Reenactment Werkstatt

Reenactment Waffen- und Rüstkammer (alles was historisch belegbar ist)

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    • Astyanax schrieb:


      @'Thomas W. Das sind echt schöne Stücke. Hast du nicht Angst dass da mal jemand einbricht, wenn du die alle Öffentlich machst?
      Gegenfrage: Würdest Du bei einer Person einbrechen bei der Du:
      ..... einen Schwerlastlastkraftwagen zum Abtransport benötigen würdest.
      ..... dir nicht bekannt ist, was sonst noch so in den Schubladen schlummert.
      .... dir nicht bekannt ist, ob zu diesem Zeitpunk Thomas nicht in einer Rüstung steckt. :D
      Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
    • Ulf schrieb:

      Astyanax schrieb:

      @'Thomas W. Das sind echt schöne Stücke. Hast du nicht Angst dass da mal jemand einbricht, wenn du die alle Öffentlich machst?
      Gegenfrage: Würdest Du bei einer Person einbrechen bei der Du:..... einen Schwerlastlastkraftwagen zum Abtransport benötigen würdest.
      ..... dir nicht bekannt ist, was sonst noch so in den Schubladen schlummert.
      .... dir nicht bekannt ist, ob zu diesem Zeitpunk Thomas nicht in einer Rüstung steckt. :D

      Schweizer sind doch auch nicht so Schusswaffen phobisch wie deutsche ;)
      www.lebendige-geschichte-1474.de
    • Nachdem ich hier von Thomas Sammlung immer wieder völlig erschlagen werde gebe ich auch mein (sehr bescheidenes) Konvulut zum begutachten.

      Nichts besonderes, aber ein Anfang...
      Das Messer ist streng genommen nicht passend für irgendeine Zeit hier im Forum. Aber es ist ein Familienerbstück und das einzige "historische Original" in meiner Sammlung (+100 Jahre alt, vom Uropa und brauchbar wie am 1. Tag).

      Dazu kommen noch 2 Dusseggen (oder Dussacks). Die sind aber nicht auf den Bildern weil aus Gummi/Plastik, für's Sparring aber sehr schick.
      Bilder
      • 20210606_182903-min.jpg

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    • das Lorb schrieb:

      Maxx schrieb:

      mein (sehr bescheidenes) Konvolut zum begutachten
      Kannst du Details zur Fechtfeder schreiben?
      Puh, die war eigentlich ein Spontankauf weil im Angebot von Regenyei. Was aber sehr schätze ist die Griffkontur: Durch die "Seperation" oder Wölbung fasst man instinktiv am idealen Ort (~2cm vom Kreuz); die Hand "rutscht" also direkt an die passende Stelle.

      Darfst mich jetzt leider nicht genau nach historischer Authentizität fragen.

      Allein die Verwendung vom Tellerknauf ist zumindest fragwürdig, da diese ja jetzt nicht gerade Hochkonjunktur in der frühen Neuzeit hatten...
    • Maxx schrieb:

      im Angebot von Regenyei. Was aber sehr schätze ist die Griffkontur: Durch die "Seperation" oder Wölbung fasst man instinktiv am idealen Ort (~2cm vom Kreuz); die Hand "rutscht" also direkt an die passende Stelle.
      ja, das fällt mir auch positiv auf. Was ist mit Gewicht und der "Schwabbeligkeit" beim Anbinden? Die Klinge scheint hier recht stabil zu sein... zu Lasten der Flexibiliät?
      Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen. immergut: Karl Valentin
    • das Lorb schrieb:

      ja, das fällt mir auch positiv auf. Was ist mit Gewicht und der "Schwabbeligkeit" beim Anbinden? Die Klinge scheint hier recht stabil zu sein... zu Lasten der Flexibiliät
      Gewicht ist so bei 1,2kg.
      Klingenlänge 100cm, Griff 32cm.

      Zur Wabbeligkeit kann ich nicht wirklich was sagen. Ich hab sie erst seit ~4 Monaten vielleicht kommt da mit mehr Nutzung noch etwas "Spiel" rein. Ich hoffe es aber nicht, weil bis jetzt arbeiten "aus der Bindung" heraus super funktioniert. Meine Fechtkumpanin bekommt die Tage eine Feder von Sigi, mal gucken wie die sich beide machen.

      Der Eisenprügel von Krondak (das andere Langschwert auf dem Bild) ist in keinster Weise auch nur annähernd auf der gleichen Stufe. Ich würde sagen, der ist nichtmal auf der gleichen Treppe...
    • Heute möchte euch einen weiteren Interpretationsversuch eines spätmittelalterlichen Helmes vorstellen, den ich neulich in meinen Bestand aufnehmen durfte. Auf der Collage erkennt ihr das Original des Eisenhutes, sowie den Nachbau. Die Vorlage ist ziemlich gut getroffen, wie ich finde.
      Die Glocke wurde aus einem Stück getrieben. Der Hut ist gehärtet und verfügt innen über ein Leinenpolster.

