Surcot, 13. Jhd für welchen Stand?

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    • Das ist kein Einzelfall. Die Seidenstoffe der in der Spanischen Grablege Beigesetzten von Las Huelgas sehen ähnlich aus. Der Stoff war offenbar für den Zweck selbst für den Hochadel zu kostbar, um etwas davon nicht zu verarbeiten.
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Ich hänge mich hier noch mal mit einer weiterführenden Frage darn:
      Saumweite für einen Surcot für gehobenen aber nicht hochadligen Stand.
      Ich hatte so mit 3,20 m geplant und wurde nun auf Facebook (Von Tina Anderlini) belehrt, dass ich unter 6m eigetnlich gar nicht anfangen müsste =O
      nicht, dass ich ihre Experise anzweifeln würde, aber das kommt mir so sehr viel vor, dass ich gerne noch ein paar Meinungen einholen würde, insbesondere für Deutschland Mitte des 13. Jhd.
      Wie gesagt: kein Hochadel. Meine aktuelle Vorstellung ist eine reiche Stadtbürgerin oder etwas in der Richtung. Eben schon einen guten Zacken schärfer als eine Handwerkerin, aber kein Adel...
      Herzliche Grüße von Gerda!
      (Berlin, 13. Jhd) :bye01
      www.brandenburgunder.de www.diehandmaid.wordpress.com
    • Ich hab die Diskussion bei Fb mitgelesen und bei dieser kategorischen Aussage auch ein wenig verstohlen den Kopf geschüttelt - ich denke nicht dass man das so absolut behaupten kann. Zwar sieht man vielfach tatsächlich sehr füllige Faltenwürfe bei den Surcots an Statuen und Illustrationen, aber andererseits gibts dann auch wieder solche Exemplare wie den hier: pinterest.de/pin/16184879889193409/ (Quelle: Pinterest) Ich denke die Bandbreite der Möglichkeiten ist da doch etwas größer als Frau Anderlini behauptet.
      Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist. (Konfuzius)
    • Als Nicht-FB'lerin kenne ich den Kontext der Diskussion nicht, vermute aber daß z.B. bei einem Surcot nach den Zeichnungen bei Villard de Honnecourt locker mehr als 6 m zusammen kommen. Aber das muß m.E. nicht das Maß der Dinge sein und ist regional evtl. ganz unterschiedlich.

      Als niedeer Adelige darfst Du Mitte 13. Jh als Dame "in Deinen Falten stehen". Falls Du ein Vorbild hast, kannst Du den Saumumfang versuchen zu schätzen. Oder Du sprichst jemanden auf einer Veranstaltung an, bei dem oder der Dir der Faltenwurf gefällt und fragst oder mißt den Saumumfang (Maßband mitnehmen! ;) ) Wer gewandet unterwegs ist, spricht und fachsimpelt erfahrungsgemäß gern darüber :whistling: :saint:
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Ich habe nachgemessen: 6,50 m Saumumfang hat mein Ballkleid über dem Reifrock... Beim Surcot sind es zwischen 2,80 und 3,50 m. Ich habe nur an den Seiten Geren und mich beim Zuschnitt an der Bahnbreite orientiert.

      Wenn Du vorne und hinten zusätzliche Geren einsetzt, wäre es deutlich mehr.
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Was meinst du mit "in den Falten stehen"?
      Für Mittelgehren an einem Frauensurcot kenne ich keinen Beleg.
      Ich komme auf etwa 3,20 - 3,50. Mittelbahnen sind 60 breit, die Seitengehren noch mal jeweils nen Meter.
      Herzliche Grüße von Gerda!
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    • Ich habe auch keinen handfesten Beleg für Mittelgeren, allerdings ist mir beim Bildergucken in Zusammenhang mit diesem Thread bei einigen Bildern aufgefallen dass die Stofffülle erst so ab der Taillenhöhe richtig einzusetzen scheint - was ja dann für Mittelgeren sprechen würde.
      Hier zB fältelt es sich mMn ab Taille massiv, was auf so einen Schnitt hindeuten könnte (wohlgemerkt, reine Vermutung!): pinterest.de/pin/380202393533546230/ (Quelle: pinterest.de)
      Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist. (Konfuzius)
    • Sehr interessante Zeichnung, @Katharina de Lo !

      Ich denke, ich werde einen Mittelweg gehen: Das Maximum an Weite rausholen, was ich mit einfachen Mittelgehren noch aus meinem verfügbaren Stoff rausholen kann. Aber ich werde nicht komplett neu anfangen zu planen. Ich hab 4m Seide hier und morgen werden 4m Wolltuch für mich gefärbt.
      Viel mehr geht da glaube ich nicht. Außer so doppelte Gehren wir hier:
      pinterest.de/pin/AbJjyiFXhKKuH…E-q2HnJT5Ufv31PH8cskSCxM/ (Quelle: Pinterest)
      Und damit fühle ich mich nciht wohl, das hab ich noch nie gemacht und will es nicht gleich bei so teurem Material probieren...
      Herzliche Grüße von Gerda!
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    • Ich fand mal 4 m für ein Kleid bei mir völlig ausreichend. Ist jetzt kein Surcot, lässt sich aber vom Schnitt definitiv übertragen. Bekam ich aber auch nur mit Mittel- und Seitengeren hin. Und 4 m waren damals als Reitkleid genau richtig, da ich bei Reiten nicht nur beide Knöchel edeckt hatte (ich gehe jetzt mal ganz undamenhaft vom Herrensitz aus), und der Pferdepopo auch noch bedeckt war.
      Mein Lebensmotto: "Maxime peccantes, quia nihil peccare conantur" - Wer nicht zu sündigen wagt, begeht die grösste Sünde. - Erasmus von Rotterdam

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    • Ich komme jetzt mit 70cm Bahnbreite und 1,40 breiten Seitengehren auf 4,20m.
      Mehr ist nicht drin, aber das past vom Schnittplan auch sehr schön, weil der Stoff 140 breit liegt ;)

      @Yannick Koch über 9 Meter!? Alter Verwalter. Das ist schon ne Hausnummer.
      Herzliche Grüße von Gerda!
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