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Schwertgurt zum schnüren - ohne Schnalle

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    • Schwertgurt zum schnüren - ohne Schnalle

      Mahlzeit Gemeinde!

      Wie die Überschrift schon sagt, geht es um die Schwertscheiden mit Riemen (ob weiß oder nicht - egal) zum schnüren/knoten/binden.
      ...also ohne Schnalle.

      Wir sind gerade dabei, o.g. Riemen an eine Scheide anzubringen.
      Ich bin mir im Moment absolut unsicher, was die Stärke/Dicke des Riemens angeht.
      Wie habt ihr (die ihr diesen Riemen nutzt) es gelöst. Würdet ihr beim 2. Bastelversuch etwas ändern? Habt ihr andere Erfahrungen gemacht?

      Meine Überlegungen gehen in diese Richtung:

      Wenn der komplette Riemen in einer passenden Stärke zum schnüren gehalten wird, sitzt er doch ziemlich labbelig auf der Hüfte und fängt schnell an zu knittern und sich zu rollen.
      Wird der Riemen stärker, siehts schlecht aus mit dem Knoten.

      ALternativ könnte man einen dicken Riemen nehmen und den an den Enden ausdünnen um ihn problemlos Knoten zu können - auch die Befestigung und das Durchfädeln durch den Scheidenbezug wäre einfacher.
      Das wäre die Variante, zu der ich gerade tendiere.

      ABER: Bei ner einigermaßen vernünftigen Riemendicke, sieht es schlecht aus, den Gurt um die Scheide zu wickeln um so fesch dastehen zu können wie Ekkehard der II.

      Also wo macht man am Besten die Abstriche?
      Ich wollte den Riemen mit etwa 2mm bis 2,5mm Stärke verarbeiten. Unsere "nomalen" Riemen liegen im 4mm-4,5mm Bereich und halten der Bezeichnung "Gürtel" problemlos stand.
      Gehe ich von 1mm - 1,5mm aus wirds ziemlich wabbelig und überzeugt mich als Gürtel nicht so richtig.
      Nen Sixpack hab ich mal probiert - steht mir aber nicht! Also habe ich mich entschlossen den Gürtel unter dem Bauchnabel zu tragen. Und als Bauchträger ist dieses dünne Zeug definitiv nicht 1.Wahl da die Schwerkraft des Kühlers beginnt den Riemen mittig zu falten.

      Ich hoffe ihr konnte mit folgen.

      ..oder hab ich einfach nicht genügend Vertrauen in eine dünnere Beriemung?
      Viele Grüße!

      Johann


      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !
    • Mein Schwertgurt ist 2mm (durchgehend) dick und das hält alles recht gut. Es knittert und schlabbert nichts.

      dropbox.com/s/otn2yxpf5dgs8vd/… %2B G%C3%BCrtel.jpg?dl=0
      Quelle: Ich 8)
      Das Problem bei den sozialen Netzwerken ist diese etwas unglückliche Kombination aus Denkfaulheit, Rechtschreibschwäche und Internetanschluss. (Erwin Pelzig)

      "Mama, gibt es eigentlich den perfekten Mann?" "Ja, man nennt ihn Gromi. Im Gegensatz zum A-Papst ist er kompromissfähig!"
    • Wolfram von Gelenhusen schrieb:

      Mein Schwertgurt ist 2mm (durchgehend) dick und das hält alles recht gut. Es knittert und schlabbert nichts


      Vom Bild her hab ich mir da so vorgestellt. Danke fürs Bild.

      Andere Frage - ist/war der Riemen weiss oder hast du helles naturfarbenes Leder genommen?
      Viele Grüße!

      Johann


      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !
    • Das war mal helles naturfarbenes Leder. Ist mittlerweile nachgedunkelt, auch durch Pflegemittel.
      Das Problem bei den sozialen Netzwerken ist diese etwas unglückliche Kombination aus Denkfaulheit, Rechtschreibschwäche und Internetanschluss. (Erwin Pelzig)

      "Mama, gibt es eigentlich den perfekten Mann?" "Ja, man nennt ihn Gromi. Im Gegensatz zum A-Papst ist er kompromissfähig!"
    • Ich hab bei einer relativ dünnes Leder, dicke müsste ich zuhause nachmessen...
      hatten auch gedacht es könnte reißen, hält aber recht gut bis jetzt.
      ich hab natürlich jetzt keinen reißtest gemacht. Aber für den normalen Gebrauch ohne Probleme.

