit, sonst hätte sich das drawänopolabische nicht so lange gehalten.

      Auch in anderen Gebieten waren die Wenden m.W.benachteiligt
    • ...nach der Einwanderung der Slawen ins westliche Mitteleuropa, haben auch die frisch-katholischen Franken begonnen, sich in östliche Richtung auszudehnen. Im Norden sind sie dabei auf heidnische Altsachsen gestossen. Mit Hilfe der verbündeten Obodriten ist es Karl dem Grossen gelungen, die Sachsen zu unterwerfen + nach + nach zu christianisieren.
      Das Gebiet der Sachsen, die umgesiedelt wurden hat Karl den Obodriten zugesprochen. Zuvor haben die Franken, da noch mit den Sachsen das Reich der Thüringer unterworfen, die dortigen Urwälder aber vorerst ungenutzt gelassen. Neben den Obodriten haben noch weitere Slawen heute deutsches Gebiet besiedelt; die Sorben, Daleminzer + andere in der Lausitz, Tschechen in Tschechien, damals auch in Schlesien + Teilen der Lausitz + alle die Stämme, die nach 966 allmählich zu Polen wurden.
      Zusammen mit den verbündeten Obodriten hat Karl Ende des 8. Jahrhunderts mehrere Feldzüge gegen die Wilzen unternommen.
      Die Uneinigkeit der slawischen Stämme + deren Abneigung gegen das Christentum hat den Zerfall der Elbslawen zunehmend begünstigt.
      Heutzutage denkt man gar nicht daran, aber der Sklavenhandel hat sehr viele Slawen nicht zuletzt auf Drachenschiffen in den Orient befördert. Kirchliche Kreise haben schon sehr früh durchgesetzt, dass kein christliches Land Christen in die Sklaverei verkaufen konnte. So wurden die heidnischen Wenden zu Freiwild. Polen + Tschechien haben nicht zuletzt wegen der Zugehörigkeit zum christlichen Glauben die Zeit überdauert. Auch die Sorben haben auf diese Weise innerhalb von Deutschland überlebt.

      Sehr hilfreich war für mich: Bevor es Deutschland gab von Reinhard Schmoeckel, sowie Bücher über Karl den Grossen. Vieles ist auch aus dem Netz. Leider sind da auch germanische Thesen überbewertet…
    • Generell kann man sagen, dass sich weite Teile slawischer Kultur lange gehalten haben, was auch eine Abgrenzung (sowohl positiv, als auch negativ) beinhaltet. Allerdings sind Gebräuche und Politik auf herrschaftlichen Ebenen wohl nach einer Eroberung/Eingliederung recht schnell an den Rest des Reiches angeglichen worden. Jeder, der gut vernetzt sein musste, überlokal tätig oder es schlicht zu was bringen wollte, tat gut daran sich anzupassen.
      Das bedeutet keine Aufgabe der slawischen Kultur, aber ihr Zurückstellen und Überformen in wesentlichen Bereichen.
      "Wer von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, der kann immer noch ein guter Trommler werden."