Scharfes Schwert !! woher ?

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    • @Wyrd

      Moin!

      Für mich ist ein Schwert ein Werkzeug, welches ich einsetzen will.
      Daher ist mein Katana auch ein Werkzeug welches ich einsetze.
      Da die Klinge aus einem sehr guten Stahl ist, setze ich es ab und an in meinem Wald ein um Äste und Gestrüpp zu dezimieren.
      Daher sprach ich von einer Machete. ^^
      Prinzipiell gilt immer je schärfer ein Werkzeug ist, desto effektiver ist es.
      Ich wollte lediglich auf verschiedene Sichtweisen bei Säbeln hinweisen, die sich bis in die jüngste Geschichte gehalten haben.
      Als Kind habe ich noch einige Kavalleristen der Wehrmacht kennen gelernt und auch diese teilten alle die Meinung Napoleons.
      Daher weiß ich auch von dessen Befehl.
      Und da auch die US Soldaten mit denen ich Reenactment betrieben habe das gleiche sagten, dass die Fehlschärfe gewollt ist war das Thema für mich durch!
      Da ich nun andere Epochen mache ist das Thema sowieso hinfällig, da in diese Zeiten die Klingen definitiv scharf waren.
      Aber was will ich im Hobby mit einem scharfen Schwert?
      Auf Veranstaltungen möchte ich mit so etwas nicht herumlaufen.
      Daher sind meine Schwerter für mein Hobby alle stumpf!
    • Sowohl die Kavalleristen der Wehrmacht als auch die US Soldaten, mit denen du gesprochen hast kommen aus einer Zeit, in der der Säbel als Waffe längst obsolet geworden ist. Der Säbel war nur noch Statussymbol und wurde 1942 bei der Wehrmacht auch abgeschafft.
      Auch muss man die Klingentypen beachten. Gerade in der Britischen Kavallerie, die im 1. WK noch teilweise ernsthaft eingesetzt war, dominierte eine reine Stichwaffe, der 1908 und 1912 Typ. Auch von der US Army übrigens adoptiert. Von scharfen Schneiden war da keine Rede mehr, die Klingen waren als Hiebwaffen ungeeignet.

      Fakt ist, dass auch zu den Zeiten, in denen der Säbel noch ernsthaft eingesetzt wurde, sehr viele erfahrene Benutzer eindeutig ein Schärfen der Klinge empfehlen. Beispiele wurden bereits genannt und sind auch in Matt's Videos aufgeführt. Es mag auch andere zeitgenössische Meinungen gegeben haben, aber ich würde mich da an die Leute halten, die die Dinger auch wirklich selbst eingesetzt haben. Bei Napoleon kann man daran zweifeln. Gerade die Tatsache, dass trotz seines Befehls die eigene Kavallerie ihre Säbel sehr wohl schärfte, spricht doch Bände. Auch würde ich gerne mal das Zitat mit verlässlicher Quellenangabe irgendwo aufgeführt sehen, es wäre nicht das erste Mal, dass irgendjemandem Worte in den Mund gelegt worden wären.
      Die physikalischen Grundlagen ändern sich nicht. Wie du sagst, je schärfer ein Werkzeug, desto effektiver. Ich sehe überhaupt keine Veranlassung, eine Schwertklinge, welcher Epoche auch immer, nicht zu schärfen, von spezialisierten Stichklingen abgesehen.

      In gewisser Hinsicht gilt das auch für das Reenactment. Stumpf bleibt eben nicht historisch korrekt. Dass man für Darstellung auf Märkten und natürlich den fechterischen Gebrauch hier anders entscheiden muss bzw kann, ist klar.
      Mitglied bei den Schwabenfedern Ulm

      Schwertschmied
      http://www.lukasmaestlegoer.com