Reiterlanze 1200 +/- wie sah sie aus?

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    • Zum Beitrag vom 13.Feb18 : Vermutlich kommt es nicht zuletzt auf dem Gegner an. Gegen einen anderen Berittenen wirkt wohl so viel Kraft auf die Lanze, so das diese beim ersten Treffer steckte und somit zum einmaligen Gebrauch verurteilt war. Im Gemenge gegen Gegner zu Fuß sehe ich eher ein stechen von schräg oben, was ein rückziehen und mehrmaligen Gebrauch eher erlaubt. Was auch ein Führen über Kopf dokumentieren würde.
      Quellen bleibe ich, vorläufig, schuldig. :ritter07
      Besitz stirbt,

      Sippen sterben,

      Du selbst stirbst wie sie !

      Eines nur weiß ich, das ewig lebt

      - Der Toten Tatenruhm - !
    • Thomas W. schrieb:

      Es ist bisher der erste Beleg dieser Art, den ich kenne.
      Tolles Bild! Hilft auf jeden Fall weiter.
      Also nochmal zur Begriffsbestimmung: dieses Teil unten an der Lanze wird natürlich als Lanzenschuh bezeichnet. Diese vermutlich metallene Vorrichtung dient dazu um
      a) die Lanze beim Kampf zu Fuss im Boden zu fixieren, um, schräg gehalten, einen Angriff abzuwehren.
      oder
      b) die Lanze in einer Vorrichtung am Steigbügel ( dem "anderen" Lanzenschuh) einzustecken.

      Da dieses Detail sehr spitz ausläuft, ist die These, die Lanze beim Reiten auf dem Fuß abzustellen, für dieses Exemplar nicht haltbar.

      Wenn ich vom Lanzenschuh rede, dann meine ich die ledernen "Becher", welche, am Steigbügel befestigt, den metallenen Lanzenschuh unten an der Lanze aufnehmen.
      Dazu anbei zwei Bilder aus der Neuzeit (1800 - 1900)

      (Quelle: pinterest)
      Lieber eine starke Behauptung als ein schwacher Beweis!