      bei einer zweiten ist das Leder recht dick, diese lässt sich schlecht Knoten und selbiger geht öfters mal auf.

      eine dritte Variante hätte ich auch noch, ... Das Leder in Leinen eingenäht, ist sehr steif und funzt nur mit schnalle, schaut aber geil aus ^^
      Website: www.Projekt-Deutschritter.de
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    • Hatte beim ersten Gurt die 2 "Bändel" ausgedünnt und den Rest dicker gelassen. Beim 2. Gurt (wie auf meinem Avatar z.Z.) hab ich alles in der Stärke gelassen (4mm), da das Leder mit der Zeit geschmeidiger wird. Anfangs löst sich der Knoten etwas schneller, aber nach ein paar Mal binden rutscht nix mehr und der "Kühler" wird selbst mit Kette vorm Gürtelfalten abgehalten.
      Ministerialer 1190 in Gelnhausen der noch nicht weiß das sein Lehnsherr nicht gut schwimmen kann
    • Dragonlord1975 schrieb:

      hab ich alles in der Stärke gelassen (4mm)


      4mm?
      Das hätte ich nun als sehr dick angesehen.

      Aber zum Glück gibts ja Weichmacher aus der Orthopädie. Das Zeug ist genial.
      Ich teste das mal mit dieser Stärke.

      Mit Schnalle oder Leinen kommt leider nicht in Frage, da das nicht gewünscht wird.
      Aber das sind keine Probleme sondern nur Herausforderungen !
      Viele Grüße!

      Johann


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    • Huhu...

      Also ich hab noch mal nachgemessen...

      projekt-deutschritter.de/das_schwert/

      Bei meiner Naumburger ist die Stärke 1,8 und relativ weiches Leder (ich glaube Hirsch) ...
      Wie gesagt fühlt sich recht dünn an, lässt sich aber super Knoten und gerissen ist auch noch nichts.
      Nur der Gurt musste bei der Herstellung an zwei stellen zusammengenäht werden weil ein Stück Leder in der kompletten Länge nicht aufzutreiben war.

      Dann habe ich noch ein Normannische ... diese hat 2,6, das lässt sich zwar noch halbwegs knoten, doch ist sehr steif und der Knoten löst sich öfters. Man kann es auch nicht so eng Binden und es schlabbert sehr an der Hüfte.

      Ich denke mit einer Dicke zwischen 1,8 bis 2 mm bist du gut bedient, evtl. kommt es halt noch auf Leder an das du verwendest, oder die diversen Mittelchen
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    • Bei meiner Schwertscheide hab ich etwa 1,5-2mm dünnes Riemenleder genommen. Im Nachhinein find ich es zu dünn. Es fällt zwar sehr schön wenns um die Scheide gebunden ist. Allerdings sieht das beim Tragen der Scheide anders aus, dafür ist das Leder zu dünn.

      Bei der nächsten Rekonstruktion würde ich eher Richtung 2,5-3mm (wenn nicht sogar mehr) tendieren, einfach aus dem Grund, dass sich das Leder nicht so sehr dehnt und auch mehr aushalten kann. Das damals verwendete Leder ist pflanzlich gegerbtes Leder in Natur.

      Eine interessantes Projekt wäre auch die Rekonstruktion des Schwertgurtes mit Alaungegerbtem Leder, welches aus der Gerbung heraus bereits rein Weiß ist.
      - Für kein Tier wird mehr geschaft...als für die Katz -
    • Hier meine, ebenfalls pflanzlich gegerbtes Leder soweit ich weiss, Ziegenleder für die Scheide, und Rindsleder für den Gurt. Der Gurt hat die übliche Gurtstärke und sieht aber getragen soweit gut aus. Lässt sich auch gut wickeln. Bei meiner nächsten Schwertscheide werde ich das Ziegenleder der Scheide mal noch dunkel färben um auch mal so eine zu haben.

      [Blockierte Grafik: https://lh3.googleusercontent.com/-7A2vIF4qqFs/TXlN1EiBJKI/AAAAAAAAAMo/S5IJbuVbQbY/s1600/Schwertscheide_DSC5488.jpg]
      –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
      Kaufmann
      Comthurey Alpinum
      1180 n.Chr.

      A-Bischof (zum Papst reichts noch nicht).
    • abload.de/img/20150506_18281733of7.jpg

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      Wie versprochen die Bilder von der fertigen Scheide und dem weissen Gürtel.
      Das Leder ist nicht reinweiss - sieht auf den Fotos nur so aus. Ist leicht gräulich.
      Viele Grüße!

      Johann


      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !