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Reenactment-Waffenkammer (alles was historisch belegbar ist)

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    • das Schwert von Hedendorf an der Unterelbe. Auch dieses Gefäß zählt zum Typ Mannheim, nicht aber zu Geibigs Typ 4. Nach Geibig handelt es sich um das Gefäß Typ 3. Es besitzt eine Klinge vom Typ1 , was bedeutet das es keine Hohlkehle besitzt. Es wird auf um 800 datiert. Die Klinge ist hier durch den Knauf vernietet. Auf dem Parier trägt es die Inschrift Benedictus und am Griff sind noch Lederwicklungen erhalten
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    • Sigurdur schrieb:

      Hat jemand ein Tuch für mich ?

      ... muss mir den Sabber wegwischen; was für ein schönes Schwert.
      Gelle? Ein Träumchen! Eigentlich wollte ich mit Blankwaffen aus dem FrühMi gar nicht anfangen... aber bei dem Schwert konnte ich damals nicht nein sagen. Eins kommt noch, aber dann ist mit FrühMi ganz sicher wieder Schluss... :D
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Thomas W. schrieb:

      Sigurdur schrieb:

      Hat jemand ein Tuch für mich ?

      ... muss mir den Sabber wegwischen; was für ein schönes Schwert.
      Gelle? Ein Träumchen! Eigentlich wollte ich mit Blankwaffen aus dem FrühMi gar nicht anfangen... aber bei dem Schwert konnte ich damals nicht nein sagen. Eins kommt noch, aber dann ist mit FrühMi ganz sicher wieder Schluss... :D
      :groehl der war gut :wiki4
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    • Panzerreiter schrieb:

      ?( Wenn das keine Hohlkehle ist, was ist es dann?
      Oder werden nur meine Augen langsam schlecht?
      Nein, deine alten Augen sind noch in Funktion. :D Das Gefäss ist dem Hedendorfer Fund nachempfunden, die Klinge nicht. Meine Spatha hat eine Klinge mit Hohlkehle. Der Klingenkern besteht aus Schweissmusterstahl und die Schneiden sind aus Monostahl und wurden an den Kern angesetzt.
      Beste Grüsse, Thomas :bye01

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thomas W. ()

    • Pfuh :schwitz , hatte mir schon Sorgen gemacht.

      Besteht der Klingenkern durchgehend aus Schweißmusterstahl (aka Damast)? Also Volldamast? Das wäre für 800 AD ein wenig ungewöhnlich, aber nicht unmöglich.
      Zu dieser Zeit ging Damast bereits deutlich zurück, üblich wären zu dieser Zeit Schicht- oder sogar nur noch Fournierdamast. (Letzterer ist in Deinem Fall ohnehin raus, weil die Schneide angesetzt ist)
      Das Hedendorfer Original war übrigens jeweils zweibahniger, fournierter Torsionsdamast. Ob es tatsächlich eine Hohlkehle hat oder nicht, weiß ich nicht, das ist auf Fotos wegen der recht gut erhaltenen Scheide nicht zu erkennen und die mir bekannte karge Literatur schweigt sich über Nachweise dieses Details aus.

      Wo ich überfragt bin, ist das Ortband. Ich selbst kann auf den Fotos vom Original keines erkennen, habe allerdings das Original noch nie in real gesehen. Typischerweise haben Spathas aus dieser Zeit überhaupt keine metallenen Scheidenbeschläge mehr. Zum Teil sind aufwendig gestaltete Lederarbeiten erhalten (z.B. Essen, Domschatz), generell aber scheinen die Scheiden im Vergleich zu früheren, merowingischen Zeiten sehr schlicht auszufallen.

      Typisch für 800 ist das Gefäß, das ist ein absoluter Volltreffer für diese Zeit.
    • Panzerreiter schrieb:

      Besteht der Klingenkern durchgehend aus Schweißmusterstahl (aka Damast)? Also Volldamast? Das wäre für 800 AD ein wenig ungewöhnlich, aber nicht unmöglich.
      Zu dieser Zeit ging Damast bereits deutlich zurück, üblich wären zu dieser Zeit Schicht- oder sogar nur noch Fournierdamast. (Letzterer ist in Deinem Fall ohnehin raus, weil die Schneide angesetzt ist)
      Das Hedendorfer Original war übrigens jeweils zweibahniger, fournierter Torsionsdamast. Ob es tatsächlich eine Hohlkehle hat oder nicht, weiß ich nicht, das ist auf Fotos wegen der recht gut erhaltenen Scheide nicht zu erkennen und die mir bekannte karge Literatur schweigt sich über Nachweise dieses Details aus.
      Ich weiss leider nicht viel über dieses Stück. Das Frühmittelalter stösst bei mir eigentlich auf wenig Interesse. Auch die Waffen dieser Epoche waren für mich (bis zu diesem Stück) uninteressant.

      Dann bekam ich den Tipp zu dieser Spatha. Es wurde aus einem Nachlass angeboten. Der Verkäufer hatte selbst überhaupt keine Ahnung davon. Mir fiel die Detailtreue und die aufwendige Umsetzung der handwerklichen Arbeiten auf. Der aufgerufene Preis schien auf den ersten Blick ziemlich selbstbewusst zu sein. Hab mich dann bei einigen FrühMi-Darstellern informiert, um das ganze besser einschätzen/einordnen zu können. Die Infos die ich erhielt, relativierten den „selbstbewussten Preis“ dahingehend, dass er sich (bei dem was an Merkmalen und Details geboten wurde) eher als „Schnäppchen“ erwies. Sie zeigten mir auf, dass diese Spatha eine eher besondere Blankwaffe sein muss. Und ja, was soll ich sagen. Dieses Stück ist eine der schönsten Waffen die ich besitze.

      Leider kann ich nicht sagen, was für eine Art von Aufbau das Damast des Kernes hat. Bisher war es mir nicht möglich den Schmied etc. ausfindig zu machen.

      Panzerreiter schrieb:

      Wo ich überfragt bin, ist das Ortband. Ich selbst kann auf den Fotos vom Original keines erkennen, habe allerdings das Original noch nie in real gesehen. Typischerweise haben Spathas aus dieser Zeit überhaupt keine metallenen Scheidenbeschläge mehr. Zum Teil sind aufwendig gestaltete Lederarbeiten erhalten (z.B. Essen, Domschatz), generell aber scheinen die Scheiden im Vergleich zu früheren, merowingischen Zeiten sehr schlicht auszufallen.
      Zum Ortband habe ich auch nichts weiter herausfinden können. Die Infos die ich dazu einholen konnte, gingen auch eher in die Richtung "vermutlich eher kein Ortband". Hab kurz überlegt, ob ich es entferne... dachte dann aber "nein, dass ist so schön gemacht, dass bleibt dran".
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Eines meiner Sulowski's bekommt demnächst eine neue - historischer umgesetzte - Scheide verpasst. Da diese auch ein vergoldetes Ortband erhalten wird, habe ich mich dazu entschieden den Knauf ebenfalls noch vergolden zu lassen.

      Das Leder der Handhabe ist dafür bereits entfernt worden und die Oberfläche des aus Bronze gefertigten Knaufes (Knauf: Oakeshott Typ J) wurde für die galvanische 24k-Vergoldung vorbereitet. Als nächstes wird das Ortband den Vorbereitungsprozess durchlaufen und dann erfolgt die Vergoldung.

      Diese Reproduktion eines hochmittelalterlichen Einhandschwertes (Klinge: Oakeshott Typ XII / Parierstange: Style 2) lies eigentlich jetzt schon fast keine Wünsche offen. Mit diesem Upgrade erhält das Schwert einen "i-Tupf" und wird somit ein weiteres schönes Detail für meine historische Darstellung & Sammlung werden.



      (Bildquellen: N. Damascke & D. Sulowski)
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Thomas W. schrieb:

      Eines meiner Sulowski's bekommt demnächst eine neue - historischer umgesetzte - Scheide verpasst. Da diese auch ein vergoldetes Ortband erhalten wird, habe ich mich dazu entschieden den Knauf ebenfalls noch vergolden zu lassen.

