Scharfes Schwert !! woher ?

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    • Moin
      Naja so um die 300,- Euro hätte ich schon verplant
      (als Mindestlohnempfänger ist da leider fürs Hobby nicht viel drin)
      Was den Verwendungszweck angeht ist es eher ein *Haben wollen um des Habens willen*
      SK Waffen hab ich zu Hauf an den Wänden
      nun wollt ich mal was für den *Ernstfall*
      ;)
      Toleranz ist die Bequemlichkeit der Klugen, die der Dummheit zum Sieg verhilft!
      Konsequente Toleranz führt sich doch selbst ad absurdum,
      da sie letztlich auch die Intoleranz toleriert!

      * Ich bin nur der Koch* :wiki3
    • Wenn es für den "Ernstfall"sein soll, kann ich mein Angebot erweitern, dass wir bei Gefallen über einen Verkauf verhandeln könnten. - Würde meinen Nachwuchs wahrscheinlich freuen, wenn das dann in Zoobesuche investiert wird...
      ...alle sagten immer: "Das geht nicht!" - doch dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach getan...
      ...diese Signatur kann Spuren von Soja oder Erdnüssen enthalten...
    • Hab jetzt mal eins beim Ungarn geordert.
      Hoffe das ers nach Minden mitbringt.
      Mal sehn wie es ausfällt.
      Toleranz ist die Bequemlichkeit der Klugen, die der Dummheit zum Sieg verhilft!
      Konsequente Toleranz führt sich doch selbst ad absurdum,
      da sie letztlich auch die Intoleranz toleriert!

      * Ich bin nur der Koch* :wiki3
    • Ich auch!
      Bilder sagen mehr als 1000 Worte.
      Demnach zeigt eine Sekunde Video bei 30 fps über 30'000 Worte! 8o
      Schon nen schnittest gemacht? Rasiert? Gemüse mit geschnibbelt? Du bist ja nur der Koch. :groehl
      Sorry, der musste sein :D
      VG Edgar
      Non vitae sed scolae discimus.

      Ich bin der Wahrscheinlich letzte aus Prinzip freiwillig Handyfreie Jugendliche Deutschlands. 8)

      Comfortzone? Was ist das? Eine italienische Vorspeise? ( Max Green, 2016)
    • Hier muss ich für "zukünftige Leser- und Schwertkäufer" nochmal kurz einhaken...

      Wyrd schrieb:

      Meiner Meinung mit Abstand nach das Beste um die 500 Euro Marke sind die Albion Squire line Schwerter (tatsächlich sind die auch besser als viele höherpreisige Schwerter).

      Wyrd schrieb:

      Es gibt keine Produktionsfirma, die Albion das Wasser reichen kann, weder was Ausführung noch was authentisches Handling/Performance betrifft.

      ...den ganz so einfach und rational ist solch eine Kaufentscheidung dann doch nicht.

      Sicher, dass ein Albion (oder andere Derivate aus der CNC-Maschine) nahezu perfekte Blankwaffen sind, die leicht, führig, extrem passgenau und optimal in allen Dreh/Kipp/Balance- und *wasweissichnichtnochalles*- für Punkten daher kommen, ist unbestritten. Da bist du nicht der einzige, der dass so sieht.

      Vielleicht hat sich der an einer Blankwaffe interessierte historische Fechter hier bereits schon festgelegt und entschieden. Aus der Sicht eines historischen Darstellers darf meiner Meinung nach jedoch diese Frage an diesem Punkt noch nicht eindeutig mit "jawohl, kaufe ich mir" beantwortet sein.

      Sicher, ich bin mir auch über die hervorragenden Eigenschaften dieser Waffen bewusst. Ich weiss auch, dass die Teile, wenn sie aus der CNC-Maschine kommen, noch sehr viel Handarbeit, Liebe und Schweiss bis zur Fertigstellung benötigen.

      Dennoch fehlt doch etwas ganz entscheidendes… :whistling: der "historische" Herstellungsprozess. Die Klinge hat nicht mehrmals in glühender Steinkohle ihre Farbe verändert (ja ich weiss das heute auch viele Schmiede moderne Öfen benutzen), hat nicht durch unzählige Hammerschläge ihre Form erhalten, etc. etc. (ihr versteht wie ich das meine?), aber das ist doch durchaus ein wichtiger Punkt, oder nicht?!

      Denn wie zu einer bestimmten dargestellten Zeit die Kleidung nicht mit der Nähmaschine genäht, nicht chemisch gefärbt, Helmkalotten nicht gestanzt bzw. geschweisst, Schilde nicht aus gebogenem Sperrholz gebaut... (die Liste liesse noch unendlich lang fortsetzen)... wurden, kamen Schwertklingen, Parierstangen und Knäufe eben auch nicht aus der CNC-Maschine.

      Achtung! Mir geht es nicht darum, "mordern" hergestellte Blankwaffen zu "verteufeln". Ganz im Gegenteil sogar. Mir ist nur wichtig, dass jeder zukünftige Blankwaffenkäufer grundsätzlich die Überlegung anstellt für was er diese Waffe benötigt, wo er mit dieser Unterwegs ist und auf was er Wert legt! Es geht schliesslich auch um einen ordentlichen Batzen Geld!

      Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass in der historischen Darstellung gewisse Dinge keinen wirklichen Platz haben, bzw. nur einen „Kompromiss“ darstellen sollten. Dazu gehören auch – und sind sie noch so perfekt hergestellt und umgesetzt- Blankwaffen aus der CNC-Maschine.

      Diese Meinung mag in gewisser Weise "antiquiert" erscheinen, aber ich persönlich würde immer einem qualitativ gut geschmiedeten Schwert den Vorrang gewähren. Auch wenn es in einigen Parametern evtl. nicht ganz so Perfekt ist, wie eines das aus gefrässten Teilen besteht. Genauso wie ich eine Hand- vor einer Maschinennaht, einer Pflanzenfärbung vor einer chemischen Färbung vorziehen würde, auch wenn die Färbung nicht 100%ig gleichmässig und die Naht nicht 100% gerade ist, etc. etc. etc.

      Also wie auch immer, macht euch bitte zuerst gründlich Gedanken wo eure Schwerpunkte liegen und dann besorgt es euch… euer gefrässtes oder geschmiedetes „Traumschwert“! :thumbup:
      Beste Grüsse, Thomas :bye01

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thomas W. ()

    • Wolfram von der Oerz schrieb:

      Blöde Frage:

      Warum muss man als Darsteller eine scharfe Schwertklinge haben?

      Bei Gebrauchsmessern/ Werkzeugen sehe ich das ein.

      Ein scharfes Schwert für den "Ernstfall" zu haben finde ich sehr grenzwertig.... was wäre denn der Ernstfall?

      Zombie-Invasion natürlich :D.

      Nein, ich sehe da zwei wichtige Einsatzgebiete:

      Schnittests - jeder, der sich ernsthaft mit historischem Fechten beschäftigt sollte auch mal scharf schneiden, um ein Gefühl dafür zu haben was er oder sie tut. Alles andere ist wie Schwimmen üben nur auf dem Trockenen - man kann es irgendwie nachfuchteln, aber es wird nie wirklich der Sache gerecht. Das Ergebnis ist dann, wie man es oft sieht, eher ein Plattkeulenkampf als Schwertfechten.

      Korrekte Darstellung eines Schwertträgers. Die hatten nunmal scharfe und nicht stumpfe Schwerter (außer zum Üben). Hat man nun eine konkrete Situation, in welcher man einen Schwertträger korrekt darstellen will (Erklär-Auftritte, Modenschauen usw..., also die Sorte Situation wo man auch mal die Brille absetzt selbst wenn man dann nichts sieht), dann ist ein stumpfes Schaukampfschwert so "richtig" wie ein Regenschirm. Die Möglichkeit, einem interessierten Besucher auch mal ein richtiges Schwert in die Hand zu drücken sollte man auch nicht unterschätzen - das ist eine völlig andere Sache als das typische Übungsgerät.
      Dass das Ding dann weder im Lager herumzuliegen hat noch zur Taverne mitgeschleppt wird ist klar - wir haben für so etwas eine sehr ordentliche Waffenkiste mit Vorhängeschloss.
      Begrüße jeden Morgen mit einem Lächeln – dann durchschaut er nicht, was du planst mit ihm anzustellen.
    • Wolfram von der Oerz schrieb:

      Blöde Frage:

      Warum muss man als Darsteller eine scharfe Schwertklinge haben?

