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Verträgt sich Horn längere Zeit mit Feuchtigkeit ?

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    • Verträgt sich Horn längere Zeit mit Feuchtigkeit ?

      Huhu,

      meine frage steht ja schon oben in der Überschrift...

      kurz zur erläuterung, wir haben überlegt was man mit alten Trinkhörnern anstellen könnte, da wir die Dinger vor Jahren mal gekauft hatten aber leider keine Verwendung mehr dafür haben.

      bevor wir sie wegwerfen , den gebrauchte Trinkhörnern lassen sich schlecht verkaufen....

      Die Idee war, die Trinkhörnern als äh ich sag jetzt mal als Art Blumentopf für die Aufzucht von Kreutern im Winter zubenutzen

      Jetzt stellt sich halt vorab die
      Frage, in wie weit macht Horn das mit?

      ohne evtl zu verschimmeln oder was weiß ich...

      evtl kann mir ja vorab jemand weiter helfen der sich mit Horn auskennt.
      Ansonsten lasse ich es halt drauf ankommen :rolleyes:

      viele Grüße Sky.
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    • Aus dem Bauch heraus gesagt, wenn ein Horn von innen beschichtet worden ist, sollte ihm die Feuchtigkeit lange nichts ausmachen. Bei reinen Naturhörnern ohne Beschichtung kann es klappen, muss aber nicht. Hängt mMn davon ab, wie sauber das Horn von innen ist.
      ✠ - Nōn nōbīs, Domine, nōn nōbīs, sed nōminī tuō dā glōriam - ✠

      Freie Bruderschaft vom Tempel Salomon 1147
    • Viele Trinkhörner sind innen mit einer lebensmittelechten Beschichtung versehen und haben innen eine glatte Oberfläche. Wie so eine Art Versiegelung.

      Andere wiederum sind von innen naturbelassen und nicht glatt und eher rau und porig. Da könnte sich dann halt eher was bilden, oder die Wurzeln Deiner Pflanze anwachsen. Evtl. ist dann auch das Hornmark nicht ganz raus und das könnte ebenfalls bei langer Feuchtigkeit anfangen zu schimmeln.
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    • Mit expliziten Daten und Fakten zu der Zersetzungsgeschwindigkeit von unbehandeltem Horn
      kann ich Dir da zwar leider nicht weiterhelfen, allerdings möchte ich hierzu anmerken,
      daß Hornspäne u.a. als Gartendünger recht beliebt sind...

      Soll also heißen, daß es zu erwarten ist, daß Deine Blumentopf-Trinkhörner,
      unbehandelt sowie gefüllt mit Erde und Wasser, wahrscheinlich innerhalb kürzester Zeit
      (geschätzt innerhalb eines Jahres) deutliche Symptome div. kontiunierlicher
      Zerfalls- und Zersetzungsprozesse entwickeln werden, wie Undichtigkeiten,
      weiche und matschige Stellen, Vermoderung und ja, höchstwahrscheinlich auch sehr dankbar
      als Nährboden für div. Schimmelpilze und Bakterien dienen werden...

      Ob und wie weit und gut, bzw. besser die von Dir / Euch in diesen Trinkhörnern
      eingesetzten Pflanzen / Blumen / Kräuter jetzt gedeihen, vermag ich nicht zu sagen...

      Vorschlag...:

      Bei ausreichend vorhandener Anzahl von Trinkhörnern einfach eine Testreihe starten...

      1 x gründlich mit 2K Epoxydharz oder einer ähnlichen anorganisch-chemischen, zur gründlichen, sauerstoffabschließenden Versiegelung geeigneten Substanz ausgeschwenkte
      Hörner verwenden...

      1 x unbehandelte Trink- ääh- Verzeihung, Blumen-/ Kräuterhörner hinstellen,
      Kennzeichenen und als Kontrollgruppe verwenden...

      Dauer-/ Zeitraum (z.B. ein Jahr) des Versuches-/ Experimentes festlegen und ein Dokumentationsprotokoll über die Zersetzungserscheinungen des Horns und
      den Pflanzenwuchs führen... ;) :)

      LG
      Halfdan Horntrinker
      "Der Mensch braucht kein Kreuz zum Leben, sondern ein Rückgrat...!!"
      :wiki1
      "Wir können es uns nicht leisten, Mythologie kritiklos hinzunehmen...!"
      Prof. Dr. Henry Jones Junior :D :D
    • Das würde ich, wie schon gesagt, einfach ausprobieren. Wenn die Hörner dabei auf die Dauer den Geist aufgeben, ist das eben wie Wegwerfen, nur langsamer.

      Vorsichtig wäre ich dann mit dem Gießen der Pflanzen, Kräuter mögen nicht gerne im Wasser stehen, das gammelt dann schnell.