      Das Leder der Handhabe ist dafür bereits entfernt worden und die Oberfläche des aus Bronze gefertigten Knaufes (Knauf: Oakeshott Typ J) wurde für die galvanische 24k-Vergoldung vorbereitet. Als nächstes wird das Ortband den Vorbereitungsprozess durchlaufen und dann erfolgt die Vergoldung.

      Diese Reproduktion eines hochmittelalterlichen Einhandschwertes (Klinge: Oakeshott Typ XII / Parierstange: Style 2) lies eigentlich jetzt schon fast keine Wünsche offen. Mit diesem Upgrade erhält das Schwert einen "i-Tupf" und wird somit ein weiteres schönes Detail für meine historische Darstellung & Sammlung werden.



      (Bildquellen: N. Damascke & D. Sulowski)
      Das sieht schon wieder klasse aus.
      Da muss ich aber nochmal einhaken, da wir ja vor kurzem die kleine Diskussion zu den geschweißten Helmen hatten.
      Der Logik nach müsste man dann ein galvanisch vergoldetes Exponat ebenfalls ablehnen, wenn ein "unsichtbar" geschweißter Helm nicht dem Authentizitätsanspruch genügt.
      www.lebendige-geschichte-1474.de
    • Thomas W. schrieb:

      Eines meiner Sulowski's bekommt demnächst eine neue - historischer umgesetzte - Scheide verpasst. Da diese auch ein vergoldetes Ortband erhalten wird, habe ich mich dazu entschieden den Knauf ebenfalls noch vergolden zu lassen.

      Das Leder der Handhabe ist dafür bereits entfernt worden und die Oberfläche des aus Bronze gefertigten Knaufes (Knauf: Oakeshott Typ J) wurde für die galvanische 24k-Vergoldung vorbereitet. Als nächstes wird das Ortband den Vorbereitungsprozess durchlaufen und dann erfolgt die Vergoldung.

      Diese Reproduktion eines hochmittelalterlichen Einhandschwertes (Klinge: Oakeshott Typ XII / Parierstange: Style 2) lies eigentlich jetzt schon fast keine Wünsche offen. Mit diesem Upgrade erhält das Schwert einen "i-Tupf" und wird somit ein weiteres schönes Detail für meine historische Darstellung & Sammlung werden.



      (Bildquellen: N. Damascke & D. Sulowski)
      Ok, was ist deine Wohnadresse?
      Wann bist du garantiert nicht im Haus?
      Und wie krieg ich deine Alarmanalge deaktiviert?

      Im Ernst - Wow! (Denk ich mir bei den von dir geposteten Waffen generell, aber da schäm ich mich dann wirklich, hier mit den meinigen anzutanzen)
    • Schnazel schrieb:

      Da muss ich aber nochmal einhaken, da wir ja vor kurzem die kleine Diskussion zu den geschweißten Helmen hatten.
      Der Logik nach müsste man dann ein galvanisch vergoldetes Exponat ebenfalls ablehnen, wenn ein "unsichtbar" geschweißter Helm nicht dem Authentizitätsanspruch genügt.
      Ja, die Anmerkung auf die du dich beziehst, zielte von meiner Seite darauf ab, auf den für mich grundsätzlich spürbaren Unterschied im "A"nspruch zwischen der zivilen und militärischen Darstellung aufmerksam zu machen (und eben den Umstand, dass dies vielen Darstellern sehr wohl bewusst ist, sie aber trotzdem zum einen "Bähh...ihh... Maschinennaht...das wollen wir nicht auf unserer VA sehen" sagen und beim geschweissten Eisenhut (wo die Naht mehr als deutlich sichtbar ist) und dem mit Acryllack bemalten Sperrholzschild, etc. zum anderen aber immer noch von einer "A-Darstellung" reden und diese so bei Museumsveranstaltungen verwenden).

