Schwertscheide innen mit Leder ?

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Odina

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Ein Kumpel hat eine Schwertscheide aus Holz gebaut und diese innen komplett der Länge nach mit Leder beklebt. Kein Glattleder sonder ehr "flauschig". Irgendwo habe ich mal gelesen, das dies nicht gut fürs Schwert ist, da es durch das Leder zum rosten neigt. Stimmt das? Hat da jemand Erfahrungen? PS. Ich persönlich weis, das man mit Hasenfell arbeiten sollte. Aber darum gehts mir bei meiner Frage nicht :p
 
evtl findet sich in meinem alten thread Lederscheide die eine oder andre nützliche information. soweit ich mich ernnere hat mal irgendwer gesagt, dass rückstände der gerberchemikalien langfristig dem stahl schaden können (ohne gewähr). ich habe meine scheide innen mit vlies auskleiden lassen. das ist auch nciht schlecht. Vorteil einer auskleidung mit kurzharrigem tierfell (hase. fuchs, reh,...) ist dass es vermutlich (ich hab noch keine belege gesehen aber es wird immer wieder behauptet) A ist und wenn die haarspitzen zum ort zeigen rutscht das geölte schwert nicht so leicht aus der scheide.
 
ich kenn auch schaffell um die scheide innen auszuschlagen. am besten mit ungewaschenem schaffell, da schützt das natürliche wollfett die klinge. aber insgesammt geht so ziemlich jedes fell, in der für mein langes schwert ist z.b. wildschwein. ich hab mal bei meiner scheide fürs lange messer aus ermangelung an fell filz genommen... war ne blöde idee. der filz hat wohl dauernd luftfeuchtigkeit gezogen und hässliche oberflächenschäden erzeugt :krank01 könnte mir vorstellen dass sowas auch bei leder passiert u.U.? je nach gerbung vllt. kurze google suche zeigt: Quelle Lederhaus.de Chromgegerbtes leder scheint tatsächlich feuchtigkeit zu ziehen, das ist dann wirklich gift fürs schwert.
 
also bei mir zieht der filz kein wasser. vermutlich ist der dadurch dass das schwert nach dem ölen immer in die scheide kommt inzwischen auch dermaßen ölgetränkt, dass der filz kein wasser mehr aufnehmen kann. Kurzhaarige Felle dürften deulich leichter zu verarbeiten sein.. (wie zum teufel bringt man schaffell in eine scheide? dem fell eine kurzhaarfrisur verpassen? oder ist eine rolle schaffell dann die scheide?)
 
wenn das "flauschige" Leder auch irgendwann mit Öl getränkt ist, dürfte doch nichts passieren, oder?
 
Ich habe einmal ein Stück einer Kupferlegierung zum Anpressen von feuchtem Leder in einem Schraubstock genutzt. Innerhalb von Stunden ergaben sich bunte Flecken auf Leder und Metall. Kann mir vorstellen, dass unter bestimmten Bedingungen mit Stahl ähnliches passieren kann, wenn auch langsamer. Wenn unterschiedliche Metalle (zB Bronzebeschlage) durch Feuchtigkeit und Säure sowie Ionen (beides ist ja im Leder) in Kontakt stehen, besteht sicherlich Potential für RedoxReaktionen. Zwingend erwarten würde ich sie aber nicht.
 
Belege für mit Fell ausgelegte Scheiden gibts genug. Wenn das Fell dementsprechend eingefettet ist sollte auch keine Korrosion stattfinden. Verfärbungen und Korosion können auch bei reinen Holzscheiden stattfinden. Es gibt Hölzer, dei einen hohen Anteil an Gerbsäure in sich haben, hier kommt es drauf an, wie lange das Holz schon abgelegen ist, und wie gut durchtrocknet. Hier hilft wieder eine dünne Öl-oder Fettschicht, um dem vorzubeugen.
 
also bei mir zieht der filz kein wasser. vermutlich ist der dadurch dass das schwert nach dem ölen immer in die scheide kommt inzwischen auch dermaßen ölgetränkt, dass der filz kein wasser mehr aufnehmen kann. Kurzhaarige Felle dürften deulich leichter zu verarbeiten sein.. (wie zum teufel bringt man schaffell in eine scheide? dem fell eine kurzhaarfrisur verpassen? oder ist eine rolle schaffell dann die scheide?)
jup, runterrasieren. bzw mit der schere traktieren bis es ne stoppelfrisur hat. geht gut, hab meins vom schwedischen mittelalterausstatter ;) wenn man genug fett und öl benutzt kann man vermutlich alles nehmen, eventuell war bei mir auch zu viel leim im filz bzw der filz zu dünn. wie sich da leder verhält...ka. ich hab die besten resultate mit fellen gehabt, kaninchen oder schaf geht gut (hat auch recht dünnes leder so dass die scheide net noch dicker wird als sie eh schon ist.
 
Irgendwann bremst das Leder so, das kein ölen und fetten mehr helfen wird und durch das Aufquellen eher noch mehr Probleme bereitet. Aber das erledigt sich dann von selbst, wenn sich das Leder innen zusammenschiebt oder ausreisst. Ich hatte so ne schöne Dolchscheide.... :( Aber aus Schaden wird man klug.
 
Ja, da hat der Johann schon recht. Und wichtig ist , immer darauf achten dass das Leder und das Fell vegetabil gegerbt sind und nicht chemisch. Bei chemisch gegerbten Fell bzw. Leder läuft die Klinge nach ner zeit schwarz an. Nicht schön. pax
 
Hallo, ich habe einfach Ziegenfell genommen (von IKEA) in beide L-Profile geklebt etwas geölt. Beide L-Profile verbunden Fertig, hält seit 2 Jahren ohne Probleme, kein Anlaufen etc.
 
Moin Odina, ich denke, wenn Dein Kumpel die Klinge nach Gebrauch abtrocknet und gut fettet, sollte sich bei einer Scheide aus gutem, festem Leder keine negativen Einflüsse bemerkbar machen. Ich hab schon Scheiden aus verschiedenen Materialien (z.B. Rentiergeweih, Leder, Holz) gemacht - doch bei allen galt, die Klinge durch Fett vor dem rosten zu schützen. (Meine Saxscheide zum Beispiel hab ich mit Seehundfell ausgekleidet - Die stabile Behaarung hat einen Effekt wie ein Pinsel, der die Klinge vor und nach Gebrauch einfettet.) Grüsse, Xorron
 

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