      Wenn es für meine Küche /Mahlzeiten wäre, würde ich allerdings nicht so gerne Epoxidharzrückstände in den Würzkräutern haben wollen.
      ________________________________________

      Gruß, Luanda

      P.S. Wolle macht glücklich
    • Von Innen Chemisch verkupfern und anschließend verzinnen
      könnte auch noch eine Option sein...

      Wobei ich, ehrlich gesagt, dann befürchten würde, daß in den Kräutern eher eine,
      möglicherweise ungesunde, Aufnahme von entspr. Oxyden ensteht / zu finden sein wird,
      als es bei einer sorgfältigen Behandlung mit einem geeigneten Epoxydharz der Fall wäre...

      Kunstharze sind da ja für gewöhnlich nicht Wasserlöslich, ebensowenig,
      wie sie, bestimmte aber in diesem Fall wohl höchst unwahrscheinliche Ausnahmen
      mal abgesehen, einen Nährboden für Bakterien oder Schimmelpilze bilden,
      durch welche dann eine Rückstandsablagerung
      in den Pflanzen selber gebildet werden / passieren könnte... :)

      LG
      Halfdan Horntrinker
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    • Kuhhörner sind ja mehr oder weniger aus dem gleichen Material wie Pferdehufe und wie die auf Dauerfeuchtigkeit reagieren, sollte Dir, Sky bekannt sein. Ich sage nur weiche Hufe, Strahlfäule und alle andere. Und wenn kein leben mehr drinnen ist, geht es wahrscheinlich sogar schneller.

      Halfdans Vorschlag mit der Beschichtung (Lack oder Kunstharz) halte ich für sehr sinnvoll. Die Beschichtung mit Metall weniger - wir hatten mal einen Ex-Weihnachtsbaum in einen großen Topf mit Kupferbeschichtung gepflanzt. Das arme Ding brauchte 3 Jahre, bis es endlich tot war.

      Mal eine andere Idee: Was wäre mit Neunutzung als "Füllhorn", also auf den Tisch damit, Schnittblumen und Weintrauben etwas rein und auf Tisch verteilen und fertig ist die Deko.
    • Ich weiß ja nicht, wie schön Eure Hörner sind ...
      aber fein verziert, so "zeitgemäß" und als "Begrüßungshörner" verwenden.
      Es ist ja nicht so, das Büffel (Wisent ) Hörner oder Ur (Kuh/ochsenhörner) nicht verwendet wurden als Trinkhörner.
      Beispiele gibts ja eigentlich genug, also einfach bei Feiern die verzierten Dinger ambientig nutzen.
      Ich habe auch 2 Paßhörner auf Lager mit, um Gäste würdig zu begrüßen
      Dauerhaft Horn mit Wasser (und Erde) , das riecht übel
    • ... sag das mal meiner Frau ; jedes mal wenn ich das mache ist sie gar nicht begeistert !

      Die Idee als sozusagen Zunderdose finde ich gar nicht übel.

      Das mit feuchter Erde drinnen, wird wohl - wie oben schon oft gehört - keine echte Freude machen.

      Bau Dir halt ne stilechte Lampe im der Art der bekannten Geweihlampen , oder als Salzstangenspender , Tischabfall , ...
      Besitz stirbt,

      Sippen sterben,

      Du selbst stirbst wie sie !

      Eines nur weiß ich, das ewig lebt

      - Der Toten Tatenruhm - !
    • Wie wäre es hiermit ist meiner Meinung nach die beste Verwendung für ein Horn :thumbup:
      Quelle: Youtube
      Das Problem bei den sozialen Netzwerken ist diese etwas unglückliche Kombination aus Denkfaulheit, Rechtschreibschwäche und Internetanschluss. (Erwin Pelzig)

      "Mama, gibt es eigentlich den perfekten Mann?" "Ja, man nennt ihn Gromi. Im Gegensatz zum A-Papst ist er kompromissfähig!"
    • War leider eine Zeit lang nicht hier.
      Horn unter Dauerfeuchtigkeit zerfällt.
      Allerdings kann man mit etwas Pflege wesentlich verzögern ( Fetten) Hörner wurden hier lange Zeit z.B. auch als Behältnisse für Wetzsteine benutzt, beim Sensenmähen. Also Wasser mit Wetzstein drin.
      Trinkhorn ohne Beschichtung innen, verdibt den Geschmack ziemlich. Man merkt den Mief ja auch schnell wenn man Horn bohrt oder schleift.
      Horn ist ein Hautgebilde und hält weniger aus als z.B. Knochen. Dafür lässt es sich unter Dampf , erhitzem Wasser, auch verformen und eignet sich dann auch zur Herstellung von Kämmen etc.
      ich selber trage ein grosses als Rufhorn auf der Jagd. Und ein kleines von einer Gemse als Taschenformat.