Saum am Schleier

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    • Saum am Schleier

      Hoffe ihr könnt mir helfen.....
      Will mir einen neuen Schleier zu meinem Gebende nähen. Jetzt ist die Frage, was ist historisch belegbar: ein rechteckiger oder ein halbkreisförmiger Zuschnitt?
      Und mit welcher Technik soll ich säumen?
      Mein alter Schleier ist halbkreisförmig zugeschnitten und hat einen Rollsaum.
      Meine Darstellung ist erste Hälfte 13.Jhd, mittlerer bis hoher Adel.
      Und noch eine Frage: Gibt es Belege für einen Hohlsaum im Mittelalter?

      Vielen Dank schon mal!
    • Funde gibt es da soweit ich weiß keine. Ich würde rechteckig wählen von den Abbildungen her ist das die wahrscheinlichste form. Ich mache eigentlich immer einen Rollsaum, mir würde jetzt auch sonst nix einfallen, was passt. Hohlsaum kenn ich eigentlich gar nicht aus dem Mittelalter. Allerdings kenne ich zumindest aus dem 14. Jhdt Schleierabbildungen mit farbiger Kante. Wie die gemacht ist, kann man aber vermutlich nur spekuliern.
      Sichel und Pflug - mein kleines Steinzeit-Projekt

      Mitglied der Wienischen Hantwërcliute, Handwerksdarstellungen aus Wien um 1350

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    • Ich muss auch mal was fragen...

      Hallo, ich mal wieder :rolleyes:

      Meine Darstellung nimmt langsam Gestalt an,
      ich habe hier einen schönen weisen Leinenstoff.
      Zurecht geschnitten auf 70 x 70 cm.

      Nun die Frage, wie nähe ich es um? So wie bei meinem Kleid auch?
      Also doppelt umlegen und dann mit dem Überwendllingstich (Oder wie der heißt) ?

      Danke schön im Voraus :danke
      Magdelein :fliege
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      Darstellung: Einfache Arbeiterfamilie um 1250
    • Das ginge, ja!

      Du kannst es aber auch nur einmal einschlagen und dann überwendlich annähen
      Oder einen Rollsaum machen: Den Stoff an der Kante auf ein dünnes Röllchen rollen und DRÜBER mit einem Überwendlingstich

      Eine gute Übersicht gibts es z-B. hier: familia-ministerialis.de/naehte.html
      Mitglied der IG MiM Österreich und der IG14 , mit Blog vertreten unter "Neues aus der Gotik"
    • Hallo,

      auf meinen Darstellungen von Schleiern im byzantinischen Raum (10. bis 13. Jhd) sind eindeutig ovale Schleier öfter dabei als rechteckige. Auch halbkreisförmig ist da vertreten. Wenn man jetzt von einem kulturellen Austausch im Zuge diplomatischer Bemühungen und Kreuzzügen ausgeht, werden meiner Meinung nach auch diese Schleierformen bekannt gewesen sein.
      byzantinische Kaufmannsgattin

      Darstellungszeitraum ca. 1200 n.Chr.
    • Nach den Kreutzzügen ist das sehr wahrscheinlich. Der Austausch der Kulturen war ja grade in der Kunst vorhanden und ich schätze das die Damen der Heimkehrer an der Mode mehr Interesse gezeigt haben als an den Kampferzählungen. Wenn nicht sogar Tücher als Mitbringsel dabei waren.