      "Eisenhut, deutsch, um 1450 bis 1460
      Glocke mit leicht eingezogenem Kopfrand, am Wirbel ansetzender niedriger Kamm, der nach vorne hin in einen Grat ausläuft. Vorn in der breiten Krempe stumpfwinkelig geschnittener Sehschlitz. Am oberen Krempenrand Futternieten mit eisernen Unterlegscheiben in Rosettenform. Unterer Krempenrand nach hinten umgebördelt (…)." (Müller/Kunter, 1984)


      (Bildquelle: pinterest & ich)


      (Quelle: Europäische Helme, von Heinrich Müller & Fritz Kunter, 1984, Militärverlag der DDR, S. 135 & 258)
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Hendrik1975 schrieb:

      Zu welcher Gelegenheit kann man so einen Hut denn tragen? Für in-der-Schlacht scheint der untenrum nicht so viel Schutz zu bieten...
      Eisenhüte sind primär von 'Kriegsknechten' zu Fuss eingesetzt worden. Diese Art Helm schützte gegen sämtliche Waffeneinwirkung, die 'von oben' stattfand. Die Übersichtlichkeit (die durch die Bauart sonst bei Eisenhüten ein grosser Vorteil ist) wird hier durch den Sehschlitz in der Krempe minimiert (der Sehschlitz ist eigentlich ein typisches Merkmal von Reiterhelmen). Dafür bedeckt die Krempe etwas mehr vom Kopf. Der Helm war für mich so interessant, weil er ein Stück darstellt, dass ich zum sichtbar machen der Entwicklung vom Eisenhut zur Schaller benötige.

      Hendrik1975 schrieb:

      Sitzt der denn fest auf dem Kopf?
      Auf den ersten Blick macht das Ganze einen etwas wackeligen Eindruck.
      Der Helm passt mir ziemlich gut. Ich würde sagen, er sitzt so wie er sitzen sollte. Tatsächlich sitzt er leicht 'wackelig' oder besser gesagt 'beweglich'. Bekäme man beispielsweise einen Schwerthieb von einem Reiter auf den Hut, 'bewegt/kippt' dieser ganz leicht zu Seite und die Wucht des Hiebes verliert so an Stärke. Wäre der Hut unbeweglich auf dem Kopf montiert, würde die Halswirbelsäule die ganze Wucht aufnehmen. Man kann (auch durch das Leinenpolster, dass frei in der Glocke steht und zur selbigen nach oben und leicht seitlich noch Luft hat) die Schlag- bzw. wuchtdämpfende Wirkung in etwa mit der eines heutigen Bauarbeiterhelmes vergleichen.
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Hendrik1975 schrieb:

      Zu welcher Gelegenheit kann man so einen Hut denn tragen? Für in-der-Schlacht scheint der untenrum nicht so viel Schutz zu bieten...
      Sitzt der denn fest auf dem Kopf?
      Auf den ersten Blick macht das Ganze einen etwas wackeligen Eindruck.
      Dazu kann ich etwas aus erster Hand :D sagen;
      • Es ist ein sog. Eisenhut... also eher ein Stück z.B. einer knechtischen Ausstattung in einem städtischen Aufgebot...einfach also.
      • Ein sogenannter "Bart" als unteren Gesichtsschutz ist möglich, aber nicht die Regel, wenn man sich Harnischbücher ansieht (dort selten bei den geforderten Ausrüstungen der Bürger aufgeführt)... üblicher ist ein Ringpanzerkragen
      • Ja, er sitzt auch im Gefecht ausreichend fest (getestet!) Mit der Einlage und dem Riemen (und von der Größe passend zum Kopf!) bleibt das Augenpaar also auf Höhe des Sehschlitzes.
      Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen. immergut: Karl Valentin
    • Ich möchte euch zum heutigen Sonntagabend noch eine kleine Vorschau zu einem meiner aktuellen Rüstungsprojekte zeigen, dass den Übergang vom Spätmittelalter hinein in die frühe Neuzeit abbildet. Einen sogenannten 'Übergangsharnisch' um ca. 1500 (rechts im Bild).

      Ausführliche Details und weitere Fotos zu dieser Rüstung folgen dann in der nächsten Zeit. :wiki4 prost1


      (Bildquelle: ich)
      Beste Grüsse, Thomas :bye01

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Thomas W. ()

    • Nach Jahren muss man ja jetzt mittlerweile schon aufgrund diverser Seuchen sagen, sind endlich mal wieder ein paar Stücke vom überarbeiteten bzw anfertigen gekommen.
      Diesmal von unserem gruppeninternen Bogenbauer.
      Bei der Armbrust wurde der Metallbogen durch einen Holzbogen ersetzt.
      Und von dem handgearbeiteten Eibebogen konnte ich irgendwie nicht die Finger lassen
      Da muss ich mir noch mal Gedanken machen ob ich daraus eine neue Darstellung mache.
      Fragt mich jetzt bitte noch nicht welche zugstärken die Dinger haben.
      Die Infos sind mir über die Jahre verloren gegangen. Hier muss ich noch mal Rücksprache halten. Zumindest sind beide nicht sehr stark angesetzt, das war auch nicht mein Wunsch damals.

      Bilder
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