Tipps zu gefaßten Steinen

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    • Ich plane Anfang März nach Darmstadt zur Sonderausstellung über den Gisela-Schmuck zu fahren. Hat jemand aus der werten Foren-Gemeinde die Ausstellung evtl. schon besucht u. kann zum Hess. Landesmuseum u. der Stadt Tipps geben?

      Über den Umfang der Ausstellung kann ich mir nach der Homepage des Museums keine realistische Vorstellung machen. Natürlich schaue ich auch in anderen Bereichen des Museums vorbei, auch wenn alle nicht zu schaffen sein werden.

      Wenn es klappt, plane ich die Tour mit einer Übernachtung. Was ist in / um Darmstadt in der begrenzten Zeit sehenswert? Wo gibt es leckeres Essen oder eine urige Kneipe für den Abend?
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Es ist Zeit für ein kleines Update:

      Ovale Karneole und dunkelblauen Lapis in schöner Qualität u. zu akzeptablen Preisen habe ich. Nun geht's auf die Jagd nach Süßwasserperlen - das läuft!

      Das Goldblech wird gewalzt, also wird es bei der Verarbeitung dünner als 1 mm sein u. spart damit Materialkosten. Danke für den Tipp, Wolfram! Für die Befestigung haben wir uns jetzt auf Krampen festgelegt.

      Bleibt noch die Frage der Gold-Legierung; ich möchte die einzelnen Stücke gern gepunzt haben. Etwas Altgold 585 habe ich, aber das wird nicht reichen. 333er Gold ist billiger, zählt aber außerhalb Deutschlands nicht mehr als Gold. Mischen ist nicht, es wäre schade um die 585er-Legierung. Das wäge ich noch ab.

      Sorge bereitet mir das weiße Lederband als Trägermaterial... Auf Märkten gefiel mir bisher nichts. Blind kaufen mag ich nicht, ich bevorzuge es vorher anfassen zu können - es sei denn, jemand von Euch kann aus Erfahrung eine wirklich gute Quelle empfehlen... und ich brauche nicht gleich eine ganze Haut. Ein 30 bis 50 cm langes Band von ca. 2,5 bis 3 cm Breite würde reichen. Da google ich nochmal.
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Hallo Raginhild,

      ich würde nicht krampen.
      Lasse dir an den Boden eine Ring oder eine Lasche wie beim Boden der Uta-Tassel oben löten.
      Dann machst die ein ordentliches ,verstärktes und vielleicht noch unterfüttertes Knopfloch an jeder Seite und Du kannst die Tasseln ohne große Mühe auch für einem anderen Mantel verwenden.
      Ohne Tassel kann man dann den Mantel auch mit einem Band schließen.

      lg
      dirk
    • Ich vermute, wir haben aneinander vorbei geredet - entschuldige bitte. Ich versuche das mal aufzuklären:

      Ich möchte die ersten Steine als Zier-Elemente auf das Lederband zwischen die Enden, also mehrere quasi als Muster der Länge nach auf das Leder heften. Falls meine ersten Arbeiten nicht ansehnlich genug werden, taugen sie hoffentlich für den Einband eines Beutelbuches = Plan B. Das Lederband des Mantels bliebe dann (vorerst) schlicht.

      Kleben möchte ich auf dem Lederband nicht, also bleiben Niete oder Krampe zum Befestigen. (Angelötete Ösen zum Aufnähen scheinen mir für den Anfang zu filigran u. damit schwierig. Das vielleicht später für Textilien.) Die Schmiedin meinte ebenso wie Du, daß bei Textil oder Leder eine Niete nicht sinnvoll ist, daher bleibt nur die Krampe. Die werde ich so klein wie möglich halten, um das Band nicht unnötig zu schwächen.

      Tasselscheiben sind erst für den anschließenden (Fortgeschrittenen-)Kurs geplant. Da bin ich derzeit noch nicht so weit. Weil die Scheiben mächtig auffallen werden (und sollen ;) ), werde ich die erst nach etwas Übung angehen. Die Scheiben möchte ich wie von Dir beschrieben bauen. (Plan B wäre ein zugekaufter Unterbau mit Nadel u. Rast, auf den dann die Scheiben mit den Steinen gesetzt werden.)

      ... und wenn das alles geklappt hat, kommt der Endspurt zum eigentlichen Ziel:

      Endlich eine schöne, individuelle gleicharmige Fibel für das Frühmittelalter, ähnlich wie in der Sanddüne in Liebenau in Fragmenten gefunden wurde! Dann hat die spätantike Haarnadel ausgedient, die heute noch provisorisch das Manteltuch schließt.

      Ich vermute, ich werde mind. dieses Jahr damit beschäftigt sein! Deswegen finde ich das Arbeitskonzept der Goldschmiedin so genial.
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Raginhild schrieb:

      Über den Umfang der Ausstellung kann ich mir nach der Homepage des Museums keine realistische Vorstellung machen. Natürlich schaue ich auch in anderen Bereichen des Museums vorbei, auch wenn alle nicht zu schaffen sein werden.

      Das hessische Landesmuseum hatte ich Ende der80iger Jahre des letzten Jahrtausends besucht und in vielen Bereichen als „Museumeines Museums“ erlebt, insbesondere bei der Präsentation der naturgeschichtlichenPräparate. Umso gespannter habe ich auf die Wiedereröffnung nach der Sanierunggewartet.

      Im Anschluß an einen beruflichen Termin Anfang 2016 (?) in Darmstadt hatte ichfür die Besichtigung des Museums rund 5-6 Stunden Zeit – und ich habe es nichtgeschafft, mir alle Ausstellungsbereiche anzusehen. (Beuys und andere moderneKunst habe ich mir „gespart“; hatte von damals noch ein einschneidendesErlebnis zu verarbeiten)

      Meine persönlichen Höhepunkte: der FrüMi-Schmuck und Jugendstil. Was aber nichtbedeuten soll, dass sich die anderen Bereiche nicht lohnen!
      Ich mag auch die neue, modere Präsentation imNaturkundebereich und ins. die Skelett-Parade finde ich spektakulär - wenn mandirekt in Front davor steht, wirkt es wie eine Stampede aus Skeletten, die aufdich zulaufen.

      Den Rest Darmstadts kenne ich nicht, wollte aber immer mal die Mathildenhöhe mit dem Jugendstilturm und der russischen Kapelle sehen.

      Viel Spaß
      Aleidis
    • Danke Aleidis!

      Ich habe zwei Tage für zwei Museen und die Waldspirale von Hundertwasser eingeplant.

      Deine Beschreibung klingt so, als ob ich bei dem grauslichen Wetter (sie haben für Freitag in Darmstadt mächtigen Schneefall angesagt *brrrr*) mit dem Schmuck, FrühMi u. Jugendstil goldrichtig liege! Ganz lieben Dank für Deine Antwort.
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Das Buch, das Mara am 08.Januar verlinkt hat, lohnt sich:

      Es begeistert mit Fotos und Erläuterungen zu genialen Fundstücken! Ich bin aus der Schnapp-Atmung gar nicht wieder rausgekommen... und es sind Steine in Fassungen zu bestaunen. Neu war für mich vor allem, daß so früh schon Diamanten verarbeitet wurden - und zwar mit so etwas wie einem pyramidenförmigen Schliff, an den die Goldfassung angepaßt wurde.
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Raginhild schrieb:

      Das Buch, das Mara am 08.Januar verlinkt hat, lohnt sich:
      Naja, ich fand es eher enttäuschend, ist leider recht wenig aus dem 12. Jh. drin, was man nachbasteln könnte.
      Mein Lebensmotto: "Maxime peccantes, quia nihil peccare conantur" - Wer nicht zu sündigen wagt, begeht die grösste Sünde. - Erasmus von Rotterdam

      Mara auf Facebook: facebook.com/profile.php?id=100008173720536
    • Das stimmt , 12. Jh oder früher ist wenig. 14. ist dafür gut vertreten. Und die Fotos find ich sehr gut gemacht. Ich gerate bei so was leicht ins Schwärmen.