      Es ist mir vermutlich nicht gelungen, meine "Szene-Kritik" gut genug deutlich zu machen.

      Und was ich aus sagte war, dass jeder seinen Anspruch selbst festlegt. Für den einen ist ein nach Vorbild gefertigtes Schwert mit vergoldeten Gefässteilen das "Mass aller Dinge", für den anderen ist es "GroMi-Scheissdreck", da beim Bau des Schwertes moderner Stahl, teilweise ein Hydraulikhammer, sowie ein moderner Bandschleifer benutzt wurde und die Gefässteile beispielsweise nicht Feuervergoldet wurden. Da bewerte ich nicht (ich versuche es zumindest), dass entscheidet jeder für sich.

      Astyanax schrieb:

      Im Ernst - Wow! (Denk ich mir bei den von dir geposteten Waffen generell, aber da schäm ich mich dann wirklich, hier mit den meinigen anzutanzen)
      Ich danke dir. Schade, denn genau das ist eigentlich nicht mein Ziel gewesen. Das hier ist "kein Wettbewerb". Jeder darf (wenn die Waffe eine historische Vorlage hat, oder zumindest daran angelehnt ist) seine Stücke hier zeigen. Ich bitte dich (und euch alle) darum dies zu tuen! Hier muss sich niemand verstecken!
      Beste Grüsse, Thomas :bye01
    • Thomas W. schrieb:

      Schnazel schrieb:

      Da muss ich aber nochmal einhaken, da wir ja vor kurzem die kleine Diskussion zu den geschweißten Helmen hatten.
      Der Logik nach müsste man dann ein galvanisch vergoldetes Exponat ebenfalls ablehnen, wenn ein "unsichtbar" geschweißter Helm nicht dem Authentizitätsanspruch genügt.
      Ja, die Anmerkung auf die du dich beziehst, zielte von meiner Seite darauf ab, auf den für mich grundsätzlich spürbaren Unterschied im "A"nspruch zwischen der zivilen und militärischen Darstellung aufmerksam zu machen (und eben den Umstand, dass dies vielen Darstellern sehr wohl bewusst ist, sie aber trotzdem zum einen "Bähh...ihh... Maschinennaht...das wollen wir nicht auf unserer VA sehen" sagen und beim geschweissten Eisenhut (wo die Naht mehr als deutlich sichtbar ist) und dem mit Acryllack bemalten Sperrholzschild, etc. zum anderen aber immer noch von einer "A-Darstellung" reden und diese so bei Museumsveranstaltungen verwenden).
      Es ist mir vermutlich nicht gelungen, meine "Szene-Kritik" gut genug deutlich zu machen.

      Und was ich aus sagte war, dass jeder seinen Anspruch selbst festlegt. Für den einen ist ein nach Vorbild gefertigtes Schwert mit vergoldeten Gefässteilen das "Mass aller Dinge", für den anderen ist es "GroMi-Scheissdreck", da beim Bau des Schwertes moderner Stahl, teilweise ein Hydraulikhammer, sowie ein moderner Bandschleifer benutzt wurde und die Gefässteile beispielsweise nicht Feuervergoldet wurden. Da bewerte ich nicht (ich versuche es zumindest), dass entscheidet jeder für sich.
      Das war auch gar nicht stichelig gemeint, es ist nur eine Frage, die mich gerade beschäftigt. Klar es legt jeder seinen eigenen Anspruch fest, aber es ist schon irgendwo eine Gratwanderung. Der Anspruch der 100% Authentizität wäre ein finanziell und zeitlich unheimlich aufwendiger - man könnte ja soweit gehen, Originale zu verwenden.
      Bei dir merkt man ja auch, dass es dir schon um die Sache geht, es gibt ja auch durchaus Gestalten, die sich mit teurem Kram profilieren wollen. Aber den Konflikt zw. möglichst korrekter Kopie und unsichtbaren modernen Materialien oder auch Werkzeugen weiß ich aktuell für mich nicht befriedigend zu klären.
      www.lebendige-geschichte-1474.de