mittelalterliches heerlager kleinkinder-sicher machen

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    • mittelalterliches heerlager kleinkinder-sicher machen

      hallo!

      nach ca. 4 jahren abstinenz möchte mein lager nun endlich wieder auf mittelaltermärkte fahren. die sache ist aber die, dass die 4 jahre pause dadurch zustande kamen, dass es nachwuchs im gruppenkern gab. diese kinde sollen nun natürlich mit.
      unser problem besteht nun darin, dass wir uns gedanken machen, wie man das lager, besonders die heringe, kindersicher machen kann. da die elstern von ideen wie "kind an die leine" oder "helme für die kinder" nicht ganz zufrieden sind, fragen wir uns, wie wir die heeringe, die ja bei uns zum großteil aus staht bestehen, irgendwie sicher kann.

      unsere ideen waren bisher:
      - festen schaumstoff, wie z.b. von einer yogamatte, über das heringende stülpen, dann stoff, z.b. kartoffelsack oder so, drüber stülpen und dann alles mit einem band fixieren

      - kunststoffbecher so einschneiden, dass man sie über die heringsenden stülpen kann, becher vorher natürlich so bearbeiten, dass sie eben auch mit stoff beklebt und kaschiert sind


      die 1. idee wirkt wohl recht aufwändig, da man das gefummel erst nach dem einhämmenr in den boden hat und das dann ca. 80 - 100 mal. die 2. idee wäre da schon praktikabler, weil man die bereits präperierten becher schnell anbringen, entfernen und so für den nächsten markt lagern kann.


      was mich interessiert: wie habt ihr diese probleme mit kindenr im lager gelöst? es gint ja eine menge lager, die kleine kinder dabei haben, nur haben wir noch nie darauf geachtet oder mal gefragt, was die da so speziell für tun.

      nur schon mal vorab: kinder zu hause lassen oder einfach nichts tun und die gefahr hinehmen geht gar nicht. das würde leider gar nicht helfen, weil die eltern ohne kinder nicht mitkommen würden (und das wäre die halbe gruppe) und weil die 2 3-jährigen kinder sich selbst im garten, wo es keine seile, heringe usw gibt ca. alle 5 minuten lang machen. da wäre an so einem markt-wochenende irgendwann eine "kopf auf hering situation" vorprogramiert.

      danke schon mal!
    • Ich habe vor ein paar Jahren mal ein Lager gesehen das eine Art "Kinderlaufstall" aus Weidenflechtzaun zentral unterm Sonnensegel gebaut hat. Jedes Mal neu flechten ist da sicherlich etwas aufwändig, aber sowas kann man ja auch als einzelne Zaunelemente vorfertigen und vor Ort zusammenbauen... Innen mit kuschligen Fellen auspolstern, Spielzeug hinzugeben, Kinder glücklich.

      Alle Kinder sind damit gut untergebracht und vor möglichen Gefahrenstellen im Lager geschützt. Fand ich damals eine gute Idee.
      Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist. (Konfuzius)
    • also wir lagerten vor der Schwangerschaft, während der Schwangerschaft und nach der Geburt... die Kinder sind damit aufgewachsen und es gab nie Probleme. Ehrlich gesagt wäre ich nie auf die Idee gekommen irgendwelche Heringe zu "verstecken" oder sonst irgenwelchen "Handstand" zu machen. Ganz kleine Kinder sind ja eh bei der Mama oder dem Papa und noch nicht so mobil, da reicht eine Decke im Schatten und gut ist... wenn die Kinder größer und mobilder werden, dann hat sich bei uns bewährt, dass wir den Kindern unsichtbare Grenzen gezeigt haben, die nicht überschritten werden dürfen. Das hat perfekt geklappt und wenn die Kinder irgendwo ausserhalb ihrer Grenze hin wollten, haben sie es uns gesagt und wir sind mit.
      So wie ich das bei dir lese, handelt es sich ja um Kinder um die 4 Jahre, da kann man doch erwarten, dass sie bereits so weit sind zu verstehen, wenn man ihnen Gefahrenquellen erklärt und diverses verbietet.
      Ich sehe keinerlei Probleme. EInzig hatten wir für die Nacht immer einen Eimer mit Katzenstreu drin dabei, damit wir nicht weiss der Herr wohin mussten um Pipi zu machen.
      Darstellungszeitraum: 1475 (Süddeutschland)



    • Vorneweg, ich habe selbst Kinder.