      (Demnächst schwärm ich wohl von der Ausstellung in Darmstadt :D bin grade auf dem Weg...)
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • "Der Mainzer Goldschmuck - Ein Kunstkrimi aus der Deutschen Kaiserzeit"

      Die Sonderausstellung im Hess. Landesmuseum Darmstadt zeigt Kostbarkeiten der Goldschmiedekunst, die nach neuerer Forschung vom 9. Jh. bis in die Neuzeit datieren. Durch welche Hände sie wahrscheinlich gingen und was davon heute nachvollzogen werden kann ist schon das Wort Krimi wert. Mein Fokus lag allerdings auf dem Stücken selber, sofern die nicht Fälschung oder neuzeitliche Marriage waren wie der sogen. Brustbehang oder der Halskragen.

      Daß Männer das Manteltuch in FrühMi mit einer Fibel auf der Schulter schlossen und daß Frauen mittig ihre extrem langen Schleier und Tücher mit großem Fürspan sicherten, wußte ich. Aber hat man im 11. Jh auch schon Mäntel mit 2 identischen Tasseln geschlossen bzw. auf dem Schultern gehalten??? Die angeblichen Fundumstände schaffen auch kein Vertrauen.

      Die Fassungen sind verwirrend vielfältig. Es gibt Stege, Krallen und Drahtschlingen verschiedener Gestalt. Interessant fand ich, daß die Steine unten drunter bei den filigranen Aufbauten meist nur einen kleinen Streifen Gold aufwiesen - kein durchgehender Boden! Und das oberste Rund der kleinen Buckelfibel Ne. 5 ist m.E. ziemlich krude mit 6 breiten Goldblechstreifen verkrampt.

      Interessant war die Erkenntnis, daß die Nadeln zur Befestigung nicht mitten hinter der Fibel angebracht waren, sondern im oberen Drittel und nur wenige Zentimeter für eine Nadel Raum lassen.

      Die Sonderausstellung zeigt eine überschaubare Anzahl von Exponaten, doch ohne das Museum mit seinen anderen Abteilungen wäre es zu wenig für die weite Anreise gewesen. Ich habe trotzdem mehr als 2,5 Std nur für den Schmuck gebraucht (und dabei 3 durchgehende Führungen kostenlos miterlebt :thumbsup: ), im Museumsshop mehrere Katologe erstanden und gemugelte Granate + Rosenquarze. Auch wenn die Steine nicht beste Qualität sind, es war ein Spottpreis!

      Die kleine, aber feine Sonderausstellung läuft noch bis 11.03.2018. Wer sie noch sehen möchte, sollte sich also beeilen. Der zugehörige Katalog bietet mit großformatigen Farbabbildungen aber auch sehr gutes Anschauungsmaterial.

      Die Ausstellung bot traumhafte Rundumansicht aller Stücke, nur hätte ich mir mal wieder eine gute Lupe gewünscht.

      Im Museum sind noch andere Abteilungen unbedingt sehenswert, z.B. die Exponate aus der berühmten Grube Messel, die Möbel u. Textilien aus dem 17. Jh. (damalige Sonderausstellung "Chic"), die neue Mineralienvitrine (unglaublich!), der Kirchenschatz mit einer Rechenmaschine, Astrolabien und Uhren, die zauberhaft schönen Elfenbeinschnitzereien (ich habe so was von gesabbert!) und die Glasmalereien... zum Jugendstil blieben nur noch 10 min bis zum Rauswurf :heul in dem Museum könnte man mich tagelang einschließen und es würde nicht langweilig..) Jetzt bin ich platt und mache den Rest des Abends Wellness im Hotel 8)
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Der bei Schnell und Steiner erschienene Ausstellungskatalog ist genial und jeden Euro wert! Abgesehen von dem so genau wie möglich nachvollzogenen Weg der Stücke (dem "Krimi") u. den vielen Großaufnahmen erschlägt mich grad das Fachwissen, das da drin steckt! Der Beitrag von Jochem Wolters "Goldschmiedetechnische Beobachtungen am sogen. Schmuck der Kaiserin Gisela" ist als Anhang beigefügt u. hat außerdem ein sehr hilfreiches Glossar.

      Auch wenn die Zeit der betrachteten Schmuckstücke (9. und 11. Jh) nicht direkt zu meinem Schmuckprojekt paßt, ist jede Menge über Goldschmiedkunst zu lernen. Das ist Lesestoff für Monate.
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Der erste Abend von vieren bei der Goldschmiedin ist um. Wir waren zu viert u. sie mußte ihre Zeit auf uns und unsere individuellen Wünsche aufteilen. Mehr Teilnehmende dürfen es in so einem Kursus nicht sein, sonst gibt es Frust wegen zu viel Leerlauf.

      Wer wie ich noch nie so etwas gemacht hat, mußte zuerst in Messing mit einer Säge sowohl eine gerade Linie als auch eine Schlangenlinie sägen. Das ging (mit einem gebrochenen Sägeblatt je Teilnehmerin :thumbdown: ) leidlich. Übung macht wohl auch hier viel aus.

      Dann wurde Altgold zerteilt u. eingeschmolzen. ich kam darum erstmal herum, weil ich alte Ringe aufgesägt u. gewalzt habe. Aber auch die wurden zwischendurch zweimal geglüht. Das war für mich der Horror, aber die Schmiedin hat geholfen. Mein Puls war jedenfalls am Rasen... :huh:

      Immerhin bin ich jetzt im Besitz zweier 0,47 cm dicken Goldblechstreifen, die sich als Fassung für die Steine weiterverarbeiten lassen. Allerdings bin ich enttäuscht, daß sie nicht mehr wirklich golden aussehen (Ruß vom Glühen). Das wird man hoffentlich mit Putzen wieder hinbekommen; es ist 585er Gold.

      Die Steinauswahl habe ich noch um einen schönen Süßwasserperlen-Button ergänzt und bin schon ganz hibbelig, wie es nächste Woche weitergehen wird...
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Hallo Raginhild,

      danke für Deinen ersten Einblick zum Thema.

      Die Bezeichnung 585 Gold bedeutet das von 1000 Anteilen Gold, 585 Anteile reines Gold sind,
      die restlichen 415 Anteile sind hauptsächlich Silber, Kupfer und andere Zusatzmetalle.

      Das ist auch der Grund für die Verfärbung Deines Bleches hauptsächlich der Kupferanteil.
      Keine Sorge mit etwas Polierpaste oder auch Zahnpasta bekommt man wieder einen schönen Glanz.

      Mache dies aber erst am Ende sonst kommt du aus dem Polieren nicht mehr herraus. :D
      Um die Arbeit mit Temperatur kommt man leider nicht herum sonst geht nur kleben.
      Kaltschmiede geht, führt aber eventuell zum Bruch.

      Weiterhin viel Spaß und Erfolg!! :thumbup:
    • Bin gerade bei Fb darüber gestolpert, und dachte das passt zu Eurem Thema, deshalb werf ich es Euch mal hier rein:

      (Quelle Youtube)

      Landesmuseum Darmstadt, ein tolles Museum, ich brauche da auch einen ganzen Tag. Mir gefällt die Ur und Frühgeschichte im Keller gut, die Kostümsammlung des Herrn Hübsch, UND natürlich die Sammlung von Beinarbeiten im Erdgeschoss. So ganz nebenher habe ich in der naturkundlichen Abteilung mehrere bekannte Steinzeitliche Venusfigürchen ganz unspektakulär in einer Wandvitrine entdeckt. Ich war schon 3x dort und entdecke immer wieder Neues. Es gibt ein nettes Museums Kaffee im Keller, gleich hinter dem Museumshop.
      Neue Seite mit Blog : zeitensprung-handweberei.de
    • Danke Silvia! Da ist sogar ein gefaßter Diamant dabei 8o So wie in dem von Mara verlinkten Buch. Da schrieben sie von natürlicher Pyramide, der die Fassung folgt - also quasi ein Roh-Diamant.

