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Dörrfleisch

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    • Dörrfleisch

      neulich habe ich mal ausprobiert, Fleisch zu dörren:

      Fleisch von dünnen Rouladen (Rind) in ca. 2 - 3 cm breite Streifen schneiden.

      Dieses Fleisch über Nacht in eine Marinade (ich mariniere sehr gern :D ) aus

      Sojasauce,
      Worcestershiresauce,
      Salz,
      Pfeffer,
      Knoblauch,
      Zwiebeln,
      Tomatenmark

      einlegen (ich habe das Fleisch in einen Gefrierbeutel gefüllt, und die vorher zusammengerührte Marinade dazugegeben. Zuknoten und über Nacht in den Kühlschrank legen, den Beutel ab und zu mal umdrehen.)

      Am nächsten Tag das Fleisch in einem Sieb kurz abtropfen lassen und dann entweder in einem Dörrgerät trocknen, oder bei leicht offener Backofentür bei ca. 40 - 50 Grad C. Schmeckt warm am besten (finde ich), ist aber auch kalt ein Genuß - hätte ich nicht gedacht.... :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hre*** ()

    • Klingt sehr lecker, ich hab auch schon häufiger Dörrfleisch gemacht (bin vor x Jahren in den USA mit Beef Jerkey "angefixt" worden). Geht auch prima mit Geflügel, und als Marinade nehm ich gern Sojasauce, Knoblauch und Honig. Da mein Gasherd sich dafür nicht eignet, mach ich's im Dörrautomaten. Und wenn ich gefrorenes Rindfleisch nehme, lasse ich es nur soweit auftauen, bis man es gut schneiden kann, das gibt schöne gleichmäßige Scheiben.
    • Moin Mikki,

      ich habe es in meinem Dörrgerät gemacht, würde aber im Backofen Umluft wählen, denn eine leidige Nebenwirkung von Umluft ist ja die Austrocknung.

      Und die Backofentür mit einem Kochlöffel (Holz) ein wenig geöffnet halten.

      Viel Spaß und guten Hunger :)

      LG Hrefna

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    • So, ich hab es probiert... Die erste Scheibe hab ich zu früh rausgeholt - konnte es nicht abwarten. Die letzte hat dann meine Mutter nach guten 4 Stunden rausgeholt (ich musste weg) und die war ... PERFEKT! Voll lecker! Und deutlich günstiger als das Jerky, das ist immer gekauft habe. Kann ich nur empfehlen!
    • Für Sparfüchse:

      Man baue sich aus Holzresten, Sperrholzplatten etc. eine Kiste mit einer Türe z.B. mit den Maßen 80 x 50 x 50 cm (h x b x t). Mittig auf den Boden schraubt man eine Fassung für eine normale Glühbirne (E27, so lange es noch welche gibt). Über der Glühbirne platziert man einen Tropfschutz (bei mir eine Aluplatte die etwas grösser ist als die Birne, gehalten von einem Aluflachmaterial das an der Wand befestigt ist). In Die Fassung kommt eine 60W Glühbirne. In die Kiste werden etwa bis 10 cm vom oberen und unteren Rand einige Lüftungslöcher gebohrt (z.B. Dm 10 mm). Durch eins der Lüftungslöcher fummelt man das Stromkabel, das mit der Fassung verbunden ist. Oben in der Kiste befestigt man einige Stangen, um die Fleischstreifen mittels kleinen Haken zu befestigen. Die Haken kann man aus Draht biegen (z.B. mit Kunststoff ummantelter Blumendraht).

      Jetzt bereitet man das Fleisch nach seinem Lieblingsrezept zu, hängt es in die Kiste, schält die Birne ein und warte bis das Fleisch die gewünschte dürre erzielt hat. Vorzugsweise hat man den Boden und den Tropfschutz mit Alufolie ausgelegt, um später lästige Reinigungsarbeiten bequem zu umgehen.

      Vorteil: Muttis Herd bleibt frei für diverse Kuchen, man muss keine Bleche spülen, und man spart Strom.

      Bild folgt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hellobello ()

    • So, hier das Bild:

      [Blockierte Grafik: http://www.hellobello.de/Bilder/mittelalterforum/biltongofen.jpg]

      Ich muss dazu anmerken dass ich schon länger nichts mehr darin gemacht habe. Oben auf der Dörrkiste steht ein Karton, der nicht dazu gehört.

      In den USA kennt man das Zeug als beef jerkey, in Südafrika als Biltong. Meist aus Rindfleisch und seeehr nahrhaft. Nebenbei: Das Fleisch sollte möglichst keine Fettschicht aufweisen, da diese anfängt ranzig zu werden. Gutes Biltong ist bei richtiger Lagerung (kühl, trocken) mehrere Monate haltbar.

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    • Das hatte mich auch verwirrt, aber laut einigen Rezepten, die ich aus dem I-Net hatte, ist es nur ein paar Wochen haltbar. Ich weiss natürlich nicht, wieviel Ahnung die jeweiligen Autoren haben, aber ich könnte mir vorstellen, dass es die Restfeuchte ist (falls das mit der Haltbarkeit so stimmt). Jerky wird ja nicht soweit getrocknet, wie's geht, sondern nur solange, dass es noch gut zu kauen ist, vielleicht ist da ein Unterschied zu anderem Trockenfleisch.
    • Original von Detta
      Das hatte mich auch verwirrt, aber laut einigen Rezepten, die ich aus dem I-Net hatte, ist es nur ein paar Wochen haltbar. Ich weiss natürlich nicht, wieviel Ahnung die jeweiligen Autoren haben, aber ich könnte mir vorstellen, dass es die Restfeuchte ist (falls das mit der Haltbarkeit so stimmt). Jerky wird ja nicht soweit getrocknet, wie's geht, sondern nur solange, dass es noch gut zu kauen ist, vielleicht ist da ein Unterschied zu anderem Trockenfleisch.


      Das ist genau korrekt. Das Dörrfleisch sollte ursprünglich lange haltbar sein, und wurde deshalb bis zum letzten H2O Molekül getrocknet. :D Der heutige Gaumen mag es aber etwas feuchter, auf Kosten der Haltbarkeit.