Tropfende Knoten am Doppelmaster....

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    • Tropfende Knoten am Doppelmaster....

      Hallo zusammen,

      ich brauche mal Hilfe.
      Ich hoffe ich poste das hier richtig, wenn nicht bitte verschieben.

      Es geht um folgendes.
      Wir haben in unserer Lagergruppe 2 Doppelmaster aus Leinen von Matuls.

      matuls.pl/index.php?IDP=1&Lng=…goria=8&IDPodkategoria=18

      Quelle: Matuls website

      Jetzt ergibt sich bei Regen das Problem das die Abspannseile aus Hanf leider wie ein Docht das Wasser nach oben steigen lassen und dies so über die innen liegenden Knoten ins Zelt tropfen.

      Der rest des Zeltes ist dicht und völlig ok.
      Nur das mit den tropfenden Knoten ist ein Problem, da ich und auch die anderen Zeltbesitzer die gsamte Fläche des Zeltes brauchen und somit nicht vom Rand Abstand halten können.
      Ich habe schon nach Lösungen in Beiträgen hier gesucht, aber nichts brauchbares gefunden ausser die konstruktion Grundlegend zu ändern.
      Was ich aber nicht unbedingt machen möchte, wenn es auch einfacher gehen könnte.

      Ich hatte mal den Tip bekommen die Seile in Wachs einzulegen bis sie sich vollsaugen um das zu verhinden. Kann ich mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen da Wachs ja brüchig wird wenn man es knickt und biegt.

      Hat jemand eine Idee? Oder das problem auch und ne Lösung?

      Danke schonmal
      Leben ist Zeichen ohne Radiergummi.
    • Das Problem kenne ich. *schielt zu Matthias*

      Ich halte das eindeutig für einen Konstruktionsfehler. Vermutlich benötigt man etwas, was elastisch bleibt, möglichst nicht so sichtbar ist und sich aber auch nicht negativ auf den Stoff des Zeltes auswirkt (z. B. Verfärbungen). Ehrlich gesagt, fällt mir da nicht wirklich etwas Br
      auchbares zu ein. So sehe ich nur zwei Alternativen:
      • Zumindest das nach innen führende Ende durch ein optisch passendes Kunststoffseil ersetzen.
      • Anstatt der Löcher außen liegende Schlaufen nutzen. Wie wäre es mit einer kurzen Schlaufe, die von innen her durch das Loch geführt wird und durch einen Knebel-Knopf gehalten wird.
      Bearbeiten[Blockierte Grafik: https://cdn.hitmeister.de/dynamic/images/items/6f4783f22de71c14c140f57b6a0e2fb6.jpg]
      (Quelle: cdn.hitmeister.de)
      "Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht hauptsächlich darin, daß Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern kann."
      Samuel Butler der Ältere (1612 - 1680) englischer Satiriker

      http://amulunc.de.tl
      http://twerchhau.de
    • Moin!
      Das Thema interessiert mich sehr, denn ich habe das gleiche Problem, auch ein Speichenrad von Matuls, allerdings ein Einmaster (Klingt fast, als spräche man von Segelschiffen...), ich hatte mir vorgenommen, die Knoten einzuölen, aber vielleicht hat jemand eine bessere Idee?
      Der Mensch: Das einzige Lebewesen, das erröten kann.
      Es ist auch das einzige, welches Grund dazu hat!


      (Mark Twain)
    • An Öl oder Fett hatte ich auch gedacht. Aber da hätte ich Sorge, dass die Hanfseile beim Transport bzw. beim Lagern hässliche Spuren im Stoff hinterlassen.
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    • Speichenradzelt, gleiches Problem. Zur Lösung habe ich eine Gummitülle (Kabeldurchführung) eingebaut. Dadurch ist einmal das Loch dichter und das Leinenseil wird eingeschnürt. Außen und Innen ein Lederstückchen eingesetzt und das Ganze dann zusammengenäht (sonst rutscht durch den Seilzug die Gummitülle immer wieder raus). Die Nähte und das Seil dick mit Segeltuchlohe auf Bienenwachsbasis (toplicht.de) versiegelt. Danach war´s dann dicht.

      Hoffe das hilft weiter, ist aber ein Saugschäft mit der Nähahle durch 6mm Leder/Dreifach Leinen/Leder durchzustechen, und das bei 42 Löchern a 15 Minuten. Hat etwas gedauert (Winterarbeit :) ).
      Doralf
      Was kommt kommt, aber wir kümmern uns erst drum wenn´s soweit ist. 8)
    • Das sind ja schonmal ne menge Ideen und Antworten, danke dafür.
      Also Schlaufen nach aussen legen klingt erstmal gut. Nur müsste ich für 2 Doppelmaster geschätzte 1000 Schlaufen machen......Das wäre was für den Winter. ;)

      Bei Öl hätte ich Angst das mir die Seile die Zelthaut komplett versauen so im eingepackten Zustand. Öl wird doch auch Ranzig auf Dauer oder?

