Unbenanntes Dokument

Rundschild in Plankenbauweise mit Rohaut bespannen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Nein, bloß nicht beides trocken bohren! (obwohl... vielleicht bin ich zu spät...) Schon beim Nassmachen schrumpft die Rohhaut ein wenig, beim Trocknen schrumpft sie massiv und hinterher passt kein Loch mehr zum anderen. Klemm den Rand erst auf (viele, viele Klemmen nehmen), und lass es erst zu einem Großteil trocknen. Erst dann kann - meiner Erfahrung nach - ohne Verzug ein Loch nach dem anderen gemacht werden.


      Andere Sache: ich habe grade vor mich hingedacht... und dann den Threadanfang gesehen. Haut. Häute gibt es im Körper viele, auch sehr Dünne, die vielleicht keine merklich messbare Schicht hinterlssen haben. Mir fiel da etwas in der Richtung von der Blase ein. ABER: Reine Spekulation.


      Und was das versenken angeht: Ich hab bei meinem Schildrand mit etwa 1mm Dicke einfach aufgenagelt, als er noch etwas feucht war, und dann später, nach dem Trocknen, nocheinmal mit einem schweren Hammer nachgeschlagen, so sitzen die extrem fest.


      P.S.:

      Glimmlampe schrieb:

      [Quelle: Illerup Adal, Band 9]
      Bitte verwende eindeutige Quellenangaben. Die Regesta Imperii, die fast alle Werke zum Mittelalter kennt, kennt leider "Illerup Adal" nicht Mehrbändig: opac.regesta-imperii.de/lang_de/suche.php?qs=illerup+adal
      Benötigt wird der Autor und Herausgeber, der Titel, der Band, der Ort und das Erscheinungsjahr und natürlich die Seite. Ich rate einfach mal, dass die folgende Reihe gemeint ist:
      Jørgen Ilkjaer (Hrsg. et al.): Illerup Ådal. In: Jutland Archaeological Society Publications XV (14 Bde). Aarhus 1990 – 2011.
      Igitur qui desiderat pacem, praeparet bellum; qui uictoriam cupit, milites inbuat diligenter; qui secundos optat euentus, dimicet arte, non casu. Nemo prouocare, nemo audet offendere quem intellegit superiorem esse, si pugnet. (Publius Flavius Vegetius Renatus; Epitoma Rei Militaris Libri IIII; Liber III, Abs.0; um 390)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Friethjoph ()

    • Es geht weniger um das Versenken des Kopfes (sitzt auf der Fesselseite und liegt auf der metallenen Fessel auf) als um den umzukrampenden Nagelstift, der waagrecht nach dem Austritt aus Holz und Rohhaut umgeschlagen wird (auf der Rohhaut aufliegt? oder in eine Kerbe gelegt wird, was eine weitere Materialschwächung bedeuten würde), um die abgewinkelte Spitze wieder im Holz zu verankern, um ein Lösen der Nagelung zu erschweren.
      "Ich weiß, dass ich nichts weiß!" oder "Scio me nihil scire."- nach Sokrates (Original: "Εν οίδα οτι ουδέν οίδα.")
    • Oh, das... ich habe es versucht um einen Dorn zu schlagen, aber meine Nägel waren dazu etwas kurz. Sie sind nur mit den Spitzen nach innen gebogen und dann soweit festgeklopft, dass sich nichts lockern kann und die Spitzen nicht verletzen können.
      Igitur qui desiderat pacem, praeparet bellum; qui uictoriam cupit, milites inbuat diligenter; qui secundos optat euentus, dimicet arte, non casu. Nemo prouocare, nemo audet offendere quem intellegit superiorem esse, si pugnet. (Publius Flavius Vegetius Renatus; Epitoma Rei Militaris Libri IIII; Liber III, Abs.0; um 390)
    • Ich habe am Sonntag mit Schorsch gesprochen und er meinte, die Fessel zu montieren, bevor die Rohhaut auf der Vorderseite aufgebracht wird wäre am sinnvollsten. Das ist leider zu spät! :/
      Daher sollte ich für die inneren Fesselnägel auf der Vorderseite die Rohaut aufschneiden und eine Kerbe für den Stift ins Holz schneiden. Sonst sitzt der Buckel nicht glatt.
      An den Fesselenden ist es kein Problem, da die Köpfe eh auf der Vorderseite zu sehen sind und auf der Rückseite auf der metallenen Fessel vernietet werden. Bin gespannt, wei weich das verwendete Metall ist und das Vernieten daher klappt.
      Problematisch wird dann vielleicht die Buckelbefestigung, da muss ich mir überlegen, ob ich die Stifte auf der Rohhaut liegen haben möchte, oder ob ich sie auch versenke. Da muss ich aber besonders sauber arbeiten, da die umgekrampten Nägel im "Sichtbereich" liegen.
      Eventuell kann ich eine "Soll-Biege-Stelle" in den Nagelstift feilen (Rundfeile; keine Dreiecksfeile), um es ordentlich hinzubekommen.
      "Ich weiß, dass ich nichts weiß!" oder "Scio me nihil scire."- nach Sokrates (Original: "Εν οίδα οτι ουδέν οίδα.")
    • ...das erste Lager steht am 10. Juni an. ;) ..., daher die Ungeduld...
      Heute habe ich mit der Bemalung (Vogelkopftriskele) begonnen. Die weiße Grundierung spare ich mir, da sonst die Plankenbauweise verdeckt wird. :schock2
      Ich vermute zwar, dass das genau der Grund der Grundierung war, um einen gezielten Treffer, der ein Splittern in Faserrichtung ermöglicht, zu vermeiden, aber es wird ja kein "Kampfschild". :saint:
      "Ich weiß, dass ich nichts weiß!" oder "Scio me nihil scire."- nach Sokrates (Original: "Εν οίδα οτι ουδέν οίδα.")
    • Der Schildkörper scheint nun gerade zu bleiben. Danke für alle Tipps und guten Wünsche! Am und im Haus gabs ein paar ´"Baustellen" und das Hobby musste hintenanstehen und nun ist beruflich "Hauptsaison" und es bleibt keine Zeit fürs Hobby. Im August komme ich dann vielleicht zur Montage von Buckel und Fessel.
      "Ich weiß, dass ich nichts weiß!" oder "Scio me nihil scire."- nach Sokrates (Original: "Εν οίδα οτι ουδέν οίδα.")
    • Es geht sehr schleppend! Dass Griffholz ist an die Fessel angepasst, mit Leder bezogen und am Schildkörper montiert. Abe ich komme einfach nicht dazu, wie nach Fund die Fessel außen zu vernieten und innen unterhalb des Buckelrandes zu "verkrampen" und dann den Buckel mit den Nägeln zu "verkrampen".

      Momentan überlege ich, ob ich noch "Lederschlaufen" für eine Riemenbefestigung an den äußeren Fesselpunkten mit verniete. Dass Leder oder Rohhaut zwischen Metall und Holz war, ist durch mehrere Funde belegt, aber wie viele Schichten und wie dick?
      "Ich weiß, dass ich nichts weiß!" oder "Scio me nihil scire."- nach Sokrates (Original: "Εν οίδα οτι ουδέν οίδα.")
    • Wir haben bei unseren Pavesen die langen Nieten/ Nägel nach dem Durchstecken dünner geschliffen und über ein Rund rundgeschlagen und dann ins Holz "verkrampt". Ging mit einem Helfer gut.

      Es gab zum Thema "Setzschild" in Bexbach einen kompetenten Gersprächspartner... der soll die von ihm untersuchten Schilde mit Tiersehnen bespannt beschrieben haben. Irgdnwie weiß ich nicht, wie.
      Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen. immergut: Karl Valentin
    • Ich überlege gerade, wie ich den Schildriemen befestigen soll. aus der Lage der Nägel werde ich nicht schlau (werder aus den Fotos noch aus der Grabzeichnung). Ich überlege, ob ich Variante 1 oder 3 (nach: Strassmeir/Gagelmann: Das Fränkische Heer der Merowingerzeit. Teil 2. Berlin, 2014, S. 12.) wählen soll. ?(
      "Ich weiß, dass ich nichts weiß!" oder "Scio me nihil scire."- nach Sokrates (Original: "Εν οίδα οτι ουδέν οίδα.")
    • Nein, der dritte Band fehlt immer noch! :(
      Dürfte ich die betreffende Zeichnung einscannen und hier unter Angabe der Quelle online stellen? Ich denke nicht, oder? Als eigene Skizze oder Umzeichnung wäre es wahrscheinlich unproblematischer.
      "Ich weiß, dass ich nichts weiß!" oder "Scio me nihil scire."- nach Sokrates (Original: "Εν οίδα οτι ουδέν οίδα.")
    • das Lorb schrieb:


      Es gab zum Thema "Setzschild" in Bexbach einen kompetenten Gersprächspartner... der soll die von ihm untersuchten Schilde mit Tiersehnen bespannt beschrieben haben. Irgdnwie weiß ich nicht, wie.
      Evtl. ein Hörfehler. Es wurden meist Tiersehnen als Armierungsschicht mit eingearbeitet um mehr Stabilität zu erreichen. Ähnlich wie heute die Glasfaserverbundwerkstoffe.
      Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
    • Hallo,
      nochmals ein großes "DANKE!" an alle, die mir mit Rat zur Seite standen und/oder interessiert mitgelesen haben.
      Ich habe es endlich geschafft, die Restarbeiten zu erledigen. Dem Schmuddelwetter sei dank! So konnte ich an den freien Tagen nicht ständig im Garten arbeiten. :saint:
      Wie die Bilder zeigen, habe ich nach der sparsamen Bemalung mit der Vogelkopftriskele (Bild 2) ein Griffholz auf den Steg im Griffloch aufgeklebt und dieses in Form geschliffen (Bild 1).
      Anschließend montierte ich die metallene Fessel provisorisch mit Schrauben, um sie in etwa zurecht zu biegen (Bild 1).
      Um die Kanten des Grifflochs sowie um den Griffsteg und das Griffholz klebte ich ein dünnes Hischleder (Bild 3), das zum Gürtel passt, den ich zur Gürtelgarnitur aus Grab 18 angefertigt habe (passend auch zu der zu Grab 18 gehörigen Sax- und Messerscheide sowie zur Gürteltasche).
      Dann kam das Vernieten/Verkrampen der Fessel (Bild 4).
      Schorsch (Schmied der Metallteile und Schmied meines Vertrauens) meinte, dass ich die inneren Schildnägel der Fessel unter dem Buckelrand einfach umkrampen solle (Bild 4 und 8 - Tipp bezüglich des Einkerbens der Rohhaut für das Einschlagen der umgebogenen Nägel war hilfreich)
      und die äußeren an den Laschen von der Sichtseite des Schildes her durch das Holz treiben und mit den Laschen vernieten solle (zum Glück habe ich mir schon vor Jahren Nietstiftzieher und Kopfmacher in unterschiedlichen Größen besorgt) (Bild 5).
      Dabei entschied ich mich, an der oberen Lasche der Fessel noch eine Lederschlaufe für den Schildriemen mit fest zu nieten (Bild 5), was in etwa der oben angesprochenen Variante (Literaturhinwei steht auch oben) drei entspricht (durch die Lasche bleibt der Riemen leichter demontierbar - ich werde auch am Riemen eine Lasche vorsehen und den Riemen nur mit einem dünnen Lederbändchen verkoten, um den ganzen Riemen theoretisch abreißen zu können, da sich "im Einsatz" eines anderen Schildes zeigte, dass ein festmontierter Riemen oft stört und sich der Schild aber ohne Riemen auf längeren Strecken blöd tragen lässt.
      Beim Buckel schlug ich die Schildnägel wiererum einfach um (auf Bild 8 ist die Einkerbung, die ich vor dem Verkrampen vornahm wohl am Besten zu sehen). Bild 6 und 7 zeigen den montieren Buckel von vorne - Sichtseite.
      Auf Bild 9 ist der ganze Schild von der Sichtseite zu sehen und Bild 5 zeigt ihn von der Rückseite (jedoch noch ohne Buckel).
      Der mit dünnen Rinderrohhautstreifen vernähte Rohhautrand aus Wildschweinrohhaut ist auf Bild 10 zu sehen.
      Ein Detail, das ich mir vor der Buckelmontage überlegte, war, dass ich den Buchel etwas außermittig über dem Griffloch montierte, da ich bewusst das Griffloch etwas größer sägte als der Buckelinnendurchmesser ist, da dieser zum Rand hin etwas konisch verläuft (Bild 7). So habe ich auf der Handrückenseite etwas mehr Platz im Buckel und auf der Fingerseite etwas weniger (Ich habe recht große Hände - mind. Handschuhgröße 10). So komme ich auch mit leicht gepolsterten Handschuhen gut um die Fessel, die mit Griffholz relativ dick ausfiel.

      Ich bin überrascht, dass der Schild doch 4,2kg (ohne Riemen) wiegt. Wenn ich mir die Ausgangsdaten ansehe (Lindenholz, innen knapp 10mm außen etwa 4mm), dann addieren sich Holz, Rohhaut und Metallteile bei der Größe des Schildes auf ein recht stattliches Gewicht (auf Farbe wurde bewusst weitestgehend verzichtet - auch wenn dadurch die Maserung der Planken noch besser versteckt werden könnte).
      Nun habe ich es endlich geschafft, auch den Abschlussbericht zu schreiben. Nochmals vielen Dank an alle! :knuddel
      Vielleicht treffen wir uns im nächsten Jahr irgendwo auf einer Veranstaltung und dann überlasse ich Euch das Original für eine genaue "In-Augenschein-Nahme"!
      Bilder
      • DSC_2463.jpg

        678,37 kB, 1.440×2.560, 3 mal angesehen
      • DSC_2467.jpg

        767,62 kB, 1.440×2.560, 3 mal angesehen
      • DSC_2474.jpg

        797,82 kB, 1.440×2.560, 3 mal angesehen
      • DSC_2621.jpg

        815,47 kB, 1.440×2.560, 3 mal angesehen
      • DSC_2618.jpg

        957,55 kB, 2.560×1.440, 3 mal angesehen
      • DSC_2625.jpg

        695,1 kB, 1.440×2.560, 3 mal angesehen
      • DSC_2627.jpg

        836,59 kB, 2.560×1.440, 3 mal angesehen
      • DSC_2631.jpg

        981,19 kB, 2.560×1.440, 3 mal angesehen
      • DSC_2629.jpg

        934,34 kB, 2.560×1.440, 4 mal angesehen
      • DSC_2630.jpg

        900,26 kB, 2.560×1.440, 3 mal angesehen
      "Ich weiß, dass ich nichts weiß!" oder "Scio me nihil scire."- nach Sokrates (Original: "Εν οίδα οτι ουδέν οίδα.")
    • Habe mir für meinen Schild auch solche Wildschweinrohhaut besorgt ( von Geschichtshandwerk ).
      Gibt es bei der Verarbeitung etwas besonderes zu beachten ?

      Wässerungszeit, Schrumpfverhalten, Verzug ?

      Oder ist es "einfach" so, wie der Rinderrohhaut auch ?
      Besitz stirbt,

      Sippen sterben,

      Du selbst stirbst wie sie !

      Eines nur weiß ich, das ewig lebt

      - Der Toten Tatenruhm - !