Verbeilt und zugenäht

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    • Verbeilt und zugenäht

      Ich habe mir quasie als Weihnachtsgeschenk an mich selbst einen richtig tollen kleinen Beil/Axtkopf zum schnitzen geleistet. Also Vorlage diente ein Foto das ich im Roskilde Schiffsmuseum von der Werkzeuggebrauchswand gemacht habe. Umgesetzt wurde das ganze von Xerxes von Xerxes Knives. Da ihm ein paar Abmessungen an dem Foto seltsam vorkamen wurden einige Maße an Vergleichsfunde angepasst. Als Hauptmaterial kam dabei norddeutsches Raseneisenerz sowie Bohnerz aus Luxemburg für die eingeschmiedete Schneidlage zum einsatz welche von Xerxes und Tim im Rennofen verhüttet worden sind.
      Als ich es endlich in Händen halten durfte, ging meine Arbeit daran los um bald damit zu Arbeiten.
      Sprich ich habe erstmal einen Stiel geschnitzt, damit ich damit arbeiten kann. Als Material habe ich Eibe genutzt, als nächstes steht dann noch der Schneidenschutz an, wenn ich mich entschieden habe welchen Typus aus Haithabu ich nachahme.
      Meine Zurechnungsfähigkeit wird wie kalter Fisch am besten Freitags oder auf einem Laufband serviert.
      (von mir, Ende 2013)
      Bei philosophischen Sprichwörten die von fliegenden Fliegenpilzen presentiert werden, ist eine gewisse Skepsis angebracht!
      (von mir, vorhin)
      Ich bin für intelligente Wissensabwehr, wenn das nicht hilft nehm ich nen Hammer.
      (ich, Wilnsdorf Oktober 2014)
    • Nemi Norison schrieb:

      Verbeilt und zugenäht
      :schock2 Erschreck mich doch nicht so! ich dachte schon, du hättest dir ins bein gehackt und würdest hier jetzt fotos von der " Authentischen" art das zuzunähen posten. Überwendstich oder Sattlernaht? <X
      Wunderschöne Axt. Echt ein Schmuckstück. Nur mal eine Frage zur Eibe: Ist die nicht giftig? Beim Bearbeiten oder auch beim benutzten? Oder spätestens wenn man sich damit ins Bein... :keule1
      Da muss ich dem Xerxes echt ein Kompliment machen :thumbsup: , dir aber auch, für den Stiel.
      Ist die Schnitzerei am Abschluss nach Historischer Vorlage?
      Viel Spass damit
      Non vitae sed scolae discimus.

      Ich bin der Wahrscheinlich letzte aus Prinzip freiwillig Handyfreie Jugendliche Deutschlands. 8)

      Comfortzone? Was ist das? Eine italienische Vorspeise? ( Max Green, 2016)
    • Zur Eibe: Eibenstaub ist beim Bearbeiten nicht gerade gesundheitsförderlich, also Staubmaske tragen! Später bei der Benutzung, zB. als Werkzeuggriff treten keine Gesundheitsprobleme auf.
      Ich habe auch mehrere Werkzeugstiele aus Eibe, ist ein schönes Holz, fest und langfaserig, daher gut für Äxte und Hämmer. Muss ja nicht immer Esche sein.
    • Aufgrund der Holzeigenschaften und des vorhandenseins eines Eibenholzstückes in meinem Zimmer habe ich mich spontan zu Eibe entschieden. Wenn man in die Fundlagen schaut wird es da allerdings wie schon bemerkt dünn. Aber auf Ahorn hatte ich nicht so Lust.
      Da ich traditionell gearbeitet habe und nach der Ziehklinge nur noch kurz mit Schachtelhalm rangegangen bin hat sich die Staubentwicklung in grenzen gehalten. Abseits dessen ist so relativ jeder eingeatmete feiner Holzstaub unschön.
      Das Muster in der Art hat keinen direkten Fundbezug, Axtstielmässig hab ich eigentlich auch nicht wirklich was vorzuweisen.
      Meine Zurechnungsfähigkeit wird wie kalter Fisch am besten Freitags oder auf einem Laufband serviert.
      (von mir, Ende 2013)
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      (von mir, vorhin)
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      (ich, Wilnsdorf Oktober 2014)
    • Jonst schrieb:

      Ich habe auch mehrere Werkzeugstiele aus Eibe, ist ein schönes Holz, fest und langfaserig, daher gut für Äxte und Hämmer. Muss ja nicht immer Esche sein.
      Ja, Eibe ist schön und langfaserig, allerdings ist mein pers. Empfinden bei Eibe eher im Bereich der nicht sooo harten Hölzer. Daher würde ich gerade für Äxte und Hämmer wären Weißbuche, Esche, (Robinie,) diverse Obsthözer und Hartriegel o.Ä. meine Kandidaten, aber wer bin ich denn, das zum Dogma zu machen, denn

      Nemi Norison schrieb:

      Aufgrund (...) des vorhandenseins eines Eibenholzstückes in meinem Zimmer habe ich mich spontan zu Eibe entschieden.
      Rumfort-Eibe ist natürlich immer eine gute Wahl. Denn Mist ist sie dafür natürlich nicht. Gerade für ein Schnitzbeil wirds sicher weniger dramatisch, als für ne Spaltaxt ;)
      Danke für die Antwort!

      (Bevor wer fragt: Es lag RUM und kann FORT.)
      Ein gemeinnütziges Freiwilligenprojekt für Informationen zum historischen Bogenschießen und der Kunst der Daumentechnik.
    • Sonst hätte ich da noch Löffel draus gemacht ;)
      Gewogen hab ich das Beil noch nicht, aber es ist schon eher ein zierliches Model. Und vom Griff werde ich in der Regel sowie so recht wenig benutzen. Wie bei meinen beiden moderneren Beilen werde ich sie vermutlich knapp unterhalb des Kopfes am Stiel greifen.
      Meine Zurechnungsfähigkeit wird wie kalter Fisch am besten Freitags oder auf einem Laufband serviert.
      (von mir, Ende 2013)
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      (ich, Wilnsdorf Oktober 2014)
    • Hab das ganze um einen Schneidenschutz erweitert. Material Kirschholz (Nachbarskirsche) mit losen Anlehnungen an die Haithabu Funde.
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      (von mir, Ende 2013)
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    • Nemi Norison schrieb:

      Sonst hätte ich da noch Löffel draus gemacht
      Kann ich mir jetzt nicht verkneifen. Sorry für OT :off2
      Aber: mit den Löffelspateln, ich habe mal gelesen die hätten aus Eibe zwar nicht Löffel, aber Löffelspatel gemacht. Die Benutzung ist nicht ganz geklärt.
      Da du ja der Experte bist: Wie ist das so gewesen? das man damit gegessen hat, kann ich mir so nicht vorstellen. Die waren ja nicht doof damals :wiki1
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      Comfortzone? Was ist das? Eine italienische Vorspeise? ( Max Green, 2016)
    • Also ich kenne sehr viele Löffelfunde aus Eibe. Auch meine eigenen beiden Löffel nach einem Konstanzer Fund aus dem späten 13. Jhd. (Müller.1996, Taf. 22 Nr. 22) sind aus Eibe. Und da habe ich überhaupt keine Beschwerden wenn ich mit diesen Esse. Und ich halte mich auch nicht für gerade doof.
      Der Unterschied ist aber das meine Löffel natürlich aus getrocknetem Eibenholz sind, und in diesen ist wohl nicht mehr so viel bzw. gar kein Taxin mehr enthalten. Anders sieht das ganze bei Frischholz aus.

      [Müller.1996]: Müller, Ulrich (1996): Holzfunde aus Freiburg, Augustinereremitenkloster und Konstanz. Herstellung und Funktion einer Materialgruppe aus dem späten Mittelalter. Stuttgart: Theiss (Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg, 21).
      Pinterest Alben: https://de.pinterest.com/adalbert_sch/
      Website: https://www.adalbert-shouster.com
    • In Haithabu trifft das fast zu, also das mit dem Löffelspatel zu Löffel aus Eibe Verhältnis. Einen Großteil der Löffelspatel aus Haithabu ist in der Fundlage ist aus Eibe. Für meinen eigenen hab ich Pflaumenholz genommen. Nicht weil ich es sicherer Fand sondern weil Pflaume mit mein Lieblingsholz ist.
      Und mit dem Spatel ess ich auch, wobei es auch der Löffelspatel mit der größten Laffe aus der Fundlage ist (nagut und der hübscheste). Für alles breiig babschiges ist er sehr gut geeignet.

      Daneben sind in den Unterlagen aber auch noch zwei Eibenholzlöffel/Löffelfragmente erwähnt.
      Was die Hochmittelalterlichen Funde angeht, taucht in Konstanz einiges an Eibe auf, wie ja schon erwähnt wurde. Fürs Spämi müsste ich mal schauen was meine Unterlagen da hergeben.
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