Darstellung ohne Waffen

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    • Für die "Darstellung" eines entsprechenden Berufes gehören sie dennoch dazu. Logischerweise hat auch der Töpfer, Schuster, etc. nicht ständig sein Handwerskzeug dabei, wer aber 24/7 den Handwerker beim Kirchgang darstellt, bei dem er sein Handwerkszeug leider gerade nicht dabei hat, zeigt damit erstmal nichts interessantes zum Thema "Töpfern". Ist wie der Sitzritter, der sein Pferd immer im Stall um die Ecke hat, und das Gesinde ist gerade im Nebenzelt beschäftigt... Möchte man hingegen eine "Mittelalterliche Gemeinde beim Kirchgang" darstellen, sollte man wieder drauf achten dass das Bild für einen Kirchgang stimmigt ist.
      Begrüße jeden Morgen mit einem Lächeln – dann durchschaut er nicht, was du planst mit ihm anzustellen.
    • Authomas schrieb:

      Möchte man hingegen eine "Mittelalterliche Gemeinde beim Kirchgang" darstellen, sollte man wieder drauf achten dass das Bild für einen Kirchgang stimmigt ist.
      wobei ein Ritter seine Waffen eben nicht dabeihatte oder sein Schwert,die anderen Waffen wurden in der Schlacht benutzt,vor der Kirche ablegte.
      Aber ich weiss was Du meinst.
      Wenn jemand einen Ritter darstellt sollte das Schwert auch in erreichbarer Nähe sein,wenn er im Lager ist.
      Was ich schon kritisch betrachte sind die - zumindest beim MPS- zahlreichen Ritterdarsteller,die vom eigenen Lager zur nächsten Taverne gehen und dort - Helm auf,Schwert gegürtet,einen Becher Met oder was-auch-immer trinken.
      Das ist - auch historisch betrachtet - albern.
    • Patty schrieb:

      Nicht nur in Bezug auf die omnipräsenten Militärdarsteller, sondern auch von den "Zivilisten".
      Nun,bei den Militärdarstellern kann ich es verstehen,dass sie - abgesehen von Kampfhandlungen - auf Mittelaltermärkten und anderen VA`s ihre Waffen in ihrem Lager interessierten Besuchern zeigen und erklären.
      Und ich kann es auch verstehen,wenn jemand einen reisenden Kaufmann des 12.Jahrhunderts darstellt,der zwecks Verteidigung ein Schwert oder zumindest einen Dolch sein eigen nennt.
      Nur war es mit Sicherheit weder im HoMi noch im SpäMi so,dass ein Kaufmann jederzeit - auf dem Jahrmarkt beim Verkaufsgespräch wie auch in der Dorfkneipe - seine Waffe dabeihatte.
    • Ich versteh ehrlich gesagt diese Diskussion nicht. Ich finde (Blank)waffen die mit Abstand faszinierensten historische Artefakte, sie und die dazugehörige Fechtkunst interessieren mich seit ich denken kann. Gerne lasse ich mich als Schwerter-Narren bezeichnen. Natürlich möchte ich dementsprechend eine Darstellung haben, die ein Schwert/Langes Messer/etc beinhaltet. Warum muss ich mich dafür rechtfertigen? Andere verbringen eines Großteil ihrer Zeit in diesem Hobby damit, sich mit den Aspekten von wendegenähtem Schuhwerk und bestimmten Stoffen zu beschäftigen. Das interessiert mich jetzt wiederum nur wenig, aber ich respektiere und schätze ihre Expertise dabei natürlich. Soll doch jeder machen, was ihm Freude bereitet, man tut ja niemandem weh. Solange das alles im gegebenen gesetzlichen Rahmen verläuft...
      Mitglied bei den Schwabenfedern Ulm

      Schwertschmied
      http://www.lukasmaestlegoer.com
    • Nein, Waffen sind nicht bloß Artefakte.
      Sie sind Kulturgut, denn sie gehören zur Kulturgeschichte und zur Entwicklung der Menschheit.
      Menschen haben sie geschaffen und genutzt.
      Sie sind schön oder häßlich, gut oder böse...
      Aber aus dem Kulturgut der Menschheit sind sie weder wegzudenken noch wegzudiskutieren.