      Und ja, das Cafė im Keller hat Stil. Es kann übrigens auch direkt von außen betreten werden. Das Mittagessen hat gut getan!

      A propos Goldschmieden: Was ist denn aus Maras Kursus geworden??

      Die Zahnpasta-Putztour machen die Golldblechstreifen bestimmt noch vor dem nächsten Kurs-Abend! :D Das ist wieder ein toller Tip. Danke Wolfram. Aber das wird mit einem weichen Lappen gemacht, oder doch mit der Zahnbürste?! ?( Die Oberfläche soll keine Furchen kriegen...
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Raginhild ()

    • Mein "Produkt" ist noch nicht ganz fertig, alles könnte ich leider auch im Kurs nicht umsetzen und die Arme Kursleiterin war mit mir sicherlich etwas überfordert. Aber ich schau mal, ob ich ein Bild vom Handy hinkriege, woran ich arbeite.
      Mein Lebensmotto: "Maxime peccantes, quia nihil peccare conantur" - Wer nicht zu sündigen wagt, begeht die grösste Sünde. - Erasmus von Rotterdam

      Mara auf Facebook: facebook.com/profile.php?id=100008173720536
    • Ich drücke Dir die Daumen, Mara - und Fotos wären toll, wenn's so weit ist.

      Heute war der 2. Kursabend. Meine Knie sind immer noch weich und der Blutdruck ist hoch: Ich mußte löten!

      Aus einem Teil des gewalzten Goldblechs sind 4 runde Fassungen für 7,4 mm Steine gebogen und gesägt worden. Auf die Sägestellen kam Borax. Das wurde warm gemacht mit einem Lötkolben (?), dann ein winziges Stück Gold als Lot drauf und wieder mit der Flamme erhitzt. Das Löt ist geschmolzen und in den minimalen Spalt geflossen - eh voila! Ring geschlossen.

      Die Flamme dieses Lötgerätes wird über die Atemluft gesteuert... :/ mit einem Mundstück über einen Gummischlauch. Das war aufregend... Feuer so nah!

      Die Schmiedin hat sich wieder toll um uns vier gekümmert. Es gab kleine Wartezeiten, aber auch von den Arbeitsschritten der Anderen was zu lernen.
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.
    • Gibts auch Bilder ? ..... eine Fotodoku oder so :D

      achso ich habe es gerade erst gelesen:

      Natürlich darfst Du Deine Zahnbürste zum Auftragen der Paste nehmen
      aber ein Baumwolllappen (alte Socke/Unterhemd/T-Schirt) und etwas Wasser dazu tun es auch und geht einfacher ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wolfram von der Oerz ()

    • Für das Putzen hatte ich vorher keine Zeit mehr. War auch gut so, denn beim Löten wären sie wieder beschlagen. Witzig war zu sehen, daß die mit der Boraxlösung betupften Stellen golden blieben.

      Fotos? Lustigerweise sprach eine der Teilnehmerinnen das auch an. Wir hatten aber keine Muße. Ich war viel zu angespannt und konzentriert wegen der offenen Flamme direkt neben mir.

      Eine Teilnehmerin hat einen Sepia-Guß gemacht - der Ring ist sagenhaft gut geworden! Als Form diente die Kalkschale eines Tintenfisches, in die ein Ring als Vorlage gedrückt wurde , dann noch der Gußkanal und Luftkanäle eingeschnitten.
      Der Überlieferung nach durchtrennte Alexander der Große den Gordischen Knoten mit dem Schwert. Wer kein Schwert benutzen will, muß mit dem Knoten leben oder sich etwas anderes ausdenken.