      Bei Gebrauchsmessern/ Werkzeugen sehe ich das ein.

      Ein scharfes Schwert für den "Ernstfall" zu haben finde ich sehr grenzwertig.... was wäre denn der Ernstfall?
      Was Matthias mit dem Begriff "Ernstfall" meinte, weiss ich nicht. Vermutlich (und das hoffe ich) war es ein Spass, aber den Hintergund zu dieser Aussage soll er selbst schildern.

      Ansonsten:
      • Warum trägt ein historischer Darsteller möglichst pflanzengefärbte Kleidung?
      • Warum wird mit Hand genäht?
      • Warum nimmt man bekannte Materialien und nutzt Herstellungsmethoden aus der dargestellten Epoche?
      • Warum....
      • Warum....
      • Warum....
      • Warum gelten die hohen Ansprüche oft nur bei den zivilen (bzw. unbewaffneten) Darstellungen?
      • Warum geben sich viele diese Mühe bei so vielen Dingen und Themen?


      Ja warum eigentlich? Ginge doch auch anders und einfacher? Gut, ich kürze es ab.

      War eine Blankwaffe damals stumpf? ;) Nein! Und genau deshalb ist sie das im Optimalfall* heutzutage in einer historischen Darstellung auch nicht.




      *Für Schaukämpfe und Veranstaltungen wo keine scharfen Blankwaffen durch den Veranstalter zugelassen sind, hat man eine stumpfe Variante auf Lager, trägt kein Schwert zur Darstellung, oder kommt in "Zivil 21. Jhd.".
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Das schwingt natürlich auch mit, war hier aber nicht das Argument. Man sieht es einfach zehn Meilen gegen den Wind - es ist ja nicht nur die stumpfe Klinge sondern auch die runde Spitze. Wenn man sich an den Unterschied gewöhnt hat, fällt es einem leider auch in Filmen ständig auf. Wie der Herr Dosenritter schon sagte - warum falsch zeigen wenn es richtig geht, egal ob es um Nähte, Stoffe oder Waffen geht?
      Begrüße jeden Morgen mit einem Lächeln – dann durchschaut er nicht, was du planst mit ihm anzustellen.
    • Hallo Ritter Erasco,

      Sicherlich eine brechtigte Frage warum die Detailtreue nur für den zivilen Bereich gilt!

      Also ist alles was nur stumpfe Waffen trägt ziviler Bereich?

      Der Unterschied zwischen stumpf und scharf ist maginal und erschließt sich nur im Kampf dem, bei dem es um Leben oder Tot geht.

      Bei allem anderen verstehe ich den Sinn nicht und es ändern nichts an der Qualität der Darstellung.

      O.K. das war jetzt off topic . :back
    • Wolfram von der Oerz schrieb:

      Hier scheint es die selbe Faszination zu sein wie bei allen anderen "Waffennarren".

      Es muss funktionieren sonst ist es nicht richtig.
      Ich denke nicht das dies etwas mit Waffenvernarrtheit oder nicht zu tun hat, sondern viel mehr mit dem bestreben eines stimmigen Gesamtbildes. Und dieses Gesamtbild kann man bis ins letzte Detail treiben. Strebe ich also eine militärische Darstellung an, wäre ein solches "letztes" Detail eine scharfe Waffe, hergestellt nach den damals gegebenen Möglichkeiten und Mitteln. Das gleiche gilt für jemanden der bspw. einen Holzfäller Darstellt. Sein letztes Detail wäre eine entsprechende scharfe Axt. Der eine könnte mit seinem "Werkzeug" töten, der andere den Baum in Nachbars Garten fällen. Das heißt aber nicht das beide das auch tun. Beide könnten Ihre jeweilige Darstellung auch mit einen stumpfen Gerät ausführen und es würde wenigen direkt auffallen. Das ist aber ggf. nicht das ziel der Person.

      P.S. Kennt jmd. den Witz vom Mann und dem Kindergeld?
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