      Ach, habe ich Euch schon erzählt, daß mich Fußball und die lärmenden Massen im Stadion an den Circus Maximus und die blutigen Gladiatorenspiele erinnern?
      Also dem kann ich ja gar nichts abgewinnen... soviel Gewalt...
      Lieber eine starke Behauptung als ein schwacher Beweis!
    • Das es "zu viele Waffenträger" auf einer VA gibt, nun das kann man nicht Wegdiskutieren. Die historische Wirklichkeit sah wohl anderst aus. Dann müsste es aber konsquenter Weise bei jeder VA ein Limit geben. max 10% Adel inkl. Ritter 5% nochmal für Waffenknechte, die aber auch deutlich so zu erkennen sind und eben kein Schwert tragen, 15% Handwerker und deren Gesellen (innerhalb der Gruppe aber nur 1 Meister auf 4-5 Gesellen und Knechte) Der Rest hat in bäuerlicher Gewandung zu kommen dazu noch ewa 5% Bettler. Die VA findet erst statt wenn diese Quoten erfüllt sind :whistling: . So, jetzt mal die Ironie beiseite, wenn man den Leuten vorschreibt was sie Darstellen sollen gibt es bald keine mehr. Es gibt einige Gruppen, mit entsprechendem Anspruch, die auch Knechte usw. dabei habe. Finde ich echt Klasse. Aber ich würde das dann nur als 2. Darstellung machen. Mal eine VA als Knecht, weil es einfach gut passt, die Andere wieder in der Darstellung in der ich mich am wohlsten fühle.
      Ministerialer 1190 in Gelnhausen der noch nicht weiß das sein Lehnsherr nicht gut schwimmen kann
    • ... so, war mal wieder Zeitablauf.. man sollte beim posten halt nicht gleichzeitig telefonieren :D
      Vielleicht möchte ein Mod den vorherigen Beitrag löschen :danke

      Zum Circus Maximus,
      in stark abgeschwächter Form auf vielen Veranstaltungen als Schlacht von was auch immer präsent. Und am Ende schaut Odin vorbei und lässt die christliche Auferstehung daneben vor Neid erblassen.
      Was ich damit sagen möchte, ordentliche Präsentation / Demonstration der Waffen (Stangen, Pol, Blank, Blide....) nebst Handhabung welcher jener wäre das, was ich mir für meinen Teil wünsche.
      Das selbige natürlich auch vom Handwerk, wobei hier stelle ich (für mich wieder) fest, das die Präsentationen dahingehend meistens mit einer umfänglichere positiven Besessenheit präsentiert werden.
      Ja und ansonsten darf /soll doch jeder für sich selbst entscheiden wo die Reise hingeht.
      Marktgilde bzw. Vormundschaft ist doch wohl noch nicht... oder
    • Thirk schrieb:

      Vielleicht möchte ein Mod den vorherigen Beitrag löschen
      Hat ein Mod gemacht. :D

      Thomas W. schrieb:

      Es erzeugt bei mir "Herzklopfen" wenn ich daran denke, dass ich für diesen Zeitraum derzeit ca. 30 verschiende Helme zur Auswahl hätte, die einen nahezu lückenlosen Entwicklungszeitstrahl abbilden und alle (!) tragbar in guter bis sehr guter Qualität gefertigt sind (und auf meinen Kopf passen!).
      Ich muss mich entschuldigen. Hab quatsch erzählt... es sind keine 30, sondern nur 22 Helme für den Zeitraum 1150-1300. In den letzten Monaten haben einige Stücke den Weg zu anderen Hobbyisten gefunden, dass hatte ich bei dem post aber nicht auf dem Schirm, sorry. ^^

      Pit der Schreiber schrieb:

      Was ich schon kritisch betrachte sind die - zumindest beim MPS- zahlreichen Ritterdarsteller,die vom eigenen Lager zur nächsten Taverne gehen und dort [...]
      Peter, lese ich hier noch einmal irgendwas zum "MPS" von dir, beantrage ich bei Tom oder Herrmann eine Namensänderung in @'MPS-Pit' für dich. Ehrenwort! :D :zunge :trink02


      So muss los... hab einen Termin bei meinem Bewährungshelfer... :D :tanz01 :bye01
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Thomas W. schrieb:

      Peter, lese ich hier noch einmal irgendwas zum "MPS" von dir, beantrage ich bei Tom oder Herrmann eine Namensänderung in @'MPS-Pit' für dich. Ehrenwort!
      Jawoll,Euer Ehren! ;)
      Aber es ist doch so,auch auf anderen VA`s,es gibt zu viele "Ritter",die am Liebsten den ganzen Tag "in Kette" (alternativ:"Platte") auf dem Gelände wären,und das ist und war nicht "a".
    • Hallo zusammen,

      danke Dragonlord du hast mir aus der Seele gesprochen obwohl du es als Ironie herrüber kommen lässt.

      Es gibt glaube ich nichts schlimmeres als Tabus in Foren.

      Es scheit hier so eine art ""Beißrefelex" zu geben wenn es nur den Anschein von Waffenkritik gibt.

      Es wird hier geschrieben:...das gehört zu meiner Darstellung.
      Darf ich dann daraus schließen das man sich bei dieser Darstellung immer nur in einem Zeitfenster von wenigen Stunden bewegt und es keine Zeit davor und dahinter gibt?
      Es erschließt sich mir sonst nicht warum man dann permanent gerüstet und bewaffnet sein muss.

      Es wird hier auch oft von "verantwortlicher Darstellung" den Zuschauen/Besuchern gegenüber gesprochen.
      Welches Bild wird denn dann vermittelt? Im Mittelalter war immer durchgehend überall Krieg und deshalb mussten immer alle bewaffnet sein?
      ...oder mit dem standart Totschlagargument : "die Zeit war eben so"???

      Nun schreibt nicht, das ihr nur bei den Verteidigern seid (was die Anwendung von Gewalt dann noch Moralisch vertretbar machen würde)
      Wenn das so wäre gäbe es keine Schlachten

      Ich persönlich empfinde es auch als übelen Euphemismus von "Kriegshandwerk" zu reden.
      Ein Handwerk setzt eine redliche Tätigkeit vorraus!
      Das sehe ich bei "Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Plünderung etc." nicht gegeben.

      Sieht man es dann doch als Handwerk dann ist die Waffe ein Tötungswerkzeug.
      Jetzt kommt nicht mit Prunkschwert oder ähnlichem. Ja es ist nicht dafür gemacht aber es verliert dadurch seine Funktion nicht.

      Haben wir nicht auch eine moralische Verantwortung?
      Anscheinend nicht, da die Moral damals ja anders war oder wie?

      Wenn also eine Darstellung ohne Waffen den Reiz des Hobbys nicht nur schmälert sondern sogar zu nichte macht wo liegt denn dann der Grund?
      Wird hier etwas um den Waffenbesitz herumkonstruiert um ihn zu rechtfertigen?
      Ist die Waffe der "Fetisch" dem sich alles andere unterzuordnen hat?
      Das würde zumindest die reflexartige Abwerhaltung erklären.

      Ist das Leben so langweilig das Krieg gespielen werden muss?

      Noch eine Anmerkung: Es gibt keine Verteidigungwaffen ...auch wenn das manche gerne so sehen würden
      ... und ich meine nicht nur Blankwaffen
    • Du hast nochmal das ausgeführt was ich auch meinte.
      Ja,ein Herzog im ausgehenden 12.Jahrhundert (als Beispiel) hatte ein Schwert und wird es auch angewandt haben,aber im Gegensatz zu manchem "Markt-Ritter" trug er es damals eben nicht (!!) ständig bei sich,was übrigens auch einem gesellschaftlichen Faux Pas gleichgekommen wäre.
      Und wenn das Argument kommt
      "Aber ich stelle ein Mitglied der städtischen Bürgerschaft der Stadt XYZ im Jahr 1589 dar!"
      dann ist das erstmal in Ordnung,nur hatten die Leute auch nicht ständig ihre Blank-oder Schusswaffe "am Mann" sondern bekamen sie bei Bedarf im Zeughaus ausgehändigt.
    • Wolfram von der Oerz schrieb:



      Es wird hier geschrieben:...das gehört zu meiner Darstellung.
      Darf ich dann daraus schließen das man sich bei dieser Darstellung immer nur in einem Zeitfenster von wenigen Stunden bewegt und es keine Zeit davor und dahinter gibt?
      Es erschließt sich mir sonst nicht warum man dann permanent gerüstet und bewaffnet sein muss.
      Kommt stark auf die jeweilige Darstellung und Waffe an. Im Frühmittelalter z.B. geht ohne Schwert nichts.


      Wolfram von der Oerz schrieb:




      Noch eine Anmerkung: Es gibt keine Verteidigungwaffen ...auch wenn das manche gerne so sehen würden
      ... und ich meine nicht nur Blankwaffen
      Doch, Schilde.
      https://www.facebook.com/ormrinn.brands
    • Möglicherweise ist für so machner der militärische Kontext attraktiver, nicht wegen den Waffen ansich..sondern Rüstung, weil er das optisch ansprechender findet als die zivile Mode..und Rüstung tragen, ohne Waffe ist halt auch wieder nonsense. Die meisten "Darsteller" die den ganzen Tag in Rüstung rumlaufen sind Gromis, gute Darsteller tragen meist ihre Rüstung nur zu gewissen Vorführungen.
      Beaucoup pensé, peu dit
    • Naja, das.Kriehshandwerk war doch henau das,.was es beschreibt. Berufssoldatentum. Es gehört eine Menge an Ausbildung und Training dazu sich zu trainieren, damit der damalige Söldner sein Auskommen hatte.

      Es war ein Beruf, sehe ich jetzt mal ohne jede Wertung.

      Verstehe die ganze Diskussion hier nicht, das rumgezicke um Waffen des Mittelalters, keiner hat hier eine zivile Darstellung angegriffen und ich finde die Aussage, das jemand ohne Waffen das Hobby nicht machen möchte absolut ok.

      Weiß nicht wo das Gezicke herkommt..

      :bahnhof
      † christus mihi vita mors lucrum †
    • Einspruch zu Schild:
      Da man prinzipiell jede Waffe offensiv wie defensiv verwendet werden kann gibt es keine Verteidigungswaffen.

      Schild fällt entweder unter Schutzausrüstung oder unter Waffe weil man damit zustoßen und schlagen kann.

      Wieso geht Frühmittelalter nur mit Schwert? ....ich betone Schwert nicht Sax!

      Ich stelle z.B einen 08/15 Bewohner eines Dorfes dar
      Standartbevölkerung ist in der Regel Bauer oder Handwerker der natürlich im Notfall auch sein Dorf verteidigt.
      Habe ich dann überhaupt ein Schwert? Kann ich es mir leisten?
      Es gibt soweit ich weis gab es keine stehenden Heere außer bei den Römern
      Somit gibt es sehr wenige Berufskrieger (ausnahme bei den Römern angestellt) nach den Römern wird es dann schwierig.
      O.k. dann kommt die Völkerwanderung aber auch hier kommt wieder die Schwertfrage auf.
      Ich schließe Leibwachen für bestimmt Persönlichkeiten nicht aus aber auch sie sind eine Minderheit.
    • Wolfram von der Oerz schrieb:

      Ich stelle z.B einen 08/15 Bewohner eines Dorfes dar
      Standartbevölkerung ist in der Regel Bauer oder Handwerker der natürlich im Notfall auch sein Dorf verteidigt.
      Habe ich dann überhaupt ein Schwert? Kann ich es mir leisten?
      Na ein Schwerschmied ohne Schwert. :D
      Als Bauer hat man Sense, Dreschschlegel. Mistgabel u.a. also auch Waffen. :D
      Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.