      Die Lösung ist eigentlich ganz einfach, auf die Kinder gut acht geben.
      Denn selbst wenn Ihr Euer Lager gesichert habt, haben die Ritters von Nebenan vielleicht doch die Schwerter im Regal vorm Zelt und ein Feuerchen.
      Und oft sind es die simplen Dinge, die gefährlich sind, der Bach, die Pfütze, der Hund von nebenan der ja nur spielen will, oder Besucher die den lieben Kleinen etwas leckeres zustecken...

      Die Zeit in der Kinder klein sind, ist nun mal eine anstrengende Zeit, der erhöhten Aufmerksamkeit, man kann nicht von der Welt erwarten, das sie sich in ein Kinderzimmer verwandelt.
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    • Vorweg...:
      Ich / wir haben keine Kinder (weder persönlich noch im Lager)...

      Jetzt aber mal die ganz dumme Preisfrage...:
      Wovor haben denn die Kindeseltern nun konkret Angst / Panik...?

      Das eines der Kleinen stolpert und mit dem Kopf auf einem der Häringe steckenbleibt...?
      Sollte eigentlich nicht passieren können, wenn die Häringe a. gerundet sind und b. tief genug / komplett / ganz eingeschlagen wurden...

      Falls b. aus irgenwelchen Häringsformgründen nicht möglich sein sollte, würde ich vorschlagen, die Enden schlicht und einfach mit entspr. schmalen Stoffstreifen ausreichend dick zu umwickeln und so zu polstern, bzw. die Häringe komplett auszutauschen und die neuen gleich so auszuwählen, daß sie ganz eingeschlagen werden können... :)

      Oder einfach die Vorzeichen umkehren... ;)
      Nicht die Häringe, sondern die Kinder polstern und stoßsicher verpacken...
      Ist nur die Frage, ob die das dann auf Dauer bzw. überhaupt mitmachen... :wiki1 ^^

      Ansonsten denke ich einfach und unerfahrenerweise mal, daß die Ratschläge von Hummelchen und Silvia schon das passend praktikabelste und umsetzbarste sind... :)

      LG
      Halfdan Horntrinker
      "Der Mensch braucht kein Kreuz zum Leben, sondern ein Rückgrat...!!"
      :wiki1
      "Wir können es uns nicht leisten, Mythologie kritiklos hinzunehmen...!"
      Prof. Dr. Henry Jones Junior :D :D
    • Also ich danke euch schon mal für die tipps.
      Allerdings muss ich sagen, dass mir das noch nicht so richtig weiter hilft.

      Es sind zwar nicht meine kinder, aber ich kenne die beiden gut genug um klar sagen zu können, dass man den kindern durch erklären oder einreden definitiv keine so klaren grenzen klar machen kann, dass sie nicht gefahr laufen an den seilen oder heringen hängen zu bleiben.

      Die beiden sind , eigentlich im positiven, weil sie recht lieb sind, irre. Sie rennen wie bekloppt durch die gegend, was im heimischen garten ja nicht so problematisch ist. Dennoch fliegen sie auch da alle 5 minuten hin, was aber eben auch nicht so schlimm ist. Landet der kopf im lager aber auf einem stahlhering, so ist das schon ein problem.
      Einen platz ohne heringe oder seile, wo die kinder gefahrlos rumlaufen können, wird man in unserem lager kaum finden. Dafür steht leider immer alles dicht beieinander und selbst wir erwachsenen bleiben hin und wieder mal an einem seil hängen.

      Unsere heringe lassen sich zum großteil nicht ganz in den boden hauen und das sind auch die übelsten, wenn man die potentielle kopf-hering-aufschlagfläche betrachtet.

      Polstern ist, wie oben geschrieben, was wir im grunde vor haben. Ich hatte nur gehofft, dass da jemand vielleicht auch praktische erfahrung mit hat und mir bzw uns den einen oder anderen erprobten tip geben kann.
    • Nun, eigentlich erscheint mir da die Lösung (ausgehend von Deiner Schilderung der zu erwartenden Situation) rel. klar zu sein...

      Entweder ihr improvisiert irgendetwas mit einer, wie schon von Dir beschriebenen,
      übergestülpten und mit Stoff kaschierten Schaumstofftülle...
      (...die dann wahrscheinlich weder gut und schon gar nicht "A" aussieht...)
      ...und bei der dann immer noch die Möglichkeit / Gefahr besteht,
      daß sich eines oder beide der Kids durch einen seitlichen"Direktaufschlag" Kiefer
      und / oder den Hals brechen könnten...

      ...ODER ihr macht im wahrsten Sinne des Wortes gleich Nägel mit, bzw. besser gesagt, Häringe OHNE Köpfe, die sich dann, wie schon oben gesagt, GANZ einschlagen lassen und wählt damit die konsequenteste und vor allem gefahrloseste Lösung für alle Beteiligten... :)

      Wobei mir persönlich insgesamt allerdings schleierhaft ist, wie ihr die beiden Rangen dann
      notfalls vor Stürzen auf die Häringsköpfe Eurer Nachbarlager und / oder Kollisionen mit sonstigen sich in der Nähe befindlichen und hervorstehenden Gegenständen schützen wollt...

      LG
      Halfdan Horntrinker
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Halfdan Horntrinker ()

    • Irgendwie fühle ich mich ein wenig veräppelt.


      Die Überschrift lautet mittelalterliches Heerlager.
      Also entweder versucht ihr eins auf Mittelalter und Heerlager zu machen oder ihr macht einen auf Kindergarten im rustikalen Look. Aber Beides verträgt sich schlecht.
      Andere Leute haben auch anstrengende Kinder, und bekommen sie groß, ohne das sie die Welt in Watte packen. Im echten Mittelalter haben Kinder übrigens auch überlebt.
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    • janoschman schrieb:

      Die beiden sind , eigentlich im positiven, weil sie recht lieb sind, irre. Sie rennen wie bekloppt durch die gegend, was im heimischen garten ja nicht so problematisch ist. Dennoch fliegen sie auch da alle 5 minuten hin, was aber eben auch nicht so schlimm ist.


      Das klingt für mich so weit nach ganz normalen Kindern.

      janoschman schrieb:

      Es sind zwar nicht meine kinder, aber ich kenne die beiden gut genug um klar sagen zu können, dass man den kindern durch erklären oder einreden definitiv keine so klaren grenzen klar machen kann


      Das sehe ich eher als Problem, wobei ich fürchte, dass dieses Problem nicht bei den Kindern liegt.

      Wir hatten schon öfters kleine Kinder von Besuchern, Verwandten und Bekannten im Lager und das war immer unproblematisch und für die Kinder ungefährlich. Unser Lageraufbau ist sehr kompakt und auf drei Seiten nahezu geschlossen. Vor und auf einigen Stolperfallen stehen Möbel. Dadurch haben wir die Schlafzelte sehr ruhig (da können Kinder oder Hunde tagsüber gut schlafen, ist auch gut als Wickelplatz) und vor allem überblickt man von jeder Arbeits- oder Aufenthaltsstelle die gesamte Aktivfläche.

      Bewegungsradius begrenzen, für Verletzungen Vorkehrungen treffen (Erste-Hilfe-Ausbildung und adäquate Apotheke sind für mich ohnehin ein Muss) und , wie Silvia schon schrieb: "Acht geben".
    • Schön. Nehmen wir mal an, Ihr schafft es, Euer Lager vollkommen idiotentauglich und damit auch kleinkindertauglich zu machen.
      Und was ist, wenn die nun - Grenzen kann man ihnen ja offenbar nicht so recht klar machen - über die Häringe des Nachbarlagers fallen und sich an denen aufspießen?
      Oder anderweitig über die vielen Gefahren für kindliche Unversehrtheit stolpern, denen man auf einem MA-Markt nun mal begegnet?
      Da gibt es Häringe, auf denen man sich pfählen kann, Messer, mit denen man sich schneiden kann, Holzklötze, mit denen man sich den Schädel einschlagen kann, Äxte, mit denen man sich die Finger abhacken kann und vieles, vieles mehr.

      Ganz ehrlicher Rat?
      Bleibt daheim bis die Bamsen groß genug sind, auf sich selber aufzupassen.
    • Ich würde den Kindern die Gefahrenstellen zeigen und ihnen klar machen, was passieren kann...

      zudem sollten Kinder sehr wohl Grenzen kennen und respektieren lernen, wichtig ist auch, dass ein Stop ein Stop ist und unumstößlich akzeptiert wird. Strenge, konsequenzreiche Erziehung bedeutet nicht Spassbremse und schlechte Eltern, im Gegenteil.

      ich habe jetzt einige Jahre in der Kindererziehung zu tun (zum einen arbeite ich in einer KITA, zum anderen habe ich selber drei Kinder). Ich kann nur sagen, dass Kinder die genaue Grenzen kennen glücklich sind, denn nur solchen Kindern kann man ab und an mal eine Grenzüberschreitung (ob als Belohnung oder besonderes Erleben) gewähren. Kinder die alles überall dürfen und dazu noch in Watte gepackt werden, das werden ganz üble Tyrannen, die in der Schule maximal Probleme machen werden (so meine Erfahrung als Sekretärin in einer Grundschule mit angeschlossener KITA)
      Darstellungszeitraum: 1475 (Süddeutschland)



    • Wir haben jetzt auch ein Kleinkind im Lager, ab nächstem Jahr sogar 3. Ich hab mir auch schon Gedanken gemacht mein Lager Kindgerecht zu gestalten aber die Häringe zu polstern kam mir noch nicht in den Sinn. Ich denke daß es da keine großen Probleme geben wird.
      Wie oben schon von den anderen geschrieben bin auch ich der Meinung daß das alles Erziehungssache ist. Meine beiden Kinder sind auf dem Land groß geworden, da gabs auch viele Gefahrenquellen und die zwei kamen auch das eine oder andere mal mit Blessuren vom spielen zurück, beide habens überlebt und sind groß geworden.
      Ich denke Kinder in Watte zu packen bringt überhaupt nichts. Manchmal müssen sie halt auch ihre eigenen Erfahrungen machen wenn sie auf die Eltern nicht hören wollen
      LG Alex
    • Ich komme eben von unserem Lager in Worms zurück, wir hatten Babys, Kleinkinder und Kinder von 1/2 Jahr, 1 Jahr, 3, 4, 5 usw. dabei.
      Diese sind das ganze Wochenende mit viel Spaß durch's Lager geschossen und kein eines hat sich an den Standard-MA-Metallheringen aufgespiesst...
      Wie machen deine Freunde das zuhause?
      Schaumstofftreppen? Plüsch-Ecken und -Kanten?
      Und wenn sie spazieren gehen, wird mit einem überdimensionierten Turbo-Laubbläser jeder kleine spitze Stein aus dem Weg geblasen??!
      Vielleicht ist da Lagern nicht das richtige Hobby und sie sollten die Kinder in ein großes Bällchenbad setzen??
      ;)
      "It is no bad thing to celebrate a simple life."
      (Bilbo Baggins)
    • Jetzt muss ich doch noch einen Denkanstoss senden:
      die Erkenntnis, dass dem Kind etwas passieren könnte trifft viele Eltern sehr hart und si ekönnen damit nicht wirklich umgehen. Kinder sind kleine Wesen, die nur dadurch lernen, dass sie beobachen, nachmachen und eben auch dadurch, dass sie eigene Fehler machen dürfen. Sprich man zeigt dem Kind die Zeltstolperheringe,...dann erklärt man ihm welche Konsequenz es haben könnte, wenn man da drüber und auf einen anderen drauf fällt (Ich würd sogar von Krankenhaus sprechen) .. dann lässt man die Kinder alles anfassen (begreifen) und dann füllt man die Eltern mit Alkohol ab oder lenkt sie ab, damit die Kinder ihre Erfahrung machen dürfen und lernen können (vorischt, das war jetzt recht ironisch geschrieben)...
      Kinder denen man viel zutraut, denen passiert weniger. Mit der Angst um ein "huch-es-könnte-etwas-passieren" hemmt man Kinder in ihrer natürlichen Neugierde und in ihrer normalen Sicht von der "Welt der Großen".
      Vielleicht kannst du auf die Eltern soweit einwirken, dass du dich einfach am Lager etwas mit um die Kinder kümmerst, ihnen zeigst, wie man mit Feuer umgehet, ihnen zeigst wie man schnitzt, sie man einen Axt hält,... und nimm einfach für den Notfall, so etwas passieren sollte nen kleinen Erstehilfe-Koffer (das Ding aus dem Auto) mit.
      Schau dir mal die Seite "Josephine" auf unserer Homepage an,.. als die Kleine damals Holzgehackt hat, war sie gerade mal 4 Jahre alt :) brundelius.de/?page_id=334
      Darstellungszeitraum: 1475 (Süddeutschland)



    • Helikoptereltern sollten nicht auf Märkte gehen. Das Maß an Sicherheit und den Chichi drumherum kann dort nicht gewährleistet werden.
      Das Problem bei den sozialen Netzwerken ist diese etwas unglückliche Kombination aus Denkfaulheit, Rechtschreibschwäche und Internetanschluss. (Erwin Pelzig)

      "Mama, gibt es eigentlich den perfekten Mann?" "Ja, man nennt ihn Gromi. Im Gegensatz zum A-Papst ist er kompromissfähig!"
    • Meine Vorredner haben ja nun wirklich schon alles gesagt.
      Meins Senf dazu ist eigentlich nur noch:

      ....das Kindern manchmal auch einfach ein bisschen wenig zugetraut wird.......

      Die sehen und erkennen oft sehr viel. Viel mehr als manch ein Erwachsener.
      Und wenn ein Kind SO klein ist, das man auf solche Stolperfallen wie gespannte Zeltseile und Heringe achten muss, haben diese alleine und zu Fuss im Lager schlicht nichts zu suchen und gehören unter Aufsicht. ;)
      Herzlichst, Vroni :)
      ----------------------------------------------
      "Ich kann, weil ich will, was ich muss."
      >Immanuel Kant<

      "Du musst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst."
      >Mahatma Gandhi<
    • Ich war am Wochenende mit Katharina di Mauro in Worms, und meine Kleinste hat auf dem Lager laufen gelernt. Natürlich klappt das nicht, ohne viele Stürze. Sie ist bevorzugt auf dem Schotterweg hin und her gewackelt, hat sich in den Staub geworfen, und ist auch auf der Lagerwiese zwischen den Abspannungen hin und her getorkelt. Was macht man als Eltern da? Daneben stehen, mit gehen und aufpassen. Wie es so ist, habe ich natürlich von diversen Besuchern oder auch Lagerleuten Kritik geernet....wie ich denn dem armen Kind ein langes Kleid anziehen kann, so wird es ja NIE laufen lernen, oder wie ich es ihm antun kann immer wieder in den Dreck zu fallen.....das muss man halt überhören ;)
      Wenn sie im Lager zu nah an einen Hering kam, haben wir sie halt in eine andere Richtung gelenkt. Keine Frage - lustig am Tisch sitzen und das wilde Treiben vor dem Lager beobachten mag mehr Spaß machen, als einem Kleinkind hinterher zu laufen. Aber wenn ich dazu keine Lust habe, kann ich mich auch fragen warum ich mit einem Kleinkind lager ;) entweder nehme ich in Kauf, dass mein Kind mit ein paar Schrammen nach Hause kommen darf, gebe auf mein Kind acht, oder ich bleibe ganz einfach zu Hause.
      Meine Große (3,5) ist mehfach wie eine Wilde durchs Lager geflitzt, und hat sich auch das ein oder andere mal in einer Abspannung verfangen und einen flieger gemacht. Tja....wenn sie die Erfahrung macht, dass man über eine Schnur stolpern kann, dann passt sie irgendwann vielleicht mal besser auf. Kinder müssen auch das Recht auf eigene Erfahrungen haben. Wenn man alles vor ihnen versteckt, verpackt und sie nichts selber erfahren lässt, können sie es auch nicht lernen.
      Mein Fazit : Kinder mitnehmen, auf sie aufpassen und sie einfach mal machen lassen.
    • Alles gesagt, außer:
      Schlagt die Häringe bis Anschlag ein !!!! Häringskopf bündig mit dem Erdboden, das ist für alle äußerst gesund. Denn Kinder fallen da nicht so oft drüber wie Erwachsene , die Nachts von der Toilette kommen. Einkind fällt über einen Häring und landet vor dem nächsten, ein Erwachsener knallt dann gleich auf 2 .
    • Unsere Tochter ist auch von Geburt an ins Lager mitgefahren. Die ersten drei Jahre mit ins Pfadfinderzeltlager (2 Wochen) und ab 3 dann mit im Heerlager. Sie ist wahrlich ein Wildfang und wenn es losgeht, kaum zu bremsen. Zwei- dreimal ist ihr eine Abspannleine in den Weg gesprungen und einer der Tische hat auch ab und zu eine seiner Ecken über sie gestellt. Mit klaren Anweisungen wo im Lager nicht rumgeturnt werden sollte, war dass ganze danach auch kein Problem mehr. Auch jetzt mit sieben stolpert sie ab und zu wie wir Erwachsenen auch, manchmal über Klamotten am Boden. Meistens sind die Abspannungen da aber auch wirklich unglücklich positioniert.

