Reenactment Werkstatt

Reenactment Waffen- und Rüstkammer (alles was historisch belegbar ist)

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    • Dieses lange Schwert stellt für mich in mehrerlei Hinsicht etwas ganz besonderes dar. :love:

      Es ist nicht nur durch seine Spezifikationen, wie beispielsweise der 9.5mm starken Klinge (Typ XVIII/XVIIIa) an der Basis, eine sehr beeindruckende Blankwaffe. Nein, dieses Schwert verfügt zudem über einen Knauf, der einen der letzten fehlenden Knäufe in meiner Sammlung darstellte. Den Typ U.

      Eine Waffe mit diesen Parametern wurde primär in der zweiten Hälfte des 15. Jhd. verwendet. Es gibt etliche erhaltene Originale und auch in der zeitgenössischen Kunst findet man Blankwaffen mit dieser Knaufform. Einige Beispiele habe ich euch angehängt*.
      Durch die massive Klinge, die kurz vor dem Ort immer noch 5mm stark ist, wiegt diese Waffe 1670g. Kein Leichtgewicht, aber dennoch gut führbar. Die Stich- und Schnittfähigkeiten dieses Schwertes sind Atemberaubend!

      Es gehört in dieser Optik/Umsetzung und seines Wertes wegen zu den 'TOP10' meiner Sammlung und wird demnächst einem Harnischprojekt beigefügt werden.

      (Bildquelle: ich)

      (Bildquelle: pinterest)

      (Bildquelle: google Bildersuche Typ U)

      *Die Bilder/Collagen von weiteren Originalen aus Ausstellungskatalogen können auf dieser Plattform aufgrund der Urheberrechte nicht öffentlich gezeigt werden.
      Beste Grüsse, Thomas :bye01

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thomas W. () aus folgendem Grund: Beitrag formatiert.

    • Heute habe ich bei meinem Harnisch mal einen ausgefallenen Neuzugang gegen die sonst verwendete Schaller getauscht.

      Der nun zusehende Eisenhut verfügt über eine voluminöse Kalotte und eine breite Krempe. Er ist aus einem Stück getrieben und wurde zusätzlich gehärtet. Der Eisenhut ist sehr hochwertig gearbeitet und verfügt zudem über zahlreiche feine Details bzw. Verzierungen. Ich werde ihn demnächst noch einmal etwas ausführlicher vorstellen.

      Zudem wurden die ursprünglich zu diesem Harnisch getragenen Panzerhandschuhe für diese Fotos gegen ein Paar zeitlich & stilistisch passende Hentzen getauscht.

      Diese beiden Ergänzungen stellen nun quasi mein 'Belagerungs-Setup' dar. :ritter15

      Die Schecke, die ich auf der Collage trage, ist mal ein Test. Ob ich sie bei mir eine Zukunft hat, habe ich noch nicht entschieden.

      (Bildquelle: ich)

      (Bildquelle: ich)
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Wolfram von der Oerz schrieb:

      Ich habe als Laie wieder einmal eine Frage.
      Der Harnisch verfügt über einen Rüsthaken auf der rechten Seite.
      Wofür benötigt ein Fußkämpfer dieses Teil?
      Dieser Harnisch hier ist primär ein Reiterharnisch, den man aber auch zu Fuss nutzen kann. Bei den deutschen Rüstungen waren die Rüsthaken in der Regel klappbar gestaltet. Wenn man ihn nicht benötigte, hat man ihn hoch geklappt (wie auf dem Foto oben). Dann stand er nicht im Weg.

      Die Italiener beispielsweise nutzten abnehmbare Rüsthaken.
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Neu

      Bereits seit dem Oktober 2020 ist ein sehr schönes Projekt für den hochmittelalterlichen Bereich meiner Sammlung in Arbeit.

      Bretter aus Erlenholz wurden zugesägt und in die passende Stärke gehobelt, verleimt und nach einer Trocknungspause beidseitig mit feinem Pergament bespannt. Die Vorderseite wurde bereits mit Kreidegrund grundiert. Die Schildfesseln sind ebenfalls schon montiert.

      An diesem Punkt wird es nun richtig spannend und ich werde euch ab heute über den Fortschritt dieses Projektes mit regelmässigen Updates auf dem Laufenden halten.

      Wer erkennt denn, um welchen Schild es sich hier handelt? 8o


      (Bildquelle: A. Schätz)
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Neu

      Der Löwe von Landgraf Konrad von Thüringen schaut deinem Löwen nicht unähnlich. Allerdings passt die Schildform nicht überein und der Löwe auf dem Schild des Landgrafen steht nich auf ?Lilien?
      ?(
      Fehler in Bezug meiner Groß- und Kleinschreibung gelten als stilistisches Mittel, welches ich jedoch zu vermeiden versuche.
    • Neu

      Andre aus Hamburg schrieb:

      Ich würde sagen, das wird der Schild des Arnold von Brienz. 1180 - 1225.

      Gruß Andre
      Ich musste beide Vorschläge googlen, ist ja nicht meine Zeit.

      Allerdings passt bei Anton die Wappenform und der Löwe steht auf einem Sockel. Und, das Schild wurde im Original auch aus Erle gemacht. Finde die Idee also gut.
      Ich bin auf die Auflösung gespannt! :)
    • Neu

      Monique schrieb:

      Ich bin auf die Auflösung gespannt!
      Monique und André liegen richtig. Mein Ziel ist es, eine gut gemachte Nachbildung des sogenannten 'Seedorfer Schildes' des Arnold von Brienz aus der Grablegung im Lazarinerordenskloster Seedorf (Kanton Uri,Schweiz) fertigen zu lassen. Meines Wissens nach gibt es bisher noch keinen Rekonstruktionsversuch, der wirklich Nahe an die Vorlage heran kommt. Mal schauen ob es uns gelingt. ^^

      Hier noch ein Foto der Vorlage im heutigen Zustand. Wir werden uns an die ursprüngliche Form (ohne Abbrüche) halten. Mit frisch angerührten historischen Farben und jeder Menge Blattsilber für den Löwen wird man zum Schluss einen guten Eindruck davon erhalten, wie der Schild um 1200-1220 herum mal ursprünglich ausgesehen haben dürfte.

      (Bildquelle: google Bildersuche)
      Beste Grüsse, Thomas :bye01

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thomas W. ()

    • Neu

      Ulf schrieb:

      eine Art Italienisch Gesso
      Ja, dass trifft es gut.

      Monique schrieb:

      Du modellierst jetzt mit Leim und Kreide vor, dann beziehst du es mit Leder und dieses wird dann versilbert? Wie hält das Blattsilber?
      Andre ist der ausführende Handwerker. Ich bin nur der verrückte Auftrag- und Ideengeber, der im Hintergrund schlau klingende Anweisungen gibt und zum Schluss die Rechnung zahlt. ^^

      Die vier Erlenholzblanken wurden (wie beim Vorbild) zuerst beidseitig mit Pergament bezogen. Der 3D-Aufbau wurde auf dem Pergament (auf noch dem Kreidegrund aufgetragen wurde) aufgebaut. Auf dem Löwen wurde mittlerweile die erste von drei Polimentschichten (siehe Foto) aufgetragen. Wenn die dritte Schicht aufgetragen und getrocknet ist, wird darauf dann das Blattsilber aufgetragen. So haftet es ausreichend gut. Dann folgt die weitere Bemalung/Gestaltung der Schildvorderseite (die Rückseite ist bereits farblich gefasst).



      (Bildquelle: A. Schätz)
      Beste Grüsse, Thomas :bye01