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Bettdecke für´s Lager

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    • Bettdecke für´s Lager

      Gerade bin ich dabei unser nächstes Lager vorzubereiten und wieder kommt die alte Frage nach der Bettdecke auf. Bisher nehmen wir immer unsere Decken aus unserem "normalen" Bett mit, aber solche Decken gab es ja nicht. Ein Holzgestell als Bett haben wir, aber was nimmt man als Zudecke?
      Was hat man früher tatsächlich gehabt? Hat da jemand Quellen dafür?
      Wir stellen Bauern dar um 1300 im schottischen Hochland.
    • Mit handgewebten Wolldecken kannst Du zumindest technisch nichts falsch machen.
      Aber der Gesundheit zuliebe benutzen wir Schlafsäcke, die wir tagsüber mit einer ambientigen Decke kaschieren.
      Mein Lebensmotto: "Maxime peccantes, quia nihil peccare conantur" - Wer nicht zu sündigen wagt, begeht die grösste Sünde. - Erasmus von Rotterdam

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    • Ich bin auch im Monet dabei für uns neue Bettgarnituren zu machen. Da ich an einen riesen Haufen Schafwolle gekommen bin, war mein Plan eine Leinen-Steppdecke mit Wollfüllung zu machen. Dafür habe ich auf dem Flomarkt alte handgewebte Ballen Bauernleinen erstanden. Dazu noch Bezüge aus feinerem leinen. Wir haben auch eine große Felldecke. Ob das natürlich so verwendet wurde ist natürlich die andere Frage....
    • Neulich habe ich auf einem Strohsack geschlafen, das war unerwartet bequem. Dazu habe ich eine gefütterte Wolldecke, ( zwei Lagen Wollstoff da zwischen Wollabfälle vom Webstuhl ) weil ich im Schlafsack IMMER gefroren habe. Da drüber eine handgewebte Decke, wenn's kalt ist auch zwei.

      Wenn man sich Abbildungen genau anschaut, entdeckt man viele Bettdecken und Kissen, irgendwie auch für sämtliche Zeiten. Es gibt Bilder, da sehen die Decken nach Pelz aus. (Pelz, quasi Kürschner Arbeit, keine Zottelfelle) es gibt Andeutungen von Mustern, welche mit reichem Faltenwurf und Schlichte.
      Bei den Kissen, ist es ähnlich. Die Palette geht von sehr aufwendig ganz schlicht bis verziert, besonders unter den Popos von Heiligen.
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    • Wir haben ein handelsüblichen Schlafsack genommen und auf diesen Klettband genäht. Dann auf zwei Wolldecken die Gegenstücke des Klettbandes. Wenn es doch sehr kalt werden sollte, kletten wir die Wolldecke an den Schlafsack und dadurch das die Wolldecken größer sind als der schlafsack sieht man auch das moderne nicht unter der Wolldecke. Gerade wenn ein Kind mit im Lager ist, denke ich, ist diese Lösung zwar nicht standesgemäß aber durchaus nachvollziehbar. Wichtig ist nur das die modernen schlafsäcke nicht sichtbar sind wenn das zelt offen steht.

      Für mich persönlich nehme ich zwei dicke wolldecken und das passt schon...
      LG Alan



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    • Man kann auch tricksen:

      Hier das Original: img5.fotos-hochladen.net/uploads/bett13jahrhujv18ldzgx6.jpg

      Dann was daraus gemacht wurde:
      img5.fotos-hochladen.net/uploads/reisebett1ht6wr3kxzo.jpg
      img5.fotos-hochladen.net/uploads/reisebett2p0l4u8vwt2.jpg
      img5.fotos-hochladen.net/uploads/reisebett38kzh6t09us.jpg
      img5.fotos-hochladen.net/uploads/reisebett4y7m60wnsc2.jpg
      img5.fotos-hochladen.net/uploads/reisebett5k7n83mzfsw.jpg

      und jetzt die Auflösung: img5.fotos-hochladen.net/uploads/auflsung95pnl2bx0k.jpg

      Das ist die einfache Reisevariante. Die etwas aufändigere sieht dann so aus: plus.google.com/photos/1128265…oid=112826522366266440655

      Beide Male als Bettdecke nur eine Wolldecke, darunter ein Leinentuch (kennt man z. Bsp. aus dem Urlaub in südlicheren Hotels - so ein Überschlagtuch. Das Fell auf dem Reisebett ist eher die Unterlage.

      Und zur Not geht auch das hier: plus.google.com/photos/1128265…oid=112826522366266440655
      2 Wolldecken drunter, 1 Viereckmantel aus gefütterter Wolle zum Zudecken (das ist das blaue rechts), und dann zum Schlafen ein warmes Wollkleid anlassen.
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    • Wir haben handgewebte Woldecken, die sind groß, schwer und kuschelig. Oder für kalte Nächte, normale Steppdecken in einem Bettbezug aus Leinen oder in einem Bettbezug aus Wolltoff.
      Wenn es arg kalt und nass ist und man irgendwo auf einem Dachboden schläft, auf den eh kein Besucher kommt, dann kann es aber auch schon mal die Felldecke aus vielen kleinen Polytierchen oder der kuschelige Schlafsack sein ;)
      Viele Grüße
      die Lisabeth
    • Hallo Derwine,

      also handgewebte Wolldecken wie schon erwähnt gehen immer nur bitte auf die Farbe achten - aber das wusstest Du schon.
      Ansonsten hält ein Highländerrindfell sehr gut warm aber nur solange man darunter liegt, es ist sehr schwer hält abr die Wärme nur ist nach dem aufdecken ebenso schnell eisekalt.
      Ich kenne es von Lagern mit Minustemperaturen...

      Wie wäre es denn mit aneinangdergenähten Schaffellen.. oder Kaninfellen für die leichtere Variante - sicher auch Kühler...
      Kanin in Hasenfarbenem Fell müsste gehen, ist auch nicht gerade ein Fell das sich ärmere Leute nihct leisten konnten - falls sie denn in Eurer Darstellung und Epoche Jagen durften.

      Grüße sendet Olegsson :wiki4

      Bezugshändler finden sich auf den Großen Veranstaltungen z.B.: in Freienfels und beim Wikinger - Sommermarkt im August, im Archeon /NL.
    • Ich meine bei den Templern gibt es eine Regel die für Bettvorleger, Bettauflagen, Bettdecken, Mantelfutter usw jedes Pelzwerk außer Lamm- und Schafsfell ausdrücklich verbietet. Im Umkehrschluss müsste also eben dieses Lamm- und Schafsfell für jedermann in Ordnung sein.

      Im Mauricius von Crâun werden Steppdecken aus Seide erwähnt, die auch auf dem Boden als SItzgelegenheit verwendet werden, das Bett der Königin ist mit vier aneinandergenähten Leopardenfellen abgedeckt, zusätzlich gibt es dort eben seidene Steppdecken, seidene Kissen und eine zusätzliche Decke mit einem 10cm breiten umlaufenden Zierstreifen aus schwarzem Pelz auf der Außenseite und innen der Pelz eines Tieres das bis heute aus der Beschreibung noch niemand identifizieren konnte.
      Besonders das mit den Leopardenfellen will ich für meinen Landgrafen.

      Maras Idee mit dem getarnten Feldbett würde ich auch gerne adaptieren, das finde ich großartig fürs leichtere Gepäck.
    • Wir haben unsere Steppdecken auch selbst genäht. Leinenstoff in Bettdeckenmass (1,50x4,00m) zurechtgelegt, dann 1kg finkhof.de/schafwolle/kardiert…ollvlies-naturfarben.html auf die Hälfte verteilt, 2te Stoffhälfte umklappen und rundherum zugenäht. Dann ein paar Steppnähte (so wie bei normalen Bettdecken in Rautenform) in großen Stichen, fertig. Stichlänge nicht zu klein wählen, sonst wirds fest und die Decken schmiegen sich nicht gut an.
      ________________________________________

      Gruß, Luanda

      P.S. Wolle macht glücklich
    • Also im Museumsdorf Strohsack, Schaffell drüber, handgewebte Wolldecken 2 Lagen und es is mehr als nur warm, letztes Wochenende musste ich mich sogar abdecken.
      Zum Schlafen ein Leinenunterkleid reicht völlig.
      Als Kissen aus Wolle einen Überzug gefilzt mit Flies ausgestopft und als 2. Kissen das selbe mit Leinenbezug zum regelmäßigeren Waschen

      Wenns auf Lager geht und das Zelt zu is, Feldbett mit Fellen drauf und der gute Schlafsack, zur Not noch den Mantel drübergeworfen, fertig
      Toleranz ist die Erkenntniss, dass es keinen Sinn macht sich aufzuregen
    • Katharina de Lo schrieb:

      Mara, ist das Kernstück der aufwändigeren Bettvariante auch das Feldbett?


      Nein, das sind unsere Truhenbetten. Vorne eine Truhe, hinten auch, dazwischen sind Holzstangen, die mit Leinen bespannt sind. Wenn alles gut eingerastet ist, hat man ein bequemes Bett und kann in den Truhen auch Wertgegenstände unterbringen (die sind natürlich teilweise mit Eisenbeschlägen und einem schweren Schloss versehen). Das trägt dann keiner so leicht weg. Ist aber auch deutlich aufwändiger, als die Feldbettvariante, daher nur für ausgewählte Events. Und mich persönlich stört dann auch noch die "Besucherritze" zwischen meiner besseren Hälfte und mir. Daher haben wir uns jetzt einen 160 cm breiten Lattenrost angschafft, der dann einfach darauf ausgerollt und fixiert wird. Dann können wir auch bei den Truhenbetten wieder kuscheln.

      PS: Die beste Methode, um nachts nicht zu frieren, ist sowieso das Bett zu teilen. Manchmal schlafen wir einfach auf dem Boden auf Isomatten und Fellen. Haben aber 2 Schlafsäcke, die man miteinander kombinieren kann (viereckig, keine Mumienschlafsäcke) Einer kommt nach unten, der andere nach oben, die sind zusammen dann auch 160 cm breit. Da kommt man eher ins Schwitzen. Und für´s Ambiente komt tagsüber einfach eine 2 x 2 m handgewebte Wolldecke drüber, die ich bei ebay mal für 20 € geschossen habe. :whistling:
      Mein Lebensmotto: "Maxime peccantes, quia nihil peccare conantur" - Wer nicht zu sündigen wagt, begeht die grösste Sünde. - Erasmus von Rotterdam

      Mara auf Facebook: facebook.com/profile.php?id=100008173720536
    • Hallo Derwine,

      also wir schlafen mit Wolldecken zum Zudecken und unten drunter Schaffelle. Die Wolldecken haben wir Von der "Konkurrenz" (Hudson,s-bay.com, Trapperbedarf). Die Fife point Decken sind wirklich gut. Im Sommer manchmal sogar zu warm.
      [b]UT NULLUS ALIUM AD IRAM PROVOCET![/b]
      Keiner soll den anderen zum Zorn reizen!

      www.thomasvonsteyn.jimdo.com
    • Vielen Dank für die vielen Antworten.
      Wir haben auch mal auf einem Markt einen alten Bettbezug mit Stroh gefüllt, als Matratze. Das war sehr bequem, aber leider bekommt man auf Märkten so gut wie kein loses Stroh und immer gefüllte Strohsäcke mitnehmen, nimmt im Auto zu viel Platz weg. Was die Decken betrifft, werde ich es wohl mit ein paar Lagen Wolldecken in natur oder pflanzengefärbt versuchen. Ein Unterkleid als Nachthemd hat sich ja bewährt. Die Idee Leinen unter die Wolldecken zu legen finde ich gut, denn dann kratzt die Wolle auch nicht.
      Ansonsten hilft mir gegen die Kälte am besten zu zweit unter der Decke liegen. Das schützt mich dann auch gegen Mückenstiche, denn sie mögen meinen Mann lieber als mich. :D