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Reenactment-Waffenkammer (alles was historisch belegbar ist)

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    • Eine wichtige Realie des spätmittelalterlichen Teiles meiner Sammlung ist diese süddeutsche Schaller, angelehnt an ein Landshuter Original, um 1470-1480 (ausgestellt im Germanischen Nationalmuseum). Zu ihr gehört ein einteiliger Bart. Hergestellt wurde beides von der Schmiedevereinigung "Craftsman of Taurica" (namentlich von Andrew Yumanow).

      Eine sehr ähnliche Schaller befindet sich in der Rüstkammer der Churburg. Diese wird auf 1485 datiert und wird einem Gaudenz von Matsch, Graf von Kirchberg, zugeschrieben.

      Aktuell ist diese Schaller eine von fünf unterschiedlichen Exemplaren. Eine sechste Schaller, mit geschobenem Nacken, einem ganzen aufschlächtigen Visier, datiert auf 1490/95, wird in 2020 die Sammlung diesbezüglich abrunden. Hersteller ist Ewald Tanzer.

      Auf der Collage ist zudem eine Interpretation eines Ringpanzerbartes zusehen. Solch ein Bart ist beispielsweise im Thun'schen Skizzenbuch abgebildet. Die Ringe (5mm ID) dieses Rekonstruktionsversuches sind an der Vorder- und Hinterseite (am Kinn- und Halsbereich) doppelt (also in zwei Reihen) verlegt und ineinander verflochten. Dies ergibt so ein sehr dichtes und stabiles, aber dennoch bewegliches Geflecht. Diese Art Bärte sieht man als Nachbau sehr selten. Genau dieser Ringpanzerbart ist in U. Lehnart's Buch "Kleidung & Waffen der Spätgothik, III 1420-1480" auf Seite 116 abgebildet. Dort verfügt er noch über eine Scheibe auf der Kinnspitze. Ich überlege diese wieder nachrüsten zu lassen.

      (Bildquelle: ich)
      Beste Grüsse, Thomas :bye01