      Wachs hatte ich auch schon gehört. Aber ich müsste die Seile ja quasi darin einlegen und sich vollaugen lassen damit das klappt. Wird das dann nicht brüchig das Wachs und "krümelt" aus dem Seil?
      Leben ist Zeichen ohne Radiergummi.
    • "Seil in Bienenwachs tauchen?"
      Da hätte ich Angst, dass es schmilzt und man die Zelthaut einsaut.
      Unser Zelt lag im Sommer mal bis zum Ausladen einen Tag im heißen Auto... Zum Glück haben sich die Wachskerzen nur in der Kiepe auf unwichtigeren Sachen verflüssigt.

      Doralfs Version sieht interessant aus.
      Hast du nur das obere Stück Schnur eingesprüht/ eingepinselt?

      Die Schlaufen nach außen annähen halte ich für weniger gut - wenn das ganze Gewicht nicht mehr durch die Plane geht, sondern an einer Naht außen hängt, reisst das sicher auch gerne mal ein.
      "It is no bad thing to celebrate a simple life."
      (Bilbo Baggins)
    • Katharina di Mauro schrieb:


      Doralfs Version sieht interessant aus.
      Hast du nur das obere Stück Schnur eingesprüht/ eingepinselt?
      Innen das Stück bis zum Knoten und Außen die Nähte vom Lederstück und etwa eine Pinselbreite vom Seil. Damit wird der Dochteffekt unterdrückt.
      Die Segeltuchlohe ist gelöstes Bienenwachs, z.B. gibt's das auch für gewachste Baumwolljacken zum Nachimprägnieren. Hinterher ist ganz wenig Wachs drauf und im Seil und Leinenstoff fein verteilt. Da schmilzt nichts. Man kann auch das gesamte Zeltdach damit imprägnieren. Ich habe ein Vorzelt aus 600 g/m2 Leinen genäht und mit der Lohe imprägniert (So macht man auch eine Persennig für´s Boot). Jetzt tropft es nur noch dann durch wenn sich ein Wassersack bildet (weil ich es mal wieder nicht richtig gespannt habe).

      Grüßle
      Doralf
      Was kommt kommt, aber wir kümmern uns erst drum wenn´s soweit ist. 8)
    • Ich glaube auch das es mit einer "Binenwachslasur" geht.

      Ansonsten ist es ein moderner Konstruktionsfehler, dann bekämpf es mit modernen Mitteln. Mir würde da noch die Absperrung kurz vor dem Knoten durch Tränkung einer Stelle mit dünnflüssigem Epoxidharz wie Araldit 2020 einfallen. Oder statt Binenwachslasur ein weiches mikrokristallines Wachs mit höherem Schmelzpunkt ( von Deffner und Johann).
    • Ich glaube ich werde mal euren Vorschlag mit dem Wachs ausprobieren.

      Die Produkte von Deffner und Johann sehen gut aus, nur kenn ich mich mit der Materie zu wenig aus um dort ein passendes Wachs zu finden das dann auch funktioniert. Paraloid B72 darf ich als Privatperson da garnicht kaufen :(

      Die Segeltuchlohe sieht für mich jetzt erstmal am "einfachsten" aus. Zumal der Preis und der Aufwand sich anscheinend im Rahmen hält.

      Wie das ganze bei anderen Speichenradzelten von anderen Herstellern gemacht ist würde mich auch interessieren, hat da jemand zufällig Bilder oder sowas?
      Leben ist Zeichen ohne Radiergummi.
    • Wenn man aussen, auf mitte des Spannseils wegen mir, auch schon mal einen knoten macht ? Das bremst ggf den Wassersog und schafft eine zweite ausenliegende Abtropfstelle, oder ? Theoretischer Ansatz meinerseits. Vielleicht mal versuchen, da sehr geringer Aufwand !?
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    • Paraloid als Granulat zum selbst anrühren ist frei verkäuflich (unter Kunstharze). Hast du evtl. bei fertigen Gebinden mit Toluol o.ä. Schweinkram als Lösemittel geschaut? Das könnte sein.

      Aber die Wachslösung ist doch vermutlich auch zielführend. Sind dann sonst auch im schlimmsten Fall "authentische Flecken".
    • Also um mal eine etwas andere Lösungsstrategie einzubringen:
      Einen Meter Zeltleinen kaufen, Mehrfach gelegte Streifen nähen, Streifen als Laschen an "Lochstellen" an das Zelt nähen, Seil an den Laschen festmachen und Löcher in Zeltwand flicken. Dann ist da kein Knoten mehr und es kann drin nicht mehr tropfen.
      Kann aber natürlich sein, dass sich dann das Zelt insgesamt verzieht und nicht mehr gescheit aufbauen lässt. Und es ist ein ordentlicher Sack Arbeit.

      Andererseits: Habt ihr Matuls nachdrücklich auf diesen Konstruktionsfehler aufmerksam gemacht? Ich nehme an, dass für das Zelt 2000 Kiesel den Bach runter sind, da kann man schon mal um Nachbesserung bitten, wenn durch einen Konstruktionsfehler, der dem Kunden vorher aus Produktansichten nicht ersichtlich ist, die Grundanforderung ("Wenn außen nass und Zelt korrekt aufgestellt, dann drin trocken.") nicht gegeben ist.
      "Wer von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, der kann immer noch ein guter Trommler werden."