      Also vielleicht mal die Abspannsituation insgesamt überdenken und sich mehr Gedanken um die umliegenden Gefahren wie Wasserflächen o. ä. machen. Die ziehen die Kinder mehr an wie Heringe im Boden. ;)

      Sich Gedanken über eine Not-toilette für nachts zu machen, ist sowieso der beste Ratschlag.
      ✠ - Nōn nōbīs, Domine, nōn nōbīs, sed nōminī tuō dā glōriam - ✠

      Freie Bruderschaft vom Tempel Salomon 1147
    • Also der Kindergarten in dem ich ganz früher war, der war auch nicht kindersicher - Und das war ein Kindergarten, unerhört, also wirklich!

      Wenn man da wie ein glückliches Kind total wahnsinnig durch die Gegend gerast ist, konnte einem schon einmal eine schwingende Schaukel mit Kind volles Pfund an den Kopf knallen.

      Da hab ich heute noch ne Narbe von. Und trotzdem habe ich mich mehr oder weniger ganz no... no... normal entwickelt. War ne schöne Zeit. Und ein cooler Kindergarten.

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      Ich stehe dem ganzen Thema ähnlich gegenüber wie dem Sauberkeits- und Sterilitätswahn von heute.
      Es wird viel zu viel getan und drauf geachtet, alles steril und keimfrei zu halten. Wenn das noch ein paar Generationen so weitergeht und vermutlich schlimmer wird, dann sterben wir irgendwann wenn etwas schiefgeht alle an Krankheiten, die wir nicht abkönnen, ähnlich wie die armen Atzteken an den Keimen der Spanier.

      ... Nur wären es unsere heimischen Keime, da wir ja nichtmal die mehr gewohnt sind.

      Lasst die Kinder laufen, lasst Ihnen die Freiheit die Welt zu erleben. Ihr könnt noch so sehr aufpassen, noch so sehr absichern, es kann IMMER etwas passieren - da ist es besser auf den natürlichen Selbsterhaltungstrieb und das Lernen einen vernünftigen Umgangs mit gefährlichen Dingen ( Manchmal durch Aua ) zu bauen.

      Ich führe die Argumentation von Panzerreiter noch ein Stück weiter:
      Selbst wenn der ganze MARKT komplett Idiotensicher gemacht wird, auf dem Hin- oder Rückweg könnt ihr immer noch einen Autounfall bauen und die Kinder zu schaden kommen.
      - What can change the nature of a man?
      (- Was kann das Wesen eines Menschen ändern? )