Falken und ähnliches

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    • Schützen vor wem? Vor dem Falkner? Obwohl bei manchen "Knuddelvogelhaltern" wäre das sicher sinnvoll...... :thumbdown:
      Nein - diese Tiere sind, auch wenn sie "gehalten" werden immer noch wilde Tiere, die in der Regel auch ganz gut klarkommen wenn sie mal abhanden kommen. Und das geht ja mal gar nicht..... das muß man natürlich reglementieren. Kontrolle und Aufsicht ist das eine (Sinnvolle) das andere ist Gängelei.
      Diese ganze Bedingungen, Verordnungen, Durchführungserlasse etc etc. hat meiner Meinung nach tatsächlich nur den vom Falconer bereits genannten Sinn, die Falknerei möglichst unattraktiv zu machen und ggf. ganz auszumerzen.

      Das eigentlich Schlimme ist, dass viele interessierte Jungfalkner in Anbetracht der aufgezeigten Hindernisse in den Ländern wo es so schwierig ist als Falkner zu arbeiten, schnell aufgeben. Ziel erreicht :wacko: Ich finds erbärmlich......denn auch wenn man nicht auf die Jagd mit den Vögeln geht ist es doch eins der schönsten und anspruchvollsten Hobbys mit Tieren.

      Gesine
      Wir alle sind unsterblich - die Natur vergeudet nichts.
    • Gesine schrieb:

      Schützen vor wem? Vor dem Falkner? Obwohl bei manchen "Knuddelvogelhaltern" wäre das sicher sinnvoll...... :thumbdown:
      Zum Beispiel auch vor solchen. Oder vor Besuchern, Darstellern, Kindergartengruppen uvm ...

      Wobei ich jetzt absolut niemandem hier solches Verhalten zusprechen würde, oder gar hier jemanden verdächtigen oder angreifen will ... mir gehts nur um das allgemeine. Es gibt ja Vorschriften, die für alle gemacht werden ...

      Ich könnte mir vorstellen, dass jemand, der vielleicht nur den eigenen Vorteil und den eigenen Profit im Kopf hat, solche Tiere halten und ausstellen würde
      ... auf volle und vor allem laute (!) Märkte schleppt
      ... angebunden in die pralle Sonne setzt, so dass die Tiere stundenlang nur Beine von hunderten Besuchern sehen
      ... auf Hände von vielen, vielen Besuchern setzt, egal ob das Tier das möchte oder nicht
      ... nahezu jedes Wochenende in engen Transportbehältnissen von VA zu VA schleppt
      Und so weiter.

      Deshalb die Vorschriften, die Tiere zu schützen.

      Jeder Darstellerhund kann sich ins Zelt zurückziehen und wird ja auch nicht zur Schau gestellt. Pferde bekommen eine Weide und stehen auch etwas außerhalb und da dürfen auch nicht sämtliche Besucher so nahe heran. DAS soll dann bitte auch für Greife möglich sein.
      Viele Grüße
      die Lisabeth
    • Ich denke es ist ein bisschen so wie mittlerweile bei vielen Ansätzen zum Tierschutz heutzutage - gute Absichten, nur eben aus fehlender Sachkenntnis weit übers Ziel hinausgeschossen. Grundsätzlich halte ich Reglementierungen auch für notwendig, gerade wenn ich mir so manche "Falknerei" auf Veranstaltungen ansehe, die ihre Tiere den ganzen Tag über ohne Rückzugsmöglichkeit oder Wasserquelle in der prallen Sonne sitzen lässt (und ja, hab ich persönlich schon erlebt...). Das ist ein bisschen wie mit dem Waffenrecht, einige wenige schwarze Schafe bauen Mist und alle anderen müssen drunter leiden.
      Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist. (Konfuzius)
    • @ Lisabeth
      - Siehst du, gerade z.B. das mit der Laustärke ist etwas das wir aus unserer Sicht so wahrnehmen und dann einfach annehmen dass es für andere auch so sein muss. Verschiedene Arten brüten z.B. an Kirchtürmen. Freiwillig ! Das ist Lärm, wenn da das Glockengeläute unmittelbar daneben losgeht! Kommt auf die Frequenzen an.
      - Stundenlanges Herumsitzen / Liegen ( klar nicht in der Sonne), DIE Lieblingsbeschäftigung fast aller Raubtiere, vom Löwen bis zum Falken.

      Natürlich ist das Wohl des Tieres vorrangig. Genau desshalb gibt es ja die ganzen Ausbildungen dazu. Einige Auflagen schiessen aber über das Ziel hinaus.

      Ganz gern vergleiche ich das Ganze mit Jagdhunden. Um so einen mal an einem Anlass dabei zu haben brauchts weder Jagdschein, Treffsicherheitsnachweis noch Dokumentation wann er an der Leine ist etc. Jagen kann der auch und grad die Ohren dürften empfindlicher sein.
      Natürlich muss der Platz stimmen, Absperrungen oder andere Massnahmen ergriffen werden etc.
      Es gibt desshalb auch immer wieder Anfragen bei denen ich absagen muss, weil das Gelände nicht passt, Rummel zu gross ist etc. Auch beschränke zumindest ich mich auf 4 - 5 grössere Anlässe jährlich. Grad weil ich meine Vögel ja auch fliege, weiss ich auch, dass wenn ich ihn vergraule, dann ist er endgültig weg.
    • Lisabeth: im Allgemeinen stimm ich Dir zu bzgl. den Dingen die gar nicht gehen. Aber keine behördliche Regelung kann die Tiere schützen wenn der Falkner den falschen Ansatz hat.
      Ansonsten hat Falconer mit dem was er sagt recht. (Jagd)Hund ist auch ein Tier... ohne Auflagen kann oder muß er wo immer auch mit.
      Auch wir gehen nicht auf jede VA mit unseren Vögeln. Es muß einfach passen.
      Katharina: leider gibts immer wieder "Falknerkollegen" die die einfachsten Haltungsregeln außer acht lassen. Und die Tiere halt nur zum Kohle machen benutzen. Wenn man sowas sieht kann man durchaus die entsprechende Behörde darauf hinweisen.

      Ich finde es ein sehr schwieriges Thema. Die Behörden wollen und müssen möglichst auf der sicheren Seite sein - und der Falkner auch. Irgendwo in der Mitte sich zu treffen wäre ideal. Aber wo ist das Leben schon ideal? Also muß man halt versuchen mit den Dingen so klarzukommen wie sie sind.

      Gesine
      Wir alle sind unsterblich - die Natur vergeudet nichts.
    • Ich will mich nicht zum Thema Falken auslassen, aber so einfach einen Jagdhund zu bekommen und damit zu Jagen ist nicht!


      Um einen Jagdhund aus anerkannter Jagdhundeleistungszucht zu erhalten muss ich in Hessen:

      - Jäger/in sein,
      - ein eigenes Revier haben oder einen Begehungsschein besitzen oder Berufsjäger sein

      Um den Jagdhund jagdlich zu führen brauche ich:

      - die Brauchbarkeitsprüfung
      - eine Jagdhaftpflichtversicherung (die nur brauchbare Hunde absichert)


      Die Brauchbarkeitsprüfung beinhaltet als Grundvoraussetzung Allgemeiner Gehorsam und Schussfestigkeit. Zugelassen werden nur Hunde mit Ahnentafel, FCI Papieren, durch den JGHV anerkannte Jagdhunderasse oder zugelassen durch den JGHV. Die jagdliche Eignung eines Hundes kann entsprechend seinem zukünftigen Einsatzbereich und seinerZugehörigkeit zu einem Jagdhundschlag in folgenden Prüfungsfächern geprüft und festgestellt werden:- Brauchbarkeit für die Nachsuche auf Niederwild (außer Schalenwild) mit Leistungsnachweis Wasserarbeit aufder Schwimmspur einer Stockente im Rahmen der Prüfung alternativ auf der Schwimmspur einer Stockente im Rahmen der Jagdausübung;- Brauchbarkeit für die Nachsuche auf Niederwild (außer Schalenwild) ohne Leistungsnachweis Wasserarbeit,- Brauchbarkeit für die Nachsuche auf Schalenwild,- Brauchbarkeit für die Stöberarbeit;- Brauchbarkeit für die Baujagd


      Hat der Hund diese Prüfungen mit seinem Hundeführer nicht bestanden, darf der Hundeführer ihn nicht jagdlich führen. Er darf ihn also auf Bewegungsjagden, Nachsuchen etc. nicht im jagdlichen Einsatz haben. Wird dies trotzdem getan, verstößt er gegen die rechtlichen Auflagen und verliert somit seine Zuverlässigkeit und damit einhergehend die Berechtigung zur Ausübung zur Jagd! Vom Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, weil der Jäger z.B. eine Nachsuche absolviert hat ohne die BP seines Hundes zu haben, nicht zu vergessen.

      Im Bundesland Hessen ist es Jägern mittlerweile gestattet Schalldämpfer einzusetzen, um das Gehör ihrer Hunde und ihr Eigenes zu schützen! In NRW werden regelmäßig Verwaltungsgerichtsverfahren von Jägern, Berufsjägern und Förstern geführt die einen Einsatz von Schalldämpfern fordern, was ihnen aber von Seiten der Behörde verweigert wird.


      So einfach einen Hund bei der Jagd einzusetzen ist es nicht.
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      Grüße Marina
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    • Rumburak schrieb:

      Natürlich wird ein Sesselfurzer das "auswerten", muss ja alles geprüft werden... Mannomann! :kopfhau
      Ich denke mal, dass eine Überprüfung nur dann stattfindet, wenn ein Schaden verursacht wurde - andernfalls möchte man garnicht darüber nachdenken, wieviel Arbeitszeit und Geld dadurch verschwendet werden würde...
      ...alle sagten immer: "Das geht nicht!" - doch dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach getan...
      ...diese Signatur kann Spuren von Soja oder Erdnüssen enthalten...