Die Reenactment Werkstatt - Schildbau, Pflanzen-Färberei, Holz- und Lederarbeiten!

Wunsch-Markt

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    • gerald von ameningen schrieb:

      Die gleichzeitige, ausgewogene und ernsthafte Darstellung der Abendländischen und Orientalischen Kultur um AD1267 ist uns einfach ein paar Nummern zu gross.
      Verständlich.
      Die Miete für ein Dromedar pro Stunde kostet in Deutschland ca. 200,00 - 250,00 €. Das ist echt happig, wird bei Euch nicht anders sein. Und 10 Kamele bräuchte man schon damit man ein schönes Bild stellen kann. Dann noch halbwegs A-Klamotte für das Kamelpersonal usw.

      Aber es macht auf jeden Fall Spaß darüber nachzudenken, und evtl. ergibt sich daraus ja eine andere, weniger aufwendige Idee, welche man umsetzen kann.
      Ein oder zwei Ochsen- oder Pferdebespannte Leiterwagen, beladen mit Sack und Pack, die über den Markt rumpeln wären ja auch schon was.
      Oder Pferde, geführt, weil mit Waren beladen nach Saumtierart...

      Wenn ich die Beiträge so lese, wäre es das Beste, alle Forianer stellen DEN Markt auf die Beine, für sich und andere...
      Aber krieg das mal unter den Hut.

      Doch so mancher Spleen wurde Realität, weil einige Leute mit "3,8 auf dem Kessel" sich nach dem Ausnüchtern an ihre Ideen erinnern konnten und tatkräftig diese umzusetzen begannen.
      (Spreche hier aus Erfahrung...)

      Deshalb ist dieser Austausch auch so wichtig. Ideenfindung, Stück für Stück was Neues antesten und weiter daran arbeiten.
      Weiter so!
      Gerald, viel Erfolg in Sargans!
      Lieber eine starke Behauptung als ein schwacher Beweis!
    • Hab gerade gesehen, habt ja noch ein Jahr Zeit bis Sargans.
      Trotzdem, Zeit geht schnell dahin...

      BTW: Wie "A" wäre denn ein auf dem Markt aufgeführtes Bühnenstück? Nicht unbedingt Theater a la Shakesbier,
      aber irgendwas in der Richtung?
      Denke da gerade an die "Rübensteiner Festspiele" aus dem DDR-Comic Mosaik... das lorb wird wissen was ich meine...
      Lieber eine starke Behauptung als ein schwacher Beweis!
    • Oja... aber das endete im finanziellen Desaster zum Leidwesen des Ritters... :D

      Ein Passionsspiel wäre aber machbar...

      Hans Sachs ist auch fein, aber theatergeschichtlich zu spät. Ein Moriskentanz passt zwar ins 15.Jhdt., aber braucht eine gewisse Geschmeidigkeit und akrobatische Fähigkeiten.
      Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen. immergut: Karl Valentin
    • Was die Musik betrifft:

      Keines der üblichen Dudelrudel, sondern ein Bänkelsänger/Straßenmusikant, der mit der Laute (oder irgendetwas dergleichen) umherzieht, spielt und singt.
      Hat der alte Scivias mal gemacht, war einfach geil und viel ambientiger als das Standardprogramm.
      Der hatte allerdings auch
      a) eine schöne Stimme (die auch singen konnte)
      b) Ahnung von seinen Instrumenten
      c) gutes Aussehen
      d) Charme

      Generell mag ich dieses aufgesetzte Event- / Programmpunktgehabe nicht. Auf einen Markt gehört keine Bühne, außer die Comedia dell`Arte ist da. (s.o. Lorbi & Wilfried) Und die spielte ohnehin ganz anders als heutzutage üblich (ohne oder zumindest mit offener vierter Wand z.B.) Kann man aber durchaus organisieren, haben in Erlangen in der Kellerkneipe mal vor vielen Jahren ein paar gemacht, war echt toll.

      Acts und Accessoires wie Gaukler, Taschenspieler, Musikanten, Bettler etc gehören in die Menge, unter's Volk. Ganz beiläufig, nicht als Programmpunkt mit Termin und Neonreklame angekündigt. Und dann bitte auch vernünftig umgesetzt. Wann habe ich das letzte Mal einen Bettler getroffen, der sich bedankte und für einen betete, wenn man ihm einen Apfel gab?
      Wann jemandem, der dem Bettler einen Apfel gab?

      Für den didaktischen Teil einer VA, wenn denn einer gewünscht wird, kann man ja am Rande einen Platz einrichten. Ich denke da an Sachen wie Waffenschauen, Anziehritter, Kloppereien usw. Aber zentral stört das die Markt/Stadt/Ortsatmosphäre. Da ist mir das zu dominant, neben einer Horde wilder Wikinger geht jedes feine Detail, jede zarte Stimmung unter.

      Überhaupt - an die eigene Nase fassend - ist mir das alles etwas zu martialisch-militärisch. Auf einem dedizierten Heerlager, wie gesagt, natürlich, klar. Aber auf einem "Markt", wenn wir das jetzt mal als Arbeitsbegriff für "mittelalterliches" Alltagsleben verwenden wollen, zu einseitig.
      Dabei gäbe es für die Kriegerfraktion genug Möglichkeiten, etwas runterzufahren:
      Ein Ritter kann seinem Knappen ja nicht nur Waffenkloppen beibringen. Warum sehe ich so wenige Pagen, die Etikette lernen? Höfische Benimmregeln. Lesen und schreiben. Musizieren. Die Damen und Herren bei Tisch formvollendet bedienen.
      Warum stellen die Eisenmänner ihre verrosteten Overalls mehr oder weniger dekorativ an den Lagereingang, anstatt die Dinger vor Ort zu pflegen?
      Warum kloppen sich die Krieger ständig, anstatt sich in vernünftigen Körperübungen zu trainieren?
      ...
    • Bettlerdarstellungen sind so ein Thema... Die wollen heutzutage Geld. Echtes Geld. Man erzählt sich von Bettlern, die mit Jutesack(so ein typischer mit einem bunten Streifen an der Seite) bekleidet angefangen haben und zwei Saisons später als glaubwürdige Adeliger auftreten konnten, so viel hatten die zusammengeschnorrt.
      Für mich ist das seit einer Geschichte vorbei, da hatte die Gruppe mit der ich unterwegs war einen Bettler ins Lager eingeladen und ihn mit Suppe versorgt. Und der Bettler hat sich beschwert dass es nur Suppe gab und kein Steak. Hat die Suppe natürlich trotzdem gegessen und sich beschwert dass die nicht schmeckt. Da sind mir auch Gelagegruppen die sich den ganzen Tag betrinken und aus reiner Unlust aufhören ihre Stände zu betreuen deutlich lieber...
    • Was die lieben Tierchen betrifft: Hierzulande CH, brauchts selbst für eine Maus am Platz schon eine Tourneebewilligung wie für einen Zirkus. Kein Scherz!
      Letzthin gabs eine Kontrolle bei einem Anlass. Also für meine Vögel,anwesende Pferde, Maus.....
      Angaben über Art des Einsatzes der Tiere, Anzahl, Dauer des Einsatzes, Betreuung, temporäre Unterbringung, Rückführung über Nacht oder Anwesenheit etc.
      Desshalb auch einiges der Kosten.
    • Hallo Lena und alle am Frühmittelalterlichen Interessierten im Forum,

      mein Wunschmarkt für das Frühmittelalter sind die die ich geren empfehle...

      Märkte mit vielen Handwerkern und Zeitgetreuen Repliken, keine Mittelalterkirmes wie bei so einigen Spektakulen die zwar viel Zulauf haben aber oft nicht dem Historischen Anspruch genügen.
      so der Wikingermarkt Jork immer Ende Mai Jork im alten Land,
      Slaventage im Oldenburger Wallmuseum,
      Ribe Wikingermarkt in Dänemark,
      und Frühmittelaltermarkt in Wesel-Diersfordt 46487 Wesel am 10 & 11 September 2016.

      Viele grüße an alle im Forum sendet Olegsson
    • Falconer schrieb:

      Letzthin gabs eine Kontrolle bei einem Anlass.
      Letztes Wochenende in Wil SG?

      Was Gaukler angeht ist letztes Jahr in Mayenfeld ein "Schauspieler" gewesen der mit Gemüse eine Geschichte erzählt hat. Töchterchen ist wie gebannt dort gestanden und wollte nicht mehr weg.
      Eine richtige Bühne hat es dort auch nicht gehabt. Eher so eine Art grosses Podest damit die Leute auch etwas sehen.
      Überhaupt ist der Markt in Mayenfeld anders gewesen als die "grosse Menge". Da hat es auch einen Messerschleifer gehabt und ein Korbflechter war auch dort.
      Frag doch mal die Organisatoren ob sie dir einige Adressen haben.
      Zauberhafti Grüess us dä Schwiiz wünscht Zauberin mit 5.Klass-Zauberschüelerin und 2.Klass-Zauberschüeler
    • Falconer schrieb:

      Das mit dem Gemüse dürfte Christoffel vom Hengstacker sein. Super Musiker und tolle Geschichte.
      Gut möglich, dass er das war. Er hat es jedenfalls geschafft, dass ihm Töchterchen (damals 6 Jahre alt) wie gebannt zugeschaut hat - wenn er auf der "Bühne" war hab ich immer gewusst wo sie ist.
      Auch die Geschichte mit den Handpuppen ist super gewesen: Ein junger Knappe der schwer verletzt auf dem Schlachtfeld liegt und vom Tod "abgeholt" wird - nur dumm, dass der Junge nicht mit will und viele viele viele Ausreden hat... Töchterchen erzählt immer noch von dieser Geschichte.
      Zauberhafti Grüess us dä Schwiiz wünscht Zauberin mit 5.Klass-Zauberschüelerin und 2.Klass-